Der Gründer und Chef des Elektroautopioniers Tesla galt bislang als besonders unterhaltsam auf seinem Twitter-Account. In den vergangenen Jahren kamen ihm seine Äußerungen jedoch oftmals teuer zu stehen. Erst im vergangenen Jahr setzte Musk den Tweet ab, er wolle mit Hilfe von Finanzinvestoren Tesla von der Börse nehmen (s. Randnotizen 41/18), woraufhin ihm die US-Börsenaufsicht erst einmal einen Maulkorb erteilte. Doch auch davon ließ sich der umtriebige Manager nicht bremsen und plapperte im Februar munter über Absatzprognosen für den Autobauer. Die Folgen für den Kurs der Aktie sind bekannt. Die zum Teil verstörenden Aussagen auf seinem Social Media-Kanal brachten Musk auch privat schon Geldbußen von immerhin 20 Mio. $ ein.

Doch damit soll jetzt Schluss sein. „Ich habe gerade meinen Twitter-Account gelöscht“, erklärte Musk in der Tat auf Twitter und unterstrich dies mit einem schwarzen Profilbild. Zugleich taufte er sich in „Daddy Dotcom“ um, was immer das bedeuten soll.

Für die Aktionäre des US-Elektrofahrzeugherstellers bleibt zu hoffen, dass Musk es ernst meint und seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken begräbt. Zur Abwechslung könnte der schillernde Konzernlenker vielmehr mal wieder mit Wachstumsfantasien elektrisieren.

Es ist wohl zu viel gewollt, sich auch vom aktuellen US-Präsidenten die Löschung seines Twitter-Accounts zu wünschen!

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