Effecten-Spiegel: Wetterschau 2018


180 Aktionäre verfolgten am vergangenen Freitag in der Stadthalle Düsseldorf den als Wetterschau präsentierten Jahresbericht 2018 von Einzelvorstand Marlis Weidtmann, der von allen Hauptversammlungsteilnehmern hoch gelobt wurde. „Das war straight, geradeaus und hat sich erfrischend abgehoben von vielen anderen Vorstandsberichten, die wir so das ganze Jahr über sehen“, leitete Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW – Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., die Generaldebatte ein. Sein Redebeitrag und seine Fragen zielten auf die langfristige Unternehmensführung, auch und vor allem angesichts der übernommenen Verpflichtung zur kontinuierlichen Dividendenpolitik. Dabei sei hoch anzurechnen, dass es bisher immer gelungen sei, die jährliche Ausschüttung operativ zu verdienen. „Wie schaffen Sie das, und wie langfristig können Sie denken?“, wollte er vom Vorstand wissen. Ähnlich wie Marc Tüngler zeigten sich auch andere Aktionäre sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis 2018, das sowohl bei der Vermögensverwaltung als auch im Verlagsgeschäft angesichts des schwierigen Umfelds eine beeindruckende Performance ausweist. „Sie haben 2018 mit ruhiger Hand und steigender Liquiditätsreserve gemeistert,“ lautete das Fazit eines langjährigen Effecten-Spiegel-Aktionärs. Und ein anderer beendete seinen Redebeitrag mit dem Appell: „Vererben Sie Ihre Effecten-Spiegel-Aktien!“ So wie er sprachen sich viele der Redner gegen die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms aus. 

Weitere Schwerpunkte der mehr als dreistündigen, sehr sachlich und konstruktiv geführten Aussprache der Anteilseigner waren u.a. die Markenlizenzierung für die Effecten-Spiegel-Fonds sowie der Digitalisierungsprozess des Verlagsgeschäfts. Dass der Verlag trotz fortlaufender Investitionskosten und ohne jegliche Werbeeinnahmen nicht nur profitabel sei, sondern 2018 seinen Ergebnisbeitrag sogar vervierfachen konnte, wurde in vielen Redebeiträgen respektvoll hervorgehoben. Viel Beifall zollten die Aktionäre immer wieder dem engagierten Eintreten der Effecten-Spiegel AG für die Aktionärsrechte. „Was Sie mit Mut und Ausdauer gegen die Deutsche Bank erreicht haben, ist einmalig in Deutschland“, lautete der einhellige Tenor der anwesenden Aktionäre. 

Die breite Zustimmung zur Geschäftspolitik des Managements zeigte sich schließlich auch im Abstimmungsverhalten der Aktionäre bei den einzelnen Tagesordnungspunkten. So stimmten jeweils 100 % der abgegebenen gültigen Stimmen dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung und der Entlastung des Vorstandes zu. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls mit einer breiten Zustimmung von 99,67 % entlastet.