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Aktuelles aus Österreich/Schweiz

Dank Zukäufen steigerte der Österreichische Konzern Immofinanz seine Mieterlöse in den vergangenen 9 Monaten um 5,7 % auf 215,1 Mio. €. Eine Immobilienabwertung drückte das FFO I hingegen auf 89,2 (92,8) Mio. €. Unter dem Strich fuhr der Immobilienkonzern mit –98,3 Mio. € sogar in die roten Zahlen. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 202,6 Mio. € in der Bilanz. Da weitere Abwertungen auf Immobilien weiterhin möglich sind, verzichtet der Vorstand auf eine Prognose.

Bei Immofinanz mietet man sich weiterhin nicht ein; (B). 

Schoeller-Bleckmann ist in den vergangenen 9 Monaten aufgrund von Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen in die roten Zahlen gesackt. Der Umsatz verlor auf 236,4 (345,9) Mio. €, das Ebit von 55,6 auf 1,1 Mio. €. Unter dem Strich krachte der österreichische Ölfeldausrüster auf –21,3 (26,6) Mio. €. Der Vorstand erwartet erst im 2. Halbjahr 2021 eine Erholung des Geschäfts.

Bei SBO übt man sich weiterhin in Zurückhaltung; (B).

Um profitabler zu werden und das Wachstum weiter voranzutreiben, startet der Schweizer Pharmakonzern Novartis ein Aktienrückkaufprogramm. Dabei will der Konzern Papiere für bis zu 2,5 Mrd. $ einsammeln. Der Rückkauf soll im 1. Halbjahr 2021 abgeschlossen werden. Für das Kerngeschäft mit patentgeschützten Medikamenten erwarten die Schweizer mittelfristig eine bereinigte operative Marge im hohen 30 %-Bereich (2019: 33,5 %).

Bei den Anlegern kamen die Pläne gut an, daher behält man den Titel auf der Watchlist; (B+). 

Der Schweizer Nahrungsmittelgigant Nestlé verkauft ein weiteres Geschäft in China. Die Marke Yinlu, welche Erdnussmilch und Reisprodukte in Dosen herstellt, wird für einen nicht genannten Preis an das chinesische Unternehmen Food Wise veräußert. 2019 erwirtschaftete der Bereich 700
Mio. CHF. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. „Die Transaktion ermöglicht es Nestlè, sich in China auf Schlüsselbereiche zu konzentrieren: Säuglingsnahrung, Süßwaren, Kaffee, kulinarische Produkte, Milchprodukte und Heimtierprodukte“, so der Konzern. Bereits im August hatte sich Nestlè von seinem chinesischen Wassergeschäft getrennt. Yinlu wird jedoch weiterhin Nescafe-Produkte und Eistees für den Lebensmittelkonzern produzieren.

Nestlè fokussiert sich vermehrt auf seine Kernbereiche. Dabeibleiben; (A–). 

Im Zuge eines Konzernumbaus baut der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant in den nächsten zwei Jahren rund 1.000 Stellen ab. Für die Restrukturierung bildet er zudem Rückstellungen in Höhe von 70
Mio. CHF auf, welche im 4. Quartal verbucht werden.

Bei Clariant wartet man vorerst ab; (B). 

Der österreichische Versicherer Vienna Insurance musste aufgrund höherer Abschreibungen in den ersten 3 Quartalen einen Gewinnrückgang von 37,9 % auf 183,3 Mio. € hinnehmen. Vor Steuern fiel der Gewinn von 376,2 auf 266,3 Mio. € ab. Die Prämieneinnahmen hingegen konnten um 1,7 % auf knapp 8 Mrd. € gesteigert werden. „Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und vorbehaltlich unvorhersehbarer Volatilitäten auf den Kapitalmärkten erwarten wir für das Gesamtjahr einen Gewinn vor Steuern in einer Bandbreite von 300 bis 350 Mio. €“, so Generaldirektorin Elisabeth Stadler. 2019 erwirtschaftete Vienna Insurance einen Vorsteuergewinn in Höhe von 521,6 Mio. €.

Hier bleibt man zunächst auf Abstand; (B). 

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