TLG IMMOBILIEN AG

Die TLG IMMOBILIEN AG hat in Dresden zwei Nahversorgungszentren erworben. Dabei lag der Nettogesamtkaufpreis für das "Sachsen Forum" und das benachbarte "Fachmarktzentrum Merianplatz" bei 22,8 Mio. Euro. Inklusive der Ankaufsnebenkosten werden sich die Investitionen auf rund 24,3 Mio. Euro belaufen. Die Objekte befinden sich im Stadtteil Gorbitz, in dem rund 20.000 Einwohner leben. Zudem verfügen die Märkte über eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.
Das "Sachsen Forum" weist 11.700 Quadratmeter Mietfläche aus und generiert eine jährliche Vertragsmiete von etwa 1,4 Mio. Euro. Beim "Fachmarktzentrum Merianplatz" beläuft sich die Mietfläche auf etwa 3.000 Quadratmeter bei jährlichen Mieteinnahmen von rund 0,3 Mio. Euro. Die Mietvertragsrestlaufzeit liegt beim ersten Objekt bei 3,4 Jahren und im Fachmarktzentrum bei 3,8 Jahren.

Hornbach Holding AG & Co. KGaA

Die Hornbach Holding AG & Co. KGaA steigerte ihren Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 (bis 31. August) um 6,4 Prozent auf 2,19 Mrd. Euro. Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt erhöhte sich der Umsatz um 6,7 Prozent auf 2,06 Mrd. Euro. Flächen- und währungsbereinigt legte der Umsatz in diesem Segment um 4,5 Prozent zu. Das stärkste Umsatzwachstum stammte aus der Region übriges Europa. Bei den Handelsaktivitäten außerhalb Deutschlands erwirtschaftete die Gesellschaft ein flächen- und währungsbereinigtes Wachstum von 7,1 Prozent.
Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union profitierte von der steigenden Nachfrage im Wohnungsbau und erreichte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 2,6 Prozent auf 123,3 Mio. Euro. Dabei stieg das EBIT des Teilkonzerns um 6,9 Prozent auf 5,8 Mio. Euro. In der Hornbach Gruppe verbesserte sich das EBIT um 0,9 Prozent auf 152,5 Mio. Euro, da das EBIT im Teilkonzern Hornbach Baumarkt mit 119,5 Mio. Euro leicht hinter dem Vorjahreswert zurückblieb. Auf Basis dieser Zahlen bekräftigte der Vorstand die Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2016/17.

_wige MEDIA AG

Die _wige MEDIA AG hat einen Vorvertrag aus Kuwait zur technischen Ausrüstung eines Rennstreckenprojekts erhalten. Dabei liegt das Auftragsvolumen für den ersten von drei Bauabschnitten bei etwa 8,5 Mio. Euro. Das Management geht davon aus, dass ein großer Teil des Projekts noch in 2016 umsatz- und ergebniswirksam wird. Im ersten Halbjahr waren bereits Vorlaufkosten für das Projekt von rund 1 Mio. Euro angefallen.
Auf Basis dieses Vorvertrags bestätigt das Management die Planung für 2016, die einen Umsatz von mindestens 70 Mio. Euro und ein EBITDA von mindestens 4 Mio. Euro vorsieht. Dementsprechend würde sich das EBITDA nahezu verdoppeln. Das Nettoergebnis soll mindestens bei 1 Mio. Euro liegen. Bis zum Jahr 2018 will die Gesellschaft durch den Ausbau potenzialstarker Segmente ein Umsatzniveau von 100 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von 11 Prozent erreichen.

Thema der Woche

Ausgabe 39 | 28.09.2016

Starkes Urteil

BGH stärkt Rechte der Minderheitsaktionäre

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Täglicher Börsenbericht

Versöhnt ins lange Wochenende

DAX dreht ins Plus

Eher verhaltene Vorgaben aus den USA und Asien verhagelten den Anlegern den Morgen. Doch pünktlich zum verlängerten Wochenende zeigt sich der deutsche Leitindex versöhnlich und kletterte sogar zeitweise über die 10.400er-Marke.

Im DAX steht heute die Deutsche Bank im Fokus. Angeblich reduzieren einige Hedgefonds ihr Geschäft mit dem Geldhaus im Bereich Derivate-Cleaning. 

Größter DAX-Verlierer ist vorerst die Commerzbank. Der langjährige Chef der Mittelstandssparte, Markus Beumer, verlässt zum 31. Oktober seinen Posten. 

Medienberichten zufolge wollen sich chinesische Anleger auch den Rest von Osram schnappen. Das traditionelle Lampengeschäft ist bereits in asiatischer Hand. Man befinde sich fortlaufend in Gesprächen mit Investoren, so Osram. 

Insidern zufolge plant die Airbus Group eine Fusion mit seiner Flugzeugsparte Airbus SAS. 

Den ersten Handelstag legt heute der Würzburger Isolier-Spezialist va-Q-Tec auf Parkett. 

Der Chip-Spezialist Qualcomm plant offenbar seinen europäischen Rivalen NXP zu übernehmen. Die Akquisition könne mehr als 30 Mrd. $ schwer werden. 

