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News von der Heimatbörse

Shop Apotheke  kappt Prognose; (A–): Nun ist es raus: Die Online-Apotheke kann ihre Prognose für 2021 nicht mehr halten (vgl. ES 27/21). Angesichts des Umzugs in ein neues Logistikzentrum rechnet der MDAX-Konzern „nur“ noch mit einem Umsatzwachstum von 10 bis 15 (bislang etwa 20) %. Die Ebitda-Marge soll in etwa auf Breakeven-Niveau liegen (zuvor 2 bis 8 %). Die Kapazitätsprobleme sind allerdings von kurzfristiger Natur. Das neue Lager ist weitgehend automatisiert, womit der Personalmangel etwas entzerrt werden dürfte.

Rational  wird optimistischer; (B+): Nach einem guten 1. Halbjahr rechnet der Großküchenausrüster mit einer schnelleren Erholung von der Coronapandemie. „Im günstigsten Fall“ soll der Umsatz um 15–20 % zulegen und die Marge zum operativen Gewinn (Ebit) leicht über 20 % liegen. Im 2. Quartal lag diese Kennziffer bei 25 %. Die Umsätze lagen mit 212 Mio. € zudem 3,3 % höher. Das Management sieht vor allem neue Investitionen infolge der Öffnung von Gastronomie und Tourismusbranche sowie staatliche Hilfsprogramme als Treiber der Erholung. Detaillierte Zahlen will das Management am 5. August vorlegen.

Porsche SE  bekräftigt Prognose; (B+): Die VW-Dachgesellschaft  profitiert von der weiter anziehenden Autokonjunktur. Vorstandschef Hans Dieter Pötsch bekräftigte in diesem Zusammenhang die Jahresprognose. Das Management geht demnach davon aus, dass die Gesellschaft im lfd. Jahr ein
Konzernergebnis nach Steuern eher an der Obergrenze des bislang prognostizierten Korridors von 4,1 Mrd. € erreicht.

Schweizer Electronic  etwas vorsichtiger; (B+): Für das 1. Halbjahr meldet der Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatzanstieg von 45,4 Mio. auf 59,4 Mio. €. Der Auftragseingang konnte derweil auf 95,9 (15,3) Mio. € gesteigert werden. Auf Ebitda-Basis steht weiterhin ein Verlust von –5,2 Mio. € in der Bilanz, nach –5,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Und auch auf Jahressicht gibt sich das Unternehmen beim operativen Ergebnis etwas verhaltener. Während die Schramberger weiterhin mit einem Umsatz zwischen 120–130 Mio. € rechnen, wird die Ergebnisspanne niedriger als bisher prognostiziert ausfallen. Schweizer Electronic stellt demnach nun für das Ebitda eine negative Marge zwischen –5 und –10 % in Aussicht. Zuvor erwartete man lediglich einen Wert zwischen dem Breakeven-Punkt und –6 %.

MorphoSys  passt Ausblick an; (B+): Der Biotechkonzern konkretisiert seine Prognosen für das lfd. Jahr. Der Umsatz dürfte 2021 nun 155–180 Mio. € erreichen. Bisher hatte das Management mit 150–200 Mio. € kalkuliert. Das lag vor allem an der angepassten Umsatzerwartung für das Blutkrebsmedikament Tafasitamab (Monjuvi). Zudem dürften die Kosten deutlich höher ausfallen als bislang in Aussicht gestellt.

DMG Mori  schraubt Prognose hoch; (B+): Der Werkzeugmaschinenhersteller ist weiterhin auf Wachstumskurs. Im 1. Halbjahr stieg der Auftragseingang um 59 % auf 1,24 Mrd. €. Auch der Umsatz verbesserte sich um 11 % auf 933,5 Mio. €. Nach Steuern erzielte das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von 28,3 (22,4) Mio. €. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung schraubt der Bielefelder Konzern, der mehrheitlich in japanischer Hand ist, seine Prognose für das lfd. Jahr hoch. Für das Gesamtjahr plant DMG Mori demnach einen Auftragseingang von gut 2,25 Mrd. € statt wie bisher 2
Mrd. €. Der Umsatz soll nun bei rd. 1,95 (zuvor 1,8) Mrd. € liegen.

