Heidelberger Druckmaschinen AG

Die Heidelberger Druckmaschinen AG erzielte in den ersten 3 Quartalen des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 1,80 Mrd. Euro. Wesentliche Wachstumstreiber waren positive Währungseffekte in Höhe von 93 Mio. Euro und die Integration der neu erworbenen PSG Gruppe. Obwohl sich in China eine verhaltene Marktentwicklung zeigt, stieg der Auftragseingang auf 1,90 Mrd. Euro.
Beim EBIT ohne Sondereinflüsse erreichte die Gesellschaft mehr als eine Verdopplung auf 65 Mio. Euro. Die Schwäche in China führte aber dazu, dass die Gesellschaft die geplante Marge im Bereich Heidelberg Equipment nicht erreichen konnte. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf minus 42 Mio. Euro nach zuvor minus 49 Mio. Euro. Im dritten Quartal erreichte das Unternehmen mit 7 Mio. Euro nach Steuern die Gewinnzone. Nach 3 Quartalen steht jedoch noch ein leichtes Minus von 7 Mio. Euro in den Büchern, im Vorjahr war hier allerdings noch ein Verlust von 95 Mio. Euro angefallen.
Im Gesamtjahr erwartet die Heidelberger Druckmaschinen AG unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent. Dabei strebt die Gesellschaft eine EBITDA-Marge von mindestens 8 Prozent an.

TUI AG

Die TUI Group erzielte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 5,4 Prozent auf 3,72 Mrd. Euro. Bereinigt um positive Währungseffekte belief sich der Zuwachs auf 2,5 Prozent. Das Umsatzwachstum stammte vor allem aus den Segmenten Region Nord und Kreuzfahrten.
Das bereinigte EBITA im Konzern verbesserte sich auf minus 102 Mio. Euro nach minus 105 Mio. Euro vor Jahresfrist. Auf Basis konstanter Wechselkurse ergab sich eine Verbesserung um 7,2 Prozent auf minus 97,3 Mio. Euro. Während die Region Nord ein gutes Ergebnis erwirtschaftete, musste die Region Zentral ein rückläufiges Ergebnis verkraften. Hier wirkten sich der starke Wettbewerb in Deutschland und die sinkende Nachfrage nach Nordafrika und die Türkei aus.
Allerdings verschlechterte sich das Konzernergebnis von minus 136,2 auf 163,9 Mio. Euro. Aus dem Zusammenschluss konnte die Gesellschaft im ersten Quartal Synergien von 10 Mio. Euro generieren. Für das Gesamtjahr erwartet das Management trotz einiger geopolitischer Belastungen unverändert ein Wachstum beim bereinigten operativen Ergebnis von mindestens 10 Prozent.

Bilfinger SE

Die Bilfinger SE verkauft ihre Division Water Technologies an die chinesische Chengdu Techcent Environment Gruppe. Nach Abzug der mit dem Verkauf im Zusammenhang stehenden Aufwendungen wird sich der Nettoverkaufserlös für Bilfinger auf rund 200 Mio. Euro belaufen.
Die Gesellschaft entschloss sich zum Verkauf der Sparte, die eine Leistung von knapp 300 Mio. Euro erwirtschaftet, da sie die Trennung als langfristig beste Lösung ansah. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden erwartet das Management den Vollzug der Transaktion noch im ersten Quartal 2016. Der Verkaufserlös wird der Gesellschaft dann als zusätzliche freie Liquidität zufließen.

Thema der Woche

Ausgabe 6 | 10.02.2016

Die Geisterfahrer

Politischer Aschermittwoch in Merkels Kabinett

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Täglicher Börsenbericht

Anleger fassen Mut

Lage beruhigt sich

Der DAX befindet sich zunächst auf Stabilisierungskurs. Besonders im Fokus steht die Rede der Fed-Chefin Janet Yellen heute vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses und morgen vor dem Bankenausschuss des Senats. Einmal mehr erwartet die Börse Aussagen über weitere Zinsentscheidungen.

