Mensch und Maschine Software SE

In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres gab der Umsatz der Mensch und Maschine Software SE um 9,5 Prozent auf 115,5 Mio. Euro nach. Allerdings ist die Umsatzseite durch Schlussverkaufs-Effekte Beim Autodesk-Geschäft vor der Umstellung von Verkauf auf Vermietung verzerrt. Der Rohertrag verbesserte sich jedoch leicht um 1,1 Prozent auf 68,6 Mio. Euro. Davon entfielen 35,0 Mio. Euro auf das Softwaresegment und 33,6 Mio. Euro auf das Segment Systemhaus. Strikte Kostendisziplin bescherte der Gesellschaft beim EBITDA einen Zuwachs um 5,9 Prozent auf 11,4 Mio. Euro. Bedingt durch geringere Abschreibungen und Finanzkosten erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter um 22 Prozent auf 5,31 Mio. Euro entsprechend einen Ergebnis je Aktie von 0,33 Euro.
Für den weiteren Jahresverlauf ist das Management weiterhin zuversichtlich gestimmt. So soll das EBITDA im Gesamtjahr im Bereich von 17,5 bis 18,5 Mio. Euro liegen. Das Nettoergebnis sehen die Verantwortlichen in einer Spannbreite von 8,5 bis 9,3 Mio. Euro gleichbedeutend mit einem Ergebnis je Aktie von 0,52 bis 0,57 Euro. Dies entspricht einem Anstieg zwischen 29 und 41 Prozent. Bei Zielerreichung ist daraus eine Dividende von 0,45 bis 0,50 Euro geplant.

Effecten-Spiegel-Klage eröffnet ehemaligen Postbank-Aktionären die Möglichkeit, ihre Nachzahlungsansprüche einzufordern

Das Landgericht Köln hat heute den Anspruch auf Nachbesserung der ehemaligen Postbank-Aktionäre, die 2010 das Abfindungsangebot der Deutschen Bank in Höhe von 25 Euro angenommen hatten, bejaht. 

Die Deutsche Bank AG hatte am 7. Oktober 2010 den Aktionären der Deutschen Postbank AG ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet. Schon zu diesem Zeitpunkt war für die Effecten-Spiegel AG klar, dass dieser Angebotspreis zu niedrig ist, denn die Deutsche Bank AG hatte bereits 2008 mit der Deutschen Post AG alle Vereinbarungen geschlossen, um deren Postbank-Aktien für 57,25 Euro zu übernehmen. Daher hatte die Effecten-Spiegel AG am 05.11.2010 als einzige Postbank-Aktionärin überhaupt Klage eingereicht und ihre Ansprüche durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof (BGH) vertreten. Dieser hatte mit Urteil vom 29.07.2014 klargestellt, dass „die Aktionäre, die das Übernahmeangebot angenommen haben, einen Anspruch gegen den Bieter auf Zahlung der angemessenen Gegenleistung haben.“ Diesem Leitsatz folgend hatten zahlreiche Aktionäre ebenfalls Klage eingereicht und einen höheren Abfindungspreis gefordert. 

Mit Urteil vom 20.10.2017 hat nun das Landgericht Köln allen Aktionären, die das Übernahmeangebot zu 25 Euro 2010 angenommen hatten, einen Nachzahlungsanspruch von bis zu 32,25 Euro je Postbank-Aktie (bis auf 57,25 Euro) anerkannt. Das von der Effecten-Spiegel AG vorgetragene "acting in concert" wurde vom LG Köln bestätigt. Der nächste Verhandlungstermin vor dem OLG Köln in Sachen Effecten-Spiegel AG ./. Dt. Bank ist für den 08.11.2017 terminiert. 

Da die Verjährungsfrist am 31.12.2017 endet, können alle Aktionäre, die 2010 das Übernahmeangebot der Deutschen Bank AG angenommen haben, jetzt noch ihre Ansprüche anmelden, um die Nachbesserung zu erhalten. Die Effecten-Spiegel AG wird alle Kleinaktionäre über Herrn Rechtsanwalt Dr. Oliver Krauss der Münchener Kanzlei TRICON unterstützen. Dieser hatte die wichtige BGH-Entscheidung für die Effecten-Spiegel AG erstritten und sechs Kläger vor dem LG Köln vertreten. Genauere Informationen werden in Kürze auf der Internetseite der Gesellschaft und im gleichnamigen Börsenjournal veröffentlicht.

