AK adesso AG

Die leichte Verzögerung bei der Vorlage der Bilanz hat sich nicht nachteilig auf die Qualität der berichteten Werte ausgewirkt, das Gegenteil ist der Fall. So konnte die in Dortmund ansässige adesso AG das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr der 20-jährigem Firmengeschichte abschließen, wie Finanzvorstand Christoph Junge auf der heutigen Bilanzpresse- und Analystenkonferenz in der Unternehmenszentrale erfreut berichtete. 

Positives gibt es auch aus dem Bereich der spartenübergreifenden Produktfamilie inIsure für Versicherungen zu vermelden, so konnte in 2016 mit dem Generali Konzern (Aachen Münchener, CosmosDirekt) die Nummer zwei in der deutschen Versicherungsbranche für den Bereich Lebensversicherungen gewonnen werden. Auch im Bereich der Dienstleistungen für Banken ist adesso gut unterwegs. Aktuell betreuen die Dortmunder führend auch das aktuell wohl größte und cloudbasierte CRM Projekt bei der Commerzbank AG. Mit an Bord sind dort auch die Deutsche Telekom und Microsoft als Projektpartner.

Beim Umsatz konnte adesso um 33 Prozent auf 260,4 (196,5) Mio. Euro zulegen, der Anteil des rein organischen Wachstums lag bei 19 Prozent, die übrigen 14 Prozent stammen aus getätigten Akquisitionen. Deutlich überproportional konnten in 2016 auch die Ergebniskennziffern zulegen. Bei einem um 61 Prozent auf 23,06 (14,28) Mio. Euro verbesserten EBITDA kletterte die EBITDA-Marge auf 8,9 nach 7,3 Prozent. Das Konzernergebnis hat sich auf 12,7 (5,3) Mio. Euro mehr als verdoppelt, dies entspricht einem Ergebnis von 2,14 (0,82) Euro je adesso-Aktie.

Mit liquiden Mitteln von 43,1 (28,1) Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 32,6 (35,3) Prozent ist das Unternehmen trotz dynamischen Wachstum weiterhin sehr solide aufgestellt. Die Aktionäre sollen am Unternehmenserfolg in Form einer um 20 Prozent auf 0,36 (0,30) Euro gesteigerten Dividende beteiligt werden, zahlbar ist diese im Nachgang zur Hauptversammlung am 30. Mai 2017.

Auch für 2017 zeigte sich der adesso-Finanzchef optimistisch. Auf der Umsatzseite wird weiteres Wachstum in den Bereich 270 bis 300 Mio. Euro erwartet. Beim EBITDA wird eine Range von 23 bis 27 Mio. Euro angestrebt, die angestrebte EBITDA-Mindestmarge soll in 2017 bei 7,5 Prozent liegen. Ebenfalls zulegen soll in Folge dann auch die Dividende für die Anteilseigner.