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News aus den USA

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherplätzen für Dateien und Co. bescherte Dropbox im jüngst abgelaufenen 2. Quartal erneut höhere Ergebnisse. Die Umsatzerlöse legten im Berichtszeitraum von 922,4 Mio. $ im Vorjahr auf 1,04 Mrd. $ zu. Neben dem Speicherdienst überzeugte vor allem das Cloud-Angebot. Nach Steuern konnte sich der Gewinn mit 135,6 (56,8) Mio. $ sogar mehr als verdoppeln.

Dropbox entwickelt sich zum Erfolgsgaranten. Hier bleibt man in jedem Fall zunächst weiter dabei; (B+).

Der Online-Boom schob die Shopping-Plattform Etsy auch im 2. Quartal an. Der Umsatz kletterte entsprechend um 23 % auf 529 Mio. $. Die Zahl der aktiven Käufer belief sich auf 90,5 Mio. Insgesamt konnte der Marktplatz 11,9 Mio. neue Käufer gewinnen bzw. alte Käufer reaktivieren. Dies ließ auch den Gewinn nach Steuern auf 98,25 (96,43) Mio. $ ansteigen. Für das lfd. Quartal erwartet Etsy Umsätze von 500 bis 525 Mio. $.

Etsy ist eine wahre Corona-Erfolgsstory. Wer sich bereits Stücke gesichert hat, gibt diese nicht vorschnell aus der Hand; (B+). 

Nach dem massiven Geschäftseinbruch im vergangenen Jahr kommt Uber langsam aber sicher wieder in Fahrt. Im 2. Quartal verdoppelte das Unternehmen den Umsatz auf 3,9 Mrd. $. Sowohl das Hauptgeschäft mit Fahrdienstvermittlungen als auch die Liefersparte um den Essensbringdienst Uber Eats verbuchten kräftiges Wachstum. Uber gelang zudem ein Gewinn von 1,1 Mrd. $, was allerdings lediglich an positiven Bilanzeffekten durch Beteiligungen am chinesischen Rivalen Didi und der Roboterauto-Firma Aurora lag. Im Vojahr hatte Uber hier noch einen Verlust von –1,7 Mrd. $ eingebucht.

Bei Uber fährt man dennoch nur als sehr spekulativer Investor mit; (B). 

Der für seine Dosen-Produkte und Snacks bekannte Lebensmittelkonzern Kraft Heinz konnte in den ersten 6 Monaten erneut von einer wieder anziehenden Kauffreude profitieren. Die Umsätze verbesserten sich leicht auf 13,01 (12,81) Mrd. $. Unter dem Strich stand zudem mit 536  Mio. $ wieder ein Gewinn in der Bilanz.

Kraft Heinz ist dennoch wenig reizvoll; (B). 

Die anhaltend starke Gaming-Branche ließ die Umsätze von Electronic Arts im 1. Quartal auf 1,55 (1,46) Mrd. $ ansteigen. Unter dem Strich sorgten jedoch u.a. höhere Investitionen für einen Rückgang des Gewinns auf 204 (365) Mio. $. Dass das bevorstehende Geschäftsjahr stark ausfallen dürfte, steht fest. Das liegt insbesondere an dem mit Spannung erwarteten Release von „Battlefield 2042“ im Oktober. Der Multiplayer-Shooter lässt erstmals 128 Spieler gegeneinander antreten und verfügt über einen neuen Spielmodus namens Portal, in dem Spieler mit den Waffen, Fahrzeugen und Karten auch älterer Battlefield-Teile ihre eigenen Schlachten kreieren können.

Electronic Arts bleibt angesichts der durchaus guten Jahresaussichten unter genauer Beobachtung; (B+). 

 

Angesichts der wieder anziehenden Geschäfte hebt Under Armour seine Jahresziele erneut an. Demnach soll das bereinigte Ergebnis je Aktie 2021 zwischen 0,50–0,52 $ liegen. Bisher hatte das Management noch 0,28–0,30 $ je Aktie auf dem Zettel. Den Umsatz konnte der Sportartikelhersteller im
2. Quartal nach dem coronabedingten schwachen Vorjahr auf 1,4 Mrd. $ nahezu verdoppeln. Unter dem Strich blieben gut 59 Mio. $ hängen, nach einem Verlust von –182,9 Mio. $ im Vorjahr.

