Mit Schwung zur Wochenmitte

DAX weiter im Plus


Der deutsche Leitindex fährt mit im Fahrwasser der US-Börsen. Diese profitieren u.a. von mehr als guten Quartalszahlen. Da vergessen Anleger hierzulande die eher schleppende heimische Berichtssaison. Und an guten Vorgaben mangelt es dem Leitindex nicht. Neben einer guten US-Börse schiebt sich auch der Nikkei-Index weiter voran. Grund sind die Hoffnungen auf eine schnelle Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Für einen kleinen Dämpfer könnte allerdings noch die EZB sorgen. Hier beobachten Investoren am frühen Nachmittag vor allem Mario Draghi. Hier wird noch darüber gerätselt, ob der Notenbankchef eine Wiederaufnahme der Anleihenkäufe ankündigt, oder zumindest in Aussicht stellt. 

Die Ausgabefreude der Kunden bescherte dem Kreditkartenriesen Visa im abgelaufenen Q3 einen Nettogewinn von rd. 3,1 Mrd. $ und damit gut ein Drittel mehr als noch im Vorjahr. Gewinnmitnahmen drückten die Aktie zunächst leicht ins Minus. 

Zwar verzeichnete der US-Chipkonzern Texas Instruments im Q2 mit 1,36 $ je Aktie einen etwas geringeren Gewinn, konnte aber mit seinem positiven Ausblick auf das Gesamtjahr punkten. Demnach rechnet der Konzern für 2019 mit einem EPS. von bis zu 1,53 $ je Aktie. Analysten hatten lediglich 1,37 $ anvisiert. 

Und auch der lange strauchelnde Konzern Snap konnte im Q2 wieder positive Nachrichten vermelden. Nach einer langen Stagnation bei den Nutzerzahlen stand im abgelaufenen Quartal ein User-Plus von 13 Mio. 

So positiv lief es in Deutschland indes nicht: Der Radikalumbau kommt die Dt. Bank teuer zu stehen. Im Zeitraum bis Ende Juni stand ein dicker Verlust von –3,15 Mrd. € in der Bilanz der Großbank. 

Der Dieselskandal und eine weltweite Absatzflaute brockten Daimler im Q2 einen Verlust von –1,3 Mrd. € ein.