Continental AG

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz der Continental AG um 3 Prozent auf 9,85 Mrd. Euro. Auf die Automotive Group entfiel dabei ein Umsatz von 6,0 Mrd. Euro. Die Rubber Group erwirtschaftete einen Umsatz von 3,85 Mrd. Euro.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 6,4 Prozent auf über 1 Mrd. Euro. Dadurch verbesserte sich die EBIT-Marge von 10,2 auf 10,6 Prozent. Das Konzernergebnis wuchs um 12 Prozent auf 734 Mio. Euro entsprechend einem Ergebnis je Aktie von 3,67 Euro.
In den ersten drei Monaten stieg der Free Cashflow vor Akquisitionen auf 567 Mio. Euro. Aufgrund dieser positiven Entwicklung hebt der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr an. Bisher war die Erwartung mindestens 1,8 Mrd. Euro, nun soll der Free Cashflow vor Akquisitionen auf mindestens 2 Mrd. Euro ansteigen.

Hawesko Zahlen

Der Weinhändler Hawesko Holding AG hat seine Zahlen für das Q1/2016 vorgelegt. Wie Finanzchef Ulrich Zimmermann in der heutigen Analystentelefonkonferenz feststellte, ist das Unternehmen "mit einem guten Quartal" in das Jahr 2016 gestartet. Der leichte Rückgang der Umsatzerlöse auf 104,8 (105,8) Mio. Euro ist auf leicht unter dem Vorjahr liegende B2B-Umsätze, insbesondere in der Schweiz zurückzuführen.

Dort hatte man bereits zu Jahresbeginn 2015 nicht zum Kerngeschäft zählende Weinbars veräußert, was zu einem entsprechenden Effekt auf der Umsatzseite führt. Sehr zufriedenstellend entwickelten sich in den ersten drei Monaten 2016 die Geschäfte bei Jacques Weindepot und im Distanzhandel. Dabei könnte man auch vom Ostergeschäft profitieren, dass in 2016 bereits im Q1 stattgefunden hat, in 2015 war Ostern im April.

Auf der Ergebnisseite verbesserte sich das EBIT auf 4,8 (minus 2,6) Mio. Euro. Neben dem Wegfall von Einmalkosten aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit dem Wechsel des Mehrheitsgesellschafters wirkt sich auch die Strategie der Fokussierung auf margenattraktivere Umsätze positiv aus. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,6 (3,9) Prozent. Unter dem Strich liegt das Quartalsergebnis bei 3,2 (minus 2,0) Mio. Euro, dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,33 (minus 0,22) Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand die jüngst im Rahmen der Analystenkonferenz (Effecten-Spiegel berichtete) abgegebene Guidance. Demnach wird mit einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau aber einer deutlichen Ergebnisverbesserung gerechnet. Das EBIT wird zwischen 28 und 29 Mio. Euro erwartet, auch das durchschnittlich von den Analysten geschätzte Ergebnis je Aktie mit 2,07 Euro hält der Finanzvorstand für plausibel, wie er in der Telefonkonferenz durchblicken ließ.

An der Börse sorgen die Zahlen heute für keine nennenswerte Bewegung, die Hawesko-Aktie notiert unverändert bei 40,00 Euro.

Pfeiffer Vacuum Technology AG

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist mit einem leichten Umsatzanstieg in das Geschäftsjahr 2016 gestartet. So erhöhte sich der Umsatz um 2,5 Prozent auf 109,6 Mio. Euro. Während die Umsätze im Bereich Halbleitermarkt um 7,2 Prozent auf 34,2 Mio. Euro nachgaben, stieg der Umsatz im Segment Beschichtung um 31,5 Prozent auf 13,4 Mio. Euro. Auch das Industriesegment zeigte mit 9,2 Prozent auf 27,5 Mio. Euro einen deutlichen Umsatzzuwachs. Ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 22,1 Mio. Euro gab es im Bereich Analytik. Dagegen verzeichnete der Bereich Forschung & Entwicklung einen leichten Rückgang um 2,5 Prozent auf 12,5 Mio. Euro.
Beim Auftragseingang musste die Gesellschaft im ersten Quartal einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 117,4 Mio. Euro verbuchen. Vor allem aufgrund des zwischenzeitlich schwächeren US-Dollars gab die operative Marge nach. Entsprechend verringerte sich das Betriebsergebnis um 21,5 Prozent auf 12,9 Mio. Euro. Auch das Nettoergebnis sank um 21,6 Prozent auf 9,0 Mio. Euro entsprechend einem Ergebnis je Aktie von 0,91 Euro.
Für das Gesamtjahr ist der Vorstand aber weiterhin zuversichtlich gestimmt. Er erwartet sowohl einen steigenden Umsatz als auch eine Zunahme bei der operativen Marge.

