EUROKAI GmbH & Co. KGaA

Die EUROKAI GmbH & Co. KGaA hat ihre Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2018 angehoben. Zwar rechnet das Management unverändert mit einem rückläufigen Ergebnis, der Jahresüberschuss soll sich nun aber in einer Bandbreite zwischen 50 und 55 Mio. Euro bewegen. Zuvor hatte der Vorstand ein Ergebnis zwischen 40 und 45 Mio. Euro prognostiziert. Für das Segment CONTSHIP Italia wird entgegen der ursprünglichen Erwartung gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der besseren Ergebnisentwicklung des Medcenter Container Terminals in Gioia Tauro nur noch ein leichter Ergebnisrückgang erwartet. Dies ist vor allem auf eine höhere Umschlagsmenge zurückzuführen. Das Ergebnis im Segment EUROGATE wird weiter rückläufig erwartet, jedoch über der ursprünglichen Prognose liegen.

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CANCOM SE

Die CANCOM SE steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2018 um 13,5 Prozent auf 608,5 Mio. Euro. Damit lag die Wachstumsrate über dem des Vorjahres von 8,9 Prozent. Der Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2018 war im Wesentlichen getrieben von einer guten Kundennachfrage über die gesamte Breite des CANCOM Portfolios. Positiv wirkten sich auf der Umsatzseite auch die getätigten Übernahmen aus. Das Segment Cloud Solutions verzeichnete ein Umsatzwachstum von 37,6 Prozent auf 109,7 Mio. Euro. Dabei erhöhte sich das Segment-EBITDA um 49,2 Prozent auf 27,3 Mio. Euro. Im Segment IT Solutions legte der Umsatz um 9,3 Prozent auf 498,8 Mio. Euro zu. Auch das Segment-EBITDA verbesserte sich um 7,2 Prozent auf 26,7 Mio. Euro. Auf Konzernebene erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 25,8 Prozent auf 48,7 Mio. Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg in diesem Rahmen von 7,3 auf 8,0 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet das Management eine deutliche Steigerung von Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBITA und EBIT der Gruppe. Daneben fließen noch Sonderinvestitionen in strategische Wachstumsprojekte. Deren Umfang bezifferte der Vorstand auf rund 10 Mio. Euro.

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SURTECO GROUP SE

Die SURTECO GROUP SE passt ihre Ergebnisschätzung für das Gesamtjahr 2018 an. Nach vorläufigen Zahlen erzielte die Gesellschaft im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 365,2 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich dabei sogar um 22 Prozent auf 23,5 Mio. Euro. Aufgrund zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen geht der Vorstand jedoch davon aus, die Ergebnisziele im Gesamtjahr nicht zu erreichen. Insbesondere anhaltend hohe Rohstoffkosten sowie ein Produktmix mit höheren Materialanteilen wirken sich ergebnisbelastend aus. Bisher rechnete das Management mit einem EBIT zwischen 49 und 53 Mio. Euro. Auf Basis der jetzigen Entwicklung geht der Vorstand nun von einem EBIT leicht bis deutlich unter 49 Mio. Euro aus. Auch das geplante Umsatzziel von 725 bis 750 Mio. Euro ist durch eine unbeständige Entwicklung einiger Abnehmerbranchen, aber auch durch anhaltend ungünstige Währungskurse, angesichts der Entwicklung im Juli und August unsicher.

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ES-Aktienfavoriten

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Täglicher Börsenbericht

Leichtes Plus

Türkei-Krise hält Dax im Bann

Der dt. Leitindex konnte am frühen Vormittag ein leichtes Plus einfahren, eine Entwarnung ist dies jedoch noch nicht. Die türkische Lira fiel nach dem gestrigen Absturz nicht weiter auf neue Tiefststände und bleibt stabil - wenn auch auf niedrigem Niveau. Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling sieht für die Türkei noch Chancen, eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern. Allerdings müsste Erdogan seine bisherige Haltung aufgeben, damit Anleger ihr Vertrauen in die türkische Wirtschaft nicht gänzlich verlieren und ihr Geld abziehen. Aber nicht nur der Dax reagiert auf wirtschaftliche Krise in der Türkei. Auch die US-Börsen werden von der Währungskrise belastet. 

Der Essener Energiekonzern RWE kämpft mit Gewinneinbußen. Grund sind vor allem die niedrigen Strompreise. 

Im 3. Quartal belastete die Beteiligung an der ehemaligen Mutter Metro weiterhin das Ergebnis von Ceconomy belastet. Eine erneute Wertberichtigung schickte das Unternehmen in die Verlustzone. Der Umsatz stagnierte. Beim operativen Ergebnis machte der Konzern jedoch weiter Fortschritte. 

Die zweitgrößte Immobiliengesellschaft Deutschlands, die Deutsche Wohnen konnte ihr operatives Ergebnis (FFO I) im H1 um 13 % steigern. 

Symrise hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Konzern erwartet nun ein organisches Wachstum oberhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 5–7 %. Im H1 konnte der Umsatz um 4 % zulegen. 

Anleger greifen heute zur Corestate-Aktie. Der Immobilieninvestor konnte im H1 einen Umsatz- und Gewinnsprung vorlegen. 

Im letzten H1 ist der Windturbinenhersteller Nordex in die roten Zahlen geraten. Der Umsatz ging um 36 % zurück. 

Anleger zeigen sich von der Aareal Bank enttäuscht. Der Kurs fiel, nachdem der Immobilienfinanzierer seine Q2 Ergebnisse veröffentlicht hatte. 

Die Beteiligungsfirma Indus konnte im H1 rund 5,1 % mehr umsetzen, die Jahresziele wurden bekräftig. 

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Randnotizen

Keine zwei Wochen nach dem Rücktritt von ThyssenKrupp-Chef Hiesinger (s. ES Vorwoche) wirft nun auch der Chef des Aufsichtsrates sein Mandat hin. Dass der Marathonläufer Ulrich Lehner in der letzten Runde aufgibt, lässt darauf schließen, dass es hinter den Stahl-Kulissen mächtig rumort. Denn der als ausdauernd und diplomatisch geltende Prof. Lehner wäre wohl nicht gegangen, wenn er mehr Unterstützung bei der Gegenwehr auf die schweren Attacken der neuen Investoren erhalten hätte. „Es fehlte der Kapitaleignerseite an Homogenität, um den auf kurzfristigen Gewinn statt auf Langfristigkeit ausgerichteten Angriffen zu parieren“, ist aus Insiderkreisen zu hören. 