Eyemaxx positives Ergebnis; (B+): Das Immobilienunternehmen hat seine erste Prognose bestätigt. Demnach wird Eyemaxx nach vorläufigen Zahlen im 1. Halbjahr ein „positives operatives Ergebnis“ erzielen. Weitere Angaben zum Quartalsverlauf gab der Konzern vorerst nicht aus. Den konkreten Halbjahresbericht veröffentlicht Eyemaxx am 30. Juli.

BB Biotech Zwischenbericht; (B+): Basierend auf den konsolidierten Zahlen weist der Biotech-Investor für die ersten 6 Monate einen Gewinn nach Steuern von 349 Mio. CHF aus, nach einem Ergebnis von 422 Mio. CHF in der Vorjahresperiode. Naturgemäß sind die Zahlen nicht gut zu vergleichen, da bei einer Investmentgesellschaft das Ergebnis die Aktienkursentwicklung derjenigen Unternehmen reflektiert, die im Portfolio gehalten werden.

Atoss Software  Rekordkurs; (B+): Auch im Q2 markierte die Softwareschmiede mit Fokus auf Personalplanung neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis, sodass auf Halbjahressicht der Umsatz auf 45,73 (40,64) Mio. € ausgebaut werden konnte. Der Nettogewinn stagnierte mehr oder weniger bei 8,26 (8,25) Mio. €, was vor allem an den höheren Kosten für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau des Vertriebs lag. Allerdings machte das Unternehmen entsprechend große Fortschritte beim Cloud- und Abonnement-Geschäft. Die zu Jahresbeginn angehobene Prognose eines Umsatzes von 95 Mio. € wurde bestätigt.

Software AG  ab in die Cloud; (B+): Die deutsche Nr. 2 im Softwarebereich hinter SAP hat im 2. Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Dabei kam das Unternehmen vor allem bei der Umstellung auf Abo-Verträge und seiner stärkeren Ausrichtung auf das Cloudgeschäft gut voran. Inzwischen macht  der Anteil des wiederkehrenden Umsatzes aus dem Cloudbereich bei den Gruppenerlösen 94 % aus. Bei einem konzernweiten Umsatzplus von 7 % auf 218 Mio. € schnellte das Ebit um 57 % auf 50,1 Mio. € hoch. Netto stieg der Gewinn ebenfalls stark um 43 % auf 40,4 Mio. €. Die Ziele für 2021 wurden bestätigt. Demnach geht die Software AG unverändert von einer operativen Ergebnismarge zwischen 16 bis 18 % aus. Im Berichtsquartal lag die Marge bei 27,8 %.

Mensch und Maschine  Erfolgsstory geht weiter; (B+): Der CAD/CAM-Spezialist konnte seine Erfolgsstory weiter fortschreiben und meldet neue Rekordwerte für das 1. Halbjahr 2021. Demnach stieg der Umsatz um 4,4 % auf 136,07 Mio. €. Allein der Bereich Software verzeichnete einen Zuwachs von 12 % auf 42,47 Mio. €. Die Sparte Systemhaus steuerte immerhin ein Wachstum von 1,2 % auf 93,60 Mio. € bei. Das Ebit verbesserte sich überproportional zum Gesamtumsatz um 11 % auf 18,51 Mio. €. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter kam die Gesellschaft um 10 % auf 11,11 Mio. € voran. Nach dem erfreulichen Jahresauftakt erwartet der Vorstand im Gesamtjahr einen Umsatzanstieg von 6 bis 10 % auf 259 bis 268 Mio. €. Der Nettogewinn soll dabei überproportional um 12 bis 21 % zulegen. Auf dieser Basis prognostiziert der Vorstand eine Dividende von 1,15 bis 1,20 € je Aktie.

Bijou Brigitte  schmuckloser Umsatz; (B): Der Erlös von Bijou Brigitte sank in den ersten 6 Monaten von 82,9 auf 63,5 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang um  23,5 %. Seit Jahresanfang hat der Modeschmuck-Händler sein Filialnetz um 36 Shops verkleinert.

