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Neues vom Übernahmemarkt – Ausgabe 45/26

Mit dem Verkauf von Unterhaltungselektronik hat die MediaMarktSaturn-Muttergesellschaft Ceconomy im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) nach vorläufigen Zahlen deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Die Erlöse kletterten auf 24,04 (23,10) Mio. €. Das bereinigte Ebit stieg um 27 % auf 515 Mio. € (Bericht: 14. Dezember). Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird ein bereinigtes Ebit von rund 800 Mio. € anvisiert. Der chinesische Onlinehändler JD.com will Ceconomy übernehmen. Nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt folgte jüngst auch grünes Licht von Seiten der EU.

Noch bis zum 5. November (nach Redaktionsschluss) hatten die Aktionäre des Essenslieferdienstes Delivery Hero Zeit, dass Übernahmeangebot von Uber in Höhe von 41,50 € je Aktie anzunehmen. Mit einem Abschluss der Transaktion wird, vorbehaltlich aller behördlichen Genehmigungen, in der 2. Jahreshälfte 2027 gerechnet. Derweil lief es für den Konzern im 3. Quartal besser als erwartet. Der Bruttowarenwert (GMV) kletterte auf 13,9 (12,2) Mio. € und der Umsatz erreichte 4,35 (3,53) Mrd. €. Für 2026 peilt das Management inzwischen ein GMV-Wachstum von 10 bis 12 (bisher: 9–11) % an. Beim Umsatz wird das Unternehmen indes vorsichtiger und rechnet nun mit einer Wachstumsspanne von 17 bis 19 (zuvor: 18–20) %. Das bereinigte Ebitda soll sich derweil bei 980 Mio. bis 1,02 Mrd. € einfinden, nachdem hier bislang 960 Mio. bis 1,0 Mrd. € auf dem Kurszettel standen. 

Das von der Zest Bidco GmbH (eine Holdinggesellschaft von Warburg Pincus) übernommene Softwareunternehmen PSI Software hat die ersten 9 Monate mit einem Umsatzanstieg auf 210,9 (203,6) Mio. € abgeschlossen. Restrukturierungskosten drückten das bereinigte Ebit jedoch auf 4,6 (5,8) Mio. €. Unterm Strich konnte der Verlust immerhin auf –22,9 (–26,3) Mio. € leicht eingedämmt werden. Noch bis zum 17. November haben Aktionäre zudem Zeit das Delistingangebot über 45,15 € anzunehmen. Nach Ablauf der Frist soll PSI dann auch von der Börse verschwinden. 

Wie bereits bekannt hat die SMOT Acquisition GmbH, eine Tochter des US-Konzerns Red Cat, den Aktionären von 
Steyr Motors ein Übernahmeangebot in Höhe von 39,00 € je Aktie vorgestellt. Nun haben Vorstand und Aufsichtsrat die Annahme des Angebots empfohlen. Auch CEO Julian Cassutti und die Ankeraktionärin B&C Holding Österreich GmbH haben bereits zugesagt ihre Anteile anzudienen. Die Annahmefrist läuft bis zum 18. Dezember. 

Die verhaltene Konsumnachfrage hat dem Modekonzern Hugo Boss auch das 3. Quartal verhagelt. Beim Umsatz musste das Unternehmen einen währungsbereinigten Rückgang von 5 % auf 946 Mio. € hinnehmen. Das Ebit gab indes auf 81 (95) Mio. € nach und unterm Strich fuhr der Gewinn auf 49 (60) Mio. € zurük. 

Angesichts der anhaltenden Schwäche wird das Management vorsichtiger bei den Jahreszielen. Nachdem bisher für 2026 ein währungsbereinigter Erlöserückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet wurde, steht nun ein hohes einstelliges Minus auf dem Plan. In 2025 setzte Hugo Boss noch 4,3 Mrd. € um. Beim Ebit liegt die Zielspanne inzwischen bei 250 bis 300 Mio. €. Bisher wurde hier ein Rückgang auf 300 bis 350 Mio. € in Aussicht gestellt, nach 391 Mio. € im Vorjahr. Inzwischen hält die Fraser Group 50,08 % der Anteile an dem Unternehmen.