HV COVESTRO AG

Dividende bei 2,20 Euro


Zu einem vorgezogenen Führungswechsel kommt es beim Kunststoffkonzern COVESTRO AG, wie heute auf der Hauptversammlung in Bonn bekannt gegeben worden ist. Überraschend ist jedoch lediglich der vorgezogene Zeitpunkt, so übernimmt Dr. Markus Steilemann bereits zum 01.06.2018 vom scheidenden CEO Patrick Thomas. Operative Gründe für die bereits in 2017 angekündigte Maßnahme gibt es nicht - COVESTRO Chef Thomas verabschiedet sich mit Rekordwerten von seinen Anteilseignern.

So kletterten die Umsatzerlöse um 18,8 Prozent auf 14,13 (11,9) Mrd. Euro. Bei einem um satte 70,6 Prozent verbesserten EBITDA von 3,43 (2,01) Mrd. Euro liegt das EBIT bei 2,8 nach 1,3 Mrd. Euro in 2016. Unter dem Strich hat sich das Konzernergebnis auf 2,0 Mrd. Euro nach zuvor 0,79 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Das Ergebnis je Aktie beim DAX-Neuling beträgt 9,93 (3,93) Euro. Die Aktionäre dürfen sich über eine auf 2,20 Euro (1,35 Euro) erhöhte Dividende freuen.

Das in Leverkusen ansässige Unternehmen gehört zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Dabei liegen die Geschäftsschwerpunkte in der Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen sowie die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte. Wichtigste Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie auch der Elektro- und Elektroniksektor. Aktuell ist COVESTRO weltweit an 30 Standorten als Produzent aktiv und beschäftigt etwas über 16.000 Mitarbeiter.

Auch für das jetzt laufende Geschäftsjahr zeigte sich Finanzchef Toepfer positiv gestimmt und bekräftigte die ausgegebene Guidance. So sollen sich die Umsatzerlöse in etwa auf dem Vorjahreslevel von rund 14,5 Mrd. Euro bewegen. Ebenfalls das Vorjahresniveau will man beim EBITDA mit rund 3,4 Mrd. EUR und beim EBIT mit 2,8 Mrd. Euro erneut erreichen. Hierbei ist zu beachten, dass 2017 bereits ein Rekordjahr war, das insbesondere auf der Ergebnisseite auch von einigen positiven Einmaleffekten getrieben waren. Insbesondere sind dies rund 500 Mio. Euro auf Ebene des EBITDA aus der sehr guten Marge im TDI-Geschäft, welches bis Mitte 2018 noch von zu knappen Kapazitäten im Markt überdurchschnittlich profitieren kann. Unter dem Strich sollte erneut ein Konzernergebnis im Bereich von rund 2 Mrd. Euro oder knapp 10 Euro je Aktie erreichbar sein.

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