AIXTRON SE

Die AIXTRON SE hat angekündigt, die ALD und CVD Produktlinie für Speicherchips an eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Eugene Technology zu verkaufen. Der Kaufpreis liegt zwischen 45 und 55 Mio. USD und soll in bar beglichen werden. Der Kaufpreis beinhaltet Vorräte sowie andere Vermögensgegenstände. Der Wert dieser Gegenstände kann jedoch erst zum Zeitpunkt des Verkaufs genau bestimmt werden. Die Transaktion unterliegt behördlichen Genehmigungen, trotzdem ist ein Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2017 vorgesehen. Der Vorstand geht davon aus, dass der Verkauf keinen Einfluss auf die Prognose für das Gesamtjahr haben wird.

Rheintex Verwaltungs AG

Die Rheintex Verwaltungs AG prüft einen Verkauf der Beteiligung an der Softship AG. Derzeit laufen Gespräche über die Veräußerung der 6,5-prozentigen Beteiligung. Daneben werden aber auch andere Optionen der Valorisierung des Investments geprüft. Ein Verkauf dieser Beteiligung könnte das Ergebnis des laufenden Jahres durch die Hebung der stillen Reserven maßgeblich positiv beeinflussen.

KWS SAAT SE

Die KWS SAAT SE steigerte ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen um 8,6 Prozent auf 904,7 Mio. Euro. Dabei verbesserte sich das EBIT von 128,7 auf 170,1 Mio. Euro. Im Segment Mais kam es zu einem Umsatzzuwachs von 6,6 Prozent auf 691,4 Mio. Euro. Auch das Segmentergebnis verbesserte sich von 71,4 auf 87,2 Mio. Euro. Der Bereich Zuckerrüben verzeichnete ein Umsatzplus von 8,2 % auf 358,6 Mio. Euro.

Angesichts des Geschäftsverlaufs hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr an. Demnach rechnet der Vorstand mit einem Umsatzzuwachs von 5,0 Prozent auf. Die EBIT-Marge soll trotz Investitionen ein Niveau von mindestens 11 Prozent erreichen.

Aktuelle Chartanalyse

Redaktionelles

Effecten-Spiegel AG: Jahresergebnis

Effecten-Spiegel AG: Vorjahresergebnis erneut übertroffen

In einem anspruchsvollen Marktumfeld hat die Effecten-Spiegel AG ihre guten Geschäftsergebnisse der Vorjahre erneut übertroffen. Der Jahresüberschuss liegt per Ultimo 2016 bei 3,244 (Vj.: 3,153) Mio. €. Der Bilanzgewinn erreicht 3,81 Mio. nach 3,38 Mio. € in 2015 und liegt damit um 12,6 % über dem Vorjahresniveau.

Aus Verkäufen von Wertpapieren wurden im Berichtszeitraum insgesamt Gewinne in Höhe von 4,44 Mio. € realisiert. Allein der Verkauf eines Teilbestandes an der infas Holding AG im Januar sowie des Depotbestandes an der schweizerischen Actelion Ltd. steuerten zusammen einen Ertrag von 2,035 Mio. € bei. An Zinsen und Dividenden wurden 1,196 Mio. € vereinnahmt. Dem stehen stichtagsbedingt zu bildende außerordentliche Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 1,334 Mio. € sowie des Umlaufvermögens in Höhe von 256 T€ gegenüber. Das Verlagsgeschäft konnte sich mit Umsatzerlösen von 2,87 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren und liefert nach Abzug aller Kosten unterm Strich ebenfalls einen zum Vorjahr verbesserten positiven Ergebnisbeitrag. 

Vor Finanzergebnis und Steuern ergibt sich ein Betriebsergebnis von 4,27 Mio. €, nach Finanzergebnis und vor Steuern liegt das Ergebnis bei 3,77 Mio. zu 3,40 Mio. € in 2015. Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo 2015 hat sich das Eigenkapital auf 71,775 Mio. € leicht erhöht und entspricht 95,65 % der Bilanzsumme. Während unterjährig die Barliquidität reduziert wurde, um günstige Einstandskurse zu nutzen (30.06.2016: 8,57 Mio. €), hat sich der Kassenbestand durch Gewinnrealisierungen zum Ende des Berichtszeitraums wieder erhöht und beläuft sich per Jahresultimo auf 18,325 Mio. €. Bankverbindlichkeiten sind weiterhin nicht vorhanden.

Für das Geschäftsjahr 2016 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 19. Mai 2017 eine konstante Dividende von 0,80 € je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Der nach Ausschüttung verbleibende Restgewinn von 433 T€ wird dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 566 T€ zugerechnet, sodass ein Betrag von 999 T€ in das Jahr 2017 vorgetragen werden soll.

VW-Dieselskandal

Die Tübinger Rechtsanwaltskanzlei TILP hat am vergangenen Sonntag eine umfangreiche Klage verschiedener institutioneller Anleger gegen die Porsche SE (PSE) am Landgericht Stuttgart eingereicht – unter den Klägern auch die Effecten-Spiegel AG, die seit Jahren 46.000 Vorzugsaktien der Porsche SE in ihrem Depot hält. Die Ansprüche der Kleinanleger werden zudem in mehr als 100 Einzelklagen von den TILP-Anwälten geltend gemacht. 

Begründung der Klage: Da Martin Winterkorn von Ende 2009 bis zu seinem Rücktritt im Herbst 2015 durchgängig Vorstandsvorsitzender sowohl bei der Muttergesellschaft (also der Porsche SE) als auch bei der Tochter VW war, hat er Kenntnis über alle Risiken gehabt. Und dieses Wissen ist auch der PSE zuzurechnen. 

Die Wissenszurechnung kann auch nicht von der Verschwiegenheitspflicht der Organe überlagert werden.

Denn VW und Porsche hatten am 7.12.2009 vertraglich vereinbart, dass der Muttergesellschaft bestandsgefährdende Risiken von VW umgehend mitgeteilt werden müssen. Diese hätten dann in der Folge auch eine Ad-hoc-Mitteilung ausgelöst. Die Offenbarungspflicht der Tochter involviert zugleich auch eine Informationsbeschaffungspflicht der Mutter, also der Porsche SE. Dass eine solche Bestandsgefährdung bestand, hat der jetzige VW-Chef Matthias Müller am 11.09.2016 in einem Interview selbst zugegeben. Müller räumte ein, dass VW erst jetzt „das Heft des Handelns in die Hand bekomme“, und damit „das Unternehmen ... weiter bestehen“ wird.

Thema der Woche