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Neues von den Automobilzulieferern

  • Im 1. Halbjahr steigerte der Automobilzulieferer Grammer seinen Umsatz von 972,5 Mio. auf 1,03 Mrd. €. Hohe Kosten und die erneuten Lockdowns in China drückten das Ebitda hingegen auf 30,9 (69,0) Mio. €. Unterm Strich sah der Konzern mit –25,5 (18,2) Mio. € sogar rot. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten hat das Management die Jahresziele bekräftigt (s. ES 19/22); (B+).
  • An- und hochlaufende Serienproduktionen sowie Kostensenkungsmaßnahmen haben PWO ein positives 1. Halbjahr beschert. Der Umsatz verbesserte sich auf 258,1 (213,7) Mio. €. Das Ebit kletterte auf 17,0 (13,2) Mio. €. Das Konzernergebnis sprang  auf 10,7 (8,8) Mio. € an. Obwohl die Lieferkettenprobleme auch im 2. Halbjahr spürbar bleiben werden, hat das Management die Jahresprognose bestätigt (vgl. ES 24/22); (A–).
  • Eine höhere Investitionsbereitschaft von Landwirten wegen der gestiegenen Getreidepreise sowie ein stärkeres Lkw-Geschäft gaben Jost Werke im vergangenen 1. Halbjahr Rückenwind. Der Umsatz fuhr auf 633,8 (530,7) Mio. € vor. Zwar machten sich auch bei dem Nutzfahrzeugzulieferer die Störungen in den Lieferketten bemerkbar. Diese konnten allerdings durch eine positive Entwicklung in Nordamerika und Asien kompensiert werden. Beim bereinigten Ebit standen mit 66,5 Mio. € 11,4 % mehr in den Büchern. Nach Steuern erwirtschaftete der Konzern mit 37,7 (23,9) Mio. € ebenfalls mehr. Angesichts der positiven Entwicklung sieht sich der Vorstand auf Kurs bei seinen Jahreszielen (vgl. ES 20/22); (B+).
  • Obwohl Deutz in den vergangenen 6 Monaten deutliches Wachstum verbuchen konnte, behält das Management die Jahresziele weiterhin unter Vorbehalt, auch wenn bisher kaum negative Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg zu spüren sind (vgl. ES 11/22). Von Januar bis Juni zogen die Erlöse um 20,8 % auf 930,4 Mio. € an. Dank Einsparungen und eines höheren Geschäftsvolumens fuhr das Ebit auf 35,5 (16,1) Mio. € vor. Das Konzernergebnis konnte ebenfalls mit 28,0 (13,3) Mio. € mehr als verdoppelt werden; (A–).
  • Sonderzahlungen von Autobauern haben Leoni im 2. Quartal zu einem operativen Gewinn verholfen. Die Kunden des Konzerns haben das Unternehmen für schwankende Abrufe entschädigt, wenn dadurch beispielsweise die Produktion vorübergehend gestoppt werden musste. Auf Halbjahressicht sackte der Umsatz um 10 % auf 1,9 Mrd. € ab. Das Ebitda aus fortgeführten Geschäftsbereichen kletterte hingegen auf 121 (113) Mio. €. Das Konzernergebnis sackte mit –68 T€ (Vj.: 19 Mio. €) in die Verlustzone; (B–).
  • Der Hersteller von Automatisierungslösungen für die E-Mobilität Aumann schraubte im 1. Halbjahr die Erlöse auf 92,2 (72,8) Mio. € hoch und verbuchte einen Rekordauftragsbestand von 249,2 (134,4) Mio. €. Beim Ebitda schaffte der Konzern mit 3,0 Mio. € sogar den Turnaround. Im Vorjahr schlug noch ein Verlust von –931 T€ zu Buche. Auch beim Konzernergebnis schaffte es Aumann mit 79 T€ (–2,6 Mio. €) aus den roten Zahlen. Auf Jahressicht wird ein Umstz von 200 (161,1) Mio. € erwartet. Die Ebitda-Marge soll sch zwischen 4 und 5 (–1,8) % einfinden; (B).
  • Delticom verbuchte aufgrund des Verkaufs des US-Geschäfts Anfang des Jahres einen Umsatzrückgang von 11,9 % auf 219,7 Mio. €. Im Kerngeschäft Reifen Europa hingegen legten die Erlöse um 2,5 % zu. Dafür schoben die nunmehr geringeren Abschreibungen das Ebit auf 4,3 (2,7) Mio. € an. Der Periodenüberschuss hat sich mit 2,8 (1,0) Mio. € beinahe verdreifacht. Den Ausblick auf das Gesamtjahr hat der Online-Reifenhändler bekräftigt (vgl. ES 13/22); (B).
  • Der unter der Dachmarke Forvia agierende Autozulieferer Hella musste im Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende Mai) einen leichten Umsatzrückgang auf 6,3 (6,4) Mrd. € hinnehmen. Das bereinigte Ebit hingegen verlor deutlich auf 279 (510) Mio. €. Unterm Strich stand mit 184 (360) Mio. € ebenfalls weniger in der Bilanz. Für das abgelaufene Jahr soll den Aktionären eine Dividende von 0,49 (0,96) € vorgeschlagen werden (HV: 30. September). Für das aktuelle Geschäftsjahr werden derweil Erlöse zwischen 7,1 und 7,6 Mrd. € anvisiert. Die bereinigte Ebit-Marge soll sich zwischen 5,5 und 7,0 (4,4) % einfinden; (B).
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