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News von der Heimatbörse

Börsensplitter

CTS Eventim  bleibt vorerst vage; (B+):

Der Veranstalter und Ticketverkäufer  zeigt sich nach einem Gewinnschub im 1. Halbjahr auch für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Zu einer konkreten Prognose für Umsatz und Ergebnis machte das Management jedoch auch weiterhin keine Angaben. In den ersten 6 Monaten erzielte der Konzern einen Umsatz von mehr als 734 Mio. € und damit gut elfmal so viel wie im von Lockdowns geprägten Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebitda kletterte auf 129 (79) Mio. €. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein mehr als verdoppelter Gewinn von 66 Mio. €.

Haemato schwächelt; (B):

Nachdem im Vorjahr Sondereffekte aus dem Corona-Testgeschäft das Pharmaunternehmen anschoben, ging der Umsatz im 1. Halbjahr auf 120,97 (151,53) Mio. € zurück. Das Ebit sackte auf 4,4 (7,2) Mio. € ab und der Periodenüberschuss auf 863 T€. Im Vorjahr standen hier noch 7,04 Mio. € in den Büchern. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Ebit in der Bandbreite von 8 bis 10 Mio. € an, nach 11,2 Mio. € im Vorjahr.

Edag kann überzeugen; (B+):

Die anhaltend hohe Nachfrage hat dem Industriedienstleister in den ersten 6 Monaten einen um 14,7 % auf 382,2 Mio. € verbesserten Umsatz beschert.  Das bereinigte Ebit konnte aufgrund der insgesamt höheren Auslastung sowie der verbesserten Kostenstruktur deutlich auf 24,1 (10,7) Mio. € gesteigert werden. Und auch nach Steuern stand mit einem Ergebnis von 13,9 (1,4) Mio. € signifikant mehr in der Bilanz. „Das aktuelle Marktumfeld ist geprägt von einer hohen Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Auf der anderen Seite beobachten wir die steigenden Unsicherheitsfaktoren für die Weltwirtschaft. Insgesamt blicken wir dem 2. Halbjahr, auch basierend auf dem robusten Wachstum im Auftragseingang, weiterhin mit einem vorsichtigen Optimismus entgegen“, so CEO Cosimo De Carlo. Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Edag ein Umsatzwachstum am oberen Ende einer Bandbreite von 6 bis 9 %.

Vita34 senkt Prognose; (B+):

Der Zellbank-Betreiber hat sich mit seinen Wirtschaftsberatern geeinigt und bilanziert die Einlagerungsverträge mit den Kunden im Teilkonzern PBKM nun über einen längeren Zeitraum. Der hieraus entstehende positive Effekt wird erst im 4. Quartal spürbar. Bisher rechnete das Management ab dem 3. Jahresviertel mit dem positiven Einfluss. Zusätzlich wurden Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, welche das Ebitda im laufenden Jahr mit 1,5 Mio. € belasten werden. Daher peilt der Vorstand auf Jahressicht insgesamt einen Umsatz von 65 bis 72 (bisher: 68–75) Mio. € an. Das Ebitda wird zwischen –6 und –3 (zuvor: –2 bis +1) Mio. € anvisiert.

Bio-Gate passt Ausblick an; (B–):

Auf Basis der vorläufigen Halbjahreszahlen hat das Management des Health-Technology-Unternehmens die
Jahresziele nach unten korrigiert. In den vergangenen 6 Monaten drückten Materialengpässe und Lieferkettenprobleme den Umsatz auf 2,6 (3,1) Mio. €. Das Konzernergebnis rutschte mit –1,1 (–0,1) Mio. € tiefer in die roten Zahlen.Das finale Zahlenwerk ist für September angekündigt. Auf Jahressicht erwartet der Vorstand Erlöse zwischen 6,7 und 7,2 (zuvor: 7,6–7,8) Mio. €. Netto wird ein Verlust von –0,7 bis –0,9 Mio. € anvisiert. Bisher wurde das Erreichen der Gewinnschwelle in Aussicht gestellt. Trotz der angespannten Situation soll sich die 2. Jahreshälfte besser entwickeln.

Epigenomics mit Verlustanzeige; (C):

In den ersten 6 Monaten legten die Erlöse des Biotechnologieunternehmens zwar leicht auf 241 (223) T€ zu. Die mehr als verdoppelten Ausgaben für Forschung und Entwicklung hingegen drückten das Ebitda mit –3,93 (–3,49) Mio. € tiefer in den roten Bereich. Beim Periodenergebnis weitete der Konzern mit –3,96 (–3,53) Mio. € das Minus weiter aus. Der Vorstand musste den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals melden und deshalb eine außerordentliche HV einberufen. Für 2022 wird mit einem Erlöseeinbruch auf 0,3 bis 0,8 (6,2)
Mio. € gerechnet. Das Ebitda soll sich in der Bandbreite von –15,0 bis –17,0 (–1,94) Mio. € einfinden.

Aroundtown sieht sich auf Kurs; (B):

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist hat im 1. Halbjahr vor allem von seiner Wohnimmobilien-Tochter Grand City Properties profitiert. Die Nettomieteinnahmen kletterten im Berichtszeitraum um gut ein Drittel auf 612,5 Mio. €. Unter dem Strich legte der Überschuss um 30 % auf 471 Mio. € zu. Dazu trugen zusätzlich höhere Neubewertungen der Immobilien sowie niedrigere Kosten im Zusammenhang mit ausbleibenden Mieten bei. Derweil trennt sich das Unternehmen von weiteren Immobilien. Aroundtown hat demnach im bisherigen Jahresverlauf den Verkauf von Gebäuden im Wert von 785 Mio. € unterzeichnet.

Brain Biotech tiefrot; (B–):

In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 (per Ende September) setzte das Biotechunternehmen mit 36,0 (27,8) Mio. € etwas mehr um. Sowohl der Bereich BioScience als auch BioIndustrial trugen zu dem Wachstum bei. Letzterer profitierte von einem Zukauf und verbuchte so ein Plus von
33,9 %. Immerhin konnte der Ebitda-Fehlbetrag mit –1,4 (–2,1) Mio. € etwas eingedämmt werden. Beim auf die Aktionäre entfallenden Periodenverlust hingegen rutschte Brain Biotech mit –6,6 (–3,3) Mio. € deutlich tiefer in den Verlustbereich. Die Guidance für das Gesamtjahr hat der Vorstand bekräftigt (vgl. ES 9/22).

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