Betroffene Aktionäre wenden sich an:

Effecten-Spiegel AG 

Postfach 102243, 40013 Düsseldorf
Tel. (0211) 683022
Fax (0211) 6912998


Ansprechpartner: Marlis Weidtmann (Vorstand)

weidtmann@effecten-spiegel.de

curasan AG

Der Vorstand der curasan AG kam heute im Rahmen eines Meetings zu der Erkenntnis, dass sich einige Effekte negativ auf die noch zu realisierenden Aufträge auswirken werden. Aufgrund der daraus resultierenden Umsatzverschiebungen passt das Management die Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr an. Als Gründe nannte die Gesellschaft die längere Suche nach einem strategischen Partner für den chinesischen Markt. Auch die Suche nach einem optimalen Vertriebspartner für den Orthopädiebereich in den USA war zeitintensiver als erwartet. Dadurch bleibt die Umsatzsatzentwicklung sowohl im Orthopädie- als auch im Dentalbereich hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kamen Produktionsengpässe, so dass die Nachfrage nach CERASORB nicht im vollen Umfang bedient werden konnte. Aufgrund der erwähnten Verschiebungen wirkten sich ferner neue gesetzliche Vorgaben im Bezug auf die Re-Zertifizierung bestehender Produkte von curasan negativ aus, was zu einem deutlichen Mehraufwand führte. Vor diesem Hintergrund reduziert der Vorstand die Umsatzprognose auf 6,9 bis 7,2 Mio. Euro. Das Nettoergebnis soll dabei im Bereich von minus 3,9 bis minus 4,2 Mio. Euro liegen.

Feature

Ob Veräußerungsgewinne, Dividenden oder Zinsen – seit 2009 müssen auf alle Kapitalerträge 25 % Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an den Fiskus abgeführt werden. Der Staat kassiert immer mit. Einzige Ausnahme: Aktien, Wertpapiere und Fondsanteile, die bis zum 31.12.2008 gekauft wurden. Doch das gilt ab dem 01. Januar 2018 nicht mehr. 

Seitdem 2009 die Abgeltungsteuer eingeführt wurde, unterliegen Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und auch Veräußerungsgewinne der Abgeltungsteuer. Gleichzeitig wurde die bis dahin gültige Spekulationsfrist von einem Jahr abgeschafft. Allerdings gab es für Altbestände einen Bestandsschutz: Aktien, Wertpapiere und Fondsanteile, die vor 2009 gekauft wurden, sollten steuerfrei bleiben, und zwar noch in zehn oder zwanzig Jahren. Nur bei Zertifikaten war der Schutz auf sechs Monate beschränkt. 

Viele Anleger haben auf diesen Bestandsschutz vertraut und ihr Geld noch schnell bis zum 31.12.2008 investiert. Neben der Direktanlage Aktie boomten vor allem Investmentfonds. So manche Bank nutzte die Gelegenheit und legte gleich noch eigene Publikumsfonds auf. Dass dies aber auf Dauer Herrn Schäuble nicht gefallen konnte, ist klar. Um der dauerhaften Steuerfreiheit ein Ende zu setzen, hat der Gesetzgeber nun den Bestandsschutz für Fondsanteile einfach zeitlich gekappt. Ab Januar 2018 tritt das neue „Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG)“ in Kraft. 

Auf 27 Seiten finden sich 56 Paragrafen mit diversen Änderungen, die angeblich für mehr Steuergerechtigkeit zwischen ausschüttenden und thesaurierenden sowie zwischen ausländischen und inländischen Fonds sorgen sollen. Um der internationalen Gerechtigkeit willen müssen daher in Deutschland aufgelegte Fonds ab 2018 pauschal 15 % Steuern auf alle Gewinne aus deutschen Dividenden, deutschen Mieterträgen und aus dem Verkauf deutscher Immobilien zahlen. Damit stellt der Gesetzgeber ihre steuerliche Belastung grundsätzlich mit der von ausländischen Fonds gleich. 

Die Last für diese Gleichstellung landet aber letztlich wieder beim Anleger des Fonds, der eine um diese Steuer reduzierte Ausschüttung erhält. Schlimmer noch: Auch Anleger, die unterhalb des Sparerfreibetrags (801 Euro bei Singles und 1.602 Euro bei zusammen Veranlagten) liegen, werden jetzt ebenfalls zur Kasse gebeten, obwohl sie gar nicht abgeltungsteuerpflichtig sind. Für sie besteht noch nicht einmal die Möglichkeit einer Erstattung. Selbst die bisherige Anrechnung von bereits gezahlter Quellensteuer auf ausländische Dividendeneinnahmen (s. ES 22/17) ist nicht mehr möglich.

Um wenigstens annähernd einen Ausgleich zu schaffen, wurde ein kompliziertes Verrechnungsverfahren entwickelt, wonach die Ausschüttungen aus den Fonds beim Privatanleger teilweise von der Steuer freigestellt werden. Dies gilt dann unabhängig davon, ob der Fonds in Deutschland oder im Ausland aufgelegt wurde. Immerhin profitieren Privatanleger in Aktienfonds davon am meisten. Für sie sind 30 % der Ausschüttungen steuerfrei. Für Anleger in Mischfonds (Aktienquote im Fonds mindestens 25 %) sind 15 % der Ausschüttungen steuerfrei, bei offenen Immobilienfonds sind es generell 60 %. Anleger, die an Investmentfonds beteiligt sind, deren Aktienanteil unter 25 % liegt, können nichts ansetzen. Hier gibt es keine Freistellung. Zudem muss die Summe der Kapitalerträge wiederum über dem Sparerfreibetrag liegen. Ansonsten laufen die Freistellungen ins Leere, obwohl der Anleger Ausschüttungen erhält, für die er indirekt (nämlich auf Fondsebene) vorher Steuern bezahlt hat. 