Under Armour kämpft sich Stück für Stück zurück; (B+). 

Der Biotechkonzern Amgen hat im 2. Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz legte um 5 % auf 6,5 Mrd. $ zu. Sinkende Preise ließen den Gewinn nach Steuern jedoch deutlich auf 464 Mio. $ absinken. Im Vorjahr hatte hier noch ein Ergebnis von 1,80 Mrd. $ in der Bilanz gestanden. Für das Gesamtjahr rechnet Amgen beim Umsatz weiterhin mit 25,8 bis 26,6 Mrd. $. Das bereinigte EPS soll zwischen 16–17 $ liegen.

Auch wenn es für Amgen erst einmal kursseitig abwärts geht, sollten Anleger nicht allzu schnell in Panik verfallen. Langfristig bietet der Wert noch Nachholpotenzial; (B+). 

Der Spezialchemiekonzern DuPont hebt dank allgemein signifikant besserer Geschäfte in beinahe allen Segmenten seine Prognose für das Gesamtjahr an. Für 2021 rechnet Finanzchefin Lori Koch demnach mit einem Umsatz von 16,45–16,55 Mrd. $. 2020 hatte DuPont einen Umsatz von 14,3 Mrd. $ erzielt. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt die Konzernführung mit 4,24–4,30 $ bis zu gut einen halben Dollar mehr an als zuvor. Dabei profitiert DuPont von einer Änderung bei der Rechnungslegung. Ab dem 3. Quartal fließen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte nicht mehr in das bereinigte Ergebnis ein. Aber auch im operativen Geschäfts läuft es rund. In den Monaten April bis Juni kletterte der Umsatz um 26 % auf 4,1 Mrd. $. Im fortgeführten Geschäft betrug der Gewinn 564 Mio. $ nach einem Verlust von knapp –2,4 Mrd. $ ein Jahr zuvor.

Bei DuPont stimmt die Chemie; (B+). 

Dank Spiele-Fortsetzungen wie „Call of Duty“, „World of Warcraft“ und „Candy Crush“ übertraf der Gaming-Anbieter Activision Blizzard im vergangenen Quartal die Erwartungen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rd. 19 % auf 2,3 Mrd. $. Der Gewinn nach Steuern stieg sogar um 51 % auf 876 Mio. $. Hier sorgten u.a. auch sogenannte „In-Game-Käufe“ für zusätzlichen Schub.

Activision Blizzard muss sich aktuell mit juristischen Belastungen in den USA auseinandersetzen. Entsprechend bleibt der Konzern derzeit genau unter Beobachtung; (B+). 

Nach den coronabedingt massiven Geschäftseinbußen nimmt der Fahrdienstanbieter Lyft wieder Fahrt au. In den 3 Monaten bis Ende Juni stieg der Umsatz um ganze 125 % auf 765 Mio. $. „Wir hatten ein großartiges Quartal“, so Lyft-Mitgründer und -Vorstandschef Logan Green. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen zwar einen Quartalsverlust von –251,9 Mio. $, vor einem Jahr lag dieser aber mit –437,1 Mio. $ wesentlich höher. Erstmals seit Gründung im Jahr 2012 schaffte Lyft zudem ein positives bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Bei Lyft steigt man aber weiterhin nicht ein; (B). 

Zwar hat sich General Motors aus seinem Coronatief befreit, doch die Belastungen aus der Chipbranche bleiben. So litt die Bilanz zuletzt weiter unter Produktionsproblemen, zudem fielen hohe Sonderkosten wegen eines großen Rückrufs an. Dennoch hob GM die Jahresziele an und rechnet nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn von bis zu 13,5 Mrd. $. Zuvor hatte das Unternehmen für 2021 maximal 11,0 Mrd. $ in Aussicht gestellt. Dank der anhaltend hohen Nachfrage u.a. nach SUVs konnten die Amerikaner ihren Umsatz im 2. Quartal auf 34,2 Mrd. $ verdoppeln. Unter dem Strich erzielte GM mit 2,8 Mrd. $ darüber hinaus wieder ein positives Ergebnis, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von –806 Mio. $ angefallen war.

Trotz durchaus guter Zahlen wurde General Motors zuletzt kursseitig abgestraft. Für spekulative Anleger könnte sich hier eine Kaufoption ergeben; (A–). 

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