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Neues aus den USA

Dank der gestiegenen Nachfrage nach Speicherchips in der Coronakrise konnte Micron Technology seinen Umsatz im 4. Quartal um 24 % auf 6,06 Mrd. $ steigern. Der Trend zum Homeoffice verbesserte das operative Ergebnis. Der Quartalsüberschuss kletterte von 637 Mio. $ im Vorjahreszeitraum auf 1,2 Mrd. $. Auch für das kommende Geschäftsjahr erwartet Micron, vom anhaltenden Trend zum Homeoffice profitieren zu können und peilt im Q1 Erlöse zwischen 5,0 und 5,4 Mrd. $ an.

Micron Technologies behält man unter Beobachtung; (B+). 

Im 3. Quartal hat der Snack- und Getränkeriese PepsiCo u.a. von der einsetzenden Markterholung profitiert und steigerte die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 % auf rund 18,1 Mrd. $. Am deutlichsten legte dabei die ohnehin florierende Snack-Sparte Frito-Lay in Nordamerika zu. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Überschuss von 2,3 Mrd. $, nach 2,1 Mrd. $ ein Jahr zuvor. Vor diesem Hintergrund traut sich der Konzern auch wieder eine Prognose für 2020 zu. Demnach rechnet PepsiCo nun mit einem Umsatzwachstum aus eigener Kraft von rund 4 % und einem bereinigten Gewinn je Aktie von rund 5,50 $ und damit nur knapp unter dem Vorjahreswert von 5,53 $ je Aktie.   

PepsiCo bleibt eine reizvolle Investition; (A–).

Die Coronakrise hat den Mediengiganten Disney mit seinen Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffen stark getroffen. Insgesamt sollen 28.000 Arbeitsplätze wegfallen. Spartenchef Josh D‘Amaro erklärte in einem Brief an die Mitarbeiter sein großes Bedauern. Aber die Stellenstreichungen seien unvermeidbar. Kostensenkungen, die Aussetzung von Projekten und Rationalisierungen hätten nicht ausgereicht. Die Dauer der Pandemie und die mangelnde Bereitschaft der Regierung in Kalifornien, Beschränkungen aufzuheben, hätten die Situation verschärft.

Disney bleibt auf lange Sicht dennoch eine mehr als gute Halteposition; (A–).

Entgegen früherer Aussagen will die Investmentsbank Goldman Sachs nun doch Mitarbeiter entlassen. Zwar sprach das Unternehmen selbst nur von einem „moderaten“ Stellenabbau, Insidern zufolge soll es sich dabei indes um gut 400 Arbeitsplätze handeln. Weitere Angaben machte Goldman Sachs derweil nicht.

Goldman Sachs bietet derzeit keine Kaufreize; (B). 

Der Handelsgigant Walmart verkauft sein britisches Tochterunternehmen Asda für insgesamt 8,8 Mrd. $. Käufer sind die Unternehmer Mohsin und Zuber Issa, die bisher ihr Geld mit dem Tankstellenbetreiber EG Group vedienten, sowie das Private-Equity-Unternehmen TDR Capital. In den nächsten 3 Jahren wollen die neuen Eigentümer mehr als 1 Mrd. £ in die britische Supermarktkette investieren.

Bei Walmart kauft man weiter ein; (A–).

Im 3. Quartal lieferte der Elektroautopionier Tesla mit 139.300 (97.000) Fahrzeugen deutlich mehr aus als von Analysten erwartet. Experten gingen von 134.720 E-Autos aus. Im Vergleich zum Vorquartal verbesserte sich die Produktion um 76 %.

Tesla liefert und liefert, ist aber kurstechnisch bereits außer Reichweite; (B). 

Wegen der anhaltenden Coronakrise geht der Öl- und Gaskonzern Exxon Mobile von einem noch höheren Quartalsverlust aus. Konkret sprach das Unternehmen, das bereits seit Längerem unter den zurückgehenden Energiepreisen leidet, von einem Verlust von –0,68 Cent je Aktie. Analysten hatten bisher einen Fehlebtrag von bis zu –0,07 Cent je Aktie angepeilt. Neben schwachen Gaspreisen nannte Exxon auch Schwierigkeiten in der Logistik und geringere Margen im Raffineriegeschäft als Grund für den düsteren Ausblick.

In der Coronakrise geraten vor allem die Öl- und Gaskonzerne unter Druck, so auch Exxon Mobile. Die Aktie ist daher wenig interessant; (B).

Der Pharmagigant Bristol-Myers Squibb (BMS) will sein Angebot an kardilologischen Arzneien durch eine Milliardenübernahme ausbauen. Für 13,1 Mrd. $ plant der US-Konzern, das Biotech-Unternehmen Myokardia zu übernehmen. Dies entspricht einem Angebot von 225 $ je Aktie. BMS will die Transaktion bis Jahresende abschließen.

BMS behält man im Auge; (B+). 

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