Steuerlich noch dicker kommt es für den Anleger im letzten Kapitel des neuen InvStRefG. Mit § 56 „Anwendungs- und Übergangsvorschriften“ wird der von den deutschen Politikern einst garantierte Bestandsschutz für Gewinne aus Fondsanteilen nun endgültig ausgehebelt. Nur gemeinnützige Investment-anteile, die im Rahmen von zertifizierten Altersvorsorge-Verträgen (private Riester-Rente) oder Basisrentenverträgen (Rürup-Rente) gehalten werden, bleiben von der Steuer verschont. 

Jenseits dieser Sonderregelungen gibt es aber für den Gesetzgeber ab Januar 2018 generell keine alten Fondsbestände mehr und damit auch keine Steuerbefreiungen auf Altbestände. Der einfache Trick: Unabhängig vom Kaufdatum werden alle Fondsanteile von den Depotbanken zum 31. Dezember 2017 fiktiv veräußert und am 1. Januar 2018 fiktiv wieder angeschafft. Sämtliche Fondsanteile in den Depots deutscher Anleger haben dann als Kaufdatum den 1. Januar 2018. „Als Veräußerungserlös und Anschaffungskosten ist der letzte im Kalenderjahr 2017 festgesetzte Rücknahmepreis“ bzw. der Börsen- oder Marktpreis anzusetzen (§ 56 Abs. (2)).

Mit einem simplen technischen Vorgang werden so sämtliche Altanteile an deutschen Investmentfonds und mit ihnen die Garantien der Politiker zum Bestandsschutz komplett ausgebucht. Sind sonst stets endlose verfahrenstechnische Einzelschritte und aufwendiger Papierkrieg erforderlich, geht es jetzt ganz unbürokratisch. Dies bedeutet, dass nur noch bis zum 31.12.2017 eingetretene Wertsteigerungen und Verkaufsgewinne aus alten Fondsanteilen steuerfrei bleiben. Anleger, die ihre Gewinne aus diesen alten Fondsbeständen erst 2018 oder später realisieren wollen, müssen Steuern darauf zahlen. Immerhin wird ihnen zumindest ein steuerlicher Freibetrag von bis zu 100.000 Euro eingeräumt. Dieser Freibetrag steht jedem Anleger zu, der die Anteile im Privatvermögen hält. Gemeinsam veranlagte Partner haben entsprechend einen Freibetrag von zusammen 200.000 Euro. Dieser scheint auf den ersten Blick recht hoch. Doch selbst bei Kleinanlegern, die über einen Sparplan kontinuierlich in einen Fonds investiert haben, könnte die Summe mit der Zeit schon überschritten sein, z.B. bei Misch- oder bei Aktienfonds. Wurden die Anteile zwischenzeitlich im Betriebsvermögen gehalten, geht der Freibetrag verloren. Ob es auch Einschränkungen bei der unentgeltlichen Anteilsübertragung (Schenkung oder Erbe) gibt, ist noch nicht eindeutig geklärt. 

Wer allerdings glaubt, dass damit das Schlimmste ausgestanden sei, könnte bald eines Besseren belehrt werden. Am 24. September steht die Bundestagswahl an, und jede Partei hat Steuerreformen auf der Agenda (vgl. letzte Ausgabe, S. 2/3). SPD und Grüne wollen die pauschale Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge konsequent abschaffen, die CDU dagegen strebt eine individuelle Besteuerung an und liegt damit auf Linie der Grünen. Für Anleger könnte das jedoch noch teurer werden. Derzeit liegt der persönliche Einkommensteuersatz nämlich bei 45 %. 

„Die Übergangsregelungen des Investmentsteuerreformgesetzes betreffen nur Investmentanteile, nicht betroffen sind alle anderen Arten von Kapitalvermögensgegenständen wie beispielsweise Wertpapiere allgemein und Aktien im Besonderen“, so der Pressesprecher des Bundesministeriums für Finanzen auf Anfrage des ES. 

Der Effecten-Spiegel favorisiert seit Jahrzehnten die Direktanlage Aktie für den Vermögensaufbau. Aktienbesitzer, die ihre Wertpapiere seit 2008 oder länger halten, können sich auch weiterhin auf steuerfreie Gewinne freuen. Die Einschränkung des Bestandsschutzes gilt ausschließlich für Investmentfonds. Direktanlagen in Aktien und Renten sind hiervon nicht betroffen.

 

 

Die Vorgehensweise ist immer gleich: Mitten in der Urlaubssaison oder vor bundesweiten Feiertagen wird dem Steuerzahler eine wichtige Entscheidung oder Information des Bundes möglichst geräuschlos und unbemerkt untergejubelt. Mal ist es eine unangenehme Gesetzesänderung, ein anderes Mal ein harter Steuerbrocken oder jetzt der Subventionsbericht des Deutschen Bundestages.

