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News von der Heimatbörse

Deutsche Industrie REIT die ersten 9 Monate erfolgreich; (A–): Die ersten 3 Quartale des Geschäftsjahres 2019/20 verliefen positiv für das Immobilienunternehmen. Die Umsatzerlöse aus Vermietung verbesserten sich um 67,1 % auf 29,68 Mio. €. Das FFO (Funds from Operations) konnte sich mit 18,3 (8,6) Mio. € mehr als verdoppeln. Unterm Strich blieb aufgrund der geringeren Aufwertung des Immobilienbestandes in Höhe von 35,4 (36,6) Mio. € ein Periodenergebnis von 43,8 (44,6) Mio. € in der Bilanz stehen. Aufgrund der bisher wenig spürbaren Auswirkungen der Krise hat der Vorstand seine Prognose bekräftigt und peilt für 2020 ein FFO zwischen 23 und 25 Mio. € an.

secunet positives Halbjahr; (B+): Dank eines besseren Produktgeschäfts im Bereich Public Sector legte der Umsatz des Sicherheitstechnologiekonzerns im vergangenen halben Jahr um 12 % auf 113,4 Mio. € zu. Das Ebit kletterte von 11,8 auf 16,2 Mio. €, und das Konzernperiodenergebnis verbesserte sich auf 10,9 (7,7) Mio. €. An der Ende Juni angepassten Prognose hält der Konzern derzeit fest (vgl. ES 26/20).

Accentro Real Estate Engpässe belasten; (B): Trotz eines in etwa auf Vorjahresniveau gehaltenen Verkaufsvolumens von 45,6 (46,4) Mio. € haben coronabedingte Engpässe bei den Grundbuchämtern die Halbjahresbilanz des Immobilienkonzerns belastet. Der Umsatz lag wegen nicht berücksichtigter Kaufverträge mit 37,4 (34,5) Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau. Das Ebit sank hingegen deutlich auf 1,22 (6,59) Mio. €. Der Konzern verbuchte insgesamt mit –11,6 (2,9) Mio. € einen deutlichen Verlust. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet Accentro mit einem leichten Umsatzanstieg und einem Ebit auf Vorjahresniveau.

mVISE profitiert von wachsender Nachfrage; (B): Das Digitalisierungsunternehmen konnte vorläufigen Zahlen zufolge in der ersten Jahreshälfte den Umsatz um 4,7 % auf 10,3 Mio. € verbessern. Das Ebitda kletterte ebenfalls auf 0,3 (0,1) Mio. €. Zum Ende des Halbjahres erweiterten die Düsseldorfer ihr Investment an der elastic.io, einem Anbieter innovativer Cloud-Lösungen und halten nun 90 % der Anteile.

Viscom Pandemie verhagelt Geschäft; (B): Die Coronakrise hat die Bilanz des Herstellers von Prüftechnik in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres verhagelt. Aufgrund von unterbrochenen Lieferketten durch die Pandemie rutschten die Erlöse von 42,4 auf 29,5 Mio. € ab. Das Ebit sank mit –3,9 (1,6) Mio. € sogar in den Verlustbereich. Letztendlich stand mit –3,96 (1,32) Mio. € ein negatives Ergebnis in der Bilanz.

Epigenomics dämmt Verlust ein; (C): Das angeschlagene Biotechnologieunternehmen musste im 1. Halbjahr einen Umsatzrückgang um 53 % auf 322 T€ hinnehmen. Dies führt das Unternehmen auf die COVID-19-Krise zurück. Das bereinigte Ebitda verbesserte sich dank gesunkener Kosten auf –5,7 (–7,2) Mio. €. Den Periodenfehlbetrag konnte Epigenomics ebenfalls von –7,4 auf –6,4 Mio. € reduzieren. Die Umsatzprognose hat das Unternehmen aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten gestrichen, peilt aber ein Ebitda zwischen –10,5 und –12,5 Mio. € an.

AlzChem solides erstes Halbjahr; (B+): Da der Spezialchemiekonzern im Bereich Specialty Chemicals mit dem Produkt Bioselect einen wesentlichen Bestandteil der COVID-19-Testkits herstellt, legte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um 4,8 % auf 197,3 Mio. € zu. Auch das Ebitda steigerte der Konzern um 4,6 % auf 29,1 Mio. €. Die Prognose für das Gesamtjahr hat AlzChem bestätigt und rechnet mit einem deutlichen Umsatzanstieg (2019: 376,1 Mio. €) und einem bereinigten Ebitda mindestens auf dem Niveau des Vorjahres (50,1 Mio. €).

