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Splitter

Puma Rekordjahr; (A–): 2019 erlöste der Sportartikelhersteller einen um 17 % auf 5,5 Mrd. € angewachsenen Rekordumsatz. Der operative Gewinn (Ebit) lag mit 440 (337) Mio. € über der angehobenen Prognose von 420–430 Mio. €. Auch netto wuchs der Gewinn um 40 % auf 262 Mio. €. Die Dividende soll deshalb auf 0,50 (0,35) € erhöht werden (HV: 07.05.). Für 2020 erwartet der Konzern ein Umsatzplus von 10 % sowie ein Ebit zwischen 500–520 Mio. €. Auch der Nettogewinn soll erneut steigen.

Befesa verdient weniger; (B+): Der Metallrecycler musste 2019 nach noch untestierten Zahlen einen Umsatzrückgang von 10 % auf 647,9 Mio. € verbuchen. Der Betriebsgewinn (Ebitda) sank u.a. aufgrund gestiegener Rohstoffpreise von 176,0 Mio. auf 159,6 Mio. €. Unter dem Strich blieb mit 82,7 (90,2) Mio. € ebenfalls weniger in den Büchern stehen. 2020 liegt der Schwerpunkt auf die Expansion in China.    

Instone erreicht Prognose; (B+): 2019 erwirtschaftete der Wohnentwickler nach ungeprüften Zahlen einen bereinigten Umsatz von 733–738 (372,8) Mio. €. Das bereinigte Ebit erreichte die Spanne von 128–130 (49,6) Mio. €. Damit lag der Konzern innerhalb der im Herbst angehobenen Prognose. Die finalen Ergebnisse sowie einen Jahresausblick 2020 werden planmäßig am 19. März veröffentlicht.

Telefonica Deutschl. dämmt Verlust ein; (B+): Voraussichtlich wies der Mobilfunkbetreiber 2019 nicht ganz so hohe Verluste aus wie befürchtet. Unter dem Strich belief sich der Fehlbetrag auf –212 (–230) Mio. €. Grund waren weiterhin hohe Abschreibungen im Zuge der milliardenschweren Übernahme von E-Plus 2014. Der Umsatz stieg dagegen um 1,1 % auf 7,4 Mrd. €. Die testierten Zahlen werden Anfang März veröffentlicht. Auch 2020 erwartet die Gesellschaft stabile bis leicht zulegende Erlöse.        

Intershop tiefer in den roten Zahlen; (B–): Mit 31,6 (31,2) Mio. € setzte der Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen 2019 voraussichtlich mehr um. Der Ebit-Verlust weitete sich durch Restrukturierungsaufwendungen auf –6,5 (–5,9) Mio. € aus. Für 2020 erwartet der Konzern beim Umsatz eine leichte Verbesserung, das Ebit soll wieder in den profitablen Bereich drehen.     

SHW niedrigere Steuerquote; (B): Nach vorl. Zahlen erlöste der Automobilzulieferer 2019 durch eine positive Entwicklung u.a. im Bereich Bremsscheiben einen um 2,7 % angestiegenen Umsatz von 432,4 Mio. €. Das Ebit verdoppelte sich fast auf 14,62 Mio. €, während sich der Jahresüberschuss dank einer deutlich niedrigeren Steuerquote auf 9,89 (3,13) Mio. € vervielfachte. Die Dividende soll stabil bei 0,04 € liegen. Für 2020 wird ein Umsatz zwischen 430–450 Mio. € und eine Ebitda-Marge von 8,5–10 (9,6) % anvisiert.

Metro Real ist verkauft; (B): Der Großhandelskonzern hat den Kaufvertrag mit der SCP Group zur Veräußerung der Real-Supermärkte für knapp 1 Mrd. € unterschrieben. Der Nettomittelzufluss wird bei rd. 300 Mio. € liegen, 200 Mio. € weniger als ursprünglich erwartet. Voraussichtlich weitere 1,5 Mrd. € kommen durch den Verkauf des Mehrheitsanteils am chinesischen Geschäft dazu.    

