STADA Arzneimittel AG

Die STADA Arzneimitel AG und die Xbrane Biopharma AB haben heute ein gemeinsames Entwicklungsabkommen geschlossen. Dabei geht es um die gemeinsame Entwicklung des Biosimilar Xlucane. Im Rahmen der Vereinbarung werden Xbrane und STADA die Entwicklungskosten zu gleichen Teilen tragen und die Gewinne aus der Vermarktung hälftig vereinnahmen. STADA leistet zunächst eine Vorauszahlung an Xbrane in Höhe von 7,5 Mio. Euro. Als nächste Schritte in der Entwicklung von Xlucane sind der Beginn der klinischen Phase I/III-Studie vorgesehen. An der Studie sollen eine große Anzahl an Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) in 16 Ländern teilnehmen.

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Gerresheimer AG

Die Gerresheimer AG übernimmt die Sensile Medical AG in der Schweiz. Dadurch erweitert das Unternehmen das Geschäftsmodell in Richtung Original Equipment Manufacturer (OEM) für Drug Delivery Plattformen mit digitalen und elektronischen Fähigkeiten für Pharma- und Biopharmakunden. Der Kaufpreis für Sensile Medical liegt in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Meilensteine bei maximal 350 Mio. Euro. Die Anfangszahlung wurde mit 175 Mio. Euro festgelegt.
Des Weiteren erhielt Gerresheimer zwei neue Großaufträge, einen zur Herstellung von Inhalatoren und einen für vorfüllbare Spritzen für einen großen Heparinhersteller. Auf der anderen Seite verliert die Gesellschaft einen kleineren Auftrag, jedoch mit nachfolgenden Restrukturierungsaufwendungen in 2019. Dies hat ohne Sensile Medical Auswirkungen auf die weitere Planung. So rechnet das Management in den Jahren 2019 und 2020 mit höheren Investitionen von 2 bis 4 Prozentpunkten. Allerdings wird es in diesen Jahren zu einer Belastung der Adjusted ABITDA-Marge von etwa einem Prozentpunkt kommen. In den Jahren 2021 und 2022 geht das Management dann von einem deutlichen Umsatzwachstum und einer um 2 Prozentpunkte höheren EBITDA-Marge gegenüber der bisherigen Planung aus.

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comdirect bank AG

Die comdirect bank AG veräußert ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft European Bank for Financial Services GmbH (ebase) an die FNZ Group. Mit dem Verkauf will sich die comdirect bank stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Bei einem Kaufpreis von rund 151 Mio. Euro ergibt sich in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Verkaufs ein positiver Einmalertrag vor Steuern von mindestens 85 Mio. Euro. Diese Mittel sollen zur Stärkung und zum weiteren Ausbau des Kerngeschäfts eingesetzt werden. Allein in 2018 sind für den Ausbau des Geschäfts Investitionen von rund 30 Mio. Euro vorgesehen. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden. Trotzdem soll die Transaktion in 2018 abgeschlossen werden.

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Thema der Woche

Ausgabe 28 | 11.07.2018

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Wenn sich Aktionäre den Geschäftsbericht von Aktiengesellschaften anschauen, gehört ein Blick auf den Vermerk des Wirtschaftsprüfers (WP) zu den Standardabfragen. Ist der Abschluss mit einem uneingeschränkten Testat versehen, oder gibt es Anmerkungen bzw. Einschränkungen? Bei den Unternehmen aus DAX und MDAX findet sich meist der Stempel von KPMG, PricewaterhouseCoopers (PwC), Deloitte oder Ernst & Young (EY) unter den Prüfberichten. Das Testat der Big 4 ist jedoch kein Gütesiegel für Qualität. 

Die Grundzüge eines externen Prüfungswesens findet man in Deutschland schon im 16. Jahrhundert. Damals wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Teilhabern einer Handelsgesellschaft, bei Erbschaftsstreitigkeiten oder in Insolvenzfällen schon vereidigte Buchsachverständige herangezogen. Sie arbeiteten aber ausschließlich im Auftrag der Gerichte. Die Buchführungsunterlagen dienten somit nur als gerichtliches Beweismaterial und nicht der Information über das Unternehmen. Die Aktienrechtsnovelle von 1884 verpflichtete die Unternehmen zu einer Gründungsprüfung, die von einem externen Revisor vorgenommen werden musste. Damit etablierte sich in Deutschland der Berufsstand der Bücherrevisoren. Doch erst die große Depression mit ihren spektakulären Firmenzusammenbrüchen und der nachfolgenden Bankenkrise machten die Bilanzprüfung bei Aktiengesellschaften in Deutschland zur Pflicht. Mit der Aktienrechtsnovelle 1931 führte der Gesetzgeber erstmals Vorschriften zum Inhalt des Geschäftsberichts, zur Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ein. Die von nun an jährlich vorgeschriebene Abschlussprüfung durfte nur ein ausreichend erfahrener Bilanzprüfer vornehmen, der Beruf des Wirtschaftsprüfers war geboren. Mit der Wirtschaftsprüferkammer wurde 1960 eine eigene Selbstverwaltungseinrichtung geschaffen. Sie  ist zuständig für Bestellung und Widerruf der Wirtschaftsprüfer und Prüfungsgesellschaften. 

