Die Vorgaben aus den USA werden dem DAX keine Impulse nach oben geben. Kräftige Kursverluste von GE zogen den Dow Jones mit ins Minus. Auch die Steuerreformpläne Trumps und die bevorstehende Entscheidung, wer den Chefposten bei der FED bekommen wird, bremsten die Anlegerfreude in den USA. In Japan hingegen stieg der Nikkei auf ein 21-Jahres-Hoch. Die Anleger hoffen nach der Wiederwahl von Ministerpräsident Shinzo Abe auf eine Fortsetzung der Wirtschaftspolitik und einen Konjunkturboom. In Deutschland könnten die Kursabschläge an der Wall Street Anleger zu Gewinnmitnahmen animieren, so dass ein weiteres Ansteigen des DAX dann eher unwahrscheinlich ist.

In Deutschland rollt die Berichtssaison an – viele Unternehmen veröffentlichen ihre 9-Monatszahlen. Am Donnerstag steht zudem die EZB-Sitzung auf der Agenda. Viele Anleger warten mit Investitionen erstmal ab.

BASF hatte ein besseres 3. Quartal als gedacht. Durch höhere Verkaufspreise im Chemiegeschäft stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 15,3 Mrd. €. Das bereinigte Betriebsergebnis legte um 16 % auf 1,8 Mrd. € zu.

Ex-Bayer-Tochter Covestro legte gute Zahlen zum 3. Quartal vor: das Ebitda stieg um 50,2 % auf 862 Mio. €, und der Umsatz konnte sich um 17 % auf 3,53 Mrd. €  verbessern. Zudem kündigte der Kunststoff-Spezialist ein Aktienrückkauf-Programm an, dafür sollen 1,5 Mrd. € investiert werden.

Das Frankfurter Amtsgericht lehnte eine Einstellung des Verfahrens gegen den Chef der Deutschen Börse gegen eine Zahlung von 500.000 € ab. Kengeter werden angebliche Insidergeschäfte vorgeworfen. Jetzt ist wieder alles möglich: von einer Einstellung des Verfahrens bis zur Anklageerhebung.

Die Biotechfirma Morphosys bekam von der amerikanischen FDA grünes Licht für ihren Antikörper zur Behandlung von Blutkrebs. Er hat nun den Status „Therapiedurchbruch“.


Munich Re steigt mit 49 % bei der Steag Fernwärme GmbH ein. Die Akquisition, die rückwirkend zum Jahresbeginn 2017 abgeschlossen werden soll, bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden.


Die EU-Kommission hat wegen Kartellvorwürfen die Werksgelände einiger deutscher Autobauer wie Daimler durchsucht haben. VW bestätigte die Durchsuchungen bisher nicht. Letzte Woche waren EU-Beamte bereits bei BMW vorstellig geworden.


Chipanlagenbauer Aixtron verkauft eine Produktlinie seiner Speicherchip-Fertigung für 45 bis 55 Mio. $ an die südkoreanische Eugene Technology.

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub musste wegen höherer Rohstoffkosten seine  Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2017 senken. Das Ebit wird mit 371 Mio. € auf Vorjahresniveau erwartet.

 

 

Vorstandschef Dieter Belle verläßt zum 31.1.2018 vorzeitig den Autozulieferer Leoni.