Viele haben noch nie davon gehört, dabei legt der Deutsche Bundestag nun bereits seinen 26. Subventionsbericht vor, dieses Mal für die Jahre 2015 bis 2018. Demnach wird das Subventionsvolumen der Finanzhilfen und Steuervergünstigungen des Bundes von 20,9 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf 25,2 Mrd. Euro im Jahr 2018 ansteigen. Das sind immerhin satte 4,3 Mrd. Euro mehr. Obwohl die Finanzhilfen des Bundes, die als direkte Geldleistung oder Steuervergünstigung gewährt werden, einer besonderen Rechtfertigung bedürfen, steigen sie seit 2010 kontinuierlich an. „Leider verleiten Rekordsteuereinnahmen die Politiker immer wieder dazu, neue Subventionen wie am Fließband zu vergeben. Diese falsche Politik muss ein Ende haben“, fordert Reiner Holznagel, Präsident des Bundes deutscher Steuerzahler. Schließlich werden hier einzelne Marktteilnehmer zu Lasten der Allgemeinheit begünstigt. Ein Nutzen für die Allgemeinheit springt dabei selten heraus. 

Besonders großzügig zeigt sich der Bundestag bei der Eigensubventionierung. Die vier Bundestagsfraktionen entscheiden über die Höhe ihrer Zuschüsse weitgehend selbst. Für 2017 erhalten sie insgesamt 88,1 Mio. Euro, vollalimentiert durch den Steuerzahler. 2015 waren es noch 83,8 Mio. Euro. Eine Erhöhung von 5,13 % in zwei Jahren – das lässt jeden Gewerkschaftsboss erblassen. Demokratie hat zwar ihren Preis, aber die 631 Abgeordneten im Bundestag könnten sicher auch mit weniger Steuergeld ihre parlamentarischen Aufgaben schultern. Und die Kosten werden weiter steigen, denn durch ein neues Verfahren zur Sitzverteilung könnten bald bis zu 120 Abgeordnete mehr im deutschen Parlament sitzen (vgl. ES-Ausgabe 50/16, Randnotizen „Bundestag XXL“). Dann stehen Fraktionszuschüsse von bis zu 110 Mio. Euro im Raum.

Im Bereich Wirtschaft wird nach wie vor die Energiewende am stärksten subventioniert. Die Finanzhilfen steigen von 11 Mrd. Euro in 2015 auf voraussichtlich 13,4 Mrd. Euro im Jahr 2018, vor allem im Bereich Energieverwendung und erneuerbare Energien. Der Bund der Steuerzahler nennt in seiner Broschüre „Frühjahrsputz 2017“ als kurioses Beispiel die Subventionierung der Internetseite „EcoTopTen“. Auf dieser „Plattform für ökologische Spitzenprodukte“ findet der Steuerzahler dann auch tolle Tipps zum Energiesparen im Haushalt, wie z.B. „Können Sie auf die nächste Neuanschaffung verzichten und stattdessen das Gerät bei Ihren Nachbarn oder Freunden leihen?“ oder „Lassen Sie Ihr Haar wenn möglich an der Luft trocknen. Das spart Energie und schont Ihre Haare“ (s. Abb. S.3). Dem Bundesumweltministerium (BMUB) sind solche praktischen Hinweise immerhin 724.800 Euro an Steuergeldern wert. 

Der Verkehrsbereich ist mit einem Anteil von knapp 12 % am Gesamtvolumen bzw. einem Anstieg auf 3 Mrd. Euro bis 2018 der drittgrößte Subventionsbereich. Das meiste Geld wird hier für Zuschüsse zur Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie für Steuerbegünstigungen für die Öko-kraftstoffe Flüssiggas und Erdgas bereitgestellt. Über den Umweltbonus von 600 Mio. Euro werden vor allem die Premiummodelle der großen Autobauer Tesla, Mercedes-Benz und BMW subventioniert. Um die Akzeptanz der E-Fahrzeuge zu erhöhen, wurde das Projekt „Adaptive City Mobility“ zum Leuchtturmprojekt der Bundesregierung. Ein „völlig neu konstruiertes Elektrofahrzeug“ soll als Taxi die Elektromobilität in die Innenstädte bringen. Das Pilotprojekt startet in München. Das Wirtschaftsministerium finanziert allein den Testlauf in der bayerischen Landeshauptstadt bis Mitte 2018 mit 8 Mio. Euro an Steuergeldern.

Trotz des Auslaufens der Eigenheimzulage steigen die Subventionen für das Wohnungswesen deutlich von 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf voraussichtlich knapp 2,3 Mrd. Euro im Jahr 2018 an. Treiber ist hier die weitere Aufstockung der Förderung von Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung der KfW Förderbank. Bei der Verteilung dieser Subventionsgelder geht die Bundesregierung nicht nur besonders innovativ vor, sondern auch sehr international. In Marokko z.B. werden landesweit islamische Gebetshäuser mit deutschem Steuergeld energetisch modernisiert. Gedämmt mit ökologischen Baumaterialien, beleuchtet mit LED-Lampen aus Solarstrom und versorgt über Solarthermie-Anlagen für die Warmwassererzeugung sollen bis März 2019 in Marokko insgesamt 600 „Grüne Moscheen“ entstehen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH erhält dafür 5 Mio. Euro. 

