BilanzPK innogy SE

Trotz großem Presseandrang bat der aktuelle innogy-Chef  Uwe Tigges um Verständnis dafür, dass im Rahmen der BilanzPK keine Aussagen zu den am Wochenende von E.ON und RWE bekannt gegebenen Plänen machen wird. Eine entsprechende Stellungnahme wolle man zu gegebener Zeit in angemessen Weise abgeben. Auch auf Nachfragen verschiedener Journalisten im Rahmen der Pressekonferenz gab es keine weiteren Einschätzungen vom innogy-Vorstand zu diesem Themenfeld. Interessant ist jedoch eine Aussage des innogy-Chefs Tigges, wonach der Vorstand am Samstag Abend Kenntnis von den Plänen von E.ON und RWE erlangt hat. Diese Aussage lässt zumindest den Schluss zu, dass die Pläne und der Zeitpunkt der Bekanntgabe der beiden DAX-Konzerne für die innogy-Chefetage überraschend gewesen sind. 

Erwartungsgemäß rückten die Zahlen für 2017 anlässlich der aktuellen Meldungslage in diesem Jahr etwas in den Hintergrund. Die erzeugte Strommenge erhöhte sich auf 10,2 (10,0) Mrd. KwH. Der erzielte Außenumsatz erreichte 43,139 (43,611) Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA liegt bei 4,33 (4,2) Mrd. Euro, das bereinigte EBIT liegt bei 2,81 (2,73) Mio. Euro. Bei einem Ergebnis vor Steuern von 1,648 (2,2) Mrd. Euro liegt das Konzernergebnis bei 778 Mio. Euro nach 1,513 Mrd. Euro. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich auf 1,224 (1,123) Mrd. Euro. Dies entspricht einem bereinigtem Nettoergebnis von 2,20 (2,02) Euro je innogy-Aktie. Die Aktionäre dürfen sich auf eine Dividendenzahlung von 1,60 Euro freuen. 

Die Nettoschulden im Konzern bewegen sich bei 15,637 (15,748) Mrd. Euro, dies entspricht einem Verschuldungsfaktor in Bezug auf das EBITDA von 3,6 (3,7). Wie der Vorstand mit Blick auf die anstehenden Investitionen bekräftigte wird ein Verschuldungsfaktor von 4,0 angestrebt. Daraus ergibt sich auch das kommunizierte Investitionsvolumen von rund 10 Mrd. Euro. Der von innogy im Rahmen der angestrebten Verschuldungsraten selbst zu tragende Anteil der Investitionen liegt bei 7 bis 7,5 Mrd. Euro. Insoweit ergibt sich laut Konzernchef Tigges auch keine Abweichung von der bisherigen Planung, lediglich der entfallende Eigenanteil wurde entsprechend präzisiert. Auch in der Vergangenheit erfolgten Investitionen zusammen mit Projektpartnern. Auch andere Formen der Finanzierung außerhalb der Bilanz können je nach Projekt ein probates Mittel sein. 

Für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2018 hat die Unternehmensleitung die Prognose explizit bestätigt. Demnach wird ein bereinigtes EBIT in Höhe von rund 2,7 Mrd. Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von über 1,1 Mrd. Euro angestrebt. Dieser Ausblick entspricht den am 13. Dezember 2017 bekannt gegebenen Werten. Grund für die unter den 2017er Werten liegenden Erwartungen sind höhere Ausgaben für zukunftsträchtige Geschäftsfelder wie Erneuerbare Energien, Breitband und Elektromobilität. Basis für die Dividendenausschüttung soll auch künftig die bekannte Bemessungsgrundlage einer Ausschüttung von 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses bilden.

 

 

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