Die Meldungen beim Modekonzern Hugo Boss reißen nicht ab. Nachdem zuletzt der AR-Chef seinen Stuhl räumte, festigte der britische Großaktionär Frasers seinen Einfluss beim Modekonzern weiter. Frasers-Chef Michael Murray wurde zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Mit Robert Palmer soll zudem ein weiterer Frasers-Vertreter in das Kontrollgremium einziehen. Der Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates folgt auf die jüngsten Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Fraser hatte seine Beteiligung an dem deutschen Modekonzern zuletzt auf 48 % ausgebaut und strebt die Mehrheit an.
Hugo-Boss-CEO Daniel Grieder begrüßte die Wahl. Murray habe die strategische Ausrichtung des Konzerns stets unterstützt. „Gemeinsam mit Michael Murray und dem Aufsichtsrat werden wir eng zusammenarbeiten, um unsere strategischen und finanziellen Ambitionen zu realisieren“, sagte Grieder.
Die Sazera Company Inc. will den Getränkehersteller Berentzen übernehmen. Nachdem bereits Gerüchte aufgekommen waren, folgte nun das Angebot in Höhe von 5,55 € je Berentzen-Anteilsschein. Damit bietet der amerikanische Hersteller von über 500 Alkohol-Marken insgesamt 53,3 Mio. €. Mit dem Kauf von Berentzen will sich der Konzern Zugang zum europäischen Markt sichern. Das Berentzen-Management befürwortet die Übernahme. Die Annahmeschwelle für die Offerte liegt bei über 50 % der Aktien. Im Anschluss ist das Delisting von Berentzen geplant.
Auch in die Übernahme der Commerzbank kommt weiter Bewegung. Insidern zufolge will UniCredit-Chef Andrea Orcel die Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp und AR-Chef Jens Weidmann austauschen. Zudem hat sich der Chef der italienischen Großbank gegen die Forderung der Bundesregierung auf zwei Sitze im Aufsichtsrat ausgesprochen.