Während die einheimische Steinkohle auch weiterhin noch mit 1 Mrd. Euro subventioniert wird, fördert das Bundesforschungsministerium im fernen Chile ein Projekt mit 237.000 Euro, das Strategien für die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen entwickeln soll. Die deutschen Landwirte dagegen müssen sich mit vergleichsweise mageren 1,5 Mrd. Euro Subventionen bis 2018 begnügen. Immerhin aber dürfen sie sich im Vergleich zur Vorperiode über 100 Mio. Euro mehr freuen, während bei der Sparförderung und Vermögensbildung die Finanzhilfen nochmals gestrichen werden. Insgesamt liegen die Subventionen im Bereich Sparförderung und Vermögensbildung im Jahr 2018 voraussichtlich bei beschämenden 700 Mio. Euro. 

Viel mehr Bedeutung misst die Bundesregierung der Förderung von „innovativen Unternehmensgründungen“ bei. Das ist zunächst nicht falsch, solange das Geld sinnvoll ausgegeben wird. Doch der 33 Mio. Euro schwere Fördertopf subventioniert auch eine ganze Reihe kurioser Lifestylekonzepte von Hochschulabsolventen. Unterstützt wird hier u.a. ein Start-up, das sich berufen sieht, „die Welt der Designmöbel zu revolutionieren“. Auch eine „App für urbanes Gärtnern“ und eine andere für die tägliche Kleiderwahl werden gefördert. Mit Steuergeldern wird ebenfalls der Markteintritt von „Fitfood“, einem „Anbieter von gesundem, ausgewogenem und nachhaltig zubereitetem Fastfood“, finanziert. Allein für diese vier Start-ups werden schon mehr als 450.000 Euro ausgegeben. 

Um 400 Mio. Euro auf 4,4 Mrd. Euro sollen die sonstigen Steuervergünstigungen im Berichtszeitraum steigen. Hier geht es vor allem um einen ermäßigten Umsatzsteuersatz für Kultur und Unterhaltung, aber auch die Steuerbefreiung für die Zuschläge von Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Während Schulen und Kindergärten in Deutschland verkommen und viele Menschen unverschuldet in die Altersarmut rutschen, werden die Steuergelder für irgendwelchen Unfug verpulvert. Künftig müssen nicht nur die Lasten, sondern auch die Ausgaben vernünftig verteilt werden. 

Anleihen galten jahrzehntelang als sichere Häfen in der Geldanlage und der Vermögensbildung. Diesen Nimbus haben sie spätestens mit den crashartigen Kurseinbrüchen im Frühjahr verloren. Doch das eigentliche Risiko liegt noch viel höher. Denn die meisten Rentenfonds sind inzwischen vollgestopft mit genau denselben Instrumenten, die Privatanlegern und Investoren in der Finanzkrise um die Ohren geflogen sind.

Der Begriff Rentenfonds hat nichts mit der Altersrente zu tun, auch wenn er früher als sicheres Vorsorgeinstrument galt. Klassisch investiert der Rentenfonds in festverzinsliche Wertpapiere. Dazu zählen Anleihen von Staaten, Kommunalobligationen, Hypotheken-Pfandbriefe, Wandel- oder Unternehmensanleihen. Früher gehörten auch die beliebten Bundesschatzbriefe dazu, sie werden aber seit 2012 nicht mehr ausgegeben.

Ende 2016 bestand das Schuldenportfolio des deutschen Staates zu rund 60 % aus Bundesanleihen. Allein auf die 10-jährigen Anleihen entfiel ein Anteil von rund 45 %. Für den Bund bilden sie mit Abstand das wichtigste Finanzierungsinstrument, werfen aber für die Anleger kaum noch Gewinne ab (vgl. Abb. unten). Noch schlechter sieht es bei Bundesobligationen aus, die durchweg im Minus rentieren (vgl. Abb. unten). Die Mehrzahl der effektiven Staatsanleihen liegt inzwischen ohnehin bei den Notenbanken, ein Handel findet praktisch nicht mehr statt. 

Obwohl der Rentenmarkt durch die Notenbankankäufe und die anhaltende Niedrig-zins-phase weitgehend ausgetrocknet ist, waren die Deutschen Ende 2016 noch mit insgesamt 195 Mrd. Euro in Rentenfonds investiert. Dabei sind Anlegers Lieblinge, wie z.B. die Deka-Rentenfonds, zunehmend unrentabel, während die Aktienmärkte durch die Decke gehen. Der im Mai 2007 neu aufgelegte klassische Deka-Europabond (ISIN: DE000DK091G0), der aktuell mit 89,1 % in europäischen Anleihen investiert ist, weist für die letzten 12 Monate eine Performance von –2,18 % aus. Um überhaupt noch annähernd einträgliche Renditen erwirtschaften zu können und nicht mit ihrem Rentenfonds in die Verlustzone zu rutschen, sind die Fondsmanager gezwungen, nach Alternativen zu suchen. Der Performancedruck zwingt sie, einen sog. Total-Return-Ansatz zu verfolgen. Dabei werden alle zur Verfügung stehenden Instrumente genutzt, um eine positive Wertentwicklung zu erreichen. Das ist zunächst nicht verwerflich, nur leider weiß der Kunde oft nichts davon und glaubt sein Geld in sicheren Anlagen. Dabei können aber die eingesetzten Instrumente das Portfolio in die eine oder andere Richtung stark beeinflussen. Das beginnt bei der Auswahl der Schuldner (Staaten oder Unternehmen), deren Herkunft (Industrienation oder Schwellenland) und Kreditwürdigkeit (beste Bonität ist AAA, die schlechteste mit hohem Ausfallrisiko CCC–) und endet bei der Laufzeit der einzelnen Anleihen sowie den eingesetzten Währungen.