Täglicher Börsenbericht

DAX setzt zur Erholung an

Positive Impulse seitens Unternehmensdaten

Nach dem Kursrutsch am Vortag wagte der DAX zur Wochenmitte einen Stabilisierungsversuch.Positive Impulse kamen von der Unternehmensseite.

Siemens waren nach einem besser als erwartet ausgefallenen Gewinnanstieg gesucht.

Ein enttäuschender Cashflow sorgte bei der Dt. Telekom für Kursabschläge.

Im Aufwind befanden sich HeidelbergCement, nachdem das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben korrigiert hatte. 

Beiersdorf waren ungeachtet des gemeldeten Umsatzrückgangs gesucht.

Xing und Evonik konnten mit ihren abgelieferten Zahlenwerken überzeugen.

Fraport rutschten nach ihrer Zahlenvorlage auf den tiefsten Stand seit Februar ab.

Einen empfindlichen Kurssturz verzeichneten Dialog Semiconductor. Der Chiphersteller rechnet für das laufende Jahr nicht mehr mit einem Umsatzwachstum.

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Redaktionelles

„Lügen haben kurze Beine“...

titelte der ES im März 2013 und deckte als einzige Publikation die wahren Hintergründe der Kirch-Pleite auf. Nun, 15 Jahre nach dem sog. Kanzlergespräch in Hannover, in dem bereits die Zerschlagung der Kirch-Mediengruppe besprochen worden war, soll der damalige Deutsche Bank-Chef Breuer 3,2 Mio. Euro im Rahmen eines Vergleichs an das Institut zahlen. Er hatte als Vorstandsvorsitzender der größten deutschen Bank im Februar 2002 in einem Interview bei Bloomberg TV die Kreditfähigkeit der Kirch-Mediengruppe öffentlich in Frage gestellt und ihr damit den Todesstoß gegeben. Das anschließende „großzügige“ Angebot der Deutschen Bank zur Zerschlagung der Firmengruppe unter ihrem „Schutzschild“ lehnte Leo Kirch ab. Kurze Zeit später konnte er Kredite nicht mehr bedienen, und zentrale Gesellschaften der Kirch-Gruppe mussten Insolvenz anmelden. Doch Medienmogul Kirch ließ sich auch davon nicht einschüchtern und ging vor Gericht. Das Ende des Prozessmarathons mit einer Entschädigungszahlung der Bank in Höhe von 925 Mio. Euro erlebte Kirch nicht mehr. Auch blieb ihm die Genugtuung versagt, dass am Ende Lügen eben doch kurze Beine haben.

Hörensagen vom Hörensagen

Man stelle sich vor: Ein DAX-Unternehmen verkauft sein größtes Asset für einige Milliarden Euro. Der Vorstandsvorsitzende unterschreibt die Verträge, die er aber nur vom Hörensagen kennt – von seinen Mitarbeitern der einzelnen Arbeitsgruppen und natürlich von seinen Anwälten. Dann gibt es Marktturbulenzen, die Risiken steigen. Der Vorstand diskutiert die vielen neuen Risiken, die Verträge werden angepasst. Vom Hörensagen klingt das Resultat vernünftig. Doch ein Aktionär klagt und will einfach nicht locker lassen. Ihm reicht das Hörensagen nicht. Der Bundesgerichtshof gibt dem Aktionär Recht. Das Verfahren wird zurückverwiesen. Der Vorstandsvorsitzende des großen DAX-Unternehmens, das sein Asset verkauft hat, soll als Zeuge gehört werden. Nach fast sechs Jahren ist es dann endlich soweit: Das Gericht, der Aktionär und alle Interessierten wollen hören, was damals wirklich geschah. Doch auch dieses Mal hören sie nur, was der Vorstand vom Hörensagen seiner Anwälte weiß und warum die Wahrung seiner Verschwiegenheitspflicht so wichtig war – vom Hörensagen jedenfalls. Ansonsten kann er sich nicht einmal vom Hörensagen an all die Details erinnern, aber dafür gibt es ja die vielen Anwälte und Arbeitsgruppen.

