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News von der Heimatbörse

Börsensplitter

Init  rückläufige Ergebnisse; (B+):

Der Digitalisierungsspezialist für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat erste Zahlen der vergangenen 6 Monate veröffentlicht. Trotz eines Umsatzplus im 2. Quartal setzten die Erlöse, wie vom Vorstand erwartet, auf 80,7 (84,7) Mio. € leicht zurück. Das Ebit verlor dabei von 8,3 Mio. auf 2,9 Mio. €. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt (vgl. 13/22). Am 10. August öffnet das Unternehmen seine Bücher.

windeln.de Probleme häufen sich; (C):

Der Abschlussprüfer KPMG hat dem Onlinehändler einen Versagungsvermerk für den Jahres- und Konzernabschluss 2021 erteilt. Wie das Unternehmen mitteilte, bestehen Zweifel an der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Ungeachtet dessen hat windeln.de erste Ergebnisse für das 1. Halbjahr veröffentlicht. Demnach sank der Umsatz auf 23,24 (28,22) Mio. €. Einsparmaßnahmen sorgten dafür, dass der bereinigte Ebit-Verlust auf –771 T€ eingedämmt werden konnte. Im Vorjahreszeitraum stand ein Minus von –6,85 Mio. € in der Bilanz. Der geprüfte Bericht wird am 11. August veröffentlicht.

Rational  setzt Wachstum fort; (B+):

Trotz Materialengpässen verzeichnete der Großküchenausrüster das umsatzstärkste Halbjahr der bisherigen Unternehmensgeschichte. Die Erlöse fuhren von Januar bis Juni von 379,3 Mio. auf 457,7 Mio. € vor. Dank Preisanpassungen legte das Ebit um 10 % auf 93,1 Mio. € zu. Nach Steuern standen 70,9 Mio. € in den Büchern, nach 64,2 Mio. € im Vorjahr. Den Ausblick auf das Gesamtjahr hat das Management bekräftigt (vgl. ES 20/22).

TeamViewer aktualisiert Prognose; (B+):

In der 1. Jahreshälfte steigerte der Spezialist für Fernwartungssoftware die abgerechneten Umsätze (Billings) auf 299,6 (268,1) Mio. €. Das bereinigte Ebitda hingegen verlor auf 141,3 (147,0) Mio. €. Unterm Strich stieg das Konzernergebnis dennoch auf 26,4 (17,9) Mio. €. Zwar sei die grundsätzliche Nachfrage intakt, aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation geht das Management jedoch davon aus, dass Investitionen von Kunden in den kommenden Monaten vermehrt verschoben werden. Der Vorstand hat den Ausblick für die Billings daher auf das untere Ende der Spanne von 630 bis 650 (Vj.: 547,6) Mio. € konkretisiert.   

EnviTec  legt Messlatte erneut höher; (A–):

Erst vor Kurzem hat der Biogasanlagenbauer die Jahresziele nach oben geschraubt (vgl. ES 28/22). Dank des anhaltenden Anstiegs der Strom- und Gaspreise peilt das Management nun ein Vorsteuerergebnis (Ebt) zwischen 45 und 50 Mio. € an. Bisher wurden 35 bis 40 Mio. € in Aussicht gestellt.

Auto1  hebt Umsatzziel an; (B):

Im 2. Quartal kletterten die Erlöse um 63,1 % auf 1,74 Mrd. €. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg auf 166.147 (142.715). Den Halbjahresbericht veröffentlicht der Online-Autohändler am 14. September. Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet der Vorstand auf Jahressicht mit Erlösen zwischen 6,0 und 7,0 Mrd. €. Bisher wurden 5,7–6,8 Mrd. € anvisiert. Bei der bereinigten Ebitda-Marge wird unverändert mit –2 bis –3 % gerechnet.

Adidas  schwaches Halbjahr; (B):

Nachdem der Sportartikelhersteller seine Jahresziele gekappt hat, legte der Konzern nun die Ergebnisse für die letzten 6 Monate vor (vgl. ES 31/22).  Zwar verbesserte sich der Umsatz auf 10,9 (10,3) Mrd. €. Das Betriebsergebnis verlor dagegen auf 828 Mio. € nach 1,25 Mrd. € im Vorjahr. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn setzte von 955 Mio. auf 776 Mio. € zurück.

