Einhell Germany AG

Die Einhell Germany AG erzielte im ersten Halbjahr 2016 eine Umsatzsteigerung von 228,7 auf 248,8 Mio. Euro. In der DACH-Region erhöhte sich der Umsatz von 98,2 auf 110,2 Mio. Euro. Auch im übrigen Europa verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatzanstieg von 72,9 auf 84,6 Mio. Euro. Dagegen sank der Umsatz in den sonstigen Ländern von 57,6 auf 54,0 Mio. Euro.
Die Division Werkzeuge erreichte einen Umsatzzuwachs von 126,1 auf 138,5 Mio. Euro. Auch die Division Garten und Freizeit kam beim Umsatz von 102,6 auf 110,3 Mio. Euro voran. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung legte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 8,7 auf 10,9 Mio. Euro zu. Dabei belasteten die Effekte aus Purchase Price Allocation das Ergebnis noch mit 0,9 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss nach Minderheiten erhöhte sich von 6,2 auf 7,2 Mio. Euro.

HAEMATO AG

Die HAEMATO AG erzielte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 74,33 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 31,9 Prozent bedeutet. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2016 legte der Umsatz noch einmal um 9,4 Prozent zu. In Summe erwirtschaftete die Gesellschaft im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von rund 40 Prozent auf 142,3 Mio. Euro.
Aber auch das EBIT verbesserte sich um etwa 40 Prozent auf 5,93 Mio. Euro. Angesichts des bisherigen Verlaufs erwartet der Vorstand auch in den restlichen Quartalen eine gute Geschäftsentwicklung.

M.A.X. Automation AG

Die Hauptversammlung der künftig unter dem Namen MAX Automation AG firmierenden Hightech-Industriegruppe hat am heutigen Freitag im Düsseldorfer Hilton Hotel auch die Umstellung von Inhaber auf Namensaktien beschlossen. Wie Vorstandsmitglied Spilker erläuterte, will man hierdurch die Aktionäre des Unternehmens noch besser kennenlernen und direkter mit diesen kommunizieren. Ebenfalls beschlossen wurde die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,15 Euro je Aktie. Auch in der Zukunft soll sich die Dividendenhöhe am Konzernergebnis orientieren, dabei strebt der Vorstand eine Ausschüttungsquote von 40 Prozent an.

Zudem hat der neue Vorstandsvorsitzende Daniel Fink die weitere Wachstumsstrategie des MAX Automation-Konzerns vorgestellt. Hierbei will man noch stärker von globalen Markttreibern wie der zunehmenden Variantenvielfalt und der Reduktion von CO2-Emissionen im Automobilbau, den Trends zum autonomen Fahren und Elektromobilität, der steigenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz und der demographischen Entwicklung profitieren. Um dies zu erreichen sind unter anderem Akquisitionen, der Ausbau der Präsenz und der lokalen Wertschöpfung in interessanten Auslandsmärkten sowie die Entwicklung weiterer konkreter Leistungsangebote im Bereich der Industrie 4.0 (vernetzte Produktion).

Trotz des eher verhaltenen Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr zeigte sich MAX Automation-Chef Fink mit Blick auf den Rekordauftragseingang im Q2/2016 in Höhe von 129,3 Mio. Euro zuversichtlich die ausgegebene Guidance auch zu erreichen. So rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz in einer Range zwischen 370 bis 390 Mio. Euro bei einem EBIT (vor PPA) von mindestens 24 Mio. Euro. Zudem will der Vorstand mittelfristig mit einer Mischung aus organischem Wachstum und gezielten Akquisitionen das angestrebte Umsatzziel von 500 Mio. Euro erreichen, die angestrebte EBIT-Zielmarge soll mindestens 8 Prozent betragen.

Thema der Woche

Ausgabe 35 | 31.08.2016

Tourismus trotzt Terror

Schöne Ferien – zuhause bleiben za(e)hlt nicht

Der Online-Inhalt des Effecten-Spiegel ist kostenpflichtig. Sie können die gesamte Ausgabe beziehen und sofort freischalten.
2,50 €
inkl. 19%MwSt

Täglicher Börsenbericht

Es geht wieder aufwärts

DAX lässt 10.600 Punkte hinter sich

Nach dem schwachen Wochenauftakt konnte der DAX am Dienstag wieder Boden gutmachen und sich über die psychologisch wichtige Marke von 10.600 Punkten schwingen.