Nach Angaben der Wirtschaftsprüferkammer gab es Anfang 2018 in Deutschland 14.492 Wirtschaftsprüfer, 2.662 vereidigte Buchprüfer und 2.974 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Die von der Lünendonk & Hossenfelder GmbH jährlich erstellte Rankingliste nach Inlandsumsatz führten auch 2016 die sog. Big 4 an: PwC, Deloitte, EY sowie KPMG (s. Abb.). Mit 1,898 Mrd. Euro verteidigt PwC unangefochten seine Spitzenposition und weist mit einer Umsatzsteigerung um 16,0 % bzw. +262 Mio. Euro das höchste absolute Wachstum für 2016 auf. Rang 2 der Liste belegt mit 1,6 Mrd. Euro (+6,2 %) KPMG, dicht gefolgt von EY mit 1,573 Mrd. Euro (+2,7 %). 2017 lag der Gesamtumsatz der Branche bei 31,5 Mrd. Euro. 

Entsprechend lukrativ ist auch die Bezahlung der Wirtschaftsprüfer. Nach dem Finance-Gehaltsreport 2017 kassiert ein zertifizierter Wirtschaftsprüfer zwischen 93.000 und 150.000 Euro p.a. Ein Partner kommt schon auf ein Jahressalär von 300.000 Euro, bei den großen Gesellschaften liegt es sogar bei bis zu 1 Mio. Euro. Zu der fixen Gehaltskomponente gesellen sich mit der Zeit üppige Bonuszahlungen. Der variable Anteil wächst im Laufe der Karriere schneller als das Fixgehalt. 

Mit den Honoraren steigt jedoch nicht zwangsläufig auch die Qualität der Prüfung. So sind in zahlreiche deutsche Wirtschaftsskandale auch Vertreter der Big 4 verwickelt. Bei einer der größten Firmenpleiten der Nachkriegszeit, der Schlecker-Insolvenz, sitzen auch zwei Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young mit auf der Anklagebank. Firmengründer Anton Schlecker soll 2009 und 2010 falsche Bilanzen aufgestellt haben, die die Lage der angeschlagenen Drogeriekette beschönigten und die von EY testiert wurden, obwohl sie von den Manipulationen gewusst haben sollen. 

Im Nachgang zur Arcandor-Pleite musste die KPMG einen Teil ihres Millionenhonorars an die Insolvenzverwaltung des früheren Karstadt-Mutterkonzerns zurückzahlen. Beide Seiten hätten zum Zeitpunkt der Zahlung im Mai 2009 gewusst, dass die Finanzierung der weiteren Geschäftstätigkeit nicht mehr gesichert gewesen sei, stellten die Richter fest. Mit Schadenersatzforderungen gegen die Wirtschaftsprüfer kam der Insolvenzverwalter jedoch nicht durch, da es nicht zur Pflicht von KPMG gehörte, Arcandor auf die drohende Insolvenzgefahr hinzuweisen. Auch der Insolvenzverwalter der pleite gegangenen P+S-Werften hat die KPMG auf Schadenersatz verklagt. Er macht die Wirtschaftsprüfer für fehlerhafte Gutachten verantwortlich, in denen der damals schon angeschlagenen Werftengruppe noch Sanierungsfähigkeit attestiert wurde. Daher hätten die damaligen Geschäftsführer auf bereits angekündigte Insolvenzanträge verzichtet und die Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast bis zur Pleite im August 2012 fortgeführt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte sogar noch Bürgschaften und Garantien in Höhe von 271,1 Mio. Euro übernommen und dafür einstehen müssen. Auch für Bürgschaften und Kredite anderer Geldgeber sei die Einschätzung von KPMG zur Sanierungsfähigkeit der Werften entscheidend gewesen. Dabei war die Liquidität der Schiffbaubetriebe von Anfang an nicht gesichert gewesen. Auch das erforderliche Eigenkapital fehlte.