All for One  mit 9-Monatszahlen; (B+):

Von Oktober bis Juni steigerte der IT-Dienstleister seinen Umsatz um 21 % auf 338,9 Mio. €. Die wiederkehrenden Erlöse legten dabei um 20 % zu. Höhere Personalkosten und M&A-Aufwendungen drückten das Ebit um 16 % auf 13,3 Mio. €. Auch das Periodenergebnis setzte auf 8,65 (10,53) Mio. € zurück. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten hat der Vorstand die Ebit-Prognose für das Gesamtjahr reduziert. Es wird nun eine Spanne von 17 bis 21 (bisher: 24–26) Mio. € erwartet.

PVA TePla  Chipnachfrage weiterhin hoch; (B+):

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleitern schob die Erlöse des Technologieunternehmens in den ersten 6 Monaten auf 80,1 (70,9) Mio. € an. Das Ebit hielt sich mit 7,2 (7,1) Mio. € auf dem soliden Vorjahresniveau. Höhere Kosten für Verwaltung und Vertrieb drückten den Gewinn hingegen auf 4,03 (4,63) Mio. €. Die Guidance für das Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt (vgl. ES 8/22).

Lufthansa  dämmt Verlust ein; (B):

Die Airline konnte trotz der geopolitischen Unsicherheiten ihr Wachstum im 1. Halbjahr fortsetzen. Die Erlöse haben sich mit 13,83 (5,77) Mrd. € mehr als verdoppelt. Das bereinigte Ebitda schaffte mit 930 (–750) Mio. € sogar den Turnaround. Unterm Strich konnte das Minus auf –325 Mio. € reduziert werden, nach –1,81 Mrd. € im Vergleichszeitraum.

SGL Carbon Gewinn mehr als verdoppelt; (B+):

Eine hohe Nachfrage aus der Halbleiterindustrie schob die Erlöse des Kohlefaserspezialisten in den ersten 6 Monaten auf 549,8 (496,7) Mio. € an. Das Ebit fuhr auf 69,6 (38,3) Mio. € vor, und der den Aktionären zurechenbare Gewinn drehte auf 48,8 (17,9) Mio. €. Auf Jahressicht stellt das Management einen Umsatz von 1,1 (2021: 1,01) Mrd. € sowie ein Ebitda zwischen 130 und 150 (zuvor: 110–130) Mio. € in Aussicht.

Zalando  bestätigt Ausblick; (A–):

Europas größter Online-Modehändler musste nach einem schwachen Jahresstart auch auf Halbjahressicht einen Rückgang verbuchen. Der Umsatz sank auf 4,83 (4,97) Mrd. €. Beim Ebit sah der Konzern mit –7,1 (264,9) Mio. €
sogar wieder rot. Auch beim Periodenergebnis sackte Zalando mit –47,3 (154,9) Mio. € in die Verlustzone. Angesichts der anhaltenden Kaufzurückhaltung hat der Vorstand die gekürzte Prognose bestätigt (vgl. ES 26/22).

Dürr  trotzt Lieferengpässen; (B+):

Der Maschinen- und Anlagenbauer setzte in der 1. Jahreshälfte mit 1,95 (1,63) Mrd. € trotz Materialknappheit mehr um. Das Ebit kletterte dabei auf 76,7 (62,0) Mio. €. Nach Steuern standen 42,5 (31,7) Mio. € in den Büchern. Aufgrund der positiven Entwicklung rechnet das Management beim Auftragseingang mit 4,4 bis 4,7 (4,1–4,4) Mrd. €. Das Umsatzziel von 3,9 bis 4,2 (2021: 3,5) Mrd. € wurde bekräftigt.

United Internet  auf Wachstumskurs; (A–):

Das 1. Halbjahr lief für die Telekom- und Internetholding erfolgreich. Der Umsatz verbesserte sich um 4,5 % auf 2,9 Mrd. €. Das Ebit fuhr von 401,6 Mio. auf 414,9 Mio. € vor. Mit einem Konzernergebnis in Höhe von 252,0 (300,4) Mio. € stand hingegen weniger in der Bilanz. Das Ergebnis wurde unter anderem von negativen Bewertungseffekten aus Finanzderivaten beeinflusst. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden indes bekräftigt (vgl. ES 12/22).

1&1  erfolgreiches Halbjahr; (B+):

Die United Internet-Tochter steigerte die Erlöse in den ersten 6 Monaten um 1,1 % auf 1,95 Mrd. €. Das Ebit verbesserte sich auf 287,7 (256,9) Mio. €. Höhere Aufwendungen drückten das Ergebnis unterm Strich hingegen auf 198,95 (207,25) Mio. €. Auch 1&1 hat die Guidance für das Gesamtjahr bestätigt (vgl. ES 12/22).

RTL Group  wird vorsichtiger; (B+):

Im 1. Halbjahr erlöste der Fernsehkonzern mit 3,3 Mrd. € zwar 8,7 % mehr und damit so viel wie nie zuvor. Und auch das bereinigte Ebita kletterte
um 3,7 % auf 501 Mio. €. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn rutschte dennoch aufgrund des spürbaren Rückgangs der Werbeeinnahmen von 863 Mio. auf 245 Mio. € ab. Deshalb hat der Vorstand auch die Guidance für das Gesamtjahr angepasst. Es wird nun mit einem bereinigten Ebita zwischen 1,05 und 1,15 Mrd. € gerechnet. Bisher wurden mindestens 1,15 Mrd. € anvisiert. Beim Umsatz werden nun 7,3 bis 7,5 (bisher 7,4) Mrd. € erwartet.

MAX Automation  auf Kurs; (B+):

Der Anbieter von Hightech-Lösungen profitierte in den vergangenen 6 Monaten von einer hohen Nachfrage nach innovativen Lösungen in der Umwelttechnik sowie der Lebensmittel- und Automobilindustrie. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 32,2 % auf 190,7 Mio. €. Da die gestiegenen Kosten überwiegend an die Kunden weitergegeben werden konnten, kletterte das Ebitda auf 9,7 Mio. € nach 6,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Jahresziele hat das Management bestätigt (vgl. 12/22).

Süss MicroTec hohe Nachfrage; (B+):

Von Januar bis Juni setzte der Ausrüster für die Halbleiterindustrie mit 124,8 (118,5) Mio. € mehr um. Das Ebit fuhr hingegen auf 5,1 (8,0) Mio. € zurück. Nach Steuern stand mit 3,6 Mio. € 28,4 % weniger in der Bilanz. Die anhaltenden Lieferengpässe werden auch in der 2. Jahreshälfte zu Verschiebungen bei Auslieferungen führen. Dennoch hält der Vorstand an seinem Ausblick für 2022 fest (vgl. 14/22).

Rheinmetall  erfolgreiches Halbjahr; (B+):

Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wehrtechnik hat den Umsatz des Automobilzulieferers und Rüstungskonzerns im 1. Halbjahr auf 2,67 (2,58)
Mrd. € angeschoben. Das Ebit setzte hingegen auf 185 (190) Mio. € zurück. Nach Steuern standen 134 Mio. € in den Büchern, nach 31 Mio. € im Vergleichszeitraum. Im Vorjahr hatten allerdings auch Wertberichtigungen für das Kolbengeschäft das Ergebnis belastet. Auf Jahressicht wird ein Umsatzplus von
15 % anvisiert und damit das untere Ende der bisher in Aussicht gestellten Spanne von 15–20 %.

Scout24 hebt Ziele an; (B+):

Von Januar bis Juni verbuchte der Internetplattform-Betreiber eine anhaltend hohe Nachfrage und steigerte so die Erlöse um 14,7 % auf 217,6 Mio. €. Das Ebitda kletterte von 101,3 Mio. auf 113,1 Mio. €. Unterm Strich verzeichnete Scout24 ein leichtes Plus von 1,1 % auf 46,9 Mio. €. Für 2022 wird daher nun ein Umsatzplus von 13 bis 15 (11–12) % anvisiert. Beim Ebitda wird eine Bandbreite von 10 bis 12 (6–8) % in Aussicht gestellt.

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