Ein Bericht über einen möglichen Anleiherückkauf verhilft der Aktie der Dt. Bank zu Kursgewinnen.

Im Blickpunkt steht Daimler. Der Autobauer ist von den Problemen um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata in den USA betroffen. Vorsorglich ruft der DAX-Konzern 705.000 Pkw und 136.000 Transporter in die Werkstätten zurück.

BMW überzeugt die Anleger mit einem Rekordabsatz im Januar. Der Autohersteller verkaufte mit 152.879 Autos 7,5 % mehr.

Das Zahlenwerk von Heidelberger Druck wird überaus positiv aufgenommen. Im 3. Quartal schrieb der Druckmaschinenhersteller wieder schwarze Zahlen.

Ungeachtet des schwachen Auftaktquartals hält Aurubis an seiner Prognose fest. Die Aktie der Kupferhütte zieht daraufhin an.

Grenkeleasing punktet ebenfalls mit seinem Jahresergebnis für 2015 bei den Marktteilnehmern. 

Mit einem Kurssprung reagiert die Börse auf die Nachrichten zum Auftragseingang bei Manz.

In Übersee zieht Walt Disney die Anlegerblicke auf sich. Der US-Unterhaltungskonzern schraubte seinen Profit im 4. Quartal kräftig nach oben.

Nach Vorlage von Geschäftszahlen und Ausblick läuft es auch für die Aktie von Heineken gut.

Moeller-Maersk erlitt im vergangenen Geschäftsjahr wegen der Wirtschaftsabkühlung einen Gewinneinbruch. Entsprechend ist das Papier der weltweit größten Reederei heute unter Wasser.

 

 

Auslandsfavoriten

Ausgabe 6 | 10.02.2016

Konservativ

Aktie mit konservativem Potenzial

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Gold glänzt jetzt steuerfrei

Anleger, die einen Teil ihres Vermögens in Gold absichern wollen, kaufen entweder Barren oder Münzen oder wählen die einfachere Variante über eine Inhaberschuldverschreibung. Sie kaufen dann den börsengehandelten Rohstoff als Exchange Trades Commodities (ETCs) ein. Deutsche Investoren wählen meist das Xetra-Gold. Emittent ist die Deutsche Börse Commodities. Xetra-Gold ist zu 95 % mit physischem Gold hinterlegt, so kann man jederzeit die Lieferung der verbrieften Menge Gold einfordern. Sofern der Anleger das Risiko und die Kosten für den Transport und die Lagerung nicht scheut, bekommt er für einen Anteilsschein jeweils ein Gramm Gold. Erwerb und Verkauf der Gold-Anleihe über die Börse sind jedoch wesentlich praktikabler. Dafür aber mussten Gewinne daraus bisher generell versteuert werden. 

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) geurteilt, dass die Gewinne nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, wenn der Anleger das Xetra-Gold mindestens 12 Monate (sog. Spekulationsfrist) gehalten hat. Die Richter setzen damit das Xetra-Gold den Barren oder Goldmünzen gleich. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Xetra-Gold ausschließlich eine Sachleistung verbrieft, nämlich die Auslieferung des physischen Goldes. Das ist aber nur möglich, weil der Anteilschein auch wirklich fast vollständig mit physischem Gold hinterlegt ist. Das ist bei anderen, an der Börse gehandelten Exchange Traded Commodities oder Zertifikaten, nicht immer der Fall. Oft ist deren Notiz lediglich an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt und bildet diesen im Kursverlauf ab. Daher ist die Entscheidung des BFH nicht einfach auf andere Goldprodukte übertragbar. Für Xetra-Gold-Besitzer aber glänzen demnächst die Gewinne nach der Spekulationsfrist steuerfrei. Anleger, deren Steuerveranlagung für die letzten Jahre noch offen ist oder die Einspruch eingelegt haben, können sich zudem auf die aktuellen Urteile des BFH berufen (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) und ihr Geld zurückfordern.

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