Börsensignale und statistische Auswertungen für die Märkte gibt es zuhauf. Eines davon ist das vom Wirtschaftsnobelpreisträger Robert J. Shiller entwickelte CAPE-Ratio (Cyclically Adjusted Price/Earnings-Ratio bzw. Shiller-KGV). Es basiert auf dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eines Unternehmens, aber nicht dem aktuellen, sondern dem der vergangenen 10 Jahre. Durch die Ermittlung der tatsächlich erwirtschafteten Gewinne in der Rückschau mehrerer Jahre ist das Shiller- KGV weniger anfällig für kurzfristige Unternehmensentwicklungen und erlaubt eine langfristige Einschätzung. 

Zwischen 1881 und 1989 schwankte das Shiller-KGV für den breit gefassten amerikanischen S&P 500-Aktienindex  zwischen 8,8 und 20,8. Der historische Durchschnitt betrug 14,6. Derzeit liegt es jedoch bei knapp 29 und damit höher als vor Ausbruch der Finanzkrise 2007. Nur unmittelbar vor der Weltwirtschaftskrise 1929 erreichte es mit 32 und vor dem Platzen der Dotcom- Blase mit 44 noch höhere Werte als jetzt.

Damit scheint die Börsen-Hausse ihrem Höhepunkt zuzusteuern. Zudem besagt eine andere Statistik, dass es im zweiten Halbjahr  eines 7er Jahres nicht so gut läuft. In neun der bisher vierzehn 7er Jahre seit 1871 gaben die Kurse der US-Aktien in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach, während sie Ende Juli noch mit durchschnittlich 2,7 % im Plus lagen. Die letzten fünf Monate des Jahres hatten es dann allerdings in sich. Sie brachten im Schnitt einen Kursrückgang von kumuliert 10,6 %. 

Folgt man jedoch den statistischen Berechnungen konsequent weiter, könnte zum Ende des Jahres letztlich wieder alles gut werden. Dafür spricht ein anderes Signal, das die Performance der Monate Januar und Februar als Basis für seine Erhebungen verwendet. Seit dem Jahr 1945 gab es insgesamt 27 Börsenjahre, in denen sowohl im Januar als auch im Februar der S&P 500 im Gewinn lag. In allen 27 Jahren schaffte der Index dann auch auf Total-Return (TR)-Basis einen Jahresgewinn. Dieser lag im Durchschnitt sogar bei 24 %. Auch im aktuellen Jahr 2017 konnte der S&P 500 sowohl im Monat Januar als auch im Februar ein Plus verzeichnen. Statistik gut – Ende gut!