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Aktuelles aus der Schweiz

Der Schweizer Luxus-Konzern Richemont litt wie die gesamte Branche unter den Ladenschließungen und Reisebeschränkungen. Vor allem die Kundschaft aus Asien fehlte in den letzten Monaten merklich. Insgesamt gingen die Umsatzerlöse des Unternehmens von April bis Juni um ganze 47 % auf 1,99 Mrd. € zurück. Damit beschleunigte sich der Rückgang nochmals. Im 1. Quartal fielen die Erlöse gut 18 % geringer aus.   

Bei Richemont bleibt man erst einmal an der Seitenlinie; (B). 

Von der steigenden Nachfrage nach Heimarbeitsangeboten hat Logitech im abgelaufenen Quartal profitiert. Von April bis Juni legten die Umsatzerlöse um gut 23 % auf 791,9 Mio. $ zu. Netto erzielte das Unternehmen mit 72,1 Mio. $ sogar einen um rd. 59 % höheren Gewinn.    

Logitech hat in den vergangenen Wochen eine beachtliche Rally hingelegt. Daher wartet man hier zunächst auf einen ersten Kursrücksetzer; (B). 

U.a. dank eines guten Geschäfts im Bereich Aromen ist der Duftstoffkonzern Givaudan verhältnismäßig gut durch die bisherige Coronakrise gekommen. Die Umsatzerlöse legten in den ersten 6 Monaten um 4 % auf 3,22 Mrd. CHF zu. Und auch nach Steuern verdiente der Konzern mit einem Gewinn von 413 Mio. CHF gut 9 % mehr als noch im Vorjahr.    

Givaudan ist nicht zu stoppen. Aber auch alles andere als eine günstige Kaufoption; (B).

Trotz guter Geschäfte mit einigen seiner Kassenschlager hat der Schweizer Pharmakonzern  Novartis im 2. Quartal die Coronapandemie negativ zu spüren bekommen. Die Pandemie beeinträchtigte zudem etwa die Nachfrage nach Mitteln gegen Hautkrankheiten sowie gegen Augenleiden. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 4 % auf 11,3 Mrd. $. Der Nettogewinn lag mit 1,87 Mrd. $ gut 11 % unter dem Wert des Vorjahres. Vor diesem Hintergrund soll der Umsatz im Gesamtjahr nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Vorher hatte der Konzern eine größere Spanne nach oben in Aussicht gestellt.    

Novartis bleibt dennoch auf der Watchlist; (B+). 

Trotz herausforderndem Marktumfeld verzeichnete die Schweizer Privatbank Julius Bär in den ersten 6 Monaten Rekordstände. Neben einem um 6 % auf 402 Mrd. CHF angestiegenem Volumen beim verwalteten Vermögen, konnte die Gesellschaft auch seine Ergebnisse deutlich steigern. Insgesamt kletterte der Gewinn nach Steuern im Berichtszeitraum um ganze 43 % auf 491 Mio. CHF.    

Julius Bär zeigt sich auch in schwierigen Zeiten stabil; (B+). 

UBS hat im 2. Quartal vom starken Geschäft an den Finanzmärkten profitiert. So konnten die direkten coronabedingten Kosten wie die erhöhte Risikovorsorge abgefedert werden. Wertberichtigungen im Kreditgeschäft ließen den Reingewinn dennoch im 2. Quartal um 11 % auf 1,23 Mrd. $ absinken. Vor Steuern erreichte die UBS einen Gewinn von 1,58 Mrd. $ nach 1,76 Mrd. $ im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit übertraf die Schweizer Großbank allerdings noch immer die Markterwartungen. Ohne Wertberichtigungen für Kreditrisiken jedoch hätte der Vorsteuergewinn um 5 % zugelegt.

UBS konnte sich trotz Coronabelastungen gut schlagen. Der Titel bleibt weiterhin im Depot; (B+). 

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