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BER unter Druck

Erste dauerte der Bau 9 Jahre länger als geplant und über die Kostenexplosion muss auch kein weiteres Wort verloren werden. Doch auch fast 2 Jahre nach der offiziellen Eröffnung wird es um den Berliner Flughafen BER nicht ruhiger.   

Nach der Teilrückzugsankündigung der britischen Billigairline Easyjet fordert nun auch der irische Konkurrent Ryanair niedrigere Gebühren am Hauptstadtflughafen. „Die Regierung und der Flughafen Berlin sollten jetzt handeln“, heißt es von Ryanair. Sie sollten wettbewerbsfähige Flughafenentgelte anbieten, damit der Luftfahrtsektor am Standort nicht auf das Niveau deutlich kleinerer Städte schrumpft. Eine Flughafensprecherin entgegnete, die Entgelte am BER seien vergleichbar mit denen anderer großer deutscher Flughäfen.

Easyjet hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, seine Basis in Schönefeld weiter zu verkleinern. Mit dem Winterflugplan sollen dort nur noch 11 statt 18 Flugzeuge stationiert sein. Schon in der Coronakrise hatte Easyjet seine Präsenz verkleinert – so auch Ryanair. Statt 13 hat die irische Fluggesellschaft nur noch 9 Flugzeuge in Schönefeld. Der BER bleibt damit aber die größte Basis des Billigfliegers in Deutschland. Als Grund nannten beide Unternehmen die anhaltend niedrigere Auslastung.

Die BER-Betreiber rechnen derweil nicht damit, vor 2025 wieder so viele Fluggäste abzufertigen wie vor Corona an den Alt-Standorten Tegel und Schönefeld. Damals waren es rund 36 Mio. In diesem Jahr werden zuletzt 17 Mio. Fluggäste anvisiert.

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