curasan AG

Der Vorstand der curasan AG kam heute im Rahmen eines Meetings zu der Erkenntnis, dass sich einige Effekte negativ auf die noch zu realisierenden Aufträge auswirken werden. Aufgrund der daraus resultierenden Umsatzverschiebungen passt das Management die Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr an. Als Gründe nannte die Gesellschaft die längere Suche nach einem strategischen Partner für den chinesischen Markt. Auch die Suche nach einem optimalen Vertriebspartner für den Orthopädiebereich in den USA war zeitintensiver als erwartet. Dadurch bleibt die Umsatzsatzentwicklung sowohl im Orthopädie- als auch im Dentalbereich hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kamen Produktionsengpässe, so dass die Nachfrage nach CERASORB nicht im vollen Umfang bedient werden konnte. Aufgrund der erwähnten Verschiebungen wirkten sich ferner neue gesetzliche Vorgaben im Bezug auf die Re-Zertifizierung bestehender Produkte von curasan negativ aus, was zu einem deutlichen Mehraufwand führte. Vor diesem Hintergrund reduziert der Vorstand die Umsatzprognose auf 6,9 bis 7,2 Mio. Euro. Das Nettoergebnis soll dabei im Bereich von minus 3,9 bis minus 4,2 Mio. Euro liegen.

KION Group AG

Nach vorläufigen Zahlen erwirtschaftete die KION Group AG in den ersten 3 Quartalen einen Umsatz von 5,68 Mrd. Euro gegenüber 3,85 Mrd. Euro vor Jahresfrist. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich von 366,1 auf 561,8 Mio. Euro. Dadurch verbesserte sich die operative Marge leicht von 9,5 auf 9,9 Prozent. Das Segment Industrial Trucks & Services erreichte eine Umsatzsteigerung von 8,2 Prozent auf 4,07 Mrd. Euro. Beim bereinigten EBIT kam es zu einem Anstieg von 411,5 auf 448,3 Mio. Euro. Im Bereich Supply Chain Solutions belief sich der Umsatz auf 1,59 Mrd. Euro und das bereinigte EBIT auf 154,2 Mio. Euro. In diesem Segment wird weitgehend das im November akquirierte Geschäft von Dematic ausgewiesen.
Während das Wachstum im Bereich Industrial Trucks & Services stärker als erwartet ausfiel, blieb die Entwicklung im Segment Supply Chain Solutions hinter den Erwartungen zurück. In diesem Segment kam es zu einer Investitionszurückhaltung der Kunden und Verzögerungen bei der Projektvergabe durch Kunden. Aufgrund dessen passt das Management die Prognose für das Gesamtjahr nach unten an. Der Umsatz soll nun im Bereich von 7,40 bis 7,70 Mrd. Euro liegen. Zuvor hatte der Vorstand einen Umsatz in der Größenordnung von 7,50 bis 7,95 Mrd. Euro erwartet. Für das bereinigte EBIT wird die Prognose von 740 bis 800 Mio. Euro auf 715 bis 765 Mio. Euro abgesenkt. Die endgültigen Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht die Gesellschaft am 26. Oktober.

MBB SE

Die Aumann AG, eine 53,6-prozentige Beteiligung der MBB SE, tätigte heute die Übernahme sämtlicher Anteile an der USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH. Dabei erfolgte der Kauf der Anteile von den Familiengesellschaftern. USK ist ein Spezialist für Automatisierungslösungen und beschäftigt am Standort Limbach-Oberfrohna über 300 Mitarbeiter. In 2016 erwirtschaftete USK Karl Utz einen Umsatz von knapp 70 Mio. Euro. Mit dieser Übernahme wird der annualisierte Umsatz bei der MBB SE auf über 450 Mio. Euro ansteigen. Allerdings erwartet das Management der MBB SE aufgrund des schwächeren dritten Quartals bei der Aumann AG im laufenden Jahr nur noch ein Ergebnis je Aktie von 2,00 Euro. Zuvor hatten die Verantwortlichen mit einem Ergebnis je Aktie von 2,16 Euro gerechnet.

Täglicher Börsenbericht

Effecten-Spiegel-Klage eröffnet ehemaligen Postbank-Aktionären die Möglichkeit, ihre Nachzahlungsansprüche einzufordern

Das Landgericht Köln hat heute den Anspruch auf Nachbesserung der ehemaligen Postbank-Aktionäre, die 2010 das Abfindungsangebot der Deutschen Bank in Höhe von 25 Euro angenommen hatten, bejaht.

