Nach dem Kursverfall der letzten Wochen scheint sich die Lage an den Märkten mit Beginn der Berichtssaison allmählich wieder zu beruhigen. Gute Vorgaben kommen dabei vor allem aus den USA, denn hier sprudeln die Quartalsgewinne derzeit wie Pilze aus dem Boden. Besonders der Bankensektor, der traditionell den Anfang macht, konnte bereits mehr als überzeugen. In Deutschland sollte man sich jedoch auch weiterhin vorsehen, denn nach einigen Prognosesenkungen sieht es für die heimische Berichtssaison eher verhalten aus. 

Bei Fresenius Medical Care scheint sich bereits die erste Kurs-Grippe eingeschlichen zu haben. Das liegt vor allem an den zurückgenommenen Jahresaussichten. Das schwache Geschäft in Nordamerika belastet die Bilanz. So geht das Unternehmen für 2018 nur noch von einem Zuwachs bei Konzernergebnis von 11–12 % aus. Bislang visierte der Gesundheitskonzern ein Plus von 13–15 % an. 

Und auch bei Fresenius sind die Aussichten aufgrund eher mauen Geschäften bei einigen Töchtern verhalten. Beim währungsbereinigten Umsatzwachstum wird für 2018 nur die untere Prognosespanne von 5–8 % anvisiert. Und auch das bereinigte Konzerergebnis soll nur die untere Spanne von 6–8 % an Wachstum erreichen. 

Trotz wachsender Konkurrenz durch günstige Generikaprodukte kann der Schweizer Pharmakonzern Roche punkten und sieht sich auf dem besten Wege, seine Jahresziele zu erreichen. 

Netflix hat zwar bereits Millionen von Nutzer weltweit, konnte aber im abgelaufenen Quartal nochmal 7 Millionen Streaming-User gewinnen. Das liegt primär ein milliardenschweren Eigenproduktionen. 

Einen Umsatzknick musste der Branchenriese IBM verbuchen. In den drei Monaten bis September gingen die Erlöse um 2 % zurück. Das lag vor allem an einem schwächeren Server-Geschäft. 

Na da hat Elon Musk aber nochmal Glück gehabt. Der Streit zwischen dem exzentrischen CEO von Tesla und der Börsenaufsicht SEC ist vorerst beigelegt. Der zuständige Richter hat einem Vergleich zugestimmt. Demnach darf Musk zwar Firmenchef bleiben, muss seinen Vorsitz im Verwaltungsrat allerdings für 3 Jahre abgeben. Zudem muss der Unternehmer eine Strafe in Höhe von 20 Mio. $ zahlen.  

Frauchens Liebling hat heute mittlerweile einen eigenen Kleiderschrank und bekommt Luxusfood, statt schnödem Trockenfutter. Das kostet und treibt beim Heimtierexperten Zooplus die Umsätze im 3. Quartal um 19 % nach oben. Und auch das Jahresziel wird mit 21–23 % höher angesiedelt. 

Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt bremste den Nahrungsmittelkonzern Danone im vergangenen Quartal aus. Die Erlöse stiegen nur noch um 1,4 %. 

 

 

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