Eine besondere Rolle scheint dabei die Stiftungsvorsitzende Ursula Gather zu spielen. Nach dem Tod von Berthold Beitz hatten viele die Rektorin der Technischen Universität Dortmund als mögliche Vorsitzende des Kuratoriums der Krupp-Stiftung gar nicht auf dem Schirm. Lange Zeit galt Gerhard Cromme als Kronprinz der Stiftung. Doch dieser erwies sich schließlich als Aufsichtsratsvorsitzender als Fehlbesetzung und musste gehen. Da Frau Gather nur einen Monat nach dem Tod des großen Patriarchen Beitz die Spitze der Krupp-Stiftung übernahm, ist anzunehmen, dass dieser noch selbst die Wissenschaftlerin als Nachfolgerin mit aufgebaut hatte. Wie sich im Nachgang zeigt, besaß Beitz bei seiner Menschenkenntnis wohl nicht das sichere und untrügliche Gespür, das diesen legendären Manager ansonsten auszeichnete und so erfolgreich machte. Denn Gather mag intellektuell hoch kompetent sein, menschlich jedoch verkörpert sie nicht die Werte der Krupp-Stiftung und bringt mit ihren Alleingängen die „Stahl-Festung“ ins Wanken. Eben aus diesem Grund mahnte wohl auch Lehner bei seinem Rückzug, „dass eine Zerschlagung des Unternehmens und der damit verbundene Verlust von vielen Arbeitsplätzen keine Option darstellt – weder im Sinne des Stifters noch im Sinne unseres Landes.“ In der Belegschaft kursiert bereits das Wort „Verrat“, wenn es um die Stiftungsvorsitzende geht. Sie sei „ein Unglück für ThyssenKrupp“, heißt es dort. Nicht auszudenken, wenn sie nach noch mehr Macht beim Stahl-Giganten greift! 

In der Hoffnung, dass die Vernunft siegt,  sollte nun schleunigst ein neuer, kompetenter Nachfolger für Lehner gefunden werden. Dabei darf es keine Ego-Trips geben, denn die neue Spitze im Aufsichtsrat wird auch die Richtung für den Gesamtkonzern vorgeben.Damit ist wiederum die Krupp-Stiftung am Zug. Im Aufsichtsrat selbst gibt es mit dem Lufthansa-CEO Carsten Spohr durchaus einen geeigneten Kandidaten für den Chefaufseher. Spohr verfügt nicht nur über genügend Wirtschaftserfahrung, sondern ist zudem exzellent vernetzt und besitzt ein starkes Durchsetzungsvermögen. Denn der Aufsichtsrat muss nun schnell und klar handeln können. Schließlich ist auch Guido Kerkhoff bisher nur Interimsvorstand des Konzerns. Er braucht dringend Rückhalt. In dieser Situation wäre es die vernünftigste Lösung, man würde Kerkhoff als CEO bestätigen und sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Es ist sicherlich schwerer, einen industrieerfahrenen Manager und internen Thyssen-Krupp-Kenner als Vorstandschef zu finden als einen neuen kompeteneten Finanzvorstand. 

„Wir schützen den Finanzmarkt, aber wir schützen zu wenig die Industrie und die Realwirtschaft“, kritisierte Betriebsratschef Wilhelm Segerath und warnte vor einem Ausverkauf des Konzerns. Daher darf das Heft des Handelns nicht allein den aktivistischen Finanzinvestoren Cevian und Elliot überlassen werden. Krupp-Stiftung und Arbeitnehmervertreter müssen jetzt geschlossen handeln, damit die „Stahl-Festung“ ThyssenKrupp nicht fällt.

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Als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) schrieb Mario Draghi am 10. März 2016 Geschichte, als er um die Mittagszeit der Weltpresse seinen „irren Masterplan“ (vgl. ES 11/16) vorstellte. Mit einem ganzen Maßnahmenkatalog wollte die EZB der Konjunktur im Euro-Raum auf die Sprünge helfen und eine drohende Deflation abwenden. So konnten seit Sommer 2016 Banken zinslos neues Geld bei der EZB aufnehmen, auf Einlagen Strafzinsen verlangen, und die Europäische Zentralbank selbst schraubte ihr seit 2015 laufendes Anleihenkaufprogramm noch einmal ordentlich hoch. Zwar konnten sich Banken und auch Unternehmen nun billig refinanzieren, doch die Schuldenquote stieg. Die Sparer waren ohnehin von Anfang an die Dummen. Doch alle Warnungen blieben ungehört. 

Am 9. Juli veröffentlichte der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) seinen Jahresbericht für die Zeit vom 1. April 2017 bis 31. März 2018. Die Experten benennen darin vier ernsthafte Gefahren für die Stabilität des europäischen Finanzsektors, die sich vor allem aus der Überschuldung von Ländern, Unternehmen und Haushalten in der EU ergeben. So seien in manchen EU-Ländern die Verschuldungsquoten nicht gesunken, sondern eher gestiegen. Eine Normalisierung der Risikoaufschläge hätte einen deutlichen Zinsanstieg zur Folge, was die weltweiten Finanzierungsbedingungen verschlechtern und die Volkswirtschaften belasten würde. Ein solcher Zinsanstieg hätte starke Auswirkungen auf hoch verschuldete Wirtschaftsakteure wie Staaten, Unternehmen und private Haushalte. Als Gefahr für die Finanzstabilität betrachtet der ESRB außerdem die anhaltende Bilanzschwäche von Banken, Versicherern und Pensionsfonds. Zu dieser Schwäche aber hat die lockere Geldpolitk der EZB maßgeblich beigetragen. 

Diese Erkenntnisse sind an sich nicht neu. Sie sind jedoch deshalb von besonderer Brisanz, weil das Expertenteam des ESRB von keinem Geringeren geleitet wird als von Mario Draghi selbst – dem Präsidenten der EZB. Welch tragische Doppelrolle!

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„Setzen Sie diesem Wahnsinn ein Ende!“, war am vergangenen Freitag in roten Lettern unter dem ganzseitigen „Aufruf zur Beendigung des Streiks bei Halberg“ in der ´FAZ´ zu lesen. – Wer zum Teufel ist Halberg, mag sich da so mancher Leser gefragt haben. Bei den 26 Unterzeichnern dieses dramatischen Appells springen einem dagegen sofort bekannte Firmennamen entgegen: Agco, Deutz, Kion, Putzmeister, Vögele, Wacker Neuson ... Und erst jetzt schenkt die Öffentlichkeit dem Drama Aufmerksamkeit, das schon im Januar seinen Anfang nahm, als die Prevent-Gruppe der berüchtigten Familie Hastor den Autoteilezulieferer Neue Halberg Guss (NHG) übernahm. Und wie schon bei VW zeigten sich die Bosnier völlig rücksichtslos bei der Durchsetzung ihrer Interessen: 

Bei der Car Trim und ES Automobil Guss in Sachsen wurden bereits 360 Leute entlassen. Das NHG-Werk in Leipzig mit 800 Arbeitern soll 2019 geschlossen werden, im Stammwerk Saarbrücken 300 Arbeitsplätze wegfallen. Alle Verhandlungen der IG Metall blieben erfolglos. „Hast du Prevent im Haus, geht dir bald die Arbeit aus“, heißt es daher bei den Beschäftigten von NHG, die sich nun schon seit dem 14. Juni an beiden Standorten im unbefristeten Arbeitskampf befinden. Eine Annäherung der Parteien ist nicht in Sicht. Doch in der 6. Streikwoche gibt es nicht mehr nur „Keine Laster für Hastor“, sondern auch die Deutz AG steht vor dem Produktionsstopp. „Kunden der NHG und deren Kunden, ..., müssen aufgrund von streikbedingten Lieferengpässen mit einem zwangsweisen Produktionsausfall“, Umsatzeinbußen und mit Kurzarbeit rechnen, mahnen daher die 26 Manager. 