Seit 109 Jahren prüft die KPMG schon bei General Electric (GE) die Bücher und bekam zuletzt dafür noch 143 Mio. Dollar überwiesen. In seiner aktuellen Ausgabe deckt das „manager-magazin“ auf, wie dennoch Investoren über Jahrzehnte hinweg durch „verwirrende Bilanzierung, gedopte Zahlen, Managermärchen wie aus 1001 Nacht“ getäuscht wurden und den stolzen Mischkonzern ruiniert haben. So soll GE z.B. über Jahre hinweg die Milliardenerlöse aus der Modernisierung älterer Gasturbinen als Softwareumsatz verbucht haben. 

Durch kreative Bilanzierungsmethoden kam 2016 auch der Verlag Bastei Lübbe unter die Räder (vgl. ES 44/16). Da für zwei Verkäufe von Unternehmensteilen an der Londoner Blue Sky Tech Ventures nie Geld geflossen war, mussten zwei Jahresabschlüsse neu erstellt werden. Für 2014/2015 schrumpfte dadurch der Gewinn um satte 7 Mio. Euro. Das Geschäftsjahr 2015/2016 beendete Bastei Lübbe statt mit 8 Mio. Euro Überschuss sogar mit 0,3 Mio. Euro Verlust. Und wieder waren es Prüfer von KPMG, die nicht erkannten, dass es sich lediglich um Briefkastenfirmen handelte, die nie Geld an den Verlag überwiesen hatten.

Anleger sollten sich von großen Namen der Wirtschaftsprüfer nicht täuschen lassen, denn sie allein garantieren noch keine soliden Zahlen und eine saubere Bilanz. Entscheidend sind Geschäftsmodell und Management des Unternehmens.

 

 

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Am 6. Juni traf sich die Rentenkommission der Bundesregierung zu ihrer ersten Sitzung. Der Kommission mit dem Titel „Verlässlicher Generationenvertrag“ gehören 10 Mitglieder an, die von der Altersstruktur her ihre eigenen Renten und Pensionen schon abgesichert haben. Sie werden in den kommenden zwei Jahren ein Gesamtkonzept für die Generation erarbeiten, die nach ihnen in Rente geht. 

Und so dehnbar wie das Thema selbst, so dehnbar war auch die erste Debatte dazu. Natürlich ging es dabei auch um Altersarmut, die hierzulande immer mehr Menschen bedroht. Dass dafür auch das aktuelle Besteuerungssystem mitverantwortlich ist, will die Politik nicht eingestehen. Dabei ist es ja schon eine Farce, dass Renten überhaupt besteuert werden. Schließlich haben die Senioren während ihrer aktiven Arbeitszeit schon reichlich Steuern auf ihre Einkünfte gelatzt und dann noch selbst in den Rententopf einbezahlt. Wenn sie dann im Ruhestand aus der Rentenversicherung ihren Anteil in Anspruch nehmen, fallen wieder Steuern an. Seit dem Jahr 2005 gilt dabei die sog. „nachgelagerte Besteuerung“. Danach werden die Aufwendungen für die Altersvorsorge während der Berufstätigkeit nicht mehr besteuert, dafür aber die Renten in voller Höhe der Einkommensteuer unterworfen. Da man dieses Prinzip in der Praxis nicht schlagartig umsetzen konnte, wurde ab 2005 eine schrittweise Einführung über den Zeitraum von 35 Jahren festgelegt: Von der gesetzlichen Rente werden die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen und ab einem bestimmten Gesamteinkommen fallen darauf Steuern an. 

Die Höhe der Steuerpflicht ist abhängig vom Renteneintrittsjahr. D.h., je später der Renteneintritt, umso größer der Steueranteil. Bereits im Einführungsjahr 2005 lag die Höhe des steuerpflichtigen Anteils auf Renten bei 50 %. Der prozentuale Steueranteil steigt seitdem von Jahr zu Jahr an – bis 2020 um jährlich 2 %, danach bis 2040 um jeweils ein Prozentpunkt. Wer also im lfd. Jahr 2018 in Rente geht, muss auf 76 % seiner Rente Einkommensteuer zahlen, lediglich 24 % seiner Jahresbruttorente sind steuerfrei. Bei ledigen Rentnern, die in diesem Jahr in Rente gehen, bleibt beispielsweise nur noch eine monatliche Bruttorente von rund 1.150 Euro steuerfrei. Wer 2020 in den Ruhestand startet, muss schon 80 % seiner Rente versteuern, ab dem Jahr 2040 werden es 100 % sein. 