So bietet die Staatsanleihe, mit der sich Griechenland erstmals seit drei Jahren wieder Geld am Kapitalmarkt leiht (ISIN GR0114029540), mit 4,5 % eine verlockende Rendite. Mit einer Bonitätsnote von B–gilt das Land jedoch nach wie vor als ausfallgefährdet. Könnte Griechenland die neue Anleihe während oder am Ende der 5-jährigen Laufzeit nicht bedienen, müssten Anleger (so wie bei den Vorgängermodellen auch) mit einem Schuldenschnitt rechnen. Fonds mit Anlageschwerpunkt in hochverzinsliche Papiere investieren in Anleihen von Schuldnern mit geringerer Bonität. Über sog. High Yield-Bonds legen sie ihr Geld in Staats- und Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) mit höherem Ausfallrisiko an und locken dafür mit höheren Zinsen.

Eine weitere Möglichkeit ist, den Rentenfonds mit Währungsanleihen zu bestücken. „Rentenfonds Welt“ mischen verschiedene Währungen mit dem US-Dollar. Der Templeton Global Fund A (ISIN LU0029871042) z.B. ist mit 23,52 % im mexikanischen Peso, mit 16,26 % im brasilianischen Real, mit 14,14 % in der indischen Rupie und 10,83 % im indonesischen Rupiah investiert. Im Pimco Global Fund (ISIN IE00B0MD9M11) finden sich im Portfolio neben dem US-Dollar auch der australische Dollar, die schwedische Krone, die neue türkische Lira und der russische Rubel. Und selbst der DWS Inter-Renta (ISIN DE0008474040) legt außer in Euro und US-Dollar auch noch in norwegische Kronen, britischem Pfund, Schweizer Franken, japanischen Yen und russischem Rubel an. „Rentenfonds Europa“ nehmen neben dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken auch gern mal osteuropäische Währungen ins Depot. Der Einsatz von Währungen ist schon riskant genug, viele Fonds gehen aber noch einen Schritt weiter und setzen Derivate ein. Zusätzlich zur Währungsspekulation gehen sie dann also auch noch eine Finanzwette ein. Der Basiswert kann dabei praktisch jedes andere Anlageprodukt sein. Die Palette erstreckt sich von Zertifikaten und Optionen, bis hin zu Futures und Swaps. Auch die seit der Finanzkrise in Verruf geratenen CFDs (Contracts for Difference) sind derivative Anlagen. Mit CFDs kann auf steigende oder fallende Kurse von Indizes, Aktien, Rohstoffen und Devisen gesetzt werden. Zudem sind diese Produkte meist mehrfach gehebelt (Leverage-Effekt). Mit einem geringen Kapitaleinsatz lässt sich so viel Gewinn erzielen, aber auch der Verlust potenzieren. Besonders risikofreudige Rentenfonds investieren gern auch in Asset Backed Securities (ABS). Das sind gebündelte, weiterverkaufte Kredite mit hohem Ausfallrisiko.

Zwar ist den Rentenfonds nicht erlaubt, unbegrenzt mit derivativen Instrumenten zu arbeiten, aber sie dürfen das sog. Marktrisikopotenzial, dem das Fondsvermögen ausgesetzt ist, immerhin verdoppeln (§ 197 Absatz (2) Kapitalanlagegesetzbuch/KAGB). Bis zu 10 % des Fondsvermögens dürfen in Wertpapiere angelegt werden, die nicht an einer Börse oder einem anderen organisierten Markt zugelassen sind (§ 198 KAGB). 

Rentenfonds sind schon lange nicht mehr die sicheren Witwen- und Waisenpapiere von einst, sondern decken das gesamte Risikoprofil ab. Sie können unrentabel und dafür sicher sein, aber auch äußerst lukrativ und dafür hoch riskant. Je höher die Renditeversprechen, desto genauer sollte sich der Anleger die Struktur des Rentenfonds und dessen Anlagerichtlinien anschauen. Als Faustregel gilt: Je mehr Derivate enthalten sind, desto höher das Verlustrisiko. 

Frankreich und England wollen ab 2040 den Verkauf von Benzin- und Dieselautos verbieten, Norwegen so- gar schon ab 2025. Hierzulande wol- len die Grünen ein solches Verbot ab 2030, und die SPD fordert eine plan- wirtschaftliche Quote für E-Autos: „Stromer für alle“ (vgl. ES 12/17) – auch für das Klima?