Wer also setzt dem Wahnsinn ein Ende?

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Spezial

ES: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Börsengang vor gut zwei Monaten?

Wir sind mit dem IPO sehr zufrieden. Wir haben die finanziellen Mittel für das geplante Wachstum vollumfänglich einsammeln können. Zudem erfahren wir durch die Notierung eine deutlich höhere Aufmerksamkeit, nicht nur am Kapitalmarkt, sondern auch bei Kunden und bei der Mitarbeitergewinnung. Und ich denke, auch die Aktionäre können sehr zufrieden sein, liegen unsere Kurse doch merklich oberhalb des Ausgabepreises.

ES: Serviceware ist Anbieter von Softwarelösungen für den sog. „Enterprise Service Management (ESM) Markt“. Wie erklären Sie Ihr Geschäftsmodell?

Einfach gesagt: Mit unseren Softwarelösungen können Unternehmen ihre Serviceprozesse digitalisieren. Bislang – man glaubt es vielleicht kaum – werden diese Prozesse und die Erfassung der damit verbundenen Kosten auch in Großunternehmen häufig mittels Tabellenkalkulation abgebildet. Wir bieten hingegen eine integrierte Softwareplattform an, die vom Serviceprozess über die Kostensteuerung und -analyse bis zur vor Ort Einsatzplanung der Servicekräfte alles digital abbildet. Damit steigern Unternehmen die Qualität und Effizienz ihres Services und senken die Kosten. Es geht also um die Zufriedenheit der Kunden, ein zentraler Schlüssel für den Unternehmenserfolg.   

ES: In welchen Branchen findet man Kunden von Serviceware? 

Wir haben über 500 Kunden aus den verschiedensten Branchen. Aber gerade auch große Unternehmen setzen verstärkt auf Lösungen zur Kundenzufriedenheit und Kos-tentransparenz. So hat Serviceware allein 9 DAX-Unternehmen sowie 4 der 7 größten Gesellschaften hierzulande als Kunden.  

ES: Gibt es Großkunden oder Branchen, von denen eine Abhängigkeit besteht? 

Mit den 5 größten Kunden haben wir im vergangenen Jahr rd. 8 % unseres Umsatzes abgerechnet. Rund 60 % des Umsatzes des vergangenen Jahres waren zudem wiederkehrende Umsätze. Serviceware verfügt damit über eine sehr stabile und breite Kundenbasis.  

ES: Welche Wachstumstreiber sehen Sie?

Die Zufriedenheit des Kunden ist ein zentraler Faktor für die Kundenbindung und die Abgrenzung zu Mitbewerbern. Diese Einsicht setzt sich immer stärker durch, die Unternehmen suchen verstärkt nach Softwarelösungen. Denn Digitalisierung ist der Treiber des ESM-Marktes und damit auch ein wichtiger Treiber für unser Wachstum.  

ES: Mit welchen organischen Wachstumsraten rechnen Sie auf Sicht der kommenden 3 bis 5 Jahre?

Der Markt selber wird nach Schätzungen von Gartner zwischen 2017 und 2021 um durchschnittlich rd. 11,8 % wachsen – pro Jahr wohlgemerkt! Wir wären aufgrund unserer Marktposition und der Qualität unserer Softwareplattform einigermaßen unzufrieden, wenn wir dies als Messlatte nehmen müssten. Da haben wir merklich ambitioniertere Ziele. 

ES: Wie stellt sich die Wettbewerbssituation dar? 

Der ESM-Markt rückt jetzt immer stärker in den Fokus der Unternehmen. In Europa hat Serviceware eine herausgehobene Position, denn wir sind das einzige Unternehmen, das eine modulare, integrierte Plattform anbietet, die Service Management, Financial Management sowie Field und Customer Service Management vereint. Global haben wir zwei Wettbewerber, die größer sind als wir. Aber auch dort können wir punkten, indem einzig unsere Plattform dieses breite Spektrum abdeckt.   

ES: In welchen Ländern wollen Sie zukünftig bevorzugt aktiv werden? 

Beim internationalen Roll out unserer Plattform sind aktuell im allerersten Schritt Spanien, Niederlande/Belgien und Skandinavien für uns interessant. Kurzfristig sollen dann Großbritannien, Italien und Frankreich folgen.   

ES: Nach welchen Kriterien würden Sie potenzielle M&A Targets auswählen? 

Wir kennen die Branche natürlich sehr gut und haben auch bereits einige interessante Targets im Blick. Unser oberstes Ziel ist jedoch ganz klar, unsere Plattform durch Zukäufe zu ergänzen und eventuell noch Cross Selling Potenziale zu heben. Unsere Aktivitäten gestalten sich auch recht vielversprechend, aber natürlich werden wir keine Kaufpreise zahlen, die so hoch sind, dass eine Akquisition keinen Wert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre generiert. Aber ich bin in dieser Hinsicht sehr optimistisch.

ES: Wie haben sich die Geschäfte bisher in 2018 entwickelt? 

Wir sind mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Im ersten Quartal, das im Einfluss des Börsengangs stand, haben wir den Umsatz und das Ergebnis gesteigert und zudem Erfolge bei der Großkundengewinnung in Deutschland und Skandinavien erzielt. Die Zahlen für das 2. Quartal sind für Juli angekündigt. Ich gehe davon aus, dass der Kapitalmarkt nicht enttäuscht sein wird.   

ES: Und wie sieht Ihre mittelfristige Prognose aus?  

Wir haben hierzu bisher keine Prognose veröffentlicht, aber es ist klar: Wir wollen die sich bietenden Wachstumschancen nutzen. Serviceware verfügt dafür über eine hervorragende Ausgangsbasis, eine exzellente Produktpalette und eine breite Kundenbasis mit namhaften Großkunden. In 5 Jahren wollen wir in einem schnell wachsenden Markt die europäische Marktführerschaft weiter gefestigt haben und was danach kommt, wer weiß… Weil wir von den ausgezeichneten Perspektiven überzeugt sind, sind unser CEO Dirk Martin und ich als die beiden Gründer von Serviceware mit jeweils 30 % am Unternehmen beteiligt und wollen auch langfristig engagiert bleiben.