EQS wächst weiter; (B+): 2019 setzte der Anbieter von Software und Dienstleistungen 35,4 Mio. € um. Darin enthalten ist der Umsatz der im H1 erstkonsolidierten Ariva.de. Bereinigt um diesen stiegen die Erlöse um 11 % auf 31,9 Mio. €. Das Ebitda erhöhte sich u.a. aufgrund IFRS 16-Effekte auf 2,1 Mio. €. Für 2020 erwartet der Konzern ein bereinigtes Umsatzwachstum auf 35,1–38,2 Mio. €. Das Ebitda soll sich in der Spanne zwischen 3,5–4,5 Mio. € einfinden.   

Adidas Coronavirus belastet; (B+): Das Coronavirus belastet die Geschäfte des Sportartikelherstellers. Seit dem chinesischen Neujahrsfest gingen die Verkäufe in China um 85 % zurück. Außerhalb Chinas konnten noch keine wesentlichen Auswirkungen festgestellt werden. Am 11. März veröffentlicht Adidas die Jahreszahlen für 2019 und nennt weitere Details zu der aktuellen Geschäftsentwicklung.

R. Stahl schwarze Zahlen; (B): Nach ersten Berechnungen erlöste der Rüstungskonzern 2019 einen Umsatz von 274,8 (280,1) Mio. €. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag bei 30,4 Mio. €, ein Plus von 15,2 %. Unter dem Strich war R. Stahl dank Kostensenkungen mit 1,2 (–7,0) Mio. € wieder profitabel. Ein Ausblick wird am 21. April gegeben.

Dr. Hönle Gewinneinbruch; (B): Der UV-Spezialist startete mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch ins Geschäftsjahr. Im Q1 ging der Umsatz um 16 % auf 25,5 Mio. € zurück. Das Ebit brach um 44 % auf 3,7 Mio. € ein. Unter dem Strich halbierte sich der Konzerngewinn fast auf 2,6 (4,7) Mio. €. Trotzdem hält Dr. Hönle an seiner Jahresprognose fest (s. ES 50/19).    

ElringKlinger weiterhin schwieriges Umfeld; (B): Gemäß ersten Berechnungen fuhr der Umsatz 2019 um 1,6 % auf 1,73 Mrd. € vor. Das Ebit dagegen krachte um 36,4 % auf 61,2 Mio. €. Detaillierte und endgültige Zahlen sowie den Ausblick für 2020 wird ElringKlinger am 30. März veröffentlichen.

InVision setzt weniger um; (B): Der Umsatz reduzierte sich 2019 voraussichtlich auf 12,62 (13,07) Mio. €. Dagegen kletterte das Ebit auf 0,98 (0,23) Mio. €. Die Eigenkapitalquote des Konzerns, der Computerprogramme für den Personaleinsatz entwickelt und vertreibt, sank dagegen von 84 auf 72 %.

Indus Holding Wertminderungen belasten; (B): 2019 erlöste die Beteiligungsgesellschaft voraussichtlich 1,74 (1,71) Mrd. € und erreichte damit die eigene Prognose. Aufgrund von Wertminderungen u.a. auf Geschäfts- und Firmenwerte ging das operative Ergebnis (Ebit) auf 118 (151) Mio. € zurück. Einen Ausblick für 2020 gibt die Gesellschaft am 30. März.

Pfeiffer Vacuum Blick gen China; (B+): Eine Nachfrageschwäche auf dem Halbleitermarkt ließ den 2019er Umsatz voraussichtlich um 4,1 % auf 632,9 Mio. € zurückgehen. Das Ebit krachte, belastet u.a. durch die gesunkenen Erlöse, um fast ein Drittel auf 65,2 Mio. €. 2020 sollen die Umsätze wieder steigen, jedoch besteht eine Unsicherheit aufgrund des Coronavirus.

BMW bleibt optimistisch; (B+): Trotz der Betriebsunterbrechung in China hält der Autokonzern an seinen Wachstumszielen für 2020 fest. Weltweit soll das Absatzplus zwischen 1–5 % liegen, inkl. eines Anstiegs der elektrifizierten Fahrzeuge auf 140.000 (85.000). 2021 sollen dann bereits rd. 25 % der insgesamt verkauften Autos elektrisch betrieben werden.