Seit dem VW-Abgasskandal vom September 2015 hat sich eine neue Erkenntnis durchge- setzt: Stickoxide lassen Dieselfahrzeuge zum wahren Killer werden. Schlagartig hat sich auch der politische Blickwinkel verändert, Panik bricht los und mündet gar in Hysterie. Selbst der gestandene WDR ließ sich durch seinen Energieexperten Jürgen Döschner zu unverhältnismäßigen Vergleichen hinreißen: „Deutsche Automafia vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige“, twitterte er kürzlich und unterstellte damit der Automobilindustrie einen staatlich sanktionierten Massenmord.

Dabei war die Menschheit in den letzten Jahrzehnten nicht zum ersten Mal den Angriffen der Autohersteller ausgesetzt: In den 1990er Jahren etwa wurde versucht, die Bevölkerung durch den Bleizusatz im Benzin zu vergiften. Allerdings konnte dies die richtige Oktanzahl in letzter Minute noch verhindern.

Wenig später wurde dann das krebserregende Benzol im Ottokraftstoff gefunden. Die Antwort der damaligen Bundesregierung war eindeutig: „Dieselkraftstoff enthält praktisch kein Benzol“ (vgl. Drucksache 10/5929 von 1986). Seitdem galt Diesel aufgrund seiner höheren Energiedichte als Lösung für die Reduzierung des CO2 -Ausstoßes und wurde steuerlich gefördert.

Dann der Schock: Die Dieselabgase enthalten kleinste Rußpartikel, die in hohem Maße gesundheitsschädlich sind und die Feinstaubbelastung in den Großstädten über die zulässigen Grenzwerte treibt. Auch dieses Mal fand die Bundesregierung eine clevere Abwehrstrategie gegen die Bedrohung von Mensch und Umwelt: den Biokraftstoff. Die- ser neue Biosprit wurde fast vollständig aus Ölsamen, Rohr- und Rübenzucker sowie Wei- zen gewonnen und den herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt.

Doch mit dem Biosprit und der sog. „Bio- kraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung“ hatte sich die Politik wieder mal sauber verrech

net: Um einen Liter Ethanol zu gewinnen, braucht es rund 2,5 Kilogramm Getreide. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch- land hatte 2011 errechnet, dass für die neu- en Vorgaben mehr als ein Viertel der deut- schen Agrarflächen für die Produktion von Biospirt bereitgestellt werden müsste. Dabei würden zusätzliche Tonnen CO2 freigesetzt. Unterm Strich sei Biokraftstoff also noch klimaschädlicher als fossile Brennstoffe.

Seit Kurzem sind es nun also die Stickoxide (NOx), die den Deutschen ans Leben wollen. Und die plötzliche Bedrohung ist so groß, dass über Nacht ein Krisengipfel zwischen Autobauern und Politik einberufen wurde. Sein Ergebnis wurde aber sicherheitshalber im Vorfeld festgezurrt, denn immerhin ist die Automobilindustrie die deutsche Schlüssel- industrie überhaupt. Nach Angaben des Sta- tistischen Bundesamtes waren 2016 rund 808.000 Personen in der Branche beschäf- tigt. Und bei den großen vier Autobauern macht der Anteil an Dieselfahrzeugen mehr als 50 % aus (s. Abb).

Vorübergehend soll ein Software-Update Abhilfe schaffen, während die Autozukunft ganz und gar auf die Elektromobilität ausge- richtet wird. Natürlich wird man den schwer- fälligen Autobesitzern ein weiteres Mal mit zusätzlichen finanziellen Anreizen auf die nötigen Umweltsprünge helfen. Und natürlich wird man sich in einigen Jahren wieder fragen, wie klimafreundlich die E-Autos wirklich sind. 

 

Diese Frage wurde bereits in einer Meta- Studie analysiert, deren Ergebnisse die Fach- publikation „Ingeniøren“ veröffentlichte. Ergebnis: „Für die Herstellung der Lithium- Ionen-Akkus werden pro Kilowattstunde (kWh) Kapazität rund 150 bis 200 kg Koh- lendioxid emittiert.“ Für das kleine Elektro- auto Nissan Leaf fallen bei der Produktion z.B. 5,3 Tonnen CO2 an, beim Oberklasse- fahrzeug Tesla Model S schon 17,5 Tonnen. Ein Diesel müsste für die gleiche Umweltbe- lastung des Nissan rund drei Jahre gefahren werden, beim Tesla sind es laut Studie acht Jahre. Bei immer größeren Akkus erhöht sich zwar die Reichweite der Fahrzeuge, aber die Belastung für die Umwelt nimmt ebenfalls zu. Der zusätzliche Strombedarf, der erzeugt werden muss, ist bei dieser Betrachtung noch gar nicht berücksichtigt.

