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Aktuelles aus Skandinavien

Die dänische Reederei Moeller-Maersk ist noch besser als erwartet ins Jahr 2022 gestartet. Der Umsatz legte in den ersten 3 Monaten erneut auf 19,29 (12,44) Mrd. $ zu. Zurückzuführen ist das Wachstum u.a. auf die guten Geschäfte im Bereich Ozean mit einem Anstieg der Frachtraten um mehr als 70 %. „Wir haben das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt, mit Zuwächsen in den Bereichen Ozean, Logistik und Terminals“, so Maersk-Chef Soren Skou. Nach Steuern verbesserte sich der Gewinn von 2,72 Mrd. $ auf 6,81 Mrd. $. Angesichts der guten Entwicklung hebt Maersk auch seine Jahresprognose an und visiert nunmehr ein Ebitda von gut 30 (bisher: 24) Mrd. $ an.

Maersk gehört zu den langfristigen Haltepositionen. Allerdings ist der Wert bei Weitem kein Schnäppchen mehr; (B+).

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia ist dank der anhaltend hohen Nachfrage aus dem 5G-Bereich mit Zuwächsen ins Geschäftsjahr 2022 gestartet. Der Umsatz kletterte um 5 % auf 5,35 Mrd. €. Das Ebit erholte sich derweil um 6 % auf 583 Mio. €. Unter dem Strich verdiente Nokia mit 219 Mio. € allerdings 17 % weniger als vor einem Jahr. Grund dafür ist vor allem der Rückzug aus Russland. Insgesamt beziffern die Finnen die Belastungen hieraus auf gut 100 Mio. €.

Nokia bleibt angesichts des weltweiten 5G-Ausbaus noch immer eine spannende Investmentoption; (A–). 

Die Lieferkettenprobleme rund um den Zulieferer Wegovy machte Novo Nordisk zum Jahresauftakt mit guten Insulin-Geschäften wieder wett. Konzernweit stiegen die Erlöse um fast ein Viertel auf 42 Mrd. NOK. Das operative Ergebnis kletterte um 28 % auf 19,1 Mrd. NOK. Unter dem Strich verdiente Novo Nordisk mit 14,2 Mrd. NOK gut 13 % mehr als im Vorjahr. Angesichts der durchaus guten Entwicklung geht das Management nunmehr von einem Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von 10–14 % aus, nachdem man bisher nur 6–10 % Plus für 2022 anvisiert hatte.

Novo Nordisk gibt man derzeit keinesfalls aus der Hand; (B+).

Der Angriff auf die Ukraine durch Russland hat den europäischen Energiemarkt aufgerüttelt. Das hat auch Auswirkungen auf den zweitgrößten europäischen Gashersteller Equinor. Während händeringend nach Alternativen zu russischem Gas gesucht wird, hat das norwegische Unternehmen bereits angekündigt, seine Gas-Förderung weiter anzuheben. Dabei profitierte Equinor schon zu Jahresbeginn von den anziehenden Energiepreisen. Die Erlöse legten in den ersten 3 Monaten auf ganze 36,39 (17,59) Mrd. $ zu. Operativ schnellte das Ergebnis von 5,22 Mrd. auf ganze 18,39 Mrd. $. Und auch nach Steuern konnte der Gewinn signifikant auf 4,71 (1,85) Mrd. $ zulegen.

Equinor hat bereits eine durchaus gute Kurs-Rally abgelegt. Doch das Peak dürfte hier noch lange nicht erreicht sein; (B+).

U.a. dank des wieder anziehenden Geschäfts an Flughäfen und Co. ist der schwedische Sicherheitsexperte Securitas robust aus dem 1. Quartal gegangen. Auf organischer Basis erhöhten sich die Umsatzerlöse um 4 % auf 28,59 Mrd. SEK. Netto erzielten die Schweden einen Gewinn von 841 (680) Mio. SEK.

Securitas bleibt zunächst nur unter Beobachtung; (B+). 

U.a. geöffnete Bars und Restaurants haben dem dänischen Bierbrauer Carlsberg im 1. Quartal zu einem Umsatzplus verholfen. Die Erlöse legten insgesamt um 27 % auf 14,9 Mrd. DKK zu. Allerdings sind hier bereits die Aktivitäten in Russland herausgerechnet. Das Unternehmen will sich angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine aus dem Oligarchen-Staat zurückziehen. Der Verkaufsprozess könnte jedoch bis zu 12 Monate andauern. „Wir werden einen geordneten Veräußerungsprozess sicherstellen“, so Konzernchef Cees t‘Hart. Rund 10 % des Gesamtumsatzes machte Carlsberg im vergangenen Jahr in Russland.

Carlsberg kämpft sich langsam aber sicher wieder aus seinem Kurstief zurück. Investoren behalten die Aktie im Auge; (A–). 

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