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Aktuelles aus der Schweiz

Novartis hat im 2. Quartal besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Dazu beigetragen haben Produkte wie das Schuppenflechtemittel Cosentyx und das Herzmedikament Entresto. Demnach legte der Umsatz um 14 % auf 12,96 Mrd. $ zu. Bei konstanten Währungen betrug das Plus 9 %. Das um Sonderfaktoren bereinigte operative Ergebnis legte sogar um ganze 48 % auf 3,5 Mrd. $ zu. Unter dem Strich erzielte der Konzern mit 2,9 Mrd. $ rd. 55 % mehr Gewinn als im Vorjahr.

Novartis arbeitet sich langsan aus seinem Coronatief heraus. Daher gibt man die Schweizer nicht vorschnell aus der Hand; (B+). 

Der Duft- und Aromenhersteller Givaudan profitierte von einer Erholung der Geschäfte u.a. in der Parfümindustrie sowie bei der Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Umsatzplus von 4,7 % auf knapp 3,4 Mrd. CHF. Negative Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen herausgerechnet, wäre es sogar ein Plus von 7,9 % gewesen. Unter dem Strich verdienten die Schweizer mit 481 Mio. CHF letztlich gut 16 % mehr als vor einem Jahr.

Givaudan hat eine steile Kursrally hingelegt. Der Titel ist jedoch nichts für Neueinsteiger; (B).

Der Industriekonzern ABB hat seinen Wachstumskurs auch im 2. Quartal beibehalten. Der Umsatz erhöhte sich demnach gegenüber dem Vorjahr um 21 % auf 7,45 Mrd. $. Der Reingewinn hat sich gleichzeitig auf 752 Mio. $ mehr als verdoppelt. Für das dritte Quartal wird für den Umsatz ein Plus von 10 % in Aussicht gestellt.

ABB hat zwar schon einen mehr als guten Kurs vorgelegt; (A–).

Roche hat im 1. Halbjahr von einer hohen Nachfrage nach neuen Medikamenten und COVID-19-Tests profitiert. Dagegen belastete der stärkere Schweizer Franken die Ergebnisse. Der Umsatz stieg dabei um 5 % auf 30,7 Mrd. CHF. Während die Verkäufe in der Diagnostiksparte dank der Coronatests stark zulegten, wuchsen auch die Umsätze im Pharmageschäft wieder an. Allerdings rechnet der Konzern damit, den Höhepunkt beim Coronatest-Absatz erreicht zu haben. Unter dem Strich sank der Konzerngewinn in den ersten sechs Monaten um 3 % auf 8,2 Mrd. CHF. Währungsbereinigt verzeichnete Roche jedoch nur ein Plus von 2 %.

Roche ist eine wahre Comebackstory, halten; (B+).

Die Privatbank Julius Bär hat im 1. Halbjahr dank Ertragssteigerungen mehr verdient. Insgesamt kletterte der Gewinn des Schweizer Unternehmens nach Steuern um 23 % auf 606 Mio. CHF. Das Züricher Institut sammelte bei seinen Kunden ganze 10 Mrd. CHF an neuem Geld ein. Das verwaltete Vermögen belief sich entsprechend im Berichtszeitraum auf 486 (434) Mrd. CHF.

Julius Bär bleibt im Depot verankert; (B+). 

Der Verpackungsexperte SIG Combibloc hat in den vergangenen 6 Monaten nicht nur von der anhaltend hohen Nacfrage nach nachhaltigen Verpackungen profitiert, sondern auch von der Komplettübernahme seiner Joint Ventures im Nahen Osten und Afrika. Vor diesem Hintergrund legte der Kernumsatz im Berichtszeitraum um 8,8 % auf 950,9 Mio. € zu. „In der ersten Jahreshälfte 2021 haben wir gegenüber einer bereits starken Vorjahresperiode und in einem Umfeld anhaltender Unsicherheit ein sehr gutes Umsatzwachstum erzielt. Die Profitabilität ist gestiegen und das Geschäft erweist sich in einem inflationären Umfeld als sehr widerstandsfähig“, so CEO Samuel Sigrist. Noch deutlicher machte sich die Aufholjagd unter dem Strich bemerkbar. Hier verbesserte sich der Gewinn von 10 Mio. € im Vorjahr auf ganze 92 Mio. €.

SIG Combibloc gehört ganz klar zu den aussichtsreichen Zukunftstiteln; (A–).

Nach einem schwierigen Coronajahr ist der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli zurück in der Spur. U.a. dank ausgweiteter Werbemaßnahmen und dadaurch resultierender höherer Absätze legten die Umsatzerlöse in den ersten 6 Monaten um 17,4 % auf 1,8 Mrd. CHF zu. Und auch nach Steuern verzeichneten die Schweizer wieder ein deutlich höheres Ergebnis von 101,6 Mio. CHF. Im Vorjahr sorgten die coronabedingten Belastungen noch für ein Ergebnis von „nur“ 19,7 Mio. CHF. Vor diesem Hintergrund geht Lindt & Sprüngli im Gesamtjahr von einem „organischen Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Bereich“ aus.

Lindt & Sprüngli ist eine Erfolgstory. Allerdings ist die Aktie bereits seit geraumer Zeit außer Reichweite; (B).

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