Der Herbst hat gerade erst angefangen und schon gibt es die ersten grauen Stimmungswolken. Durch die hohen Temperaturen lässt die Kauffreude der Kunden auf herbstliche Kleidung bei H&M zu wünschen übrig.

Die spanische Telefonica hat den geplanten Börsengang ihrer Netzwerksparte Telxius vorerst gestoppt. 

Der Autounfall mit einem selbstfahrenden Tesla habe laut dem Unternehmen nichts mit der Computersteuerung zu tun. Es sei vielmehr von menschlichem Versagen von Seiten des anderen beteiligten Fahrzeuges auszugehen.  

Auslandsfavoriten

Ausgabe 39 | 28.09.2016

Spekulativ

Aktie mit spekulativem Potenzial

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ES-Aktienfavoriten

Ausgabe 39 | 28.09.2016

Konservativ

Aktie mit konservativem Potenzial

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Redaktionelles

Nun auch Klage gegen Porsche wegen VW-Dieselskandal

Die Tübinger Rechtsanwaltskanzlei TILP hat am vergangenen Sonntag eine umfangreiche Klage verschiedener institutioneller Anleger gegen die Porsche SE (PSE) am Landgericht Stuttgart eingereicht – unter den Klägern auch die Effecten-Spiegel AG, die seit Jahren 46.000 Vorzugsaktien der Porsche SE in ihrem Depot hält. Die Ansprüche der Kleinanleger werden zudem in mehr als 100 Einzelklagen von den TILP-Anwälten geltend gemacht. 

Begründung der Klage: Da Martin Winterkorn von Ende 2009 bis zu seinem Rücktritt im Herbst 2015 durchgängig Vorstandsvorsitzender sowohl bei der Muttergesellschaft (also der Porsche SE) als auch bei der Tochter VW war, hat er Kenntnis über alle Risiken gehabt. Und dieses Wissen ist auch der PSE zuzurechnen. 

Die Wissenszurechnung kann auch nicht von der Verschwiegenheitspflicht der Organe überlagert werden.

Denn VW und Porsche hatten am 7.12.2009 vertraglich vereinbart, dass der Muttergesellschaft bestandsgefährdende Risiken von VW umgehend mitgeteilt werden müssen. Diese hätten dann in der Folge auch eine Ad-hoc-Mitteilung ausgelöst. Die Offenbarungspflicht der Tochter involviert zugleich auch eine Informationsbeschaffungspflicht der Mutter, also der Porsche SE. Dass eine solche Bestandsgefährdung bestand, hat der jetzige VW-Chef Matthias Müller am 11.09.2016 in einem Interview selbst zugegeben. Müller räumte ein, dass VW erst jetzt „das Heft des Handelns in die Hand bekomme“, und damit „das Unternehmen ... weiter bestehen“ wird.

Effecten-Spiegel-HV: Gute Nachrichten

Es war schon die erste gute Nachricht, dass sich trotz des Termins vor dem Feiertag und einer Vielzahl von Hauptversammlungen über 200 Aktionäre und Gäste am 25. Mai in der Stadthalle in Düsseldorf zur ES-HV einfanden. Weitere gute Nachrichten präsentierte Einzelvorstand Marlis Weidtmann in ihrem Bericht: Das Jahresergebnis legte trotz eines „durchwachsenen Börsenjahres“ auf 3,15 (2,4) Mio. € zu, und auch das Verlagsgeschäft bewegte sich mit einem Plus von 3 (8) T€ nach wie vor im positiven Bereich. Die Aktionäre der Gesellschaft können sich zudem über die auf 0,80 (0,75) € gestiegene Dividende freuen. Die Dividendenrendite liegt damit erneut bei sehr attraktiven über 5 %. Eine weitere gute Nachricht für die Anteilseigner war das klare Bekenntnis der Verwaltung zur Börsennotierung der Effecten-Spiegel-Aktien, auch nach Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) am 03.07.2016. So werde man sich „nicht in die Massenflucht von der Börse einreihen“ und trotz der Verschärfungen der Anforderungen durch die MMVO weiterhin im Freiverkehr notiert bleiben. Die Verwaltung arbeitet derzeit am Aufbau entsprechender Strukturen, der Geschäftsbericht 2015 wurde bereits an die erhöhten Anforderungen angepasst. Zudem wird es ab 2017 auch einen Halbjahresbericht geben. Noch keine guten Nachrichten gab es aus dem laufenden Spruchstellenverfahren bei HVB. Bei MAN dagegen wurde der ursprüngliche Abfindungsbetrag in der ersten Instanz auf 90,29 € je MAN-Aktie heraufgesetzt. Auch wenn das 9,31 € über dem ursprünglichen Angebot liegt, hat die Effecten-Spiegel AG trotzdem am 18.09.2015 Beschwerde dagegen eingelegt, da ausweislich der Wertgutachten der Gegenwert auf mindestens 114,43 € bis 120,11 € festzusetzen ist. Auch im Verfahren gegen die Deutsche Bank wegen der Postbank-Übernahme präsentierte der Vorstand gute Nachrichten: Nach der Zeugenvernehmung von Dr. Appel (CEO Post AG) im Februar 2016 verfügte das OLG Köln die Vorlage der vom Zeugen Dr. Appel erwähnten „technischen Klausel“, die in allen Verträgen enthalten sein soll.

