Martin Winterkorn steht nicht nur für den größten Skandal in der langen VW-Geschichte, sondern er bekommt seit dem 1. Januar 2017 auch eine der höchsten Betriebsrenten Deutschlands. Was für viele Arbeitnehmer ein monatliches Gehalt ist, bekommt Winterkorn als Rente: 3.100 Euro – allerdings an einem einzigen Tag! Das macht 93.000 Euro im Monat bzw. 1,116 Mio. Euro im Jahr. Doch auch seinen Nachfolgern wird es nicht schlechter gehen, obwohl sie eigentlich wegen der verbrannten Gelder im Abgasskandal demnächst weniger verdienen sollten. Ihr neues, hoch gelobtes Vergütungssystem sorgt jedoch dafür, dass die Millionenzahlungen nur nach hinten verschoben werden. Optisch sinken zwar zunächst die Managergehälter bei VW, dafür steigen aber die Ruhestandsbezüge. Die Pensionen nämlich berechnen sich allein nach dem Fixgehalt. Dieses steigt nach dem neuen Vergütungsmodell bei VW-Chef Müller von rund 1,6 Mio. Euro auf demnächst 2,125 Mio. Euro pro Jahr, ein Plus von fast 33 %. Seine Vorstandskollegen bekommen statt 1,1 Mio. Euro nun rund 1,35 Mio. Euro. 

Damit dürften sie mit ihren Pensionen locker über den Schnitt kommen, der den DAX-Bossen künftig bezahlt wird. Der liegt nämlich bei 630.000 Euro p.a., wobei BASF-Chef Kurt Bock mit 1,419 Mio. Euro und Henkel-Vorstand Kasper Rorstedt mit 1,336 Mio. Euro am meisten kassieren. Dafür müssen die aber auch bis 60 bzw. 66 Jahre rackern, während Frank Appel von der Dt. Post schon mit 55 Jahren in den Ruhestand darf – aber eben nur mit knapp unter 1 Mio. Euro Rente.