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Neues aus den USA

Der US-Elektroautopionier Tesla will die Preise für seine Elektrofahrzeuge in Nordamerika senken. Das Modell S werde demnach nun ab 74.990 (79.990) $ angeboten. Das als Hoffnungsträger eingeführte kleine Modell 3 gibt es in Zukunft demnach bereits ab 37.990 (39.999) $. Mit den Preiskürzungen reagiert Tesla auf eine sinkende Nachfrage nach Autos in der Coronakrise. Unklar ist jedoch, ab wann die Preisanpassungen in Kraft treten werden. Auch in China werde Tesla die Preise für die importierten Modelle S und X senken, jedoch die für das vor Ort hergestellte Modell 3 unverändert lassen.

Die Preissenkungen dürften Tesla bei einigen Kaufwilligen noch weiter in den Fokus rücken. Daher bleibt der Wert vorerst weiter im Depot geparkt; (B+). 

Der amerikanische Pharmakonzern Merck & Co. plant die Entwicklung gleich zweier Impfstoffe sowie eines Medikaments zur Behandlung des neuartigen Coronavirus. Der an der Emory Universität entwickelte EIDD-2801 genannte Wirkstoff soll demnach ähnlich wie der Hoffnungsträger Remdesivir wirken. Jedoch könnte das Mittel laut Merck-Chef Kenneth Frazier als Tablette verabreicht werden. Es sei zudem leichter und in großer Stückzahl herzustellen.

Merck & Co. behält man weiterhin auf der Watchlist; (A–).

Der PC- und Druckerhersteller HP Inc. verzeichnete in den ersten 6 Monaten Umsatzerlöse von 27,09 (28,75) Mrd. $. Zwar lag auch der Gewinn nach Steuern mit 1,44 (1,59) Mrd. $ unter dem Vorjahreswert. Damit übertraf das Unternehmen dennoch die Ergebniserwartungen der Analysten. Eine konkrete Prognose für das lfd. Jahr gibt das Unternehmen dennoch nicht aus.

Bei HP Inc. sollte man zunächst eine erste Kurserholung abwarten; (B+). 

Der Netzwerkausrüster Cisco übernimmt den US-Softwarehersteller Thousand Eyes. Berichten zufolge hat die Transaktion einen Wert von rd. 1 Mrd. $. Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen stellt u.a. Software her, welche die Leistung lokaler und überregionaler Verkehrsnetze analysiert.

Cisco ist langfristig nach wie vor ein spannendes Investment; (A–) (s.S.2/3).

Die verstärkte Nachfrage nach Homeoffice-Angeboten im Zusammenhang mit COVID-19 bescherte dem Computerkonzern Dell in den ersten 3 Monaten einen um 2 % höheren Umsatz im Kundenlösungsgeschäft. Allerdings sorgten die schwache Nachfrage aus China und verschobene Aufträge von Unternehmen im Bereich mit Rechenzentren für einen Rückgang um ganze 8 %. Daher blieb der Konzernumsatz insgesamt mit 21,9 Mrd. $ auf stabilem Niveau. Unter dem Strich drückten u.a. höhere Kosten für Mitarbeitersicherheit den Gewinn nach Steuern auf 143 (293) Mio. $. Aufgrund der noch immer schwer einschätzbaren Entwicklung, gibt auch der Traditionskonzern zunächst keine konkrete Prognose für das lfd. Jahr aus.

Dell sollte man dennoch nicht aus den Augen lassen; (B+). 

Der Unternehmenssoftware-Spezialist Salesforce erwartet für das lfd. Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 20 Mrd. $. Ende Februar war Salesforce noch von mindestens 21 Mrd. $ ausgegangen. Im 1. Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz um 30 % auf 4,87 Mrd. $. Der Gewinn nach Steuern fiel indes u.a. aufgrund höherer Ausgaben im Zusammenhang mit der Coronakrise auf 99 Mio. von 392 Mio. $ im Vorjahr zurück.

Salesforce ist nach wie vor reizvoll; (A–). 

Die US-Großhandelskette Costco Wholesale hat in den ersten 9 Monaten u.a. von den anfänglichen Hamsterkäufen profitiert. Die Umsatzerlöse zogen demnach um 113,38 Mrd. $ an. Im Vorjahr hatte Costco hier noch 105,21 Mrd. $ umgesetzt. Nach Steuern verbesserte sich das Ergebnis mit 2,61 (2,56) Mrd. $ ebenfalls leicht. Einen Ausblick auf das lfd. Jahr gab das Unternehmen trotzdem nicht.

Costco Wholesales bleibt auch weiter im Depot; (B+).

Das Softwareunternehmen für digitale 2D- und 3D-Lösungen, Autodesk, steigerte in seinem 1. Quartal die Umsatzerlöse um 20 % auf 885,7 Mio. $. Nach Steuern schaffte es das Unternehmen zudem mit 66,5 Mio. $ zurück in die Gewinnzone. Im Vorjahr hatte Autodesk hier noch einen Verlust von –24,2 Mio. $ verbuchen müssen. Für das lfd. Gesamtjahr visiert der Konzern insgesamt ein Umsatzplus von 12–15 % an.

Autodesk lässt man einfach weiterlaufen; (B). 

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