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Bauzinsen steigen kräftig

Entwicklung der Zinssätze für Baufinanzierungen in Deutschland nach Sollzinsbindung (in %)

Die Zinsen für Immobiliendarlehen stiegen zuletzt deutlich. Das zeigt die Grafik auf Basis von Daten des Vermittlers für private Baufinanzierungen Interhyp. Seit Jahresbeginn bis Anfang Juni legten die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen von 1 % auf 2,9 % zu. Dadurch müssen Immobilienkaufende monatlich nun deutlich mehr Geld für ihre Darlehensraten aufbringen. Grund dafür ist laut Experten die seit Monaten anhaltende Rekordinflation, ausgelöst durch die Coronapandemie und den Ukraine-Krieg.

Zur Finanzierung eines Eigenheims werden häufig Hypothekendarlehen herangezogen. Das Darlehen wird durch die Eintragung eines Grundbuchrechtes in Form der Hypothek oder Grundschuld besichert. Es wird zwar weiterhin von Hypothekendarlehen gesprochen, in der Praxis dient mittlerweile jedoch in den meisten Fällen statt einer Hypothek die Grundschuld zur Kreditsicherung. Diese weist eine größere Flexibilität auf, da sie nicht unmittelbar von der gesicherten Kreditforderung abhängig ist.

Der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank hat zwar seit geraumer Zeit günstige Konditionen bei der Immobilienfinanzierung ermöglicht, dennoch bleibt der Anteil der Eigenheimbesitzer in Deutschland ausbaufähig. Laut Statistischem Bundesamt besitzen rund 31 % der privaten Haushalte des Landes ein Einfamilienhaus. Etwa 14 % sind Besitzer einer Eigentumswohnung.

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