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Aktuelles aus der Bankenbranche

Trotz der anhaltenden Coronakrise konnte die US-Großbank JP Morgan Chase ihren Nettogewinn entgegen der Markterwartungen von Juli bis August um 4 % auf 9,4 Mrd. $ steigern. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Risikovorsorge für faule Kredite von 10,5 Mrd. $ auf 611 Mio. $. Die Erlöse blieben aufgrund niedrigerer Zinsen mit 29,9 (30,0) Mrd. $ auf Vorjahresniveau. Auch der Gewinn je Aktie legte auf 2,92 (2,68) $ zu.

JP Morgan bucht man weiter ins Depot; (B+). 

Die Citigroup bekam die Auswirkungen der Coronapandemie auch im 3. Quartal zu spüren. Der Umsatz verlor um 7 % auf 17,3 Mrd. $. Höhere Kosten und niedrigere Zinsen drückten den Nettogewinn um rund 34 % auf 3,23 Mrd. $. Analysten hatten allerdings mit einem deutlich schwächeren Ergebnis gerechnet. Im Q2 hatte der New Yorker Finanzdienstleister aufgrund höherer Risikovorsorgen lediglich 1,3 Mrd. $ verdient. Das EPS verlor im Berichtszeitraum auf 1,40 (2,07) $.

Dennoch kommt Citigroup besser durch die Krise als erwartet; (B+). 

Hohe Rückstellungen u.a. für Kredite haben der Bank of America auch im 3. Quartal zu schaffen gemacht. Mit einem Überschuss von 4,9 Mrd. $ verdiente das Geldhaus nach Steuern gut 16 % weniger als im Vorjahr. Dabei legte die Bank weitere 1,4 Mrd. $ für ausfallgefährdete Kredite zurück. Auch die niedrigen Zinsen drückten auf die Bilanz. Der Zinsüberschuss sackte im Berichtszeitraum um 17 % auf 10,1 Mrd. $ ab. Die gesamten Erträge brachen entsprechend um 11 % auf 20,3 Mrd. $ ein. Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr gab das Unternehmen indes weiterhin nicht aus.

Die Bank of America bietet derzeit keine Kaufreize; (B). 

Drohende Kreditausfälle und Altlasten belasteten Wells Fargo im jüngst abgelaufenen Quartal erneut. Mit 1,7 Mrd. $ Gewinn nach Steuern verdiente der Konzern gut 57 % weniger als noch im Vorjahr. Die Erträge sanken um 14 % auf 18,9 Mrd. $. Neben Rückstellungen drückte vor allem das anhaltend niedrige Zinsniveau auf die Ergebnisse des Geldhauses, da Wells Fargo besonders im Kreditgeschäft stark engagiert ist.

Wells Fargo hat bereits seit Jahren mit den Altlasten aus faulen Krediten zu kämpfen. Die Coronakrise tut ihr Übriges dazu; (B–). 

Der anziehende Handel mit Wertpapieren hatte Goldman Sachs ein starkes 3. Quartal beschert. Der Gewinn nach Steuern kletterte um ganze 94 % auf 3,5 Mrd. $. Die Erträge steigerte das Bankhaus dabei um 30 % 10,8 Mrd. $. Besonders rund lief es in der wichtigen Handelssparte mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen. Hier legten die Erlöse um 49 % zu. Trotz der besser als erwartet ausgefallenen Zahlen machte Goldman Sachs keine genauen Angaben zum Ausblick.

Goldman Sachs gibt man nicht vorschnell aus der Hand; (B+).

Vor allem der florierende Handel in der Wertpapierdivision bescherte Morgan Stanley anziehende Ergebnisse. In den drei Monaten bis Ende September stieg das Nettoergebnis entsprechend um 26 % auf 2,6 Mrd. $. Die Erträge  legten um 16 % auf 11,7 Mrd. $ zu. Angaben zum lfd. Schlussqaurtal machte die Bank indes vorerst nicht.

Bei Morgan Stanley bleibt man investiert; (B+). 

Die Bank of New York Mellon konnte sich in der Coronakrise besser schlagen als angenommen. Die Umsatzerlöse blieben im 3. Quartal mit 3,85 (3,86) Mrd. $ in etwa auf Vorjahresniveau. Der Gewinn nach Steuern ging indes leicht von 1,04 Mrd. auf 944 Mio. $ zurück.

Bei der Bank of New York Mellon bleibt man vorerst investiert; (B+). 

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