LPKF  mit vollen Orderbüchern und Turnaround im Visier; (B+): Das 1. Halbjahr beendete der Laserspezialist nach vorläufigen Zahlen mit einem Umsatzrückgang um 27,1 % auf 50,0 Mio. €. Der Ebit-Verlust landete bei rd. –5,9 (+2,8) Mio. €. Der Auftragsbestand betrug Ende Juni knapp 54 Mio. € und konnte sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Der Auftragseingang lag um rund 70 % höher und damit bei 30 Mio. €. Auf Jahressicht peilt LPKF Erlöse von 110 bis 120 (96) Mio. € an.

Paragon  sieht weiter rot; (B): Für das Auftaktquartal 2021 meldet der Fahrzeugzulieferer einen Umsatzanstieg in der Automotive-Sparte um mehr als 33 % auf 39,2 Mio. €. Die Ebitda-Marge legte in dem Zeitraum von 6,8 auf 15,5 % zu. Unter dem Strich blieb jedoch noch ein Verlust von –0,83 (–19,9) Mio. € hängen. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet Paragon ein Umsatzvolumen von 145 Mio. €. Der endgültige Halbjahresbericht ist für den 24. August angekündigt.

Ludwig Beck  verhalten; (B): Die Einschränkungen durch die Pandemie haben dem Münchener Modeunternehmen im 1. Semester 2021 erneut deutlich zugesetzt. Der Bruttoumsatz wurde mit 20,2 (2019: 95,3/2020: 24,8) Mio. € ausgewiesen. Der Ebit-Verlust konnte aufgrund der Überbrückungshilfe III von –4,0 auf –1,0 Mio. € eingedämmt werden. Das Ergebnis nach Steuern beträgt aufgrund eines latenten Steuerertrags von 0,8 (1,8) Mio. € –1,5 (3,3) Mio. €. Die Aussichten bleiben weiterhin trüb, allein schon weil das Oktoberfest erneut abgesagt wurde und somit mit deutlichen Umsatzeinbußen u.a. im Trachtenbereich gerechnet wird.

GFT Technologies Wachstumschancen durch Digitalisierung der Finanz- und Versicherungsbranche; (A–): Die Nachfrage bei dem IT-Dienstleister ist so groß, dass die Jahresprognose bereits zum 2. Mal angehoben wird. Der Umsatz soll 2021 nun auf 550 (bisher: 520 /Vj: 444,85) Mio. € steigen. Getragen wird diese Entwicklung von dem erneut deutlich gestiegenen Auftragseingang. Dieser ist durch Nachholeffekte getrieben, da nun die während der Pandemie aufgeschobenen Projekte realisiert werden. Das bereinigte Ebitda wird inzwischen bei 62 (bisher: 56 /Vj: 42,52) Mio. € gesehen. Vor Steuern (Ebt) soll sich der Gewinn auf 36 (bisher: 30/ 14,11) Mio. € mehr als verdoppeln. Der überproportionale Ergebnisanstieg resultiert aus dem deutlich erhöhten Umsatz sowie den geringer als erwarteten Reisekosten.

2G Energy  energiegeladen; (B+): Der Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen verbucht für das 2. Qurartal einen Zuwachs des Auftragseingangs von 39 auf 47,8 Mio. €, auf Halbjahresbasis sogar auf 91,7 (85,6) Mio. €. Insbesondere das Auslandsgeschäft zeigte sich im Q2 erneut robust und trug zu rund 44 % des Auftragseingangs bei. Endgültige Zahlen für die 1. Jahreshälfte hat 2G für den 6. September angekündigt.

H&R  wieder auf Kurs; (B+): Der Spezialchemiekonzern befindet sich auf Erholungskurs und setzte von April bis Ende Juni mit 317,2 Mio. € 74 % mehr um. Das Ebitda kletterte nach vorläufigen Berechnungen auf 48,7 (–6,7) Mio. €. Bereits vor wenigen Wochen wurde das Ebitda-Ziel angehoben. Es werden nun mindestens 115,0 (zuvor: 95 bis 115/Vj. –56,1) Mio € anvisiert.

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