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Aktuelles aus Frankreich

Der Luxusgüterkonzern Kering konnte in den ersten 3 Monaten 2021 ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Umsatz um 21 % auf 3,89 Mrd. €. Für das Plus sorgte vor allem die Marke Gucci, die allein ein Wachstum von 25 % verzeichnete.    

Kering ist jedoch schon lange kein Schnäppchen mehr; (B).

Während in Lateinamerika und Frankreich der Umsatz von Carrefour anstieg, zeigte er sich im restlichen Europa rückläufig. Dennoch erwirtschaftete der Supermarktkonzern zwischen Januar und März einen währungsbereinigten Erlöseanstieg von immerhin 4,2 % auf 18,56 Mrd. €. Gleichzeitig führt das Unternehmen seine Expansionsstrategie weiter fort und übernahm unter anderem in Spanien 172 Convenience-Filialen der Kette Supersol. Zudem plant Carrefour erstmals seit 10 Jahren für 2021 einen Aktienrückkauf von bis zu 500 Mio. €.

Bei Carrefour kauft man dennoch vorerst nicht weiter zu; (B). 

Der schwächelnde europäische Automarkt macht Renault zu schaffen und brockte dem Unternehmen das 5. Quartal in Folge ein Minus ein. Zum Jahresauftakt fuhr der Umsatz des Autokonzerns erneut um
1,1 % auf 10 Mrd. € zurück. Den Absatz konnten die Franzosen immerhin um 1 % auf 665.000 Fahrzeuge verbessern. Zudem peilt der Konzern an, zum führenden E-Autobauer Europas forzufahren. 2025 solle der Anteil von E-Wagen entsprechend 65 % betragen.  Für 2030 ist dann sogar eine Rate von 90 % anvisiert.

Renault parkt man nach wie vor am Seitenrand; (B). 

Der Baukonzern Vinci konnte im ersten Jahresviertel sowohl im Bau- als auch im Energiesegment eine deutliche Erholung verzeichnen. Der Bereich Flughafen hingegen brach im Zuge der bestehenden Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen um 70 % ein. Auf Konzernebene verbesserte sich der Umsatz um 5 % auf 10,2 Mrd. €. Auch bei den Auftragseingängen verbuchten die Franzosen ein Plus von
8 % auf 11,6 Mrd. €.   

Vinci ist ein Langfristinvestment; (B+). 

Die weiter bestehenden Reisebeschränkungen haben Europas größter Hotelkette Accor das 1. Quartal verhagelt. Der Umsatz setzte auf 361 (768) Mio. € zurück. „Die globalen Geschäftsentwicklungen verbessern sich leicht, und der Anstieg der Impfstoffeinführungen ist ein gutes Zeichen für eine besonders starke Erholung, die in diesem Sommer erwartet wird“, so CEO Sébastien Bazin.

Anleger setzen bei Accor auf eine baldige Erholung des Geschäfts; (B+). 

Ein Umsatzsprung im Buchgeschäft von 40 % und eine anhaltend starke Musiksparte haben dem Medienkonzern Vivendi in den ersten 3 Monaten Rückenwind gegeben. Auf Konzernebene legten die Erlöse um 5 % auf 3,9 Mrd. € zu.

Bei Vivendi hört man genauer hin; (A–).

 

Der Telekomkonzern Orange hat im 1. Quartal trotz anhaltender Probleme in Spanien den um Sondereffekte wie Leasing-Verbindlichkeiten bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit knapp 2,57 Mrd. € stabil gehalten. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Zu- oder Verkäufe, ist um 0,5 % auf 10,3 Mrd. € gestiegen. In Spanien ging der Umsatz hingegen um mehr als 7 % zurück. Dies ist u.a. geringeren Roaming-Einnahmen infolge der Reisebeschränkungen geschuldet.

Orange steckt weiter kursmäßig im Funkloch; (B). 

Angesichts der schrittweisen Öffnungen von Bars und Restaurants rechnet der Spirituosenhersteller Pernod Ricard für das 4. Quartal mit einem weiter anziehenden Umsatz. Bereits zwischen Januar und März verzeichnete das Unternehmen eine hohe Nachfrage in China und den USA. Diese hoben die Erlöse im Q3 um 19,1 % auf 1,96 Mrd. €. Damit übertraf Pernod die Markterwartungen von 11,3 % deutlich.

Bei Pernod Ricard schenkt man sich mehr ein; (B+). 

Vor allem dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach medizinischen Sauerstoff bescherte dem Industriegasekonzern Air Liquide zwischen Januar und März ein Umsatzplus von 3,8 % auf 5,33 Mrd. €. Neben dem pandemiebedingten Absatzplus verzeichnete der Konzern auch in China in der Industriesparte einen Erlöseanstieg von 13 %.

Air Liquide bleibt aussichtsreich; (A–).

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