Auch zur Mitte der Woche liegt der Anlegerfokus ganz auf dem Nahost-Konflikt. Kurs vor Auslaufen der Waffenruhe hatte US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Nacht das Ultimatum verlängert, um doch noch eine Lösung zu finden. Das sorgte zumindest in den frühen Handelsstunden für etwas Erleichterung. Der DAX legte im frühen Handel zeitweilig auf 24.318 Punkte zu und blieb damit über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend.
Der MDAXmit den mittelgroßen Werten notierte auf 31.368 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es ebenfalls zunächst leicht nach oben.
Das Börsenjahr 2026 bleibt bislang von hoher Unsicherheit geprägt. Geopolitische Spannungen, volatile Rohstoffmärkte sowie die unberechenbare Politik in den USA unter Präsident Donald Trump sorgen für ein anspruchsvolles Umfeld. In einem solchen Umfeld rücken die internationalen Börsenbetreiber in den Fokus
Im Übernahmekampf um die Commerzbank erhöht UniCredit den Druck und stellt die Eigenständigkeit des Frankfurter Instituts offen infrage. Nach Ansicht der Italiener ist die Commerzbank strategisch nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Branche vorbereitet und fokussiere sich zu stark auf kurzfristige Ziele.
Beim iPhone-Konzern Apple steht ein historischer Führungswechsel an: Nach rund 15 Jahren an der Spitze übergibt Tim Cook den CEO-Posten an John Ternus. Der Wechsel ist für Anfang September vorgesehen – und fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche in der Technologiebranche.
Am Montag berät die Bundesregierung mit Branchenexperten über das Risiko eines möglichen Treibstoffmangels im Luftverkehr. Hintergrund ist die angespannte Versorgungslage am Kerosinmarkt, die zuletzt auch auf europäischer Ebene verstärkt in den Fokus gerückt ist.
Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges wurde zwischenzeitlich von der Nachricht über die Öffnung der wichtigen Straße von Hormus beflügelt. Doch die Freude währte nur kurz, denn die USA und der Iran gerieten prompt wieder aneinander. Solange die Kriegsgegner nicht an einen Verhandlungstisch zurückkehren, droht eine Hängepartie an der Börse.