Im Anschluss an ihren Bericht stand Vorstand Marlis Weidtmann den Aktionären gewohnt souverän und fachkundig Rede und Antwort. Insbesondere die Dividendenkontinuität der Effecten-Spiegel AG wurde immer wieder positiv von den Aktionären herausgestellt. Bei der anschließenden Abstimmung zur Tagesordnung folgte die HV in allen Punkten den Vorschlägen der Verwaltung mit deutlicher Mehrheit, z.T. sogar einstimmig. Zur Abstimmung stand u.a. der Vorratsbeschluss zum Rückkauf eigener Aktien.

Strafzinsen für Sparer kommen

Als der ES in Ausgabe 24/2015 unter dem Titel „Alles auf eine Karte“ davor warnte, dass die Notenbanken bald den Vorschlag bringen würden, das Bargeld zu begrenzen oder abzuschaffen, hielten viele das für Schwarzmalerei. Nun ist es offiziell: Bundesfinanzminister Schäuble fordert eine Obergrenze für alle Bargeldzahlungen von 5.000 Euro und die Abschaffung der 500-Euro-Scheine. Als Gründe werden die Eindämmung von Geldwäsche und die Geldbeschaffung durch internationale Terroristen genannt. Das ist plausibel und zieht bei der Bevölkerung immer. 

Tatsächlich dürfte es bei der Einschränkung von größeren Bargeldgeschäften, wie es sie in unseren Nachbarländern ohnehin schon gibt, primär um die Vorstufe zur Einführung von Strafzinsen auf die Spareinlagen gehen. Um den Strafzinsen zu entgehen (unter welcher Bezeichnung sie dem Kunden dann auch immer untergejubelt werden), würden die Leute zunächst massenhaft ihr Bargeld abheben und zu Hause bunkern. Um das zu verhindern, muss also zunächst eine Obergrenze für Bargeldzahlungen her. Nur so können dann in einem zweiten Schritt Negativzinsen zur Krisenbekämpfung und Haushaltssanierung eingeführt werden. 

Die Commerzbank als halbverstaatlichtes Institut hat bereits am Wochenende bestätigt: „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr.“ Im Klartext: Wer sein Geld nicht in andere, von der Bank vorgegebene Anlageprodukte investiert, muss einen Strafzins von 0,3 % auf sein Bankguthaben bezahlen. Das wird demnächst auch den Privatkunden drohen. Und da es politisch von Berlin gewollt ist, werden auch die anderen Banken nachziehen. 

Die Eindämmung krimineller und terroristischer Finanzgeschäfte mag ein praktischer Nebeneffekt sein, wäre aber durch ein staatliches Verbot zum Verkauf und der Lieferung von Waffen in die entsprechenden Regionen wesentlich effektiver zu erreichen.

Gold glänzt jetzt steuerfrei

Anleger, die einen Teil ihres Vermögens in Gold absichern wollen, kaufen entweder Barren oder Münzen oder wählen die einfachere Variante über eine Inhaberschuldverschreibung. Sie kaufen dann den börsengehandelten Rohstoff als Exchange Trades Commodities (ETCs) ein. Deutsche Investoren wählen meist das Xetra-Gold. Emittent ist die Deutsche Börse Commodities. Xetra-Gold ist zu 95 % mit physischem Gold hinterlegt, so kann man jederzeit die Lieferung der verbrieften Menge Gold einfordern. Sofern der Anleger das Risiko und die Kosten für den Transport und die Lagerung nicht scheut, bekommt er für einen Anteilsschein jeweils ein Gramm Gold. Erwerb und Verkauf der Gold-Anleihe über die Börse sind jedoch wesentlich praktikabler. Dafür aber mussten Gewinne daraus bisher generell versteuert werden. 

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) geurteilt, dass die Gewinne nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, wenn der Anleger das Xetra-Gold mindestens 12 Monate (sog. Spekulationsfrist) gehalten hat. Die Richter setzen damit das Xetra-Gold den Barren oder Goldmünzen gleich. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Xetra-Gold ausschließlich eine Sachleistung verbrieft, nämlich die Auslieferung des physischen Goldes. Das ist aber nur möglich, weil der Anteilschein auch wirklich fast vollständig mit physischem Gold hinterlegt ist. Das ist bei anderen, an der Börse gehandelten Exchange Traded Commodities oder Zertifikaten, nicht immer der Fall. Oft ist deren Notiz lediglich an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt und bildet diesen im Kursverlauf ab. Daher ist die Entscheidung des BFH nicht einfach auf andere Goldprodukte übertragbar. Für Xetra-Gold-Besitzer aber glänzen demnächst die Gewinne nach der Spekulationsfrist steuerfrei. Anleger, deren Steuerveranlagung für die letzten Jahre noch offen ist oder die Einspruch eingelegt haben, können sich zudem auf die aktuellen Urteile des BFH berufen (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) und ihr Geld zurückfordern.

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