Die Rentenbesteuerung betrifft übrigens neben den Altersrenten auch die Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Hinterbliebenenrenten. Da die steuerlichen Rentenfreibeträge bei Rentenerhöhungen nicht automatisch angepasst werden, zahlten die deutschen Senioren nach einer Berechnung des Bundesfinanzministeriums allein aufgrund der Rentenerhöhung zum 1. Juli 2017 rund 625 Mio. Euro mehr Steuern. Mit der erneuten Rentensteigerung zum 1. Juli 2018 werden die Steuerzahlungen der Senioren nochmals zulegen. Und den kommenden Rentnerjahrgängen wird unterm Strich nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen immer weniger zum Leben bleiben. 

Damit werden die Rentner systematisch zum Steueresel degradiert und ausgeplündert. Hier muss die Rentenkommission ansetzen!

*Der ES übernimmt für diese Informationen keine Gewähr, sie stellen keine steuerliche Beratung dar.

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Während die Standardwerte nach glänzenden Jahren zunehmend gegen erste Ermüdungserscheinungen ankämpfen müssen, bleibt es in der zweiten oder gar dritten Liga hochspannend. Die Nischenplayer laufen weiter zu Topform auf und bescheren „Stock Pickern“ eine starke Saison.

Nischenplayer locken mit überdurchschnittlichen Renditen und kräftigem Wachstumspotenzial. Gerade bei den Small- und Microcaps finden sich zahlreiche „Hidden Champions“. Kaum der breiten Masse bekannt, agieren sie mit ihren fokussierten Geschäftsmodellen als Weltmarktführer oder rangieren zumindest unter den Top 3 ihrer Branche. Ihre Produkte und Technologien besitzen oftmals sogar Alleinstellungsmerkmale. Permanent werden Innovationen vorangetrieben, wofür die Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! 

Für mögliche Wettbewerber ist die Markteintrittsbarriere angesichts der jeweiligen Spitzenprodukte enorm hoch. Daher geraten die Nischenanbieter auch gern einmal selbst in das Übernahmevisier der „Big Player“. Zweifelsfrei wimmelt es gerade in Deutschland nur so von erfolgreichen und weitgehend unbekannten Weltmarktführern. 

Der Börsennewcomer aus 2017, Jost Werke (ISIN DE000JST4000), ist so eine versteckte Perle. Das Unternehmen ist der führende Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für Zugmaschinen, Auflieger und Anhänger. Nach einem starken Q1 mit einer Gewinnvervielfachung nach Steuern auf 12,0 (3,0) Mio. € will der SDAX-Konzern im Gesamtjahr einen signifikanten Umsatzanstieg aufladen. Das bereinigte Ebit soll dabei im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Im Vorjahr stellte Jost einen Umsatz von 701,3 Mio. € und ein bereinigtes Ebit von 76,4 Mio. € ab. Die Aktie hat gerade erst auf die Überholspur gewechselt.

Gewaschen hat sich auch die Entwicklung von WashTec (ISIN DE0007507501). Weltweit dominiert der im SDAX notierte Konzern den Markt für Fahrzeugwäsche. Die Q1-Bilanz war mit einem Umsatz von 425,0 (372,8) Mio. € einmal mehr biltzsauber. Ebenso glänzte der Nettogewinn mit 36,9 (30,6) Mio. €. Bei der Prognose gibt sich WashTec durchaus konservativ, was sicherlich Überraschungspotenzial birgt. So wird nach den vorangegangenen Wachstumsjahren mit einer stabilen Geschäftsentwicklung gerechnet. Nichtsdestotrotz dürfte der Wert in Zukunft ein makelloses Bild präsentieren.

Es lohnt sich jedoch ebenso, einmal einen Blick auf die Nachbarländer zu werfen. Zum Beispiel nach Frankreich. Dort arbeitet überaus erfolgreich der Anbieter von Bezahlterminals, Ingenico (ISIN FR0000125346). Bereits seit 30 Jahren sind die Franzosen Weltmarktführer im Bereich Zahlungsterminals. Ob via NFC, QR-Code oder Biometrie, Ingenico bietet das gesamte Spektrum an modernen Technologien. Zum Kundenkreis zählen neben zahlreichen Banken auch die US-Technologiegiganten Google und Microsoft. Kein Wunder, dass da Begehrlichkeiten geweckt werden. So soll der IT-Berater Atos ein Auge auf den Konzern geworfen haben. Im Schnitt rechnen die Analysten für Ingenico 2018 mit einem Anstieg des Umsatzes auf 2,75 (2,51) Mrd. € und beim Nettogewinn auf 307 (260) Mio. €. Anleger heben bei der deutlich zurückgekommenen Aktie spekulativ ein paar Stücke vom Markt ab.