Highlight Comm. Licht und Schatten; (B): Nach vorl. Zahlen verringerte sich der Umsatz 2019 auf 486,8 (531,6) Mio. CHF. Angepeilt waren 520–540 Mio. CHF. Belastend wirkten sich u.a. Sonder- und Währungseffekte aus. Netto stieg das Konzernergebnis auf 25,2 (18,4) Mio. CHF.

Rhön-Klinikum stagniert; (B+): Bei einem Umsatzanstieg nach vorl. Zahlen um 5,8 % auf 1,3 Mrd. € stagnierte 2019 das Ebitda bei 125,3 (125,5) Mio. €. 2020 rechnet der Krankenhausbetreiber mit einem Gewinnrückgang. 2020 soll das Ebitda vor allem wegen einer verschärften gesetzlichen Regulierung nur noch zwischen 72,5–82,5 Mio. € liegen. Der Umsatz soll sich bei 1,4 (+/– 5 %) Mrd. € einfinden.

Daimler erhöht Rückstellungen; (B): Unter anderem für Rechtskosten im Dieselskandal erhöhte Daimler 2019 seine Rückstellungen für Haftungs- und Prozessrisiken deutlich auf 4,9 (2,1) Mrd. €. Zudem wird eine wirtschaftliche Belastung durch einen möglichen signifikanten Wirtschaftsrückgang in China erwartet. Auch die neuen CO2-Grenzwerte wirken sich möglicherweise negativ aus. Sollte der Konzern die CO2-Ziele verfehlen, drohen Strafzahlungen.

Viscom mit Einbußen; (B): Auf Basis ungeprüfter Zahlen belief sich der Umsatz 2019 auf 88,6 (93,6) Mio. €. Das Ebit verfehlte mit rd. 4,0 (10,9) Mio. € aufgrund von Bewertungseffekten die eigene Prognose von 4,3–8,5 Mio. € deutlich. Auch der Auftragseingang ließ mit einem Rückgang von rd. 20 % auf 79,5 Mio € Federn. Die testierten Zahlen und einen 2020er Ausblick gibt der Hersteller von Prüftechnik am 24. März.

Basler innerhalb der Guidance; (B): Mit einem erwarteten Umsatzansstieg von 8 % auf 162,0 Mio. € sowie einem Ebitda von 30,0 (36,0) Mio. € schloss Basler das Jahr 2019 entlang der eigenen Planung ab. Der Entwickler und Hersteller von digitalen Industriekameras gibt am 30. März eine Prognose für 2020 ab und veröffentlicht die testierten 2019er Zahlen.

Leoni Fehlbetrag; (B): Angesichts von drohenden Verlusten bildete der Autozulieferer 2019 Rückstellungen in Höhe von rd. 80 Mio. €. Insgesamt war das vorl. Ebit durch 318 Mio. € belastet und rutschte mit –384 (144) Mio. € in die roten Zahlen. Auch der Umsatz fiel auf 4,8 (5,1) Mrd. € zurück.

Easy Software kappt Prognose; (A–): Nach noch vorl. Zahlen stieg der Umsatz 2019 auf knapp unter 51 (46,6) Mio. €. Das Ebitda liegt wohl aufgrund u.a. einer Nachdotierung von Rückstellungen sbis zu 10 % niedriger als die prognostizierten 4,7–5,7 Mio. €.

PWO über Vorjahr; (B+): Aufgrund der schwächelnden Autoindustrie sank der Umsatz nach ersten Zahlen von 476,3 Mio. (IFRS) auf 458,6 Mio. €. Das Ebit stieg dagegen auf 19,9 (18,4) Mio. €. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn auf 9,1 (6,6) Mio. €. Für 2020 rechnet PWO bei einer schwachen Branchenkonjunktur mit einem Erlöseplus auf 450 Mio. €. Das Ebit vor Währungseffekten soll zwischen 19–20 Mio. € liegen.

New Work (Xing) wächst weiter; (B): Dank einer gestiegenen Nachfrage nach kostenpflichtigen Angeboten kletterte der Umsatz 2019 nach vorl. Zahlen um 16 % auf 269,5 Mio. €. Das Ebitda erhöhte sich um 14 % auf 85,6 Mio. €. Auch 2020 plant das Karrierenetzwerk mit weiterem Wachstum. Die Regeldividende soll von 2,14 € auf
2,59 € ansteigen.

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