HVB: Gutachten liegt vor

Auf der Hauptversammlung 2007 der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG (HVB) hatte die italienische UniCredit (UCI) mit ihrer Stimmrechtsmehrheit den Zwangsausschluss der HVB-Kleinaktionäre gegen eine Barabfindung von 38,26 € beschlossen. Gegen die Höhe der Barabfindung hatten zahlreiche Kleinaktionäre geklagt, darunter auch die Effecten-Spiegel AG. Nach langem juristischen Hin und Her wurden mit Beschluss des Landgerichts München vom 19. Mai 2011 zwei Gutachter bestellt. Diese haben mit Datum vom 2. Oktober 2017 ihre gutachterliche Stellungnahme vorgelegt – auf 1.228 Seiten (ohne Anlagen) in drei Büchern. 

Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass sich „aus der kumulierten Betrachtung aller Werteffekte (inkl. für die HVB-Sonderwerte) ein Wert je HVB-Aktie i.H.v. 41,55 €“ ergibt. Das sind 3,29 € bzw. 8,6 % mehr als die
38,26 €, die den Aktionären als Gegenwert für ihre HVB-Aktien bezahlt wurde. „Vor diesem Hintergrund sehen wir eine Grundlage dafür, die eine Anpassung der Barabfindung erfordern würde“, heißt es abschließend im Bericht der Gutachter, der dem Gericht übersandt wurde und inzwischen auch der Effecten-Spiegel AG vorliegt.