Aber auch fern ab der Maschinenbau- und Technologiebranche gibt es hochspannende Nischen. Die Sportindustrie ist seit Jahrzehnten ein Milliardenmarkt. Mit der anstehenden Fußballweltmeisterschaft wird dies einmal mehr unter Beweis gestellt. Trotz großer Beliebtheit ist der Bereich Ski im Vergleich zu Fußball doch eher eine Nische. Allerdings lässt sich dort hervorragend Geld verdienen. Die finnische Amer Sports (ISIN FI0009000285) steht für die Marken Salomon oder Atomic. Im letzten Jahr hat Amer kräftig investiert und konnte dennoch einen Rekord bei Umsatz und Cashflow einfahren. Kurzfristig ließ dies zwar den Nettoprofit auf 93,3 Mio. € abschmelzen, langfristig stärkt Amer Sport damit allerdings seine Fitness. Entsprechend halten die Analysten auch hier die Daumen hoch, was die zukünftige Profitabilität angeht. Der Titel hat einen hervorragenden Schwung. 

Fernab der großen Bühne werden jetzt die heimlichen Weltmeister gekürt. 

 

 

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In seiner einleitenden Rede zur Hauptversammlung der Deutschen Bank am 24. Mai erinnerte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Achleitner an den großen Alfred Herrhausen, der einmal sagte: „Wir müssen sagen, was wir denken, müssen tun, was wir sagen und sein was wir tun.“ Im Handeln der Bank zeige sich die DNA des Instituts, bestätigte auch der neue Vorstandsvorsitzende Christian Sewing. Doch der DNA-Test offenbart einen gravierenden Gendefekt.

Als Dr. Paul Achleitner am vergangenen Donnerstag um 10:00 Uhr die Aktionäre in der Frankfurter Festhalle mit einem selbst aufgenommenen Foto vom DFB-Pokalfinale in Berlin begrüßte, waren noch nicht alle der 4.150 Aktionäre im Saal. Doch einige der schon anwesenden Anteilseigner zeigten sich wenig amüsiert über die Einblendung des Plakats der Eintracht-Fans „Totgesagte leben länger“. So wolle er keinen „beginnenden Leichengeruch“ an der Bank wahrnehmen, stellte K.-W. Freitag klar, der über seine Riebeck-Brauerei u.a. einen Ergänzungsantrag zur Tagesordnung gestellt hatte (vgl. ES 17/18). Mehr als 100 Kleinaktionäre mit 95.802 Stimmrechten hatten die Effecten-Spiegel AG beauftragt, diesen Antrag zu unterstützen sowie gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu stimmen. Doch schon im Vorfeld stand fest, dass sich diese letztlich auf ihre ausländischen Investoren verlassen können. Von den 2.066.773.131 Aktien der Deutschen Bank liegen 81 % bei institutionellen Anlegern und damit nur rund 393 Mio. Aktien bei Privatanlegern. Größter Aktionär ist der C-Quadrat Fund mit 7,96 %, der zur chinesischen HNA Group gehört. BlackRock hält 5,38 % und die Kataris über Paramount und Supreme 6,1 % der Stimmen. Seit November 2017 ist auch Ceberus mit 3,001 % an Bord. 

Zusammen halten also nur die meldepflichtigen Großaktionäre schon 22,44 % aller Stimmen und hatten damit bei einer Hauptversammlungspräsenz von knapp unter 42 % stets die Mehrheit im Griff. Umso erstaunlicher war es, dass immerhin 15,51 % des anwesenden Kapitals Aufsichtsratschef Achleitner die Entlastung verweigerten. Doch nach seiner selbstverliebten Einführungsrede sowie den Sprechblasen seines Zöglings Sewing fiel es selbst den ausgewählten Anfangsrednern schwer, etwas Positives zu finden. Dabei hatte man die nicht genehmen Aktionäre ohnehin schon weit nach hinten auf die Rednerliste geschoben, so auch die Effecten-Spiegel AG. Obwohl die Wortmeldung kurz nach Beginn der Versammlung angemeldet wurde, erhielt Vorstand Marlis Weidtmann erst um 17:42 Uhr das Wort, nachdem die Redezeit von zunächst 8 Minuten und dann 5 Minuten auf 3 Minuten begrenzt worden war. Thema des Wortbeitrags waren die Betrügereien im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme. In ihrem Geschäftsbericht stellt die Deutsche Bank immerhin auf fast zwei Seiten (312 bis 314) ihre Sichtweise dar. Abschließend heißt es dort: „Der Konzern hat nicht offengelegt, ob er für diesen Fall eine Rückstellung oder eine Eventualverbindlichkeit ausgewiesen hat, da ... eine solche Offenlegung das Verfahrensergebnis erheblich beeinflussen könnte.“ 

