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Coronanews

Die Entwicklung eines Coronaimpfstoffes durch den Pharmakonzern Sanofiund seines Partners GlaxoSmithKline verzögert sich. Bei älteren Erwachsenen habe es in Tests eine unzureichende Immunreaktion gegeben. Dies gehe wahrscheinlich auf eine nicht ausreichende Antigen-Konzentration zurück. Sanofi und GSK hatten im Frühjahr mitgeteilt, gemeinsam an einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu arbeiten. Abhängig von weiteren Studien erwarten die Hersteller nun eine frühestmögliche Verfügbarkeit des Impfstoffes im 4. Quartal 2021. Zuvor war dies eigentlich für Mitte 2021 vorgesehen.

MD-Wert Sanofi hat weitaus mehr als nur einen Coronaimpfstoff zu bieten. Langfristig ist der Titel also weiterhin durchaus einen genaueren Blick wert; (A–).

Der Schweizer Pharmakonzern Rocheist im Kampf gegen das Coronavirus eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Moderna eingegangen. Moderna hat vor Kurzem für seinen Corona-Impfstoffkandidaten in den USA und Europa die Notfallzulassung beantragt. Roche wiederum hat über seine Diagnostics-Sparte verschiedene Corona-tests auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Zusammenarbeit werde man nun den Elecsys-Anti-SARS-CoV-2 S-Antikörpertest in den mRNA-1273-Impfstoff-Forschungsversuchen von Moderna einsetzen, so Roche zu den Meldungen. Ziel sei es, die quantitative Messung von SARS-CoV-2-Antikörpern zu erleichtern.

Roche ist mit einem akt. Kurs von über 300,00 CHF schon lange kein Geheimtipp mehr; (B).

Eine Expertenkommission der US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Coronaimpfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTechund seines US-Partners Pfizer in den USA zugelassen. Nach der Zulassung durch die FDA empfahl auch die US-Gesundheitsbehörde CDC offiziell den Einsatz. Dabei handelt es sich um die letzte Formalität, bevor es mit dem Impfen losgehen kann. FDA-Chef Hahn hatte die Notfallzulassung einen „bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie“ genannt. BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin sagte, die Zulassung und der anstehende Einsatz des Impfstoffes würden „helfen, Leben überall in den USA zu retten, und die Rückkehr zur Normalität beschleunigen“. Nach Großbritannien sind die USA das zweite Land, das mit den Impfungen gegen COVID-19 startet. In Europa wird auf den Einsatz noch gewartet.

BioNTech und Pfizer gibt man auf keinen Fall aus der Hand; (B+).

CureVacist auf dem Weg zur Zulassung seines Coronaimpfstoffes einen Schritt weiter. Nach Angaben des Unternehmens hat die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie mit voraussichtlich mehr als 35.000 Teilnehmern begonnen. Mit ersten Ergebnissen rechnet CureVac nach Angaben eines Sprechers Ende des 1. Quartals 2021. Konzern-Chef Franz-Werner Haas sprach nach dem Start der III-Phase von einem „Meilenstein in der Entwicklung unseres Impfstoffkandidaten CVnCoV“. Ziel der Studie ist es, Wirksamkeit und Sicherheit des neuen sogenannten mRNA-Impfstoffs gegen das Virus zu beweisen. U.a. mit der EU-Kommission hat CureVac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Mio. Impfdosen geschlossen.

Langfristig betrachtet bleibt CureVac eine mindestens gute Halteposition; (A–). 

Die jüngste klinische Studie von AstraZenecaund der Universität Oxford hat die Sicherheit des Impfstoffes bestätigt und neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit erbracht. Allerdings wirft diese weitere Fragen auf. Denn unklar bleibt, warum nach den vorliegenden Daten die Effektivität 62 % bei zwei vollen Dosen betragen soll, aber 90 %, wenn stattdessen eine halbe und eine volle Dosis gegeben wurden. Dies werde „weitere Forschung erfordern, sobald mehr Daten aus der Studie verfügbar werden“, hieß es von Seiten des Unternehmens. Derweil baut der Konzern seine Sparte für seltene Medikamente mit einer Übernahme aus. Für insgesamt 39 Mrd. $ will AstraZeneca seinen US-Konkurrenten Alexion übernehmen. Dabei will AstraZeneca insgesamt 175 $ je Alexion-Aktie in bar sowie in eigenen Papieren zahlen. Die Verwaltungsratsgremien beider Parteien hätten der Übernahme zugestimmt. Allerdings steht noch eine Entscheidung der Regulierungsbehörden aus. Der Abschluss der Transaktion ist für das 3. Quartal kommenden Jahres geplant.

Bei AstraZeneca bleiben die Unsicherheiten auch nach der neuerlichen Studie bestehen. Zudem ist die Mrd.-Übernahme ein schwer verdaubarer Happen. Daher spekuliert man bei dieser Corona-Wette zunächst nicht mit; (B). 

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