ES: Neben den Chancen auf Kursgewinne ist auch die Dividende ein wichtiges Investitionskriterium. Auf welche Dividendenpolitik dürfen sich Ihre Anleger für die Zukunft einstellen? 

Das lässt sich kurz beantworten: Serviceware ist auf lange Sicht ein Wachstumstitel – kein Dividendentitel. Wir wollen das zum Börsengang eingeworbene Geld für unsere Expansionsstrategie nutzen und nicht unmittelbar wieder an die Investoren ausschütten. Denn jetzt gilt es, Marktchancen zu nutzen.

ES: Herr Popp, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

 

 

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Auslandsnachrichten

Unternehmensticker Ausland

Börsenparkett intern

Feature

In den zurückliegenden Jahren des Börsenaufschwungs haben viele Investoren ihr Geld in ETFs angelegt und von den großen Liquiditätsströmen der Notenbanken profitiert. Die Aktienindizes legten rasante Zuwachsraten hin, die ETFs ebenfalls. Doch nun bewegen sich die Indizes kaum noch oder sind sogar auf dem Rückzug. Anleger sollten daher ihr Geld wieder aktiv managen und Aktien oder Aktienfonds kaufen.

Am 1. Juli 2018 wurde der deutsche Aktien-index DAX 30 Jahre alt. Zu seinem offiziellen Starttermin am 1. Juli 1988 zählte der Leitindex, der die Entwicklung der 30 wichtigsten Unternehmen Deutschlands abbildet, 1.163 Punkte. Seinen bisherigen Höchst-stand markierte er am 23. Januar 2018 bei 13.597 Punkten. In 22 Jahren lag der DAX in 14 Jahren im Plus, nur acht Jahre endeten im Minus. Seinen besten Zwölfmonatszeitraum hatte er von Juli 1996 bis Juli 1997 mit plus 79,5 %. Als im März 2000 die Internet-Blase platzte, ging es drei Jahre lang bergab – von über 8.136 Punkten bis auf 2.189 Zähler. Erst im Sommer 2007 erreichte er seinen damaligen Höchst-stand wieder, um kurze Zeit später in den Abwärtsstrudel der Finanzkrise zu geraten. 

Im weltweiten Vergleich ist Deutschland ein Leichtgewicht an der Börse. Der Börsenwert des deutschen Aktienmarktes beträgt nur einen Bruch-teil des Welt-aktienmarktes. Daher ging auch in den USA und nicht in Deutschland am 22. Januar 1993 mit „SPY“ der erste börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Fund) an den Start. Dieser Ur-ETF des Produktspezialisten State Street bildete den wichtigsten US-Index, den S&P 500, ab und ist bis heute immer noch der größte seiner Art. Ende Januar 2018 waren 307 Mrd. Dollar im SPY „under management“. 

Die klassischen ETFs sind somit börsengehandelte Indexfonds, die den jeweiligen Index (DAX, Dow Jones, Nikkei, S&P 500, MSCI World etc.) 1:1 abbilden, ebenso wie deren Wertentwicklung an der Börse. ETFs werden ebenso wie Aktien an den Börsen fortlaufend gehandelt, in Deutschland allerdings erst seit dem Jahr 2000. Die Ordererteilung erfolgt über die Banken wie bei einer Aktie mit Stückzahl und Wertpapierkennnummer (WKN). Heute gibt es neben den klassischen Indexfonds auch ETFs auf Aktien, Anleihen, Devisen, Renten oder Rohstoffe und sicher demnächst auch auf Kryptowährungen. Anleger können so über den Erwerb eines einzigen Produkts an der Entwicklung ganzer Märkte oder Anlageklassen partizipieren. Der ETF-Preis bleibt aber auch hier immer an den jeweiligen Preis des Basiswertes gekoppelt. 

Die aktuelle Börsenhausse läuft nun schon fast neun Jahre und führte zu einem Boom der ETF-Branche. So haben Anleger seit 2008 allein aus aktiv investierenden US-Aktienfonds mehr als 800 Mrd. Dollar abgezogen und 1,8 Bill. Dollar in Aktienindexfonds (Aktien-ETFs) umgeschichtet. Jack Bogle, einer der entscheidenden Wegbereiter des passiven Investierens, hat 2016 diese Entwicklung in der New York Times als „Gezeitenwechsel – eigentlich eher als einen Tsunami“ beschrieben. Seit 2017 hat diese Welle sogar noch einmal Tempo aufgenommen. Allein im ersten Quartal 2017 liefen die Nettomittelzuflüsse in US-notierte Aktien-ETFs auf 97 Mrd. Dollar hoch, zu 20 Mrd. Dollar im Vergleichszeitraum 2016. Nach aktuellen Zahlen des Londoner Analysehauses ETFGI kam das weltweite Volumen der in Indexfonds angelegten Gelder im Januar 2018 auf 5,15 Bill. Dollar. 

Dabei sind die Player am Markt in erster Linie die großen institutionellen Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen, aber auch Vermögensverwalter wie BlackRock, Lyxor, HSBC und die „XTrackers“ der Deutsche-Bank-Tochter DWS. Kostenvorteile und gute Handelbarkeit der Produkte lockten zunehmend auch private Anleger in den ETF-Markt. Mit dem Aufkommen von Online-Vermögensverwaltungen, den sog. „Robo-Advisors“, hat sich der Trend weiter verstärkt, denn fast alle Anbieter setzen dabei auf Indexfonds. Der In Deutschland führende Robo-Advisor ist die Scalable Capital. Sie verwaltete Ende 2017 eine halbe Milliarde Euro an Kundengeldern.

Viele Privatanleger, die über ETFs neu in den Aktienmarkt eingestiegen sind, haben gute Erfahrungen mit diesen Produkten gemacht. Doch inzwischen hat die Volatilität am Aktienmarkt deutlich zugenommen. Es gibt keinen Einheitstrend mehr für alle Titel im Index, sondern eine wachsende Diskrepanz zwischen Gewinnern und Verlierern. Während der DAX in den ersten sechs Monaten des lfd. Jahres um 4,7 % gefallen ist (s. Abb.), gab es zum 30.06. noch 8 Gewinner, angeführt von der Deutschen Börse mit einem Kursplus von 17,9 %. Der größte Verlierer, die Deutsche Bank, hat dagegen satte 41,9 % eingebüßt. In der Summe bewegen sich derzeit die Indizes kaum noch oder sind tendenziell auf dem Rückzug. Im Gleichschritt laufen die Indexfonds. In diesen Phasen kann man mit ETFs kein Geld mehr verdienen, obwohl vielleicht einzelne Aktien gut laufen. Das im ETF gebundene Geld kann sich nicht bewegen. Schmieren die Indizes gar ab, geht der ETF ebenfalls 1:1 mit nach unten. Somit hätte ein DAX-ETF in den Jahren 2000 bis 2003 über 73 % verloren.