Masterflex Automotiveindustrie schwächt Geschäft; (B): Trotz der höheren Nachfrage im Bereich Medizin- und Labortechnik musste der Hersteller von Verbindungs- und Schlauchsystemen einen Umsatzrückgang von 10,9 % auf 37,4 Mio. € hinnehmen. Das Ebitda verlor ebenfalls von 5,6 auf 4,7 Mio. €. Auch das Konzernergebnis fuhr mit 1,3 (2,1) Mio. € ebenfalls gen Süden. An der Ende Juli ausgegebenen Prognose hält der Konzern dennoch fest (vgl. ES 31/20).

W&W rechnet mit schrittweiser Verbesserung; (B): Mit der Vorlage der Halbjahreszahlen hat der Vorstand auch seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2020 (Konzernjahresüberschuss unter der Spanne von 220 bis 250 Mio. €) bestätigt. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten sieht sich der Finanzdienstleistungskonzern nicht in der Lage, eine konkrete Prognose auszugeben. Das Nettoergebnis sackte allerdings in der abgelaufenen Jahreshälfte um 39 % auf 107,0 Mio. € ab.

Geratherm Coronaprofiteur; (B+): Die gestiegene Nachfrage nach Medizinprodukten zur Coronaprävention verbesserten die Erlöse des Konzerns in den vergangenen 6 Monaten um 29,4 % auf 13,9 Mio. €. Das Betriebsergebnis (Ebit) steigerte der Hersteller von medizinischen Messgeräten auf 1,45 Mio. € nach noch 973 T€ im Vergleichszeitraum. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Vorstand mit einem anhaltenden Umsatz- und Ertragswachstum.

MBB bestätigt Ausblick; (B+): Dank des Wachstums im Bereich Service & Infrastructure steigerte die Beteiligungsgesellschaft ihre Erlöse in der ersten Jahreshälfte um 30,8 % auf 328,85 Mio. €. Das Ebitda verbesserte sich mit 25,42 (24,21) Mio. € ebenfalls etwas. Das Konzernergebnis hingegen rutschte aufgrund der von der Coronakrise getroffenen Tochterunternehmen Aumann, Delignit und OBO um 28,8 % auf 3,52 Mio. € ab. Dennoch sieht sich MBB auf einem guten Weg, die ursprüngliche Jahresziele zu erreichen und peilt einen Umsatz von mehr als 660 Mio. € an. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zwischen 8 und 10 % liegen.

Delignit Halbjahr von Corona geprägt; (B+): Die Auswirkungen der Coronapandemie hat der Hersteller ökologischer laubholzbasierter Produkte und Systemlösungen im ersten Halbjahr deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz verlor um 20,6 % auf 25,6 Mio. €, auch das Ebit lag mit 269 T€ deutlich unter dem Niveau des Vorjahres bei 1,32 Mio. €. Das Konzernhalbjahresergebnis hat sich mit 48 (813) T€ um ganze 94,1 % verschlechtert. Da sich vor allem der Bereich Automotive zu stabilisieren scheint, traut sich Delignit eine Umsatzprognose zu und rechnet mit Erlösen in der Bandbreite von 51–56 (2019: 64,4) Mio. €.

SHS Viveon verdient weniger; (B): Auch den Anbieter für softwarebasierte Lösungen hat die COVID-19-Krise zwischen Januar und Juni getroffen. In dieser Zeit sanken die Umsätze auf 5,15 (5,94) Mio. €, und das Ebitda hat sich mit 0,28 (0,59) Mio. € mehr als halbiert. Auch unter dem Strich verschlechterte sich der Periodenüberschuss von 0,18 auf 0,11 Mio. €. Dennoch sieht sich das Unternehmen auf Kurs, Erlöse auf Vorjahresniveau (12,14 Mio. €) und eine Ebitda-Marge zwischen 13 und 14 % zu erreichen, da die 2. Jahreshälfte erfahrungsgemäß die stärkere ist.

SLM Solutions weiter in der Verlustzone; (B): Der Umsatz des 3D-Druckerbauers verbesserte sich von Januar bis Juni um 90 % auf 31,18 Mio. €. Beim Ebitda konnten die Lübecker das Minus mit –6,01 (–18,91) Mio. € mehr als dritteln. Zwar blieb mit –12,5 Mio. € nach wie vor ein deutlicher Verlust in der Bilanz stehen, dennoch verbesserte sich das Ergebnis um 59 % nach noch –30,8 Mio. € im Vergleichszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg von mindestens 20 % (2019: 49 Mio. €) und einem Ebitda in der Bandbreite von –13 bis –18 (2019: –26) Mio. €.