SAP markierten ein neues Rekordhoch. Die Aktie profitierte damit von einer positiven Analystenstudie.

Adidas spurteten weiter vor. Die Aktie des Sportartikelherstellers steht vor der Aufnahme in den europäischen Aktienindex EuroStoxx50.

Favorisiert waren u.a. die Papiere von Wirecard. Händler verwiesen in diesem Zusammenhang auf eine Analystenempfehlung.

 

 

Auslandsfavoriten

Ausgabe 35 | 31.08.2016

Konservativ

Aktie mit konservativem Potenzial

Der Online-Inhalt des Effecten-Spiegel ist kostenpflichtig. Sie können die gesamte Ausgabe beziehen und sofort freischalten.
2,50 €
inkl. 19%MwSt

Auslandsnachrichten

Unternehmensticker Ausland

Optionsscheine

Neues aus Unternehmen

Unternehmensticker

Redaktionelles

Effecten-Spiegel-HV: Gute Nachrichten

Es war schon die erste gute Nachricht, dass sich trotz des Termins vor dem Feiertag und einer Vielzahl von Hauptversammlungen über 200 Aktionäre und Gäste am 25. Mai in der Stadthalle in Düsseldorf zur ES-HV einfanden. Weitere gute Nachrichten präsentierte Einzelvorstand Marlis Weidtmann in ihrem Bericht: Das Jahresergebnis legte trotz eines „durchwachsenen Börsenjahres“ auf 3,15 (2,4) Mio. € zu, und auch das Verlagsgeschäft bewegte sich mit einem Plus von 3 (8) T€ nach wie vor im positiven Bereich. Die Aktionäre der Gesellschaft können sich zudem über die auf 0,80 (0,75) € gestiegene Dividende freuen. Die Dividendenrendite liegt damit erneut bei sehr attraktiven über 5 %. Eine weitere gute Nachricht für die Anteilseigner war das klare Bekenntnis der Verwaltung zur Börsennotierung der Effecten-Spiegel-Aktien, auch nach Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) am 03.07.2016. So werde man sich „nicht in die Massenflucht von der Börse einreihen“ und trotz der Verschärfungen der Anforderungen durch die MMVO weiterhin im Freiverkehr notiert bleiben. Die Verwaltung arbeitet derzeit am Aufbau entsprechender Strukturen, der Geschäftsbericht 2015 wurde bereits an die erhöhten Anforderungen angepasst. Zudem wird es ab 2017 auch einen Halbjahresbericht geben. Noch keine guten Nachrichten gab es aus dem laufenden Spruchstellenverfahren bei HVB. Bei MAN dagegen wurde der ursprüngliche Abfindungsbetrag in der ersten Instanz auf 90,29 € je MAN-Aktie heraufgesetzt. Auch wenn das 9,31 € über dem ursprünglichen Angebot liegt, hat die Effecten-Spiegel AG trotzdem am 18.09.2015 Beschwerde dagegen eingelegt, da ausweislich der Wertgutachten der Gegenwert auf mindestens 114,43 € bis 120,11 € festzusetzen ist. Auch im Verfahren gegen die Deutsche Bank wegen der Postbank-Übernahme präsentierte der Vorstand gute Nachrichten: Nach der Zeugenvernehmung von Dr. Appel (CEO Post AG) im Februar 2016 verfügte das OLG Köln die Vorlage der vom Zeugen Dr. Appel erwähnten „technischen Klausel“, die in allen Verträgen enthalten sein soll.

Im Anschluss an ihren Bericht stand Vorstand Marlis Weidtmann den Aktionären gewohnt souverän und fachkundig Rede und Antwort. Insbesondere die Dividendenkontinuität der Effecten-Spiegel AG wurde immer wieder positiv von den Aktionären herausgestellt. Bei der anschließenden Abstimmung zur Tagesordnung folgte die HV in allen Punkten den Vorschlägen der Verwaltung mit deutlicher Mehrheit, z.T. sogar einstimmig. Zur Abstimmung stand u.a. der Vorratsbeschluss zum Rückkauf eigener Aktien.

