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Neues aus der Schweiz und Österreich

Der Schweizer Augenheilkonzern Alcon ist auch im 3. Quartal von der Coronapandemie belastet worden. Hinzu kamen u.a. Restrukturierungskosten. Zwar blieben die Umsatzerlöse mit 1,82 (1,84) Mrd. $ in etwa auf Vorjahresniveau. Operativ weitete sich der Verlust jedoch massiv von –18 Mio. auf –129 Mio. $ aus. Nach Steuern stand ebenfalls mit –147 (–66) Mio. $ ein deutlich negatives Ergebnis in der Bilanz. Der Ausblick für das Gesamtjahr war bereits mit den Zahlen zum ersten Quartal kassiert worden, daran hat sich nichts geändert. Aufgrund des ungewissen Umfangs und der Dauer der COVID-19-Pandemie sei man nicht in der Lage, eine Schätzung der Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2020 vorzulegen.   

Alcon bleibt langfristig eine gute Halteposition; (B+).

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Insurance hat in den ersten 9 Monaten in der Schadenversicherung etwas höhere Prämien eingenommen als in den Vorquartalen. Insgesamt stiegen hier die Bruttoprämien von Januar bis Ende September um 3 % auf 27,3 Mrd. $.    

Trotz deutlichem Kursknick ist die Zurich Insurance noch immer gut bezahlt; (B).

Der österreichische Baukonzern Strabag sieht sich nach dem 3. Quartal weiter auf Kurs für das Gesamtjahr. Die Gesamtleistung soll 2020 bei 15 Mrd. € liegen, nach 16,6 Mrd. € im vorigen Jahr. In den drei Monaten bis Ende September lag die Gesamtleistung des Konzerns bei 11,09 Mrd. € und damit gut 9 % unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand konnte sich indes mit 18,96 Mrd. € um gut 7 % verbessern. Absolute Angaben zum Ergebnis macht Strabag zum Quartal traditionell nicht.

Strabag behält man im Auge; (B+). 

Trotz des coronabedingt geringeren Absatzes konnte der weltgrößte Schokoladenhersteller Barry Callebaut im jüngst abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 seine Umsatzerlöse mit 6,89 Mrd. CHF auf Vorjahresniveau halten. U.a. negative Währungseinflüsse ließen den Gewinn nach Steuern jedoch um 14,8 % auf 311,5 Mio. CHF zurückgehen. Zwar gab das Unternehmen keine konkrete Prognose für das lfd. Jahr aus. Mittelfristig peilen die Schweizer jedoch weiterhin eine Steigerung der Verkaufsmenge in den kommenden 3 Jahren von 5–7 % an.

Barry Callebaut bleibt auch in Coronazeiten ein Luxusgut; (B).

Die Folgen der Coronakrise haben der Raiffeisenbank International auch in den ersten 9 Monaten einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn auf 599 Mio. € nach 874 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Zinsüberschuss blieb mit 2,48 (2,53) mrd. € gut 2 % hinter dem Vorjahreswert. Am Ausblick hält die derweil Bank fest. „Wir werden dieses Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen. Trotz des neuerlichen Lockdowns lassen wir unseren Ausblick unverändert“, so Bankchef Johann Strobl.

Bei der RBI bleibt man dennoch vorerst am Seitenrand; (B). 

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