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Bayer sieht rot

Auf –10,5 Mrd. € summierte sich der Nettoverlust, nachdem im Vorjahr noch ein Überschuss von 4,1 Mrd. € erzielt worden war. Immerhin konnte die im November angepasste Prognose erfüllt werden. Der Umsatz gab um 5 % auf 41,4 Mrd. € nach. Das bereinigte Ebitda stagnierte nahezu bei 11,46 Mrd. €. Rückstellungen für die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat und andere Produkte des Konzerns sowie Wertberichtigungen auf das Agrargeschäft summierten sich auf 23,3 Mrd. € und belasteten das Ergebnis entsprechend. Die Dividende wird entsprechend auf 2,00 (2,80) € eingekürzt (HV: 27.04.). Im Portfolio der Agrarsparte räumt Bayer weiter auf. Die Einheit Environmental Science mit einem Umsatz von rd. 600 Mio. € wird verkauft. Darin sind Geschäfte mit Produkten zur Schädlingsbekämpfung und Unkrautbeseitigung gebündelt, die außerhalb der Landwirtschaft verkauft werden. Um Glyphosat geht es dabei nicht.

2021 peilt Bayer nur einen kleinen Anstieg der währungsbereinigten Erlöse auf 42 bis 43 Mrd. € an. Das bereinigte Ebitda wird mit 10,5 bis 10,8 Mrd. € erneut schwächer ausfallen.

Die 2020er-Bilanz kann bei Bayer abgehakt werden. Sicherlich hat der Konzern noch einige offene Baustellen, dennoch hat man sich gerade in der Pharmasparte klug verstärkt, hier dürfte Überraschungspotenzial schlummern; (A–).

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