DAX auf Richtungssuche

Handelsstreit belastet


Gestern war der DAX noch auf dem Weg zu einem neuen Jahreshoch - heute sieht es dagegen schon wieder weniger erfreulich aus. Am Vormittag rauschte der dt. Leitindex wieder Richtung der 13.000 Punkte-Marke. Grund ist wiedereinmal der Handelsstreit zwischen den USA und China. Die widersprüchlichen Signale aus den USA und China sorgen für Unsicherheiten an den Märkten. Zudem hat der US-Senat mehrere Gesetzesentwürfe zur Unterstützung der Hongkonger Demokatiebewegung beschlossen - was China erzürnt. Der Dow Jones schloss am gestrigen Dienstag Abend mit leichtem Abschlag, dagegen zog der Nasdaq dagegen moderat an.Der Fokus der Anleger dürfte auch auf der Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Abend sein. Aus ihnen wird hervorgehen, wie die US-Notenbank die Zinspolitik in Zukunft handhaben wird.

Wirtschaftsprüfer verweigern das Testat für die Richtigkeit der Jahresbilanz 2017 der Wirecard-Tochter in Singapur. Laut der Prüfer sei es "nicht möglich sowohl die Angemessenheit, als auch die Vollständigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses festzustellen".

Noch immer sorgt die Unstimmigkeit mit der Ufo bei der Lufthansa für Trubel. Die letzte Woche vereinbarte große Schlichtung zwischen der Fluggesellschaft und der Gewerkschaft ist in letzter Minute geplatzt. Allerdings seien vorerst keine weiteren Streiks geplant.

Eine Ratingagentur prüft heute ihre Bewertung für Daimler und schickt die Notation vorbörslich gen Norden. Bislang ist die Aktie mit "A" bewertet.

Die Restaurantkette Vapiano hat das Zahlenwerk für das Q3 vorgelegt. Zwar stieg der Umsatz - allerdings wurde unter dem Strich der Verlust ausgeweitet. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. 

Auch Dermapharm hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und konnte ein um 25 % gestiegenes Ebita vorweisen. Anleger legten sich wieder vermehrt Aktien des Arnzeimittel-Herstellers ins Depot.

Der chinesische Online-Riese Alibaba will laut Medienberichten bei seiner Zweitplatzierung in Hongkong bis zu 12,9 Mrd. $ erzielen.

Der Chef des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht sieht in den Bezahldiensten von Apple, Amazon und Google eine Gefährdung des Bankwesens. Die bisherige Ordnung in der Finanzwelt werde dadurch womöglich auf den Kopf gestellt, so Pablo Hernandez de Cos.

Zwar hat Alcon im Q3 seine Renditeziele erreicht, allerdings senkte das Augenheilunternehmen seine Jahresprognose.