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Aktuelles aus Österreich/Schweiz

Im H1 verbesserte der Schweizer Verpackungs- und Abfüllanlagenspezialist SIG Combibloc aufgrund des starken Lageraufbaus einiger Kunden seinen Umsatz auf 860,0 (802,2) Mio. €. Das Nettoergebnis sank hingegen aufgrund einer vorzeitigen Rückzahlung von Langzeitdarlehen auf 10,0 (25,2) Mio. €. Trotz des Erlöswachstums korrigierte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr nach unten. Der Vorstand geht davon aus, dass die Lagerbestände in der 2. Jahreshälfte abgebaut werden und der Umsatz daher nur 4–6 (bisher 6–8) % wachsen wird.

Die Verpackungslösungen von SIG Combibloc dürften für nachhaltiges Wachstum sorgen. Daher bleibt man hier am Ball; (A–).

Die erste Jahreshälfte des Baustoffkonzerns LafargeHolcim war geprägt von der Pandemie. Obwohl sich die Nachfrage im Juni vollständig erholte, verlor der Umsatz insgesamt um 18 % auf 10,69 Mrd. CHF. Der Konzerngewinn sackte auf 347 Mio. (1,01 Mrd.) CHF ab. Aufgrund der bisherigen Erholung wird der Konzern optimistischer für das 2. Halbjahr, verzichtet aber weiterhin auf eine konkrete Prognose.

LafargeHolcim wird die Krise überwinden. Dabeibleiben; (B+). 

Die ersten 6 Monate des Jahres waren bei OMV von niedrigen Öl- und Gaspreisen sowie einer hohen Abwertung der Lagerbestände gezeichnet. Dennoch unterzeichnete OMV eine Absichtserklärung für ein Upstream-Projekt in Algerien  mit der staatlichen Ölgesellschaft Sonatrach. Österreichs größter Industriekonzern verzeichnete unter dem Strich einen Verlust von –11 Mio. € nach noch einem Gewinn in Höhe von 1,2 Mrd. € im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 7,9 (11,4) Mrd. € ebenfalls deutlich unter dem Vj.

Der Konzern leidet aktuell unter der Krise. Danach dürfte es für OMV aber wieder bergauf gehen; (B+). 

Nach noch ungeprüften Zahlen erwirtschaftete der österreichische Sensorspezialist AMS einen Rekordumsatz in Höhe von 960,9 (785,8) Mio. $. Das Ebit hat sich trotz der Coronakrise in der ersten Jahreshälfte mit 190,98 (71,81) Mio. $ mehr als verdoppelt. Unter dem Strich rutschte das Ergebnis nach Steuern unter anderem aufgrund des schlecht laufenden Automobil- und Industriegeschäft mit –9,8 (15,5) Mio. $ deutlich in die Verlustzone.   

Bei AMS bleibt man am Ball; (B+). 

Gute Geschäfte mit Anleihen und Wertpapieren verbesserten die Ergebisse der Schweizer Großbank Credit Suisse im abgelaufenen Q2. Der Umsatz kletterte auf 6,19 (5,58) Mrd. CHF und auch der Überschuss lag mit 1,16 Mrd. (937 Mio.) CHF deutlich über dem Vorjahreswert. Das verwaltete Vermögen belief sich Ende Juni auf 1,4 Bill. CHF. Die Schweizer wollen ihre Kosten mit dem Abbau von Doppelstrukturen auch weiterhin senken.

Angesichts der Neuaufstellung wartet man hier vorerst ab; (B). 

Der Verkauf des Hautpflege-Geschäfts und des US-Speiseeis-Segments ließen den Umsatz des Schweizer Nahrungsmittelgiganten Nestlè im 1. Halbjahr um 9,5 % auf 41,2 Mrd. $ schrumpfen.  Der angepasste Betriebsgewinn lag mit 7,16 (7,77) Mrd. CHF ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat der Konzern leicht nach unten korrigiert und erwartet ein organisches Umsatzwachstum von 2–3 %. Ursprünglich gingen die Schweizer von einem Plus von 3,5 % aus. Da die Verkäufe im Wassergeschäft unter anderem aufgrund des Lockdowns und dem damit verbundenen geringeren Absatz in Restaurants und Hotels um 10 % zurückgingen, steht die Sparte seit Juni zum Verkauf. Nestlè will sich auf sein Premium-Geschäft mit Glasflaschen konzentrieren.   

Nestlè bleibt dennoch eine lohnenswerte Investition; (A–). 

 

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