Gerade professionelle Anleger und Vermögensverwalter wenden sich daher wieder vermehrt aktiven Anlagestrategien zu, das hat eine Umfrage unter Investmentmanagern durch Natixis ergeben. Kleinanleger, die nicht die Zeit haben, sich selbst mit der Direktanlage Aktie zu beschäftigen oder fürchten, dass sie bei ihrer Auswahl genau auf die Verlierer setzen, können auch in einen aktiv gemanagten Fonds investieren. Die Manager der Fonds haben in erster Linie die Unternehmen im Blick, analysieren Bilanzen und machen sich ein Bild vom Management. In der aktuellen Ausgabe „Finanztest“ 06/2018 präsentiert die Stiftung Warentest das Ergebnis ihrer jüngsten Fondsanalyse. Danach konnten Anleger in den vergangenen fünf Jahren mit ETFs im besten Fall eine Rendite von 9 % p.a. erzielen, mit aktiv gemanagten Fonds sogar bis zu 22,2 %. Geschafft hat das der Fonds Mainfirst Germany (ISIN: LU0390221256). Der DB Platinum Platow (ISIN: LU1239760025) kommt im fünfjährigen Untersuchungszeitraum noch auf stattliche 17 % Rendite pro Jahr. Der DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN: DE0009769869) hat 15,7 % jährlich geschafft, der Acatis Aktien Deutschland (ISIN: LU0158903558) immerhin noch 11,3 %. 

Ein Grund für das gute Abschneiden der genannten Fonds liegt in ihrer strategischen Ausrichtung. Gleich drei von ihnen setzen verstärkt auf Nebenwerte. Während der DAX in den vergangenen fünf Jahren um 9,2 % pro Jahr zulegte, waren es beim MDAX 13,9 % und beim SDAX sogar 15,9 %. Nur der größte der vier Fonds, der DWS Aktien Strategie Deutschland, investiert in größerem Umfang in die großen Werte aus dem DAX. Unter den Top-10-Werten des Fonds findet sich mit Airbus nur eine einzige Aktie aus dem MDAX. Bei den anderen drei Fonds ist es genau umgekehrt. Hier stammt die Mehrzahl der Toptitel nicht aus dem DAX. 

Passive Investitionsprodukte (ETFs) waren seit der Finanzkrise die Profiteure des gewaltigen Liquiditätszuflusses an den Finanzmärkten. Daher konnten Anleger damit hohe Renditen erzielen. In Zeiten größerer Schwankungen ist mit Indexprodukten kaum Geld zu verdienen. Privatanleger sollten sich somit wieder der aktiven Geldanlage zuwenden und ausgewählte Aktien oder Aktienfonds kaufen. In den traditionell schwachen Börsenwochen bis Ende September werden sie genügend Kaufgelegenheiten bekommen.

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„Realität ist nur eine Interpretation dessen, was das menschliche Gehirn verarbeitet“, heißt es in der Psychologie. Ähnlich sieht es mit der Augmented Reality (AR) aus. Was bis vor wenigen Jahren nur in einem Science-Fiction-Film vorstellbar war, kehrt nun in den Alltag ein. Google, Microsoft, Apple und Co. haben sich längst in Stellung gebracht, um an der erweiterten Realität kräftig mitzuverdienen. 

Bei der Augmented Reality-Technologie werden fiktive Objekte in die reale Umgebung eingefügt. Die Herausforderung liegt somit darin, den virtuellen Input in Echtzeit und dreidimensional mit der Realität zu verankern. Das bekannteste Beispiel ist wohl die Spiele-App „Pokemon Go“. Zu den ersten großen bekannten Unternehmen, die auf AR setzen, zählt IKEA. Das schwedische Einrichtungshaus ermöglicht durch die App „Places“, Möbel aus dem Katalog virtuell im eigenen Wohnraum maßstabsgetreu zu platzieren. Auf dem Display des Smartphones kann man dann sehen, wie ein entsprechendes Möbelstück in den eigenen vier Wänden aussieht. Bei der erweiterten Realität machen Konsum und Unterhaltung aber nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten aus. In der Industrie, der Medizin, bei der Städteplanung, im Ausbildungswesen oder im Geschäftsleben dagegen wird AR den Alltag komplett revolutionieren. 

Knackpunkt ist jedoch die Technologie dahinter. Während man bei der VR-Technologie vollständig in eine virtuelle Welt eintaucht und seine reale Umgebung nicht mehr wahrnimmt, werden bei AR nur einzelne virtuelle Elemente in die Realität eingepasst. Das wichtigste Hilfsmittel hierfür sind Linsen oder Brillen. Das Marktforschungsinstitut IDC bescheinigt der AR-Brille zwar in den kommenden Jahren ein stärkeres Wachstum als den VR-Brillen. Derzeit stehen diese jedoch für den normalen Endverbraucher noch gar nicht zur Verfügung. Ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern. 

Einer der Hersteller von AR-Brillen ist das nicht börsennotierte US-Unternehmen Magic Leap, an dem u.a. Google und Alibaba beteiligt sind. Googles eigener AR-Brillen-Prototyp war 2014 gefloppt. Mehr als eine halbe Milliarde Dollar hat Google seitdem in das Augmented Reality-Unternehmen Magic Leap investiert, die mit alltagstauglichen AR-Brillen das Smartphone ersetzen wollen. Sowohl für Google Hardware-Chef Rick Osterloh als auch für den Apple-Chef Tim Cook ist die Smartphone-AR dabei nur eine Brückentechnologie. Allerdings scheint Osterloh sobald nicht mit einem Durchbruch zu rechnen. 

Microsoft entwickelte mit HoloLens seine erste Datenbrille. Anfang 2019 wird mit einer verbesserten Version gerechnet. Allerdings wird HoloLens 2 nicht ganz preisgünstig sein. Die erste Variante wird für rd. 3.300 € angeboten.

Auch Apple arbeitet auf Hochtouren an einer smarten Brille. „Uns interessiert es überhaupt nicht, ob wir diese Technologie als erste entwickeln oder nicht - wir wollen diejenigen sein, die Käufern das beste Ergebnis bieten“, so Tim Cook. Er will die AR-Technologie für die Nutzer so einfach und praktikabel wie möglich machen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Apple würde damit einen riesigen Markt für AR-Apps erschließen. Branchenkenner rechnen jedoch nicht vor 2021 mit der Markteinführung der ersten Smartglasses als Brille oder Kontaktlinsen. 

Facebook musste sich zuletzt verstärkt mit Datenschutz, Fake-News, Hass-Kommentaren und Wahlmanipulation auseinandersetzen. Doch auf der jüngsten F8-Konferenz machte CEO Mark Zuckerberg deutlich, dass er gerne eine neue Zeitrechnung beginnen möchte, zu der auch Funktionen für Augmented Reality zählen. AR-Inhalte sollen künftig alle Produkte des Imperiums ergänzen. Entwickler stellen gerade 3D-Filter für den Bilderdienst Instagram zur Verfügung. Im Chat-Programm-Messenger lassen sich inzwischen ebenfalls Produkte in 3D darstellen. Zur Veranschaulichung wurde ein virtueller Nike-Turnschuh präsentiert, der von einem Podest in die Lüfte steigt. 

