DATA MODUL HV

Auf der heutigen Hauptversammlung in München hat der neue Großaktionär Arrow Electronics Inc. überraschend eine abweichende Gewinnverwendung beantragt. Entgegen der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 0,90 Euro je DATA Modul-Aktie haben die Amerikaner eine Zahlung der Mindestdividende in Bezug aufs Konzernergebnis in Höhe von lediglich 0,12 Euro je Aktie vorgeschlagen. Eine nähere Begründung des Vorschlags erfolgte in der Hauptversammlung nicht.

Offenbar wurde auch die Verwaltung von diesem Aktionärsantrag überrascht, der Vorstand betonte in der Generaldebatte auf entsprechende Nachfrage mehrfach, dass seitens der Verwaltung die Ausschüttung von 0,90 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre vorgeschlagen wurde.

Bei einer Präsenz von 67,4 Prozent des Grundkapitals haben für den Antrag von Arrow, die eine verminderte Dividende von 0,12 Euro auszuschütten insgesamt 1.936.727 Stimmen votiert, dies entspricht einer Zustimmungsquote von 81,56 Prozent. Dagegen haben sich 437.733 Aktien oder 18,44 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals ausgesprochen.

Offenbar wollen die Amerikaner die Attraktivität der Aktie unter Dividendengesichtspunkten verringern und setzen wohl darauf, die eigene Beteiligung günstig weiter aufzustocken. Mit einem Anteilsbesitz von etwas über 53,3 Prozent ist Arrow Electronics Inc. noch weit von der 75-Prozent-Schwelle und der Möglichkeit zum Abschluss eines Unternehmensvertrages entfernt.

Grenke Leasing

GRENKE Leasing hat ausweislich der heute vorgelegten vorläufigen Zahlen auch im zweiten Quartal 2015 die positive Entwicklung der ersten drei Monate fortsetzen können. So konnten die Baden-Badener das Neugeschäft im Bereich Leasing in den ersten sechs Monaten um 14,8 Prozent auf 637,7 (555,8) Mio. Euro ausweiten. Der Anstieg bewegt sich innerhalb der vom Unternehmen ausgegebenen Guidance, die ein Wachstum zwischen 11 und 15 Prozent im laufenden Jahr vorsieht.

Sehr dynamisch und über den eigenen Erwartungen hat sich das Geschäftsvolumen im Bereich Factoring entwickelt. Hier hat man in den ersten sechs Monaten 2015 das Volumen der angekauften Forderungen um 52,9 Prozent auf 145,1 (94,9) Mio. Euro ausgeweitet und die eigene Wachstumsprognose zwischen 20 und 24 Prozent deutlich übertroffen.

Positiv entwickelte sich ausweislich der Halbjahreszahlen auch die Ergebnisentwicklung bei GRENKE. So verbesserte sich der Deckungsbeitrag 2 des Leasing-Neugeschäfts auf 120,0 (105,6) Mio. Euro und verbesserte sich um 13,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Die DB2-Marge liegt bei 18,8 nach 19,0 Prozent. Insgesamt konnten die Margen im Leasinggeschäft auf konstant hohem Niveau gehalten werden. Gesteigert wurde auch der internationale Anteil des Neugeschäfts. Dieser kletterte auf 72,4 Prozent nach 70,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2015 wird GRENKE Leasing am 28. Juli 2015 vorlegen.

Manz AG

Nach Börsenschluss hat die Manz AG am Dienstag per ad-hoc-Mitteilung die Jahresprognose nach unten angepasst. Als Grund hierfür wurde von Unternehmensseite die Stornierung eines Auftrages im Volumen von ca. 12 Mio. Euro im Bereich Electronics genannt. Hintergrund ist dabei die Entscheidung des betreffenden Endkunden für eine alternative technische Lösung beim Endprodukt. Hierdurch werden jedoch in der 2015er Prognose erwartete und enthaltene Folgeaufträge im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls nicht realisiert werden können.

Zudem kommt es zu Verzögerungen beim Auftragseingang im Segment Energy Storage. Hier werden für die Monate April und Juni erwartete Aufträge wohl erst in den kommenden Wochen erteilt. Somit verschieben sich die eingeplanten Umsätze zum großen Teil in das vierte Quartal bzw. das Geschäftsjahr 2016.

Für das Gesamtjahr rechnet Manz nunmehr mit einem moderat rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr (2014: 305,9 Mio. EUR) und einem zwar verbesserten, jedoch voraussichtlich negativen EBIT im Gesamtjahr 2015. Bisher lag die Prognose für den Umsatz bei 320 bis 340 Mio. Euro und einem deutlich positiven EBIT.

Täglicher Börsenbericht

Anleger haben Hitzefrei

Die Anleger legten eine Hitzepause ein. Vor dem Griechen-Referendum dürfte auch nicht allzu viel Bewegung in den Markt kommen.