Strafzinsen für Sparer kommen

Als der ES in Ausgabe 24/2015 unter dem Titel „Alles auf eine Karte“ davor warnte, dass die Notenbanken bald den Vorschlag bringen würden, das Bargeld zu begrenzen oder abzuschaffen, hielten viele das für Schwarzmalerei. Nun ist es offiziell: Bundesfinanzminister Schäuble fordert eine Obergrenze für alle Bargeldzahlungen von 5.000 Euro und die Abschaffung der 500-Euro-Scheine. Als Gründe werden die Eindämmung von Geldwäsche und die Geldbeschaffung durch internationale Terroristen genannt. Das ist plausibel und zieht bei der Bevölkerung immer. 

Tatsächlich dürfte es bei der Einschränkung von größeren Bargeldgeschäften, wie es sie in unseren Nachbarländern ohnehin schon gibt, primär um die Vorstufe zur Einführung von Strafzinsen auf die Spareinlagen gehen. Um den Strafzinsen zu entgehen (unter welcher Bezeichnung sie dem Kunden dann auch immer untergejubelt werden), würden die Leute zunächst massenhaft ihr Bargeld abheben und zu Hause bunkern. Um das zu verhindern, muss also zunächst eine Obergrenze für Bargeldzahlungen her. Nur so können dann in einem zweiten Schritt Negativzinsen zur Krisenbekämpfung und Haushaltssanierung eingeführt werden. 

Die Commerzbank als halbverstaatlichtes Institut hat bereits am Wochenende bestätigt: „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr.“ Im Klartext: Wer sein Geld nicht in andere, von der Bank vorgegebene Anlageprodukte investiert, muss einen Strafzins von 0,3 % auf sein Bankguthaben bezahlen. Das wird demnächst auch den Privatkunden drohen. Und da es politisch von Berlin gewollt ist, werden auch die anderen Banken nachziehen. 

Die Eindämmung krimineller und terroristischer Finanzgeschäfte mag ein praktischer Nebeneffekt sein, wäre aber durch ein staatliches Verbot zum Verkauf und der Lieferung von Waffen in die entsprechenden Regionen wesentlich effektiver zu erreichen.

Gold glänzt jetzt steuerfrei

Anleger, die einen Teil ihres Vermögens in Gold absichern wollen, kaufen entweder Barren oder Münzen oder wählen die einfachere Variante über eine Inhaberschuldverschreibung. Sie kaufen dann den börsengehandelten Rohstoff als Exchange Trades Commodities (ETCs) ein. Deutsche Investoren wählen meist das Xetra-Gold. Emittent ist die Deutsche Börse Commodities. Xetra-Gold ist zu 95 % mit physischem Gold hinterlegt, so kann man jederzeit die Lieferung der verbrieften Menge Gold einfordern. Sofern der Anleger das Risiko und die Kosten für den Transport und die Lagerung nicht scheut, bekommt er für einen Anteilsschein jeweils ein Gramm Gold. Erwerb und Verkauf der Gold-Anleihe über die Börse sind jedoch wesentlich praktikabler. Dafür aber mussten Gewinne daraus bisher generell versteuert werden. 

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) geurteilt, dass die Gewinne nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, wenn der Anleger das Xetra-Gold mindestens 12 Monate (sog. Spekulationsfrist) gehalten hat. Die Richter setzen damit das Xetra-Gold den Barren oder Goldmünzen gleich. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Xetra-Gold ausschließlich eine Sachleistung verbrieft, nämlich die Auslieferung des physischen Goldes. Das ist aber nur möglich, weil der Anteilschein auch wirklich fast vollständig mit physischem Gold hinterlegt ist. Das ist bei anderen, an der Börse gehandelten Exchange Traded Commodities oder Zertifikaten, nicht immer der Fall. Oft ist deren Notiz lediglich an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt und bildet diesen im Kursverlauf ab. Daher ist die Entscheidung des BFH nicht einfach auf andere Goldprodukte übertragbar. Für Xetra-Gold-Besitzer aber glänzen demnächst die Gewinne nach der Spekulationsfrist steuerfrei. Anleger, deren Steuerveranlagung für die letzten Jahre noch offen ist oder die Einspruch eingelegt haben, können sich zudem auf die aktuellen Urteile des BFH berufen (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) und ihr Geld zurückfordern.

Aus Fremder Feder

In Eigener Sache

Thema der Woche

Aktuelle Chartanalyse

Auslandsfavoriten

Strategie

ES-Aktienfavoriten

Feature

Börsengerüchte