Wesentlich spannender wird allerdings sein, was Facebook mit dem derzeit größten Virtual Reality-Akteur Oculus vorhat. Das Unternehmen wird künftig unter dem Namen Facebook Reality Labs firmieren. Das Eye-Tracking (die millimetergenaue Erfassung der Pupillenbewegungen) wird wahrscheinlich ein wichtiger Bestandteil für die 2. Generation der heutigen Oculus-Rift-Brille sein, die dann Facebook vertreiben wird. 

Seit Jahren schon gibt es Systeme, die ohne Headset den Blick des Nutzers z.B. mittels Spiegel, Halbleiter und Infrarot nachverfolgen und Eingaben ermöglichen. So konnte der verstorbene Wissenschaftler Stephen Hawking als ALS-Patient am Ende nur noch seine Augen nutzen, um einen Computer zu steuern. Allerdings sind die heutigen Eye-Tracking-Systeme noch nicht massentauglich und je nach Verwertung der Blickdaten auch ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. So wurde Zuckerberg bei den Befragungen durch den US-Senat im April auf ein Facebook-Patent zur automatischen Kalibrierung eines Eye-Tracking-Systems zur Nutzung einer Brillentechnologie angesprochen. Eine genaue Antwort erhielt der Senat nicht. Im Übrigen besitzt auch Apple schon ein eigenes Patent für Eye-Tracking.

Die neue Technologie funktioniert jedoch nicht ohne entsprechende Halbleiter. Ein Durchbruch in der Technologie kann nur gelingen, wenn die Computerchips noch leistungsfähiger und zugleich kleiner werden, sollen sie doch in ein normales Brillenglas passen oder in eine Kontaktlinse. 

Das ruft natürlich auch Intel als weltgrößten Chiphersteller auf den Plan, auch wenn der US-Konzern mit seiner Datenbrille Vaunit zunächst keinen Erfolg hatte, da das Gerät im Gegensatz zu Microsofts HoloLens keine ansprechende erweiterte Realität bot. Allerdings arbeitet Intel mit Apple zusammen und beide können vom Technologiestandard des anderen partizipieren.

Der Chiphersteller Qualcomm hat seine Stärken in erster Linie im Mobilgeschäft. Doch auch hier versucht man, neue Sparten zu erschließen. Das soll vor allem mit dem Snap-Dragon XR1 gelingen, dem ersten, für VR- und AR-Reality optimierten Chip. Zu den Großkunden von Qualcomm zählen Microsoft und Facebook.

Infineon forscht in seinem Entwicklungszentrum in Graz, um die AR-Technologie voranzubringen. Dort wurde ein 3D-Bildsensorchip mit dem weltweit kleinsten Kameramodul entwickelt. Lenovo verbaut diesen Chip bereits in seinem neuesten Endgerät. Der Infineon-Chip ermöglicht zusammen mit der Google-Technologie eine räumliche Wahrnehmung nahe der Realität. Infineon ist derzeit der einzige Anbieter, der einen Bildsensorchip dieser Qualität herstellen kann.

Auch der deutsche Software-Entwickler und IT-Dienstleister Allgeier arbeitet als Full-Service-Lieferant für SAP an entsprechenden Bausteinen für Augmented Reality. Allgeier hat z.B. einen Prototyp für eine AR-App mit entwickelt. Diese App soll den Mitarbeitern des Drogeriemarktes dm helfen, schnell Auskunft über die Platzierung eines gesuchten Produktes im Markt zu geben. 

AR-Technologie wird sich durchsetzen. Es ist jedoch noch nicht absehbar, in welcher Form. Facebook, Google und Co. bleiben die großen Player am Markt, werden aber noch viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben müssen. Doch egal, ob Smartphone, Tablet, Datenbrille oder Kontaktlinse: Alle benötigen kleine, leistungsfähige Chips. Deshalb sind Investments in Qualcomm, Infineon und Intel vielversprechend. Allgeier hat sich im SAP-Umfeld ebenfalls gut positioniert und wird sein Angebot weiter ausbauen. Das Unternehmen ist damit ein spannender Top-Pick.

 

 

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Wer kennt sie nicht – die sog. Riester-Rente. 2002 im Zuge der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt, sollte sie die Menschen vor Altersarmut schützen. Sie geht auf Walter Riester zurück, der als Bundesminister für Arbeit und Soziales eine freiwillige Altersvorsorge durch eine staatliche Förderung vorgeschlagen hatte, um die drohende Versorgungslücke im Alter zu schließen. 

Nach Expertenschätzungen sorgen inzwischen etwa 16 Mio. Bundesbürger mit den unterschiedlichsten Riester-Verträgen fürs Alter vor. Doch die Riester-Rente erwies sich im Laufe der Jahre als Flop. Sie ist teuer, die Renditen dürftig und nun auch noch das: Banken dürfen innerhalb eines Riester-Sparvertrages auch negative Zinsen verlangen. Das hat das Landgericht Tübingen am vergangenen Freitag entschieden und damit eine Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg abgewiesen (Az. 4 O 220/17). 

Gestritten wurde um den Riester-Banksparplan „Vorsorge Plus“, den fast alle Sparkassen in Deutschland anbieten und den Millionen Sparer abgeschlossen haben. Die Kreissparkasse Tübingen hatte für das Produkt einen Grundzins von –0,5 % ausgewiesen, worin das Landgericht Tübingen mit seinem aktuellen Urteil keine Benachteiligung für die Kunden erkennen konnte, da der Zinssatz transparent ausgewiesen wurde. Zwar sei der Grundzins inzwischen negativ geworden, jedoch habe der von der Sparkasse zusätzlich gewährte Bonuszins bisher verhindert, dass die Kunden tatsächlich draufzahlen mussten. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages müssten sie lediglich für ein Sparjahr Negativzinsen berappen.

Sobald das Urteil rechtskräftig ist, werden wohl auch andere Anbieter von Riester-Verträgen nachziehen. Demnächst bedeutet dann wohl „Vorsorge Plus“: plus Strafzinsen für den Sparer. Aber Hauptsache alles ist transparent und die Datenschutzerklärung wurde unterschrieben!

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Griechenland war das erste hoch verschuldete Land, für das die europäischen Partner im Jahr 2010 ein Rettungspaket schnürten. Später folgten ein zweites und auch noch ein drittes Hilfsprogramm (insgesamt 270 Mrd. Euro) sowie ein Schuldenschnitt. Da sich der IWF an der letzten Tranche von 15 Mrd. Euro nicht mehr beteiligt, ist das Geld für Deutschland futsch. Der deutsche Schuldenberg wird weiter anwachsen – im Rahmen der globalen Verschuldung fällt dies jedoch kaum ins Gewicht. Denn den kommenden Generationen hinterlässt die Welt ohnehin schon Schulden ohne Ende. 