Im Anlegerfokus stand erneut K+S. Zwar haben die Kasseler die Übernahmeofferte von Potash zurückgewiesen, doch die Kanadier wollen sich davon nicht entmutigen lassen. Potash kündigte an, zeitnah auf K+S zugehen zu wollen.

Nordex erhielt Rückenwind von einer "Buy"-Empfehlung durch Goldman Sachs.

Auch bei den Versorgeraktien E.on und RWE hielt die positive Stimmung an. Gestern wurde die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke gekippt.

Südzucker tendierte im Vorfeld des Zwischenberichts am 9. Juli leichter.

Dem Schmuckhändler Elumeo gelang nur ein verhaltenes Börsendebüt. Der erste Kurs lag mit 25 € genau auf dem Ausgabepreis. Danach bröckelte der Kurs allerdings ab.

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Milliardenfusion zwischen den US-Krankenversicherern Aetna und Humana.

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Effecten-Spiegel-Hauptversammlung

Zur jährlichen Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG am 27. Mai kamen knapp über 300 Aktionäre in die Düsseldorfer Stadthalle.

Wie jedes Jahr berichtete Einzelvorstand Marlis Weidtmann ausführlich über die Entwicklung des vorangegangenen Geschäftsjahres. Dabei wurden neben der strategischen Ausrichtung die größten Gewinner-Aktien (Fielmann, Canadian National Railway, Symrise, Allianz und Lonza Group) sowie die Verlustbringer (SMA Solar, RWE, K+S, Bilfinger und Vossloh) im Bestand der Vermögensverwaltung 2014 erläutert. Insgesamt machten per saldo deutsche Titel 67,34 % des Portfolios aus, 25 % waren amerikanische Investments, weitere 5,2 % wurden von Werten aus anderen europäischen Ländern abgebildet und 2,5 % entfielen auf Edelmetalle. Die Gesellschaft hält unverändert 384.885 eigene Aktien. Ferner stellte Frau Weidtmann die Neuinvestments vor und gab einen Überblick über die derzeitigen Gerichtsverfahren sowie die Rückstellungen der Gesellschaft. 

Der Vorstand legte zudem dar, dass mit der zunehmenden Veränderung der Medienlandschaft seit 2009 auch die eigene Verlagsstruktur neu konzipiert und gestrafft wurde. Im Berichtsjahr stand die Entwicklung einer eigenen digitalen Plattform im Mittelpunkt, die im Februar 2015 an den Start ging. Mit der Präsentation zum Vorstandsbericht erhielten die Versammlungsteilnehmer eine anschauliche Vorstellung vom Format des digitalen Effecten-Spiegel. 

Im Anschluss an ihren Bericht stand Vorstand Marlis Weidtmann den Aktionären fünf Stunden lang Rede und Antwort. Die Generaldebatte, die wie in den Vorjahren auch zum Austausch von Erfahrungen und Hinweisen zwischen Aktionären und Verwaltung genutzt wurde, erhielt dadurch den Charakter einer konstruktiven Podiumsdiskussion. 

Großes Lob fand bei den Aktionären das mutige und engagierte Vorgehen des Managements gegen die Deutsche Bank und der damit zusammenhängende juristische Erfolg vor dem Bundesgerichtshof. Weitere Schwerpunktthemen der Diskussion waren zudem die Anlagestrategie und die anlegerfreundliche Dividendenpolitik sowie die Aktionärsstruktur und die Liquiditätsquote. 

Bei der anschließenden Abstimmung zur Tagesordnung folgte die HV in allen Punkten den Vorschlägen der Verwaltung mit überwältigender Mehrheit.

Effecten-Spiegel zahlt 10. Jahr in Folge Dividende

Die Effecten-Spiegel AG schließt das anspruchsvolle und schwankungsbreite Börsenjahr 2014 erneut mit einem positiven Ergebnis ab. Der Jahresüberschuss beträgt 2,402 Mio. €, der Bilanzgewinn kommt auf 2,870 Mio. €. Zum Erstellungsstichtag der Bilanz ergaben sich aus stillen Lasten und Reserven bei den Finanzanlagen kumuliert stille Reserven in Höhe von 7,043 Mio. €. Die Gewinnrücklage beträgt unverändert 7,608 Mio. €. Das Eigenkapital kommt per Saldo auf 70,952 Mio. €. Damit stellt sich die Eigenkapitalquote auf 96,2 %. 

 

Die Effecten-Spiegel AG konnte mit ihrer erfolgreichen Geschäftspolitik allen finanzpolitischen Krisen der letzten Jahre trotzen und wird zum 10. Mal in Folge eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. Die Verwaltung schlägt der Hauptversammlung am 27. Mai daher die Zahlung einer Dividende auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,75 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Die traditionell hohe Dividendenrendite kommt bei den Stämmen auf 4,42 % und bei den Vorzügen auf 4,60 %.

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