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Neues den USA

Johnson & Johnson rechnet wegen der COVID-19-Krise im laufenden Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang. Der Umsatz dürfte sich 2020 auf 77,5 bis 80,5 Mrd. $ belaufen. Zuvor hatte das Management noch Erlöse von 85,4–86,2 Mrd. $ angepeilt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll statt 8,95–9,10 $ nur noch 7,50–7,90 $ erreichen. In den ersten 3 Monaten erhöhten sich die Erlöse um 3,3 % auf 20,7 Mrd. $. Und auch nach Steuern stand mit einem Gewinn von 6,15 Mrd. $ gut 9 % mehr in der Bilanz. Für die Entwicklung eines eigenen Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus erhöht der Konzern aktuell seine Investitionen: „Wir haben uns fest vorgenommen, die Produktion mitsamt der dazugehörigen Risiken demnächst zu starten und der Gesellschaft einen preiswerten Impfstoff zugänglich zu machen“, so Konzernchef Alex Gorsky. Dennoch sollen Aktionäre eine höhere Dividende von 4,04 (3,80) $ je Aktie erhalten.

Johnson & Johnson ist mit seinem breiten Portfolio gut aufgestellt. Die Aktie schaut man sich daher einmal genauer an; (A–). 

Boeing will die aufgrund der Coronakrise gestoppte Flugzeugproduktion bereits in dieser Woche wieder anlaufen lassen. Der Betrieb in den Fabriken in der Region Puget Sound im Bundesstaat Washington wird seit 20. April schrittweise hochgefahren. Zunächst würde die Montage von den Modellen 747, 767 und 777 wieder aufgenommen, ab dem 23. oder 24. April auch die der 787 (nach Redaktionsschluss). Damit sollen rund 27.000 Beschäftigte laut Boeing wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Boeing bleibt noch immer am Boden; (B).

Der Fahrdienst Uber kündigt wegen der Coronakrise milliardenschwere Abschreibungen an und zieht seine Jahresprognose zurück. Allein im 1. Quartal soll sich der Verlust aufgrund von Abwertungen in der Bilanz um 1,9 Mrd. bis 2,2 Mrd. $ höher ausfallen, als bisher angenommen. Uber steckt ohnehin schon tief in den roten Zahlen, im Q4 2019 hatte der Konzern einen Fehlbetrag von –1,1 Mrd. $ verzeichnet. Auch die Anfang Februar veröffentlichte Prognose nimmt der Konzern zurück. Einen neuen Ausblick gab Uber indes nicht. Einen ausführlichen Quartalsbericht will das Unternehmen am 7. Mai vorlegen.

Uber bleibt am Straßenrand geparkt; (B–). 

Die Auswirkungen der Coronakrise haben sich beim Heimausstatter Bed, Bath & Beyond deutlich in den Bilanzzahlen niedergeschlagen. Die Umsatzerlöse fielen mit 11,16 (12,03) Mrd. $ leicht geringer aus. Netto weitete sich der Fehlbetrag von –137,22 Mio. $ deutlich auf –613,82 Mio. $ aus. Das Unternehmen geht auch weiter davon aus, dass sich die Coronapandemie auch weiter auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken wird. Genaue Angaben nannte der Konzern allerdings nicht.

Bed, Bath and Beynd gibt man derzeit in die Retoure; (B). 

In den ersten 3 Monaten des lfd. Jahres zählte Abbott Laboratories zu den Profiteuren der Coronakrise (s.S.2/3). Die Umsätze legten auf 7,73 (7,54) Mrd. $ zu. Der Gewinn nach Steuern belief sich derweil auf 564 (672) Mio. $. In Sachen Coronavirus-Tests ist Abbott ganz vorn mit dabei. Laut eigenen Angaben habe das Unternehmen drei „Breakthrough Diagnostics Tests“ lanciert. Neben einem Coronavirus-Schnelltest haben die Amerikaner nun auch einen Antikörper-Test entwickelt. Die Kapazitäten sollen hierzu hochgefahren werden. Aufgrund der dennoch anhaltend unsicheren Lage, gibt auch der Laborausrüster vorerst keine Jahresprognose ab.

Abbott Lab forscht weiter im Depot; (B+).

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