Eine Analyse von 200 Fahrzeugen in Däne- mark zeigt zudem schon altbekannte Proble- me: Über zwei Jahre fuhren die Tester insge- samt 2,3 Mio. Kilometer und staunten nicht schlecht. Während die Hersteller einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 125 Wattstunden pro Kilometer (Wh/km) an- gaben, lag der tatsächliche Durchschnitt mit 183 Wh/km gut 46 % über dem Sollwert.

Ungeachtet dessen wird z.B. Großbritannien zusätzliche 30 Gigawatt für den Sprung in die mobile E-Zukunft benötigen und damit knapp 50 % mehr als heute. Diese Zahl nennt der börsennotierte britische Netzbe- treiber National Grid. Dafür würden 10.000 neue Windräder oder 9,6 neue Kernkraftwer- ke von der Größe Hinckleys benötigt, da sich die Stromerzeugung aus fossilen Brennstof- fen konsequenterweise verbietet. Für den

Bau eines Windrades veranschlagt National Grid 2-3 Mio. Euro und 6 Monate Bauzeit, für den eines Kernkraftwerks 20 Mrd. Euro und 20 Jahre Bauzeit. Dazu kommen die Aufwendungen für Stromnetz und Ladestationen.

Hierzulande liebäugelt man zur Teilfinanzie- rung des E-Abenteuers mit einer Umwid- mung des Solidaritätszuschlags. Das zeigt, der Wandel zur E-Mobilität ist politisch ge- wollt. Darauf stellen sich auch die großen Autohersteller ein. Daimler und Volkswagen z.B. wollen bis 2025 rund ein Viertel ihres Pkw-Absatzes mit Elektroautos erzielen.

Einer der größten Kunden für die neuen E- Modelle müsste dann auch der Bund sein. Für knapp 800 Mio. Euro versorgte dieser seine Minister, Staatsekretäre und Beamten seit 2007 mit über 24.000 Fahrzeugen. Allein VW bestückte die Politikerkaste mit mehr als 15.000 herkömmlichen Fahrzeugen im Wert von rund 300 Mio. Euro. Einen Tesla sucht man allerdings vergebens, nachdem in NRW ein einziger Testwagen schon nach wenigen Monaten wegen zu geringer Reichweite durchgefallen war.

Ob sinnvoll oder nicht, das E-Auto wird kommen, weil es politisch ge- wollt ist. Und wie immer wird es da- bei Gewinner und Verlierer geben. Und wie immer werden die Politiker in einigen Jahren feststellen, dass sie sich geirrt haben – wieder einmal.

 

 

Redaktionelles

Effecten-Spiegel AG: Halbjahresergebnis erneut über Vorjahr

Die Effecten-Spiegel AG hat von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten profitiert und die gestiegenen Kurse zu Gewinnmitnahmen genutzt. Eine Anzahl von Aktienpositionen wurde teilweise (z.B. Apple, SAP, Merck), andere ganz veräußert. Aus dem Verkauf von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens wurden Gewinne in Höhe von 3,5 Mio. Euro realisiert. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u.a. die vollständige Veräußerung der Aktien der Stada AG mit 561 TEUR und der Pfeiffer Vacuum AG mit 413 TEUR. An Dividenden wurden 905 TEUR vereinnahmt. Der Kassenbestand lief dadurch per Saldo auf 19,5 Mio. Euro hoch. Bankverbindlichkeiten bestehen weiterhin keine. 

Nach vorläufigen untestierten Zahlen liegt der erwirtschaftete Ertrag für die ersten sechs Monate bei 3,7 Mio. Euro und damit deutlich über dem des Vorjahreszeitraumes (1,9 Mio. Euro). Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass auf Wertpapiere des Anlagevermögens weder Zu- noch Abschreibungen vorgenommen wurden. Die nach dem Niederstwertprinzip stichtagsbezogen vorzunehmenden Abwertungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens liegen per 30.06.17 bei 198 (Vj. 718) TEUR. Die Wertdifferenzen werden separat als „Stille Reserven und Lasten“ ausgewiesen. Der Saldo hieraus beläuft sich bei den bilanzierten Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens auf +2,56 Mio. Euro. Der nicht bilanzierte Depotwert der eigenen Anteile beträgt 5,29 Mio. Euro. Das Verlagsgeschäft lag mit Umsatzerlösen von 1,52 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau (1,51 Mio. Euro). 

Im Gerichtsverfahren gegen die Deutsche Bank wegen der Postbankübernahme wurde vom OLG der nächste Verhandlungstermin für den 8. November 2017 bestimmt.

Die ES AG wird ihr Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen. In der Zeit vom 01.08. bis 31.12.2017 sollen bis zu 82.028 Vorzugsaktien der Gesellschaft zu einem maximalen Betrag von 1.533.923,60 Euro erworben werden. 

Die 10 größten Aktienpositionen des Finanzanlagevermögens sind, geordnet nach Positionsgröße auf Basis des Tageskurswertes zum 30.06.2017: infas Holding AG, MAN SE (Stämme), Symrise AG, Porsche Holding SE (Vorzüge), Sanofi S.A., Novartis AG, Vossloh AG, Union Pacific Corp., Coloplast und K+S AG.

Thema der Woche