GRENKE wächst weiter

Der Leasing- und Finanzierungspezialist GRENKE hat auch in 2017 sein dynamisches Wachstum fortgesetzt. So kletterte der Konzerngewinn um 21,1 Prozent auf 125,0 (103,2) Mio. Euro. Bezogen auf die GRENKE Aktie entspricht dies einem Betrag von 2,74 Euro nach zuvor 2,29 Euro. Mit den vorgelegten Zahlen haben die Baden-Badener ihre eigene Guidance leicht übertroffen.

Wesentlicher Wachstumstreiber war auch in 2017 erneut das hohe, profitable Neugeschäft sowie das anhaltend niedrige Zinsumfeld. Ausgehend hiervon verbesserte GRENKE die Summe aus Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft von 261,0 Mio. EUR im Vorjahr um 10,9  Prozent auf 289,4 Mio. EUR gesteigert. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung gingen hingegen nochmals leicht von 43,2 Mio. EUR auf 42,8 Mio. EUR zurück. Damit legte das Zinsergebnis um 13,2 % von 217,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 246,6 Mio. EUR zu. Bezieht man die Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit ein verbesserte es sich um 17,5  Prozent auf 191,1 Mio. EUR nach 162,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Schadenquote des Konzerns ging nochmals leicht auf 1,0 % nach 1,2 % im Jahr 2016 zurück.

Gewohnt solide stellt sich nach wie vor die Eigenkapitalaustattung des Unternehmens zum Stichtag 31. Dezember 2017 dar. Die Eigenkapitalquote hat sich erneut verbessert und ist auf 17,7 Prozent gestiegen. Damit liegt diese auch weiterhin über unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 %.

Unternehmensgründer und Vorstandschef Wolfgang Grenke zeigte sich in der Analystenkonferenz am 08. Februar in der DZ Bank mit der Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres sehr zufrieden: "Unser werthaltiges Geschäftsmodell hat sich erneut eindrucksvoll bewährt. Profitabilität und Finanzkraft wurden trotz des kräftigen Wachstums nachhaltig ausgebaut: gestiegene Deckungsbeiträge, gestärktes Eigenkapital und sehr gutes Gewinnwachstum. Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr 2018 eine vergleichbar dynamische Geschäftsentwicklung."

Auch die Aktionäre können sich über die positive operative Entwicklung freuen. So soll die Dividende für das Geschäftsjahr 2017 ebenfalls angehoben werden. Nach 0,58 EUR im Vorjahr wird der Hauptversammlung am 03. Mai 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 0,70 Euro vorgeschlagen.

Die positive operative Entwicklung soll sich auch im jetzt laufenden Jahr 2018 weiter fortsetzen. Bei der Vorstellung der Prognose hat Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch auf die seit 01. Januar 2018 geltenden neuen Regelungen des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 hingewiesen. Während nach dem bislang anzuwendenden IFRS Standard nur bereits eingetretene Verluste zu erfassen waren, schreibt IFRS 9 ein neues Modell vor, das auf erwarteten Kreditausfällen, vor allem auch für ungestörte Leasingforderungen, basiert.

Ausgehend hiervon rechnet der GRENKE-Vorstand "mit einem Gewinnausweis zwischen 123 und 131 Mio. EUR. Vor Anwendung des IFRS 9 entspricht dies einem Konzern-Gewinn zwischen 145 und 153 Mio. EUR. Besonders wichtig an dieser Stelle ist, dass die Umstellung und Erstanwendung des IFRS 9 keinerlei Auswirkungen auf unsere Deckungsbeiträge oder den Embedded Value hat, da es sich lediglich um eine zeitliche Verschiebung in der GuV-Abbildung handelt. DieGesamtprofitabilität des Konzerns sowie die ökonomische Wertschöpfung unseres Geschäftsmodells bleiben hiervon vollständig unberührt.", so Sebastian Hirsch weiter.