So geschehen am 24. Februar vor dem Oberlandesgericht Köln im Termin zur Beweisaufnahme im Hauptsacheverfahren zur Postbankübernahme durch die Deutsche Bank. Als Zeuge wurde kein Geringerer als der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Herr Dr. Appel, gehört. 

Strafzinsen für Sparer kommen

Als der ES in Ausgabe 24/2015 unter dem Titel „Alles auf eine Karte“ davor warnte, dass die Notenbanken bald den Vorschlag bringen würden, das Bargeld zu begrenzen oder abzuschaffen, hielten viele das für Schwarzmalerei. Nun ist es offiziell: Bundesfinanzminister Schäuble fordert eine Obergrenze für alle Bargeldzahlungen von 5.000 Euro und die Abschaffung der 500-Euro-Scheine. Als Gründe werden die Eindämmung von Geldwäsche und die Geldbeschaffung durch internationale Terroristen genannt. Das ist plausibel und zieht bei der Bevölkerung immer. 

Tatsächlich dürfte es bei der Einschränkung von größeren Bargeldgeschäften, wie es sie in unseren Nachbarländern ohnehin schon gibt, primär um die Vorstufe zur Einführung von Strafzinsen auf die Spareinlagen gehen. Um den Strafzinsen zu entgehen (unter welcher Bezeichnung sie dem Kunden dann auch immer untergejubelt werden), würden die Leute zunächst massenhaft ihr Bargeld abheben und zu Hause bunkern. Um das zu verhindern, muss also zunächst eine Obergrenze für Bargeldzahlungen her. Nur so können dann in einem zweiten Schritt Negativzinsen zur Krisenbekämpfung und Haushaltssanierung eingeführt werden. 

Die Commerzbank als halbverstaatlichtes Institut hat bereits am Wochenende bestätigt: „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr.“ Im Klartext: Wer sein Geld nicht in andere, von der Bank vorgegebene Anlageprodukte investiert, muss einen Strafzins von 0,3 % auf sein Bankguthaben bezahlen. Das wird demnächst auch den Privatkunden drohen. Und da es politisch von Berlin gewollt ist, werden auch die anderen Banken nachziehen. 

Die Eindämmung krimineller und terroristischer Finanzgeschäfte mag ein praktischer Nebeneffekt sein, wäre aber durch ein staatliches Verbot zum Verkauf und der Lieferung von Waffen in die entsprechenden Regionen wesentlich effektiver zu erreichen.

Gold glänzt jetzt steuerfrei

Anleger, die einen Teil ihres Vermögens in Gold absichern wollen, kaufen entweder Barren oder Münzen oder wählen die einfachere Variante über eine Inhaberschuldverschreibung. Sie kaufen dann den börsengehandelten Rohstoff als Exchange Trades Commodities (ETCs) ein. Deutsche Investoren wählen meist das Xetra-Gold. Emittent ist die Deutsche Börse Commodities. Xetra-Gold ist zu 95 % mit physischem Gold hinterlegt, so kann man jederzeit die Lieferung der verbrieften Menge Gold einfordern. Sofern der Anleger das Risiko und die Kosten für den Transport und die Lagerung nicht scheut, bekommt er für einen Anteilsschein jeweils ein Gramm Gold. Erwerb und Verkauf der Gold-Anleihe über die Börse sind jedoch wesentlich praktikabler. Dafür aber mussten Gewinne daraus bisher generell versteuert werden. 

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) geurteilt, dass die Gewinne nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, wenn der Anleger das Xetra-Gold mindestens 12 Monate (sog. Spekulationsfrist) gehalten hat. Die Richter setzen damit das Xetra-Gold den Barren oder Goldmünzen gleich. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Xetra-Gold ausschließlich eine Sachleistung verbrieft, nämlich die Auslieferung des physischen Goldes. Das ist aber nur möglich, weil der Anteilschein auch wirklich fast vollständig mit physischem Gold hinterlegt ist. Das ist bei anderen, an der Börse gehandelten Exchange Traded Commodities oder Zertifikaten, nicht immer der Fall. Oft ist deren Notiz lediglich an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt und bildet diesen im Kursverlauf ab. Daher ist die Entscheidung des BFH nicht einfach auf andere Goldprodukte übertragbar. Für Xetra-Gold-Besitzer aber glänzen demnächst die Gewinne nach der Spekulationsfrist steuerfrei. Anleger, deren Steuerveranlagung für die letzten Jahre noch offen ist oder die Einspruch eingelegt haben, können sich zudem auf die aktuellen Urteile des BFH berufen (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) und ihr Geld zurückfordern.

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