Ein Staat kann jahrzehntelang Schulden machen, ohne dass dies fühlbare Folgen für die Bürger hat. Können aber neben den eigent-lichen Staats-ausgaben irgendwann die Zinsen nicht mehr aus neuen Schulden bezahlt werden, müssen zusätzliche Steuergelder eingesetzt werden. Es folgen staatliche Sparprogramme, Steuer-erhöhungen und härtere Verteilungskämpfe. Schwarzarbeit grassiert. Unterbleiben in dieser Phase grundlegende Reformen, die ja ebenfalls Geld kosten, dreht sich die Spirale weiter. Die Zinsen steigen, da auslän-dische Gläubiger um ihr Geld fürchten. Schließlich kommt es zu Währungsabwertungen, Kursabstürzen an der Börse und Zahlungsausfällen. So geschehen 2001/2002 in Argentinien, 2008 in Island oder 2010 in Griechenland, Irland und Portugal. 

Aktuell ist die Situation jedoch keineswegs besser, sondern eher schlimmer, wie aus dem Schuldenreport 2018 hervorgeht: 119 von 141 untersuchten Staaten sind „kritisch verschuldet“, 13 mussten ihre Zahlungen einstellen. Der neueste Global Financial Stability Report des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigt diese Entwicklung. Weltweit liegt die Verschuldung 2018 bei 164 Bill. Dollar, was 225 % des globalen Bruttosozialprodukts (BIP) entspricht. Damit liegt die Verschuldung höher als zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Damals erreichte das Verhältnis von Schulden zum BIP in der Spitze 213 %. 

Japan führt seit Jahren die Schuldnerriege an und hat mit fast 236 % des BIP sogar einen guten Vorsprung auf die klammen Griechen (vgl. Abb.). Während die Industrienationen Italien, Portugal und USA ebenfalls unter den 20 höchstverschuldeten Ländern der Welt zu finden sind, nehmen Frankreich mit 96,35 % und Deutschland mit 59,81 % des BIP eine gute Mittelposition ein. China weist mit 51,21 % zwar einen noch niedrigeren Verschuldungsgrad auf, hat aber seit 2007 mit 43 % die höchste Zuwachsrate. Dass es auch anders geht, zeigt das kleine Macao, das als chinesische Sonderverwaltungszone eine Staatsverschuldung von 0,0 % aufweisen kann. Hongkong ist mit 0,05 % quasi auch unverschuldet, ebenso wie Brunei mit 2,49 %. Die Vereinigten Arabischen Emirate belegen im Ranking der Länder mit der niedrigsten Staatsverschuldung nur Platz 10 – vor Saudi Arabien, aber hinter Russland. 

Der Schuldenberg in Japan ist dagegen der höchste auf der Welt und fast dreimal so hoch wie in der EU und den USA. Trotzdem hat die japanische Zentralbank (BoJ) noch kein Ende ihres Anleihenkaufprogramms signalisiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte dagegen kürzlich den Ausstieg aus den Anleihenkäufen angekündigt. Ab Oktober soll es eine „Auslaufphase mit reduziertem Volumen“ geben. Bisher kauft sie mtl. Anleihen der europäischen Südstaaten im Wert von 30 Mrd. Euro. Die EZB hat sich dabei selbst auferlegt, jeweils maximal nur ein Drittel der Staatsschuld eines Landes (33 %) zu kaufen. Die Bank of Japan dagegen kauft ausschließlich Anleihen des eigenen Landes und hält schon 50 % der japanischen Staatsanleihen, 2011 waren es noch 9 %. Damit wird die japanische Zentralbank zunehmend Schuldner und Gläubiger zugleich. Hält das Tempo der Anleihenkäufe an, wird die japanische Zentralbank diese Bilanzpositionen irgendwann auf Null abwerten und schließlich ganz aus den Büchern nehmen und so den japanischen Staat entschulden. Allerdings geht dieser Prozess nicht ohne Abwertung der heimischen Währung vonstatten. Auch sind die Bonitätsratings für den japanischen Staat derzeit deutlich schlechter als die der meisten europäischen Länder und der USA. Allerdings gelingt es Japan bisher recht gut, die Staats-verschuldung zu finanzieren. 

Ausländische Schulden sind dagegen schwieriger und können nicht so leicht auf Null gesetzt werden. Dennoch könnte das japanische Beispiel Schule machen und ein Modell für die EZB sein. Schließlich hat man mit dem Euro eine gemeinsame Währung im europäischen Wirtschaftsraum. Für Griechenland haben die bilateralen Kreditgeber (also in erster Linie Deutschland) indirekt schon einen solchen Schuldenerlass gewährt. Die Kredite haben nämlich eine Laufzeit von 30 Jahren, sowohl für Tilgung als auch Verzinsung. Da in Deutschland eine Forderung nach 30 Jahren verjährt, wird es also keine Rückzahlung geben. Die Forderung existiert nur auf dem Papier und wird am Ende der Laufzeit vollständig abgeschrieben werden. Die IWF-Hilfen des ersten Rettungspakets in Höhe von 20,1 Mrd. Euro zzgl. Zinsen zahlte Griechenland dagegen brav zwischen 2013 und 2016 zurück – vermutlich mit dem Geld aus den bilateralen Kreditverträgen. 

Auch wenn die globalen Schuldenberge weiter wachsen, gibt es Hoffnung: „Noch zu jeder Zeit hat das Wachstum der Staatsschuld die Nation in dasselbe Geschrei von Furcht und Verzweiflung ausbrechen lassen. Und noch jedes Mal haben kluge Leute dazu geweissagt, dass Bankrott und Ruin vor der Tür stünden. Die Staatsschuld wuchs weiter, und Bankrott und Ruin blieben wie immer aus ...“ (Thomas Babington Macaulay, engl. Historiker u. Politiker, 1800–1859). 

 

 

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Dieselgate-Anlegerklagen

Wie der ES in seiner Ausgabe 43/2015 berichtete, hatte die Tübinger Anwaltskanzlei TILP Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP Litigation) im Oktober 2015 die erste Anlegerklage gegen VW eingereicht. Inzwischen sind auch zahlreiche Verfahren gegen die Porsche Automobil Holding SE anhängig, die in Kooperation zwischen der TILP Litigation und der Kanzlei BROICH geführt werden und in denen auch die Effecten-Spiegel AG als Klägerin auftritt. Sie ist hier jeweils in einer ganzen Gruppe von internationalen institutionellen Klägern, die allesamt von Prozessfinanzierern freigestellt sind.