home24 passt Ausblick an; (B): Dank deutlich verbesserter Ergebnisse in den ersten 6 Monaten erwartet der Onlinemöbelhändler für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Wachstum von 25 bis 35 % (bisher: 15 %) und eine Ebitda-Marge zwischen
1 und 3 % (bisher 0 %). In der ersten Jahreshälfte verbesserte der Händler seine Umsatzerlöse um 25 % auf 221,7 Mio. €. Das Ebit blieb mit –7,0 (–41,0) Mio. € zwar im negativen Bereich, konnte aber deutlich eingedämmt werden. Auch das Periodenergebnis blieb mit –9,4 (–42,8) Mio. € in der Verlustzone.

paragon fährt Verlust ein; (B): Der Produktionsstopp aufgrund der Coronapandemie hat den Automobilzulieferer im 1. Quartal (bis 31. März) in die roten Zahlen gedrückt. Der Umsatz verlor um 31,4 % auf 29,5 Mio. €. Das Ebitda brach auf 2,02 (7,57) Mio. € ein. Unter dem Strich fuhr paragon mit –3,6 Mio. € deutlich in die Verlustzone. Im Vergleichszeitraum stand hier noch ein Überschuss von 1,7 Mio. € zu Buche. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen weiterhin von einem Umsatz im Automotivesektor zwischen 105 und 115 (2019: 192,2) Mio. € und einer Ebitda-Marge in der Bandbreite von 8 bis 12 (2019: –4,4) % aus.

Bastei Lübbe Erlöse auf Vorjahresniveau; (B–): Dank einer höheren Nachfrage im Segment „Buch“ kletterte das Ebit im
1. Quartal 2020/21 um 16,6 % auf 1,6 Mio. €. Der Umsatz blieb hingegen im Vergleich zum Vorjahr mit 18,5 (18,9) Mio. € in etwa auf dem gleichen Niveau. Das Konzernergebnis verdoppelte sich auf 1,6 (0,8) Mio. €.

Turbon veröffentlicht Halbjahreszahlen; (B): Die wirtschaftlichen Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie haben den Umsatz des Anbieters wiederbefüllbarer Tonerkartuschen für Laserdrucker von Januar bis Juni auf 21,5 (29,5) Mio. € sinken lassen. Das Ergebnis vor Steuern wurde mit –0,9 (–2,6) Mio. € ausgewiesen. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 43 und 45 (bisher 45–50) Mio. € und ein Ebt von –1,3 (bisher 0,1) Mio. € an.

Demire gibt neuen Ausblick; (B+): Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr rechnet der Immobilienkonzern für das Gesamtjahr mit Mieterträgen zwischen 85 und 87 (2019: 81,8) Mio. €. Auch das
FFO I (Funds from Operations) soll mit 36–38 (2019: 34,5) Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert liegen. In der vergangenen Jahreshälfte steigerte das Unternehmen seine Mieterträge von 38,2 auf 43,8 Mio. €. Das Ebit hingegen lag mit 21,9 (54,9) Mio. € deutlich unter dem Vergleichswert. Das FFO I verbesserte sich auf 16,9 (15,9) Mio. €.

Akasol Werksschließungen drücken Ergebnis; (B+): Die Krise hat auch den Hersteller von Hochleistungs- und Hochenergie-Lithium-Ionen-Battereisystemen getroffen.  Der zeitweise komplette Stillstand der Produktion im 1. Halbjahr ließ die Erlöse auf 18,2 (19,2) Mio. € sinken. Das Ebitda rutschte mit –5,6 Mio. € deutlich ins Minus. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus in Höhe von 817 T€ in der Bilanz. Auch unter dem Strich weitete der Konzern seinen Verlust von –58 T€ auf –7,1 Mio. € aus. Für die 2. Jahreshälfte rechnet Akasol mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft und einem Umsatz zwischen 60 und 70 Mio. €.

DMG Mori will sparen; (B+): Zwar liefen die Geschäfte im 3. Quartal besser als im Q2, dennoch bleiben das Aerospace und Automotive-Geschäft deutlich hinter dem restlichen Geschäft zurück. Daher will der Werkzeugmaschinenbauer insgesamt rund 200 Mio. € einsparen. Rund die Hälfte der Kosten sollen im Bereich Struktur und die andere Hälfte beim Personal gespart werden. Vorstandschef Christian Thönes rechnet dennoch für das laufende Jahr mit einem Ebit von 60 (2019: 221,7) Mio. €.

Fraport Erholung gestoppt; (B): Der Frankfurter Flughafenbetreiber zählte in der Woche vom 17.–24. August mit 330.428 Gästen rund 78,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zur Vorwoche waren es rund 23.000 Passagiere weniger. Auch das Fracht- und Luftpostaufkommen lag mit 33.905 Tonnen rund 12,3 % unter dem Vergleichswert. Allerdings fiel hier der Rückgang in der Vorwoche mit 13,7 % noch etwas höher aus.

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