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News aus den USA

Der Videokonferenzenanbieter Zoom hat sich über ein Aktienangebot frisches Geld besorgt. Es seien 5,15 Mio. Aktien zu 340 $ im Zuge einer Kapitalerhöhung platziert und damit 1,75 Mrd. $ eingespielt worden. In den nächsten 30 Tagen kann Zoom noch einmal gut 735.000 Aktien losschlagen, falls die Konsortialbank diese Option nutzt.

Zoom gehört ganz klar zu den Coronaprofiteuren. Angesichts des bereits hochgelaufenen Kurses von rund 380,00 $ ist der Wert jedoch nur noch etwas für spekulative Anleger; (B+).

Die Auswirkungen der Pandemie haben der US-Fluggesellschaft Delta Airlines im abgelaufenen Jahr einen zweistelligen Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von gut –12,4 Mrd. $ nach einem Gewinn von 4,8 Mrd. $ ein Jahr zuvor. Der Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 17,1 Mrd. $ ein. Delta-Chef Ed Bastian hofft nun, die Airline mit weiteren milliardenschweren Staatshilfen durch die Krise zu bringen: „Ich bin optimistisch, dass es ein Jahr der Erholung und ein Wendepunkt wird.“ Die Konzernspitze erwartet, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen zu Beginn des Jahres zunächst nur ungleichmäßig erholt und die Buchungen eher schwach bleiben. Sobald größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, rechnet das Management allerdings mit einem Anziehen der Nachfrage.

Bei Delta Airlines „fliegt“ man angesichts der Situation keinesfalls mit; (B–). 

Im vergangenen Quartal profitierte JP Morgan Chase vor allem von der Auflösung von Kreditrückstellungen in Höhe von 2,9 Mrd. $. Im 4. Quartal verzeichnete die Großbank einen insgesamt um 1 % verbesserten Umsatz von 30,2 Mrd. $. Nach Steuern schaffte die Gesellschaft ebenfalls ein Plus auf 12,1 (8,5) Mrd. $.

JP Morgan kommt im Gegensatz zu seinen Konkurrenten recht glimpflich durch die Krise; (B+). 

Der Fitness-Spezialist Fitbit ist nun offiziell ein Teil des Internetgiganten Google. Googles „Gerätechef“ Rick Osterloh gab den Abschluss der Übernahme bekannt. Er bekräftigte das Versprechen, dass Informationen der Fitbit-Nutzer getrennt von Google-Daten gelagert und auch nicht zur Personalisierung von Anzeigen verwendet werden. Google hatte die Pläne zur gut 2 Mrd. $ schweren Übernahme von Fitbit im November 2019 bekannt gegeben. Im Dezember 2020 gaben die Wettbewerbshüter der EU-Kommission den Deal frei, allerdings geknüpft an die Zusage der strikten Datentrennung. Fitbit ist zwar ein Pionier im Geschäft mit Fitness-Armbändern, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Indes kämpfte das Unternehmen in den letzten Jahren mit der immer größer werdenden Konkurrenz (u.a. durch Apple) oder günstigeren Produkten aus China.

Für die Google-Mutter Alphabet dürfte der Deal nur das „i-Tüpfelchen“ auf dem Erfolgskurs sein. Hier lässt man den Wert einfach im Depot weiterlaufen; (B+). 

Die US-Bank Citigroup leidet auch weiter unter den Pandemieauswirkungen. Der Nettogewinn sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 % auf 4,6 Mrd. $. Die gesamten Erträge gingen um 10 % auf 16,5 Mrd. $ zurück. Konzernchef Michael Corbat verwies auf „massive wirtschaftliche Folgen durch COVID-19“. Die schwächeren Zahlen seien zudem höheren Kosten und Steuern geschuldet. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr brach der Gewinn der Citigroup um 41 % auf 11,4 Mrd. $ ein.

Dennoch gibt man die Citigroup nicht vorschnell aus der Hand; (B+).

Trotz Belastungen aus der Coronakrise und dem niedrigen Zinsumfeld hat Wells Fargo im 4. Quartal etwas besser verdient. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 4 % auf 3,0 Mrd. $. Rechtskosten hatten das Ergebnis im Vorjahr verhagelt. Die Erträge für das Gesamtjahr fielen um 10 % auf 17,9 Mrd. $. Auch wenn sich die Finanzlage verbessert habe, litten die Ergebnisse weiterhin unter den Folgen der Pandemie und juristischen Problemen, erklärte Vorstandschef Charlie Scharf. Wells Fargo kämpft schon länger mit hohen Sonderkosten wegen einer früheren Affäre um fingierte Konten und anderen dubiosen Geschäftspraktiken.

Wells Fargo hat derzeit einige offene Baustellen. Hier bleibt man weiter am Seitenrand; (B). 

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