Die Deutsche Bank AG hatte am 7. Oktober 2010 den Aktionären der Deutschen Postbank AG ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet. Schon zu diesem Zeitpunkt war für die Effecten-Spiegel AG klar, dass dieser Angebotspreis zu niedrig ist, denn die Deutsche Bank AG hatte bereits 2008 mit der Deutschen Post AG alle Vereinbarungen geschlossen, um deren Postbank-Aktien für 57,25 Euro zu übernehmen. Daher hatte die Effecten-Spiegel AG am 05.11.2010 als einzige Postbank-Aktionärin überhaupt Klage eingereicht und ihre Ansprüche durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof (BGH) vertreten. Dieser hatte mit Urteil vom 29.07.2014 klargestellt, dass „die Aktionäre, die das Übernahmeangebot angenommen haben, einen Anspruch gegen den Bieter auf Zahlung der angemessenen Gegenleistung haben.“ Diesem Leitsatz folgend hatten zahlreiche Aktionäre ebenfalls Klage eingereicht und einen höheren Abfindungspreis gefordert.

Mit Urteil vom 20.10.2017 hat nun das Landgericht Köln allen Aktionären, die vor dem 7. Oktober 2010 Aktien der Deutschen Postbank AG hielten und das Übernahmeangebot zu 25 Euro angenommen hatten, einen Nachzahlungsanspruch von bis zu 32,25 Euro je Postbank-Aktie (bis auf 57,25 Euro) anerkannt. Das von der Effecten-Spiegel AG vorgetragene "acting in concert" wurde vom LG Köln bestätigt. Der nächste Verhandlungstermin vor dem OLG Köln in Sachen Effecten-Spiegel AG ./. Dt. Bank ist für den 08.11.2017 terminiert.

Da die Verjährungsfrist am 31.12.2017 endet, können alle Aktionäre, die 2010 das Übernahmeangebot der Deutschen Bank AG angenommen haben, jetzt noch ihre Ansprüche anmelden, um die Nachbesserung zu erhalten. Die Effecten-Spiegel AG wird alle Kleinaktionäre dabei aktiv unterstützen, deren Ansprüche bündeln und über Herrn Rechtsanwalt Dr. Oliver Krauss der Münchener Kanzlei TRICON vertreten lassen. Dieser hatte die wichtige BGH-Entscheidung für die Effecten-Spiegel AG erstritten und sechs Kläger vor dem LG Köln vertreten. Genauere Informationen werden in Kürze auf der Internetseite der Gesellschaft und im gleichnamigen Börsenjournal veröffentlicht.

Betroffene Aktionäre wenden sich an:

Effecten-Spiegel AG

Postfach 102243, 40013 Düsseldorf
Tel. (0211) 683022
Fax (0211) 6912998


Ansprechpartner: Marlis Weidtmann (Vorstand)

weidtmann@effecten-spiegel.de


Redaktionelles

Effecten-Spiegel AG: Halbjahresergebnis erneut über Vorjahr

Die Effecten-Spiegel AG hat von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten profitiert und die gestiegenen Kurse zu Gewinnmitnahmen genutzt. Eine Anzahl von Aktienpositionen wurde teilweise (z.B. Apple, SAP, Merck), andere ganz veräußert. Aus dem Verkauf von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens wurden Gewinne in Höhe von 3,5 Mio. Euro realisiert. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u.a. die vollständige Veräußerung der Aktien der Stada AG mit 561 TEUR und der Pfeiffer Vacuum AG mit 413 TEUR. An Dividenden wurden 905 TEUR vereinnahmt. Der Kassenbestand lief dadurch per Saldo auf 19,5 Mio. Euro hoch. Bankverbindlichkeiten bestehen weiterhin keine. 

Nach vorläufigen untestierten Zahlen liegt der erwirtschaftete Ertrag für die ersten sechs Monate bei 3,7 Mio. Euro und damit deutlich über dem des Vorjahreszeitraumes (1,9 Mio. Euro). Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass auf Wertpapiere des Anlagevermögens weder Zu- noch Abschreibungen vorgenommen wurden. Die nach dem Niederstwertprinzip stichtagsbezogen vorzunehmenden Abwertungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens liegen per 30.06.17 bei 198 (Vj. 718) TEUR. Die Wertdifferenzen werden separat als „Stille Reserven und Lasten“ ausgewiesen. Der Saldo hieraus beläuft sich bei den bilanzierten Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens auf +2,56 Mio. Euro. Der nicht bilanzierte Depotwert der eigenen Anteile beträgt 5,29 Mio. Euro. Das Verlagsgeschäft lag mit Umsatzerlösen von 1,52 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau (1,51 Mio. Euro). 

Im Gerichtsverfahren gegen die Deutsche Bank wegen der Postbankübernahme wurde vom OLG der nächste Verhandlungstermin für den 8. November 2017 bestimmt.

Die ES AG wird ihr Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen. In der Zeit vom 01.08. bis 31.12.2017 sollen bis zu 82.028 Vorzugsaktien der Gesellschaft zu einem maximalen Betrag von 1.533.923,60 Euro erworben werden. 

Die 10 größten Aktienpositionen des Finanzanlagevermögens sind, geordnet nach Positionsgröße auf Basis des Tageskurswertes zum 30.06.2017: infas Holding AG, MAN SE (Stämme), Symrise AG, Porsche Holding SE (Vorzüge), Sanofi S.A., Novartis AG, Vossloh AG, Union Pacific Corp., Coloplast und K+S AG.

Thema der Woche