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News von der Heimatbörse

Börsensplitter

Datron  gibt Ausblick für 2023; (B+):

Der Maschinenbauer hat eine erste Prognose für das 1. Quartal 2023 sowie das Gesamtjahr ausgegeben. Im Auftaktquartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 15,2 und 16,7 (Q1 2022: 14,8) Mio. € an. Das Ebit soll sich dabei in der Bandbreite von 1,2 und 1,8 (1,76) Mio. € einfinden. Auf Jahressicht stellt der Vorstand einen Erlöseanstieg auf 62 bis 69 Mio. € in Aussicht. Für 2022 wird das obere Ende der Spanne von 57 bis 59 (2021: 54,2) Mio. € anvisiert. Die Ebit-Marge soll sich zwischen 9,0 und 10,5 % einfinden. Für das laufende Geschäftsjahr wird diese Spanne ebenfalls weiterhin angepeilt, nach 10,1 % in 2021. Beim Ergebnis je Aktie (EPS) will der Konzern 1,00 bis 1,25 (2022e: 0,91–1,09) € je Aktie erreichen.

VW  mit E-Initiative in Italien; (B+):

Der Wolfsburger Autobauer setzt den Ausbau der öffentlichen Ladenetze für Elektroautos in Europa mit weiteren Partnern fort. Zusammen mit der italienischen Firma Ewiva sollen in dem Land bis 2025 insgesamt 3.000 eigene, mit Ökostrom betriebene Hochleistungs-Schnellladepunkte an mehreren hundert Standorten aufgebaut werden. „Dieses Joint Venture ist ein Meilenstein für unsere übergreifende Batterie- und Ladestrategie“, so VW-Chef Oliver Blume. Europas größte Autogruppe will das Geschäft mit Energie-Dienstleistungen und -Infrastruktur zu einem zentralen Standbein weiterentwickeln. Weltweit sollen Ende 2025 durch verschiedene Kooperationen gut 45.000 solcher Ladepunkte eingerichtet werden. Zudem hat die ao HV der Sonderdividende von 19,06 € zugestimmt. Allerdings galt die Abstimmung nur noch als reine Formsache.

R. Stahl  erhöht Prognose; (B):

Die bereits im 3. Quartal deutlich angezo­gene Nachfrage nach Explosionsschutzprodukten hat sich nach ersten Angaben auch im 4. Quartal fortgesetzt. Entsprechend blickt das Unternehmen optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf und hebt nochmals die Prognose an. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage aus nahezu allen relevanten Absatzmärkten sowie einer leichten Entspannung in den Lieferketten erwartet der Vorstand nun für das Gesamtjahr 2022 einen Umsatz zwischen 273–278 (zuvor: 270–275) Mio. € bei einem Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 21 und 24 (bisher: 18–21) Mio. €. Erste Zahlen für das Gesamtjahr will das Unternehmen am 16. Februar vorlegen.

Leoni  verpasst Spartenverkauf; (B):

Der eigentlich bereits beschlossene Verkauf der Kabelsparte des Autozulieferers ist kurz vor Jahresende doch noch geplatzt. Der potenzielle Käufer, die thailändische Stark-Gruppe, habe die Vertragsunterzeichnung verweigert. Der Verkauf hätte eine Summe von mehr als 400
Mio. € in die Kassen spülen sollen und war Teil eines Refinanzierungskonzeptes des Unternehmens. Ein Teil der Summe hätte in Absprache mit Banken und anderen Gläubigern zur Tilgung von Schulden dienen sollen. Dies sei Grundlage des bis 2025 ausgelegten Finanzierungskonzeptes gewesen. Die Gläubiger hätten zugestimmt, die zum Jahresende fälligen Kreditlinien zunächst zu verlängern. Das Finanzierungskonzept muss nun neu verhandelt werden. Leoni vertritt nach eigenen Angaben die Ansicht, dass der abgesprungene Käufer vertragsbrüchig geworden ist. Die verlangten Änderungen im Kaufvertrag seien so weitreichend gewesen, dass eine Einigung nicht mehr möglich gewesen sei. Der Konzern werde „alle Maßnahmen zur Durchsetzung seiner Rechte“ ergreifen. Eine Vereinbarung mit Stark zur Übernahme der Leoni-Sparte war bereits im Mai unterzeichnet worden.