In den gegen die Porsche SE eingeleiteten Prozessen geht es zum einen um die gescheiterte Übernahme der Volkswagen AG durch die Porsche SE im Jahr 2008 (Kapitalanlegermusterverfahren vor dem OLG Celle), zum anderen um den Komplex Ab-gasmanipulationen (LG Stuttgart). Im letztgenannten Verfahren (Az.: 22 O 348/16) hat das LG Stuttgart am 28. Mai 2018 eine sog. Terminsverfügung erlassen, in der das Gericht umfangreich zu seiner vorläufigen Einschätzung der Sach- und Rechtslage ausführt:

Bislang war das LG Stuttgart noch der Auffassung, der Zeitraum, in dem die Porsche SE den Kapitalmarkt pflichtwidrig nicht über die Abgasmanipulationen und die damit zusammenhängenden Risiken für den Konzern informiert hat, beginne frühestens im Mai 2014. Nun aber dehnt das LG Stuttgart diesen Zeitraum weit nach vorne aus und hält eine pflichtwidrige Desinformation des Marktes ab November 2010 für möglich. Eine „den Kapitalmarkt täuschende Information“ könne nach Auffassung des LG nämlich bereits darin gesehen werden, dass die Volkswagen AG im Rahmen ihres Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 angab, dass ihre „CleanDiesel“-Motoren die Euro-6-Abgasnorm erfüllten, obwohl die Prüfzykluswerte bereits durch die Verwendung der Abschalteinrichtungen dieser Motoren verfälscht worden waren. Die Porsche SE hatte diesen Geschäftsbericht der Volkswagen AG in ihrem Konzernlagebericht 2009/2010 uneingeschränkt übernommen. Nach Auffassung des LG haftet sie daher ggf. wegen „sittenwidriger Schädigung der Kapitalanleger“ ab Veröffentlichung ihres Konzernabschlusses im Bundesanzeiger am 11. November 2010. „Diese deutliche Ausweitung des möglichen Haftungszeitraumes ist nicht nur für die betroffenen Porsche-Anleger eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentiert Rechtsanwalt Andreas W. Tilp, sondern natürlich auch für die geschädigten VW-Anleger. Ihnen müsste auf dieser Grundlage erst recht Schadensersatz wegen
sittenwidriger Schädigung zugesprochen werden. „Derartige deliktische Ansprüche verjähren erst zum 31.12.2018“, so Tilp
weiter.

Gleichzeitig hat das Gericht zur weiteren Aufklärung der Abgasaffäre in seiner Verfügung das Programm für eine umfangreiche Beweisaufnahme ab dem 12. September 2018 bekannt gegeben:

Über 14 Termintage sollen (zunächst) 28 hochkarätige Zeugen vernommen werden. Darunter sind der vormalige VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Rupert Stadler, der Geschäftsführer des Zulieferers Bosch, Volkmar Denner, sowie die in Untersuchungshaft befindlichen Manager Wolfgang Hatz und Jörg Kerner. Darüber hinaus beabsichtigt das LG Stuttgart, den vormaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dessen damaligen parlamentarischen Staatssekretär und heutigen Bundesverkehrsminister, Andreas Scheuer, als Zeugen zu hören. Eine entsprechende Aussagegenehmigung hat das LG beim Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble beantragt. Eine Vernehmung der „Auslandszeugen“ Michael Horn, James Liang und Oliver Schmidt hält das LG ebenfalls für geboten und kündigte daher ein Rechtshilfeersuchen gegenüber den US-Behörden an. 

Das LG Stuttgart beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Ladung der Zeugen, sondern fordert von einigen, konkrete Schlüsseldokumente zum Beweistermin vorzulegen. So soll z.B. Bosch-Geschäftsführer Volkmar Denner ein Schreiben von Anfang Juni 2008 mitbringen, mit dem Bosch von Volkswagen die Freistellung von jeglicher Haftung gegenüber Dritten bei der Verwendung der illegalen Abschalteinrichtungen verlangt haben soll. 

„Die bisherige akribische Arbeit des Richters Dr. Reuschle wird von ihm konsequent fortgesetzt. Bosch, VW und der Porsche SE wird es nicht gelingen, die Wahrheit weiterhin zu leugnen“, so das Fazit der Anwälte. 

Im Übrigen erwartet die TILP Litigation eine entsprechende Verfügung auch in dem von ihr geführten Klageverfahren für die Effecten-Spiegel AG (Az.: 22 O 343/16).

b

MAN

Wie mehrfach im ES berichtet, hatte die Effecten-Spiegel AG nach der Eintragung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MAN SE und der 100%-igen VW Tochter Truck & Bus GmbH im Oktober 2013 ein Spruchverfahren zur Überprüfung des angebotenen Abfindungspreises eingeleitet (vgl. ES 39/2015). Denn die Barabfindung lag mit 80,89 € deutlich unter dem Pflichtangebotspreis der Volkswagen AG vom Juni 2011 in Höhe von 95 €. 

Am 31.07.2015 hatte das Landgericht München dem Antrag der Effecten-Spiegel AG stattgegeben und die Barabfindung auf 90,29 € erhöht. Der Ausgleich (sog. „Garantiedividende“) für die Aktionäre, die ihre Aktien nicht angedient hatten, blieb dagegen unverändert bei den festgesetzten 3,30 €. Die Aktionäre erhielten somit seit 2014 jedes Jahr eine Ausschüttung von 3,07 € eingebucht.

Obwohl aus Sicht der Effecten-Spiegel AG der wirtschaftliche Wert der MAN-Aktie deutlich höher angesiedelt werden muss, hat das OLG München am vergangenen Freitag den Barabfindungsbetrag von 90,29 € je MAN-Aktie bestätigt. Allerdings hat das Gericht die jährliche Ausschüttung für die in der Gesellschaft verbliebenen MAN-Aktionäre um sagenhafte 67 % auf 5,50 € (vor Unternehmenssteuern) angehoben. Das ist ein sensationeller Erfolg. Damit stehen den Aktionären also mindestens  4,75 € als Ausschüttungsbetrag statt der gezahlten 3,07 € pro Jahr zu.

Da das Urteil rechtskräftig ist, muss die VW-Tochter, die künftig Traton heißt, sowohl den Nachbesserungsbetrag für die Abfindung an die ausgeschiedenen Aktionäre als auch den Dividendenaufschlag an die verbliebenen Aktionäre ab 2014 nachzahlen.  

Die Effecten-Spiegel AG hält seit 2012 Aktien der MAN SE in unterschiedlicher Bestandshöhe (zwischen 35.000 und 52.000 Stück) und hat somit Anspruch auf eine jährliche Dividendennachzahlung für die gesamte bisherige Laufzeit des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Die Gesellschaft erwartet aus der Erhöhung der Ausgleichszahlung eine ertragswirksame Zahlung von mindestens 350 T€ vor Steuern. 

b

Randnotizen

Aus Fremder Feder

In Eigener Sache

Spezial

Strategie

ES-Aktienfavoriten

Auslandsfavoriten

Thema der Woche

Börsengerüchte