Während am Aufsichtsratsvorsitzenden und seiner Söldnertruppe jedoch alle Angriffe abperlten, reagierte der Kapitalmarkt prompt. Schon am Mittag lagen die Titel der Deutschen Bank mit 2,8 % im Minus – und damit an der Spitze der DAX-Verlierer. Dabei hatten sich bis dahin noch nicht einmal die neuen Aufsichtsräte vorgestellt. Von dem 22-köpfigen Gremium mussten vier ersetzt werden. Drei von ihnen sprechen nur Englisch und beteuerten über eine Dolmetscherin, wie geehrt sie sich fühlten, für das größte deutsche Geldinstitut tätig werden zu dürfen. Der prominenteste Neuzugang ist zweifellos John Thain. Bekannt wurde der 62-jährige Amerikaner in der Finanzkrise als Kurzzeit-Chef der gestrauchelten Investmentbank Merrill Lynch. Allein für seinen ersten Monat im Dezember 2007 hatte er einschließlich Antrittsprämie 84 Mio. Dollar erhalten. Mit diesem exorbitanten Gehalt wurde der „Boni-Ritter“ für den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama zum „Höhepunkt der Verantwortungslosigkeit“. Nun wird Thain Leiter des neu zu bildenden Strategieausschusses im Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Bisher gibt es sieben Ausschüsse im Aufsichtsrat. In allen ist Dr. Achleitner Mitglied. Bei vier Ausschüssen hat er sogar den Vorsitz, bezeichnenderweise auch beim Nominierungsausschuss sowie dem Vergütungs- und Kontrollausschuss. 

Für 2017 hatte die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern mehr als 2,275 Mrd. Euro Boni bezahlt – trotz des dritten Jahresverlusts in Folge (vgl. ES 12/18). Wohl auch dafür hatte man sich noch im März 2017 über eine Kapitalerhöhung 8 Mrd. Euro am Kapitalmarkt besorgt. Daher stieß gerade auch das Vergütungssystem der Bank den Aktionären äußerst übel auf. Das Fixgehalt des Vorstandsvorsitzenden lag 2017 bei 3,4 Mio. Euro, seine zwei Stellvertreter erhielten je 3,0 Mio. Euro, die anderen Vorstandsmitglieder mindestens 2,4 Mio. Euro. Daher beeilte sich AR-Chef Achleitner bereits am Anfang zu betonen, dass der Vorstand „ohne Druck des Aufsichtsrats“ zum dritten Mal in Folge auf die Auszahlung von variablen Vergütungen verzichtet hätte. Er verschwieg jedoch an dieser Stelle, dass der Aufsichtsrat dafür in 2017 eine „optionale Funktionszulage“ einführte, die immerhin 100 % des festen Grundgehalts betragen kann. Wie auslegungsfähig dieser Begriff ist, machte die Antwort auf eine entsprechende Aktionärsanfrage auf der HV deutlich. Demnach erhielten der Co-Leiter für Unternehmens- und Investmentbanking, Garth Ritchie, zu seinem Fixgehalt von 3 Mio. Euro eine Funktionszulage von 250.000 Euro wegen geänderter Rahmenbedingungen durch den Brexit und Stuart Lewis als Chief Risk Officer 300.000 Euro für die notwendigen Verhandlungen mit der amerikanischen Aufsichtsbehörde. 

Solche Exzesse sind wohl nur möglich, weil sich im Aufsichtsrat der Deutschen Bank kein Vertreter der deutschen Industrie findet. Dass daran „der hohe Zeitaufwand und die regulatorischen Beschränkungen“ schuld sein sollen, ist eine ziemlich lahme Ausrede. Denn wie der ES in seiner Ausgabe 43/16 berichtete, gab es durchaus in der deutschen Realwirtschaft den Ansatz und das Angebot für eine breit angelegte Beteiligung der deutschen Wirtschaft an der Deutschen Bank. Mindestens sieben DAX-Konzerne haben über den Kauf von Aktien der Deutschen Bank nachgedacht. Doch offensichtlich war eine konzertierte Aktion der deutschen Wirtschaft nicht gewünscht. Anscheinend will sich ein Herr Achleitner nicht in die Karten schauen lassen und selbst „noch ausgestopft“ auf seinem Posten sitzen. 

So wurde auf der HV auch die Frage laut, ob John Cryan gehen musste, weil er interne Nachforschungen zu Stimmrechtsmeldungen der HNA und zu deren Eigentümerstrukturen anstellte. Und was ist mit dem Altlastenportfolio von 60 Mrd. Euro (Kreditausfallversicherungen, hypothekenbesicherte Wertpapiere und Aktienderivate)? Dagegen wird per Saldo das bilanzielle Eigenkapital zu Buchwerten von ca. 63 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Antwort auf die entsprechende Frage ließ man Vorstand von Moltke verlesen. Dieser ist entweder ein noch schlechterer Vorleser als sein Chef Christian Sewing, oder er hatte den gut verklausulierten Text der hoch bezahlten Anwälte und Wirtschaftsprüfer im Backoffice auch nicht verstanden. Dafür aber war gut erkennbar, dass der Defekt schon in der DNA der Bank angelegt ist: Im Missmanagement und der Arroganz des Aufsichtsratsvorsitzenden, der seine eigene Rolle am langsamen Sterben des Instituts immer noch nicht verstanden hat.

Viele Aktionäre in der Festhalle Frankfurt haben sich gefragt, ob sich der Gendefekt bei der Deutschen Bank überhaupt noch beheben lässt. Aber wenn nicht, was dann?

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Redaktionelles

Mündlicher Verhandlungstermin aufgehoben

In dem Rechtsstreit der Effecten-Spiegel AG ./. Deutsche Bank findet der anberaumte Termin am 29.06.2018 wegen der Verhinderung des Zeugen Dr. Appel nicht statt. Der Senat beabsichtigt, den neuen Termin zur Beweisaufnahme und zur Fortsetzung der mündlichen Verhandlung auf März 2019 zu verlegen.

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Dieselgate-Anlegerklagen

Wie der ES in seiner Ausgabe 43/2015 berichtete, hatte die Tübinger Anwaltskanzlei TILP Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP Litigation) im Oktober 2015 die erste Anlegerklage gegen VW eingereicht. Inzwischen sind auch zahlreiche Verfahren gegen die Porsche Automobil Holding SE anhängig, die in Kooperation zwischen der TILP Litigation und der Kanzlei BROICH geführt werden und in denen auch die Effecten-Spiegel AG als Klägerin auftritt. Sie ist hier jeweils in einer ganzen Gruppe von internationalen institutionellen Klägern, die allesamt von Prozessfinanzierern freigestellt sind.

In den gegen die Porsche SE eingeleiteten Prozessen geht es zum einen um die gescheiterte Übernahme der Volkswagen AG durch die Porsche SE im Jahr 2008 (Kapitalanlegermusterverfahren vor dem OLG Celle), zum anderen um den Komplex Ab-gasmanipulationen (LG Stuttgart). Im letztgenannten Verfahren (Az.: 22 O 348/16) hat das LG Stuttgart am 28. Mai 2018 eine sog. Terminsverfügung erlassen, in der das Gericht umfangreich zu seiner vorläufigen Einschätzung der Sach- und Rechtslage ausführt:

Bislang war das LG Stuttgart noch der Auffassung, der Zeitraum, in dem die Porsche SE den Kapitalmarkt pflichtwidrig nicht über die Abgasmanipulationen und die damit zusammenhängenden Risiken für den Konzern informiert hat, beginne frühestens im Mai 2014. Nun aber dehnt das LG Stuttgart diesen Zeitraum weit nach vorne aus und hält eine pflichtwidrige Desinformation des Marktes ab November 2010 für möglich. Eine „den Kapitalmarkt täuschende Information“ könne nach Auffassung des LG nämlich bereits darin gesehen werden, dass die Volkswagen AG im Rahmen ihres Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 angab, dass ihre „CleanDiesel“-Motoren die Euro-6-Abgasnorm erfüllten, obwohl die Prüfzykluswerte bereits durch die Verwendung der Abschalteinrichtungen dieser Motoren verfälscht worden waren. Die Porsche SE hatte diesen Geschäftsbericht der Volkswagen AG in ihrem Konzernlagebericht 2009/2010 uneingeschränkt übernommen. Nach Auffassung des LG haftet sie daher ggf. wegen „sittenwidriger Schädigung der Kapitalanleger“ ab Veröffentlichung ihres Konzernabschlusses im Bundesanzeiger am 11. November 2010. „Diese deutliche Ausweitung des möglichen Haftungszeitraumes ist nicht nur für die betroffenen Porsche-Anleger eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentiert Rechtsanwalt Andreas W. Tilp, sondern natürlich auch für die geschädigten VW-Anleger. Ihnen müsste auf dieser Grundlage erst recht Schadensersatz wegen
sittenwidriger Schädigung zugesprochen werden. „Derartige deliktische Ansprüche verjähren erst zum 31.12.2018“, so Tilp
weiter.

Gleichzeitig hat das Gericht zur weiteren Aufklärung der Abgasaffäre in seiner Verfügung das Programm für eine umfangreiche Beweisaufnahme ab dem 12. September 2018 bekannt gegeben:

Über 14 Termintage sollen (zunächst) 28 hochkarätige Zeugen vernommen werden. Darunter sind der vormalige VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Rupert Stadler, der Geschäftsführer des Zulieferers Bosch, Volkmar Denner, sowie die in Untersuchungshaft befindlichen Manager Wolfgang Hatz und Jörg Kerner. Darüber hinaus beabsichtigt das LG Stuttgart, den vormaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dessen damaligen parlamentarischen Staatssekretär und heutigen Bundesverkehrsminister, Andreas Scheuer, als Zeugen zu hören. Eine entsprechende Aussagegenehmigung hat das LG beim Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble beantragt. Eine Vernehmung der „Auslandszeugen“ Michael Horn, James Liang und Oliver Schmidt hält das LG ebenfalls für geboten und kündigte daher ein Rechtshilfeersuchen gegenüber den US-Behörden an. 

Das LG Stuttgart beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Ladung der Zeugen, sondern fordert von einigen, konkrete Schlüsseldokumente zum Beweistermin vorzulegen. So soll z.B. Bosch-Geschäftsführer Volkmar Denner ein Schreiben von Anfang Juni 2008 mitbringen, mit dem Bosch von Volkswagen die Freistellung von jeglicher Haftung gegenüber Dritten bei der Verwendung der illegalen Abschalteinrichtungen verlangt haben soll. 

„Die bisherige akribische Arbeit des Richters Dr. Reuschle wird von ihm konsequent fortgesetzt. Bosch, VW und der Porsche SE wird es nicht gelingen, die Wahrheit weiterhin zu leugnen“, so das Fazit der Anwälte. 

Im Übrigen erwartet die TILP Litigation eine entsprechende Verfügung auch in dem von ihr geführten Klageverfahren für die Effecten-Spiegel AG (Az.: 22 O 343/16).

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MAN

Wie mehrfach im ES berichtet, hatte die Effecten-Spiegel AG nach der Eintragung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MAN SE und der 100%-igen VW Tochter Truck & Bus GmbH im Oktober 2013 ein Spruchverfahren zur Überprüfung des angebotenen Abfindungspreises eingeleitet (vgl. ES 39/2015). Denn die Barabfindung lag mit 80,89 € deutlich unter dem Pflichtangebotspreis der Volkswagen AG vom Juni 2011 in Höhe von 95 €. 

Am 31.07.2015 hatte das Landgericht München dem Antrag der Effecten-Spiegel AG stattgegeben und die Barabfindung auf 90,29 € erhöht. Der Ausgleich (sog. „Garantiedividende“) für die Aktionäre, die ihre Aktien nicht angedient hatten, blieb dagegen unverändert bei den festgesetzten 3,30 €. Die Aktionäre erhielten somit seit 2014 jedes Jahr eine Ausschüttung von 3,07 € eingebucht.

Obwohl aus Sicht der Effecten-Spiegel AG der wirtschaftliche Wert der MAN-Aktie deutlich höher angesiedelt werden muss, hat das OLG München am vergangenen Freitag den Barabfindungsbetrag von 90,29 € je MAN-Aktie bestätigt. Allerdings hat das Gericht die jährliche Ausschüttung für die in der Gesellschaft verbliebenen MAN-Aktionäre um sagenhafte 67 % auf 5,50 € (vor Unternehmenssteuern) angehoben. Das ist ein sensationeller Erfolg. Damit stehen den Aktionären also mindestens  4,75 € als Ausschüttungsbetrag statt der gezahlten 3,07 € pro Jahr zu.

Da das Urteil rechtskräftig ist, muss die VW-Tochter, die künftig Traton heißt, sowohl den Nachbesserungsbetrag für die Abfindung an die ausgeschiedenen Aktionäre als auch den Dividendenaufschlag an die verbliebenen Aktionäre ab 2014 nachzahlen.  

Die Effecten-Spiegel AG hält seit 2012 Aktien der MAN SE in unterschiedlicher Bestandshöhe (zwischen 35.000 und 52.000 Stück) und hat somit Anspruch auf eine jährliche Dividendennachzahlung für die gesamte bisherige Laufzeit des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Die Gesellschaft erwartet aus der Erhöhung der Ausgleichszahlung eine ertragswirksame Zahlung von mindestens 350 T€ vor Steuern. 

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Thema der Woche