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Neues aus Frankreich

 Der Rüstungskonzern Thales hat im vergangenen Jahr etwas mehr verdient, rechnet aber erst ab 2021 mit einem „greifbaren“ Wachstum. Die Erlöse legten 2019 organisch um 0,8 % auf 18,4 Mrd. € zu, und auch das Betriebsergebnis (Ebit) kletterte auf 2,01 Mrd. € nach noch 1,69 Mrd. € im Vorjahr. Unter dem Strich erhöhte sich der konsolidierte Gewinn um 14 % auf 1,12 Mrd. €. Für 2020 rechnet der Rüstungskonzern mit einem Umsatz zwischen 19,0–19,5 Mrd. € und einer Ebit-Marge von 10,8 bis 11 %.

Thales behält man im Auge; (B+).

 Aufgrund der Viruskrise in China hat auch Danone seinen Ausblick für 2020 angepasst. In China erzielt der Lebensmittelkonzern rund 1/10 seiner Umsätze und peilt deshalb ein Umsatzwachstum zwischen 2–4 (vorher 4–5) % an. Die operative Marge soll jetzt mehr als 15 % betragen, nachdem zuvor mit mindestens  16 % gerechnet wurde. Im vergangenen Jahr hat der Konzern insgesamt gut verdient. Der Umsatz legte um
2,6 % auf 25,29 Mrd. € zu. Und auch unter dem Strich kletterte der Gewinn 2019 auf 2,6 (2,4) Mrd. €. Das EPS stieg ebenfalls um rund 8,3 % auf 3,85 €.

Bei Danone kauft man gerne weiter ein; (A–).

 Mit guten Zahlen plant der Opel-Mutterkonzern PSA die Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler (FCA). Der Konzern konnte seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 1 % auf 74,7 Mrd. € steigern, und auch der Nettogewinn fuhr um gut 13 % auf 3,2 Mrd. € vor. Grund hierfür waren Kostensenkungen und neue Automodelle. Die Fusion mit FCA soll spätestens im 1. Halbjahr 2021 abgeschlossen werden. PSA-Chef Tavares ist optimistisch, grünes Licht von den Wettbewerbsbehörden zu bekommen.

Bei PSA und Fiat Chrysler fährt man weiter mit; (B+). 

 Dank guter Geschäfte mit erneuerbaren Energien und der wieder laufenden Stromproduktion der belgischen Atomkraftwerke steigerte der Energiekonzern Engie seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr deutlich. Organisch legte der Gewinn um 11 % auf 2,7 Mrd. € zu, und auch die Erlöse stiegen um 4,1 % auf 60,1 Mrd. €. Das Ebitda fuhr organisch um 8 % auf 10,4 Mrd. € vor. Unter dem Strich stand ein Gewinn in Höhe von 2,68 (2,42) Mrd. € in den Büchern. Die Aktionäre sollen eine um 7 % angehobene Dividende von 0,80 € erhalten. 2018 hatte die ungeplante Abschaltung der belgischen Atommeiler dem Konzern Probleme bereitet. Für 2020 peilt das Energieunternehmen nun einen Nettogewinn im fortgeführten Geschäft zwischen 2,7 und 2,9 Mrd. € an. Bis 2022 will Engie rund 10 Mrd. € in sein Wachstum investieren.

Engie lässt man vorerst weiterlaufen; (B+). 

 Die Konkurrenz durch Online-Anbieter und spezialisierte Händler machen, ebenso wie der Preiskrieg mit anderen Supermarkt-Rivalen, dem Handelskonzern Carrefour zu schaffen. Aufgrund des anhaltenden Umsatzrückgangs in Europa will der Konzern sein Sparprogramm verschärfen und die Kosten jährlich um 2,8 Mrd. € senken. Dank eines guten Geschäfts in Lateinamerika stieg der Nettogewinn 2019 auf 1,13 Mrd. € nach noch –561 Mio. € im Vorjahr, obwohl der Umsatz auf Vorjahresniveau bei rund 81 Mrd. € verharrte. Bereinigt legte dieser indes um 3 % zu. Der Handelskonzern will seinen Aktionären eine unveränderte Dividende von 0,46 € je Aktie auszahlen.

Abstand halten; (B).

 Beim Technologiekonzern Safran stand am Ende des Geschäftsjahres 2019 ein Umsatzplus von 17,1 % auf 24,64 Mrd. € in den Büchern. Mit 2,67 (1,98) Mrd. € hat der Konzern auch unter dem Strich mehr verdient. Das EPS legte ebenfalls auf 6,13 € zu, nach noch 4,54 € im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2020 geht der Konzern allerdings von einem (bereinigten) Umsatzrückgang zwischen 0 und 5 % aus. Die Prognose ist aber davon abhängig, ob der angeschlagene Flugzeugbauer Boeing ab Mitte des Jahres seinen Unglücksflieger 737 MAX wie geplant ausliefern kann.

Safran behält man im Auge; (B+).

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