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Didi gerät ins Visier chinesischer Behörden

  • Die zum Firmenimperium der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörende US-Donutkette Krispy Kreme hat bei ihrem Börsengang in New York deutlich weniger Geld eingenommen als erhofft. Das Unternehmen teilte noch vor dem Handelsstart mit, seine Aktien zum Preis von 17 $ losgeschlagen zu haben, und damit  unter der zunächst angepeilten Spanne von 21 bis 24 $. Insgesamt erlöste das Unternehmen bei seinem IPO mit rd. 500 Mio. $ also weniger als geplant. Insgesamt wurde Krispy Kreme mit rd. 2,8 Mrd. $ bewertet.
  • Der Wertpapier-Broker Robinhood treibt sein IPO voran. Das Unternehmen veröffentlichte jüngst sein Wertpapierprospekt. Robinhood will demnach seine Aktien unter dem Tickerkürzel „HOOD“ an die New Yorker Tech-Börse Nasdaq bringen. Die 2013 gegründete Firma aus dem kalifornischen Menlo Park ist mit ihrer einfach zu bedienenden App vor allem bei jüngeren Anlegern beliebt, wegen ihres Geschäftsmodells aber umstritten. Erst kürzlich musste der Anbieter wegen Irreführung von Kunden, zu lascher Kontrollen bei riskantem Optionshandel und technischer Pannen bei einemgerichtlichen Vergleich fast 70 Mio. $ zahlen. Zudem laufen aktuell etliche weitere Verfahren. Laut Prospekt hat der Konzern im 1. Quartal 2021, trotz Erlösen von über 522 Mio. $, einen Verlust von –1,4 Mrd. $ eingefahren. Allerdings wächst das Unternehmen rasant. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Kundenkonten um 143 % zu. Die verwalteten Kundengelder des Brokers kletterten im jüngsten Quartal (verglichen mit dem Vorjahreszeitraum) von 19,2 Mrd. auf knapp 81 Mrd. $. Dennoch ist der Börsenaspirant nur was für hartgesottene Zocker.
  • Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing ist bei seinem Börsengang an der New York Stock Exchange auf reges Anlegerinteresse gestoßen. Die zum Preis von 14 $ ausgegebenen Anteilsscheine des Unternehmens eröffneten mit einem Plus von fast 19 % zum Einstandskurs von 16,65 $. Damit erreichte Didi zeitweise einen Börsenwert von rund 80 Mrd. $. Der Konzern hatte beim Börsengang in den USA mit der Ausgabe von knapp 317 Mio. Aktienhinterlegungsscheinen („American Depositary Shares“, kurz: ADS) nach eigenen Angaben 4,4 Mrd. $ erlöst. Derweil ist der Dienst unter Beobachtung der chinesischen Behörden geraten: Erst kürzlich wurden chinesische AppStores angewiesen, keine Software mehr von Didi anzubieten. Es seien „schwerwiegende Verstöße“ im Umgang mit personenbezogenen Daten festgestellt worden, hieß es von chinesischer Seite. Das Unternehmen teilte mit, daran zu arbeiten, seine App gemäß den Anforderungen zu korrigieren. Die bestehenden Nutzer, darunter 377 Mio. allein in China, können den Dienst weiter normal nutzen.
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