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Short-News aus Deutschland

DIC Dynamik nimmt zu; (B+): Der Immobilienkonzern meldet wieder eine erhöhte Dynamik auf dem Transaktionsmarkt und ist deshalb auch für das 4. Quartal optimistischer gestimmt. Auf Jahressicht wird inzwischen mit einem FFO von 95 bis 96 Mio. € gerechnet. Zuvor hatte DIC 94 bis 96 Mio. € angepeilt. In den ersten 9 Monaten zog der FFO um rd. 6 % auf 72,7 Mio. € an.

Nabaltec außerplanmäßige Abschreibung belastet; (B+): Der Spezialist für flammhemmende Füllstoffe erwartet für 2020 eine außerplanmäßige Abschreibung von 21 bis 25 Mio. € auf den Buchwert der Sachanlagen bei der US-Tochter. Ferner wird für das Schlussquartal mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Q3 gerechnet. Hier wies Nabaltec nach vorläufigen Zahlen Erlöse von 37,1 (36,4) Mio. € aus. Das Ebit konnte sich dabei von –0,4 auf 2,9 Mio. € erholen. Somit ergibt sich für die ersten
9 Monate bei Umsätzen von 118,9 (141,3) Mio. € ein Ebit von 5,0 (17,3) Mio. €.

DWS Gewinnanstieg; (B): Die Dt. Bank-Fondstochter kann weiter von Kostensenkungen und hohen Mittelzuflüssen profitieren. Im Q3 zog der Gewinn unterm Strich um 31 % auf 151 Mio. € an. Die Gesamterträge lagen mit 558 (560) Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert, während die um Sonderposten bereinigten Kosten dank Personaleinsparungen um 12 % auf 342 Mio. € zurückgingen. Die Mittelzuflüsse beliefen sich auf 10,5 (6,2) Mrd. €.

Telefonica Dt. in der Gewinnzone; (A–): Für Juni bis Ende September weist der Telekommunikationsanbieter mit 1,87 Mrd. € einen nahezu konstanten Umsatz aus. Auf der einen Seite wurde ein starkes Wachstum bei Mobilfunk- und Festnetzverträgen verbucht, auf der anderen Seite brachen wie bei den Mitbewerbern auch die Einnahmen des internationalen Roamings aufgrund der massiv eingeschränkten Reisesituation weg. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Sondereffekten legte das Ergebnis leicht um 0,8 % auf 595 Mio. € zu. Der milliardenschwere Verkauf von Funkmasten hat Telefonica Deutschland im Q3 den ersten Gewinn seit 2016 beschert. Der Nettogewinn lag bei 390 Mio. €, nach noch einem Verlust in Höhe von –24 Mio. € im Vorjahr.

PWO sieht rot; (B): Für das 3. Quartal weist der Automobilzulieferer einen Umsatzrücksetzer von 108,5 auf 99,2 Mio. € aus. Das Ebit vor Währungseffekten rutschte mit –4,0 (3,5) Mio. € in die Verlustzone. Auf 9-Monatssicht ergibt sich somit bei Erlösen von 257,4 (345,3) Mio. € ein Ebit von –2,9 (14,3) Mio. €. Für das Gesamtjahr prognostiziert PWO bei Umsätzen von rd. 350 (459) Mio. € ein nicht näher spezifizierten Ebit-Verlust (+22,2 Mio. €).

Voltabox mit Verlust; (B–): Das Geschäft des Anbieters von Lithium-Ionen-Batteriesystemen wurde weiterhin von der Coronapandemie ausgebremst. In den ersten 9 Monaten gingen die Umsatzerlöse um gut 65 % auf 13,29 Mio. € zurück. Nach Steuern weitete sich der Verlust deutlich von –9,94
Mio. € im Vorjahr auf –35,02 Mio. € aus. Entsprechend der anhaltend schwierigen Marktlage erwartet der Konzern im Gesamtjahr einen Umsatz am unteren Ende der Prognosespanne in Höhe von rd. 25 Mio. €.

Aixtron bestätigt Ausblick; (B): Der Anlagenbauer hat im vergangenen Q3 von einer höheren Nachfrage aus dem 3D-Sektor profitiert. Die Umsatzerlöse legten im Berichtszeitraum um 14 % auf 64,1 Mio. € zu. Unter dem Strich konnte sich der Gewinn mit 7,1 (3,3) Mio. € sogar mehr als verdoppeln. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen derweil. Der Vorstand erwartet weiter einen Auftragseingang in Höhe von 270–300 Mio. €. Die Umsatzerlöse sollen rund 260–280 Mio. € erreichen.

DMG Mori passt Prognose an; (B+): Trotz Umsatzrückgang im Q3 gibt sich der Konzern für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Demnach erwartet das Unternehmen nun Erlöse von rund 1,75 Mrd. €. Bislang hatte der Konzern mit etwa 1,65 Mrd. € gerechnet. Beim Ebit rechnet man mit 75
Mio. €. Bisher ging der Vorstand von 60 Mio. € aus. Im Q3 gingen die Erlöse um rund ein Viertel auf 467,3 Mio. € zurück. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 14,3 Mio. € in den Büchern und damit gut 60 % weniger als im Vorjahr.

Dt. Börse weniger Ergebnis; (B+): Höhere Kosten haben dem Börsenbetreiber in den drei Monaten bis Ende September einen Umsatz- und Ergebnisrückgang eingebrockt. Die Nettoerlöse fielen entsprechend mit 707,5 Mio. € gut 4 % geringer aus. Und auch der Überschuss blieb mit 252,7 Mio. € gut 11 % hinter den Vorjahreswerten.

Takkt spürt Pandemie; (B+): Der Büromöbelhändler hat auch im 3. Quartal die Auswirkungen der Coronakrise zu spüren bekommen. Unter dem Strich brach der Überschuss um mehr als die Hälfte auf
9 Mio. € ein. Der um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe bereinigte Umsatz in Höhe von 270,4 Mio. € lag 12,2 % unter dem Vorjahreswert. Seine jüngst konkretisierte Jahresprognose bestätigte Takkt trotz der Pandemielage. Demnach erwartet der Konzern weiterhin, dass der Umsatz auf gut 1,05 (1,2) Mrd. € zurückgehen dürfte.

LPKF Laser magere Aussichten; (B+): Der Laserspezialist rechnet im lfd. Jahr wegen der Coronakrise mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang. Bei den Erlösen peilt der Konzern eine Guidance von 96 –102 Mio. € an. Die Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht LPKF bei 8–12 %. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch 140 Mio. € umgesetzt. „Für 2021 und die folgenden Jahre erwartet der Vorstand weiterhin ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen“, so der Vorstand. In den ersten 9 Monaten fielen die Erlöse auf 75,21 (107,51) Mio. € zurück. Auch der Gewinn nach Steuern verringerte sich um mehr als die Hälfte auf 4,85 (10,93) Mio. €.

MTU besser als erwartet; (B+): Im Q3 sackte der Umsatz des Betriebwerksbauers um 22 % auf rund 908 Mio. € nach unten. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) brach sogar um 55 % auf rd. 87 Mio. € ein, lag damit jedoch noch über den Erwartungen. Unter dem Strich machte sich zusätzlich zur Marktlage der geplante Stellenabbau negativ bemerkbar. Aufgrund von Rückstellungen in Höhe von 34 Mio. € für Abfindungen brach der Nettogewinn um ganze 87 % auf 16 Mio. € ein. Mit Blick auf das Gesamtjahr traut sich die MTU-Führung dennoch eine genauere Prognose zu. So peilt der Konzern einen Umsatz von 4,0–4,2 (zuvor: bis zu 4,4) Mrd. € an.

Muehlhan 9M-Zahlen; (B): Der Spezialist in den Bereichen Schiff, Öl & Gas ist zwischen Januar und September aufgrund der COVID-Auswirkungen in die roten Zahlen gefahren. Insgesamt stand nach Steuern ein Verlust von –553 T€ in der Bilanz. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen hier noch einen Gewinn von 3,92 Mio. € erzielt. Die Umsatzerlöse gingen im Berichtszeitraum auf 196,5 (218,0) Mio. € zurück. Der Vorstand peilt im Gesamtjahr einen Umsatz von rund 250 (295,3) Mio. € sowie ein leicht positives Ebit an.

Manz verzeichnet positive Entwicklung; (A–): Zwar lag der Umsatz des Hightech-Maschinenbauers im Zuge der Pandemie nach 9 Monaten mit 172,4 (198,2) Mio. € unter dem Vorjahreswert, dennoch verzeichnete der Konzern eine positive Ergebnisentwicklung. Das Ebitda hat sich mit 17,6 (5,8) Mio. € mehr als verdreifacht, und auch das Ebit fuhr mit 8,2 (–7,7) Mio. € aus den roten Zahlen. Aufgrund der Umsatzverschiebungen rechnet der Vorstand für das restliche Jahr mit einem leicht rückläufigen Umsatz (2019: 264,4 Mio. €) und einer Ebitda-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich (2019: 3,6 %).

Hypoport bestätigt Prognose; (B+): Nachdem der Finanzdienstleister in den ersten 9 Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg von 15 % auf 284,8 Mio. € verzeichnete, bekräftigte der Vorstand seinen Ausblick 2020 und rechnet weiterhin mit Erlösen zwischen 400 und 440 (337,2) Mio. €. Der Wegfall von Projektgeschäften drückte das Ebit in den ersten 3 Quartalen allerdings um 3 % auf 24,2 Mio. €, und auch das Ergebnis nach Steuern sank auf 17,74 (18,94) Mio. €.

Traton erwartet Erholung; (B+): Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zuge der Coronapandemie und der schlechten Ergebnisse der MAN-Tochter rechnet die VW-Tochter mit einer leichten Geschäftserholung bis Jahresende. Der Konzern avisiert eine Umsatzrendite zwischen –1 und +1 (2019: 7) %. Auch der Konzernumsatz soll deutlich unter dem Vorjahreswert (26,9 Mrd. €) liegen. Zudem kündigte Traton an, die Zusammenarbeit mit dem japanischen Lkw-Bauer Hino auszubauen. Neben der Entwicklung batterielektrischer und brennstoffzellenbetriebener Fahrzeuge wollen die beiden Unternehmen eine gemeinsame Plattform entwickeln.

Siltronic bekräftigt Ausblick; (A–): An der Ende Juli ausgegebenen Prognose (vgl. 32/20) hält der Chipzulieferer weiter fest und rechnet mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Ein starker Euro sowie der Geschäftseinbruch in der Automobilindustrie drückten den Umsatz des Konzerns im 3. Quartal leicht um
0,6 % auf 299,2 Mio. €. Das Ebitda verlor auf 80,1 (91,5) Mio. €. Auch unter dem Strich lag das Periodenergebnis mit 39,1 (59,5) Mio. € unter dem Vergleichswert.

Cliq Digital weiter profitabel; (A–): Im 3. Quartal steigerte der Streaminganbieter seinen Bruttoumsatz auf 29,7 (16,8) Mio. €. Unter anderem dank der anhaltenden Nachfrage nach Entertainmentprodukten kletterte das Ebitda um 137 % auf 4,5 Mio. €. Auch das Nettoergebnis legte mit 2,9 Mio. € um satte 143 % zu. An der im September angehobenen Prognose hält der Konzern weiter fest (vgl. ES 29/20).

Cancom vorl. Q3-Zahlen; (A–): Vorläufigen Zahlen zufolge steigerte der IT-Dienstleister seinen Umsatz auf 393,2 (363,0)
Mio. €. Das Ebitda hingegen verlor auf 31,7 (33,6) Mio. €. 2019 sorgte allerdings die Veräußerung einer Immobilie für das bessere Ergebnis. Im Vergleich zum 2. Quartal 2020 verbesserte sich das Ebitda um 58,2 %. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr eine deutliche Erlössteigerung (bisher: moderater Anstieg). Das Ebitda wird in der Bandbreite von 110–115 (119,2) Mio. € angepeilt. Endgültige Zahlen veröffentlicht das Unternehmen am 12. November.

Schaltbau 9-Monatszahlen; (B+): Von Januar bis September sank der Umsatz des Verkehrstechnikanbieters um 1,5 % auf 370,8 Mio. €. Grund für den Rückgang war der Verkauf zweier Tochterunternehmen in 2019. Das Ebit verbesserte sich dagegen auf 18,7 (14,9) Mio. €, und auch das Konzernergebnis kletterte auf 9,5 (8,1) Mio. €. Auf vergleichbarer Basis fiel der Gewinn hingegen geringer aus (9,8 Mio. €). Insgesamt rechnet der Vorstand mit einem Umsatz am oberen Ende der prognostizierten Spanne zwischen 460 und 500 Mio. €.

Pfeiffer Vacuum mit Umsatzrückgang; (B+): Zwar lief das Halbleitergeschäft besser, dennoch drückte die Coronakrise den Umsatz des Spezialpumpenherstellers in den vergangenen 3 Monaten um 2,7 % auf 152 Mio. €. Das Ebit blieb mit 16,1 Mio. € indes stabil. Der Periodenüberschuss fiel hingegen mit 11,3 Mio. € ebenfalls 1,3 % geringer aus. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten verzichtet Pfeiffer Vacuum weiterhin auf einen Ausblick.

Klöckner & Co dämmt Verlust ein; (B): Der Duisburger Stahlkonzern steigerte seinen Onlineumsatz  im 3. Quartal von 30 auf 42 % und verbesserte das Betriebsergebnis dank Digitalisierungsmaßnahmen auf 4,3 (–13,3) Mio. €. Auf Konzernebene fielen die Erlöse mit 1,28 (1,57) Mio. € indes geringer aus. Beim Ergebnis reduziert sich der Verlust indes auf –4,7 (–23,0) Mio. €. An der Ende September angehobenen Prognose hält der Vorstand weiter fest (vgl. ES 40/20).

Hugo Boss leidet weiter unter Corona; (B): Die Pandemie hat dem Modehändler auch im 3. Quartal einen Umsatzrückgang von 26 % auf 533 Mio. € eingebrockt. Das Ebit sackte auf 15 (83) Mio. € ab, und auch unter dem Strich blieb mit 3 (56) Mio. € deutlich weniger in der Bilanz stehen. Nach hohen Verlusten im 2. Quartal schaffte es der Konzern immerhin aus den roten Zahlen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten verzichtet Hugo Boss auch weiterhin auf eine Prognose.

Grenke vergrößert Vorstand; (B): Nach der Shortseller-Attacke will der Leasingspezialist das in die Kritik geratene Franchise-Geschäft in den Konzern integrieren. Der Coronakrise zum Trotz verbesserte der Leasinganbieter sein Zinsergebnis im Q3 um
2,5 % auf 96,0 Mio. €. Das Neugeschäft der Leasinggruppe sank hingegen um 24,6 % auf 517,6 Mio. €. Unter dem Strich verlor auch der Gewinn auf 17,7 (35,6) Mio. €.

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