Das Versprechen von AstraZeneca, seinen potenziellen Impfstoff gegen Corona zum „Selbstkostenpreis“ abzugeben, ist offenbar zeitlich begrenzt. Internen Berichten zufolge, verfällt das Angebot, zumindest im konkreten Fall von Brasilien, bereits im Juli 2021. Eine Aussage von Konzernchef Pascal Soriot aus dem Sommer gerät dabei aktuell in den Fokus. Er hatte gesagt, dass der Preis gelte, „solange die Pandemie andauert“. AstraZeneca hatte zunächst als Preis für seinen Impfstoff 2,50 $ je Dosis anvisiert. Gleichzeitig hat sich der Konzern aber offenbar auch das Recht gesichert, in absehbarer Zeit höhere Preise verlangen zu können.
Schwierigkeiten innerhalb der Logistik des Pharmakonzerns Rochedrohen, das Coronavirus-Testprogramm in Großbritannien zu beeinträchtigen. Der Schweizer Konzern räumte ein, dass es wegen Problemen in seinem neuen Verteilzentrum in Sussex im Süden Englands zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten komme, darunter auch COVID-19-Tests. Einem Sprecher der britischen Regierung zufolge, hätten die Schwierigkeiten bei der Lieferkette nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf das Testprogramm. Roche arbeite daran, die Probleme so rasch wie möglich zu lösen. Laut dem Präsidenten des britischen Instituts für biomedizinische Wissenschaften, Allan Wilson, hätten einige Labore jedoch bereits mit Versorgungsproblemen zu kämpfen. Derweil baut der Schweizer Konzern sein Angebot für Diagnose-Tests aus. Ende des Jahres soll in Europa ein Antigentest zur Verfügung stehen. Dieser soll bereits binnen 18 Minuten ein Ergebnis liefern. Damit könnten bis zu 300 Tests pro Stunde durchgeführt werden, so Roche.
Rund 1,5 Mio. Dosen der experimentellen Impfstoffes des US-Pharmaunternehmens Pfizer in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller BioNTech hat sich die neuseeländische Regierung gesichert. Diese sollen voraussichtlich bereits im 1. Quartal 2021 zur Verfügung stehen. Dies sei ausreichend, um mit der Zweifach-Impfung 750.000 Menschen zu schützen. Verhandlungen mit weiteren Pharmaunternehmen über zusätzliche Dosen würden jedoch fortgesetzt, so die Regierung. Der Impfstoff der Kooperation ist einer der führenden Kandidaten im Rennen um die erste behördliche Genehmigung in den USA und Europa.
Nach dem Auftreten einer Erkrankung bei eibem Probanden muss der US-Pharmakonzern Johnson & Johnsonseine Spätstudie zunächst unterbrechen. Dies sei jedoch ein routinemäßiger Schritt, so das Unternehmen. Nebenwirkungen seien in einer Phase-III-Studie, insbesondere bei großangelegten Tests, zu erwarten. An der Wirksamkeitsstudie von J&J nehmen derzeit gut 60.000 Probanden teil. Der experimentelle Impftoff der Amerikaner unterscheidet sich von der Konkurrent, da von ihm nur eine einzige Dosis verabreicht wird. Bei anderen Kandidaten werden indes Zweifach-Impfungen angesetzt. Der Konzern geht aktuell trotz Unterbrechung davon aus, bereits Ende des Jahres bzw. Anfang des kommenden Jahres erste Ergebnisse liefern zu können.
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