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Neues aus den USA

Johnson&Johnson will das US-Biotechunternehmen Momenta Pharmaceuticals für 6,5 Mrd. $ in bar übernehmen. Es gebe diesbezüglich eine endgültige Vereinbarung, so der Pharmagigant. Dabei biete das Unternehmen 52,50 $ je Momenta-Aktie. Die Transaktion soll in der 2. Jahreshälfte 2020 abgeschlossen werden. Momenta Pharmaceuticals entdeckt und entwickelt den Angaben zufolge neuartige Therapien für Immunkrankheiten. Trotz der geplanten Übernahmen bestätigte J&J das Ziel für den bereinigten Gewinn je Aktie für das laufende Jahr. Demnach soll ddieser bei 7,75–7,95 $ landen. Im kommenden Jahr würden mit dem Momenta-Zukauf aber zusätzliche Forschungs- und Entwicklungskosten anfallen, die den Gewinn je Aktie mit etwa 10 bis 15 Cent belasten dürften

J&J bleibt auf der Watchlist; (A–).

Neben dem Trend zum Homeoffice trieb vor allem die höhere Nachfrage im Cloud-Geschäft die Zahlen von Alibaba zuletzt an. Von April bis Juni legten die Umsätze um 34 % auf 21,76 Mrd. $ zu. Nach Steuern erzielte der chinesische Onlinegigant einen Gewinn von 6,57 Mrd. $ und damit ganze 143 % mehr als noch im Vorjahreszeitraum.    

Alibaba gehört zu den Corona-Profiteuren. Der Titel bleibt daher im Depot; (B+).     

Weltweit nutzten viele Besitzer die Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen, um ihre Häuser und Wohnungen auf Vordermann zu bringen. Das hat auch die US-Baumarktkette Home Depot zu spüren bekommen. Allein im 2. Quartal erhöhten sich die Umsatzerlöse um 23,4 % auf 38,1 Mrd. $. Auch der Nettogewinn konnte um fast ein Viertel auf 4,33 Mrd. $ zulegen, obwohl das Unternehmen an seine Mitarbeiter aufgrund der Sonderbelastungen in der Coronazeit zusätzliche Vergütungen zahlte. Einen konkreten Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf hat Home Depot dennoch vorerst nicht ausgegeben.   

Home Depot bleibt im Werkzeug-Depot; (B+).      

Ein starker Videospiele-Markt und gute Absatzzahlen im Bereich Rechenzentren haben dem Chip-Spezialisten Nvidia im 2. Quartal deutlichen Schub gegeben. Die Umsatzerlöse verbesserten sich insgesamt auf 3,87 (2,58) Mrd. $. Nach Steuern standen mit einem Gewinn von 622 Mio. $ zudem gut 13 % mehr in der Bilanz. Für das lfd. 3. Quartal rechnet der Konzern derweil mit Umsatzerlösen in Höhe von 4,4 Mrd. $, plus oder minus 2 %.    

Nvidia weist vor allem durch die starke Position in der Gaming-Sparte noch Potenzial auf, ist allerdings bereits hoch bewertet; (A–).  

Geringere Abschreibungen bei Leasing-Restwerten sowie niedrigere Vertriebs-, Administrations- und Gemeinkosten haben Deere & Co im vergangenen Quartal durch die Krise geholfen. Zwar gingen die Umsätze um 11 % auf 8,93 Mrd. $ zurück. Der Rückgang beim Ergebnis nach Steuern konnte indes im 3. Quartal mit 811 (899) Mio. $ zumindest abgefedert werden. Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein Nettogewinn in Höhe von 2,25 Mrd. $ erwartet. Dabei bleiben viele Unsicherheiten bezüglich der Pandemie, die das Geschäftsergebnis und die finanzielle Situation negativ beeinflussen können. Zusätzlich hat das Unternehmen den Mitarbeitern umfangreiche freiwillige Aufhebungsverträge angeboten, die im 4. Quartal umgesetzt werden sollen.    

Deere & Co kann sich in der Krise behaupten. Der Titel ist durchaus einen genaueren Blick wert; (A–).     

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