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Coronaticker

Pünktlich zur Zulassung in Amerika hat die  US-Arzneimittelbehörde FDA Zahlen zur hohen Wirksamkeit des Coronaimpfstoffs von Moderna vorgelegt. Diese Beurteilung bestätigte Ende November vorgelegte Daten des Unternehmens, wonach das Präparat nach zwei Impfdosen eine Wirksamkeit von 94,1 % aufweise und sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen schütze. Von 30.350 Studienteilnehmern in der dritten Testphase bekam die eine Hälfte den Impfstoff mRNA-1273, die andere Hälfte ein Placebo. In der Gruppe mit dem Placebo infizierten sich in der Folgezeit 185 Menschen mit dem Coronavirus, in der geimpften Gruppe kam es nur zu 11 Fällen.

Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech hat nun auch mit China eine Auslieferung seines Coronaimpfstoffs vereinbart. Der Vertrag mit dem Partnerunternehmen Fosun Pharma sehe die Lieferung von 100 Mio. Dosen im kommenden Jahr vor und stehe noch unter dem Vorbehalt der Zulassung durch die chinesischen Behörden. Beide Unternehmen hatten bereits im März eine strategische Zusammenarbeit zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung eines potenziellen COVID-19-Impfstoffs beschlossen, der auf der Technologie von BioNTech beruht. Erst zu Beginn der Woche hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch in der EU zugelassen. Damit können nun auch in Europa die flächendeckenden Impfungen starten.

Bisher arbeitete das britische Pharmaunternehmen AstraZeneca nur mit der Universität Oxford zusammen, um einen Coronaimpfstoff zu entwickeln. Jetzt aber gab das Unternehmen bekannt, zusammen mit den Entwicklern von Russlands Impfstoff Sputnik V in naher Zukunft einen kombinierten Impfstoff erforschen zu wollen. AstraZeneca „wird bald damit beginnen, mit dem Gamaleya Research Institute in Russland zu erforschen, ob zwei auf Adenoviren basierende Impfstoffe erfolgreich kombiniert werden können“, so das britische Pharmaunternehmen. Der Russian Direct Investment Fund (RDIF), Russlands Staatsfond, der die Entwicklung von Sputnik V finanziert, bestätigte dies. Die klinischen Studien sollen noch Ende Dezember 2020 beginnen.

Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac testet seinen Impfstoffkandidaten unter „schwierigsten“ Bedingungen. An insgesamt 2.500 Mitarbeitern des Universitätsklinikums Mainz solle die Häufigkeit von Antikörpern und Covid-19-Erkrankungen erforscht werden. Die Studie solle konkret aufzeigen, welchen Unterschied der Impfstoffkandidat CVnCoV „für diese spezielle Personengruppe machen könne, die einem hohen potenziellen Infektionsrisiko ausgesetzt sei“, so Lidia Oostvogels, Leiterin des Bereichs Infektionskrankheiten bei CureVac. Bereits vor einigen Tagen hatte das Unternehmen den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie bekanntgegeben. Mit ersten Ergebnissen rechnet CureVac nach Angaben eines Sprechers Ende des 1. Quartals 2021. In der letzten Phase geